Der 13. März in der Kölner Geschichte

13. März 1912

Wilhelm Kweksilber kommt in Köln zur Welt; seine Eltern sind staatenlose Juden aus Russisch-Polen, die sich in der Stadt niedergelassen haben. Im April 1933 verläßt er Köln und geht nach Amsterdam, wo er ab 1935 unter dem Namen H. Wielek als Publizist und Kritiker arbeitet. Seine Eltern und seine Schwester werden 1943 verhaftet und in Sobibor beziehungsweise Auschwitz ermordet. 1948 wird er niederländischer Staatsbürger; von 1973 bis 1978 sitzt er in der Ersten Kammer.

13. März 1933

Einen Tag nach der Kommunalwahl ziehen SA- und NSDAP-Verbände vor das Kölner Rathaus. Oberbürgermeister Konrad Adenauer verläßt die Stadt; Gauleiter Josef Grohé erklärt ihn ohne Rechtsgrundlage für abgesetzt und setzt Günter Riesen als kommissarischen Oberbürgermeister ein. Am selben Tag werden die zehn gewählten kommunistischen Ratsmandate für unwirksam erklärt; die NSDAP erhält damit im Stadtrat die absolute Mehrheit.

13. März 1940

Herbert Schui wird in Köln geboren. 1962 beginnt er an der Universität zu Köln ein Studium der Volkswirtschaftslehre, das er 1968 als Diplom-Volkswirt abschließt. Später lehrt er als Wirtschaftswissenschaftler und gehört 1975 zu den Gründern der Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik. Von 2005 bis 2009 sitzt er für Die Linke im Bundestag; er stirbt 2016.

13. März 1980

Der American Football Klub "Cologne Crocodiles" wird in Köln gegründet.

13. März 1999

Durch Sprengung wird die Kölner Sporthalle abgerissen.

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