Der 11. März in der Kölner Geschichte
11. März 1899
In Köln kommt die Malerin Edith Auerbach zur Welt, Tochter einer liberalen jüdischen Familie; ihr Vater leitet als Arzt das Israelitische Asyl. In den 1920er Jahren geht sie nach Paris und stellt in der Montparnasse-Szene aus. 1940 in Südfrankreich interniert und als Jüdin von der Deportation bedroht, überlebt sie untergetaucht unter dem Namen Irène Delamare. Seit 2025 erinnert der Auerbachplatz in Sülz auch an sie.
11. März 1913
Der liberale Theologe Carl Wilhelm Jatho stirbt in Köln, wo er seit 1891 als Pfarrer an der Christuskirche wirkt. Seine pantheistisch gefärbten Predigten lösen 1911 ein reichsweit beachtetes kirchliches Lehrzuchtverfahren aus, den „Fall Jatho", der mit seiner Amtsenthebung endet. Eine Blutvergiftung nach einer Beinverletzung führt zu seinem Tod.
11. März 1961
Am Millowitsch-Theater wird der Schwank „Im Nachtjackenviertel" uraufgeführt. Das Volksstück nach einer Vorlage von Theodor Franke, bearbeitet von Wilhelm Millowitsch, schildert das Leben der kleinen Leute im Veedel, das durcheinandergerät, als eine Erbschaft ins Haus steht. Wie viele Stücke des Hauses wird es vom Westdeutschen Fernsehen übertragen.
11. März 1983
Im Zeughaus an der Zeughausstraße, damals Sitz des Kölnischen Stadtmuseums, bricht am Nachmittag ein Dachstuhlbrand aus. Rund 80 Feuerwehrleute rücken aus; hunderte Schaulustige verfolgen den Einsatz. Eine wannenförmige Betonkonstruktion zwischen Dach und drittem Obergeschoss, im Haus „Kölner Sargdeckel" genannt, verhindert ein Durchschlagen des Feuers nach unten und begrenzt den Schaden auf den Dachstuhl.