Der 17. Juli in der Kölner Geschichte

17. Juli 1815

Der Rheinische Appelationsgerichtshof wird in Köln eröffnet.

17. Juli 1865

Der Bildhauer Nikolaus Friedrich wird in Köln als Sohn eines Schreiners geboren und erhält Zeichenunterricht bei Wilhelm Albermann an der Kunstgewerbeschule. 1908 zeigt er im Kölner Kunstverein in der Flora eine kleine Fassung seines „Tauziehers“; der Kölner Kunstfreunde-Verein setzt mit städtischem Zuschuss die stark vergrößerte Fassung durch, die 1911 am Rheinauhafen vor dem Malakoffturm aufgestellt wird. Sie gilt als erste freistehende Skulptur im öffentlichen Raum Kölns und steht seit 1980 als Baudenkmal unter Schutz.

17. Juli 1898

Leo Statz wird am 17. Juli in Köln geboren und wächst als Sohn eines nach Düsseldorf versetzten Landgerichtsrats dort auf. Als Direktor der Birresborner Mineralbrunnen AG und Vorsitzender des Düsseldorfer Karnevalsausschusses äußert er offen seine Ablehnung des NS-Regimes. Der Volksgerichtshof verurteilt ihn 1943 zum Tode; am 1. November desselben Jahres wird er im Zuchthaus Brandenburg-Görden hingerichtet. Das Erzbistum Köln führt ihn unter den Kölner Märtyrern.

17. Juli 1933

Konrad Adenauer wird per Schreiben des preußischen Innenministeriums offiziell aus dem Dienst der Stadt Köln entlassen. Grundlage ist § 4 des Gesetzes zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums. Damit endet seine 16-jährige Amtszeit als Oberbürgermeister; die Nationalsozialisten hatten ihn schon im März aus dem Rathaus vertrieben. Adenauer hält sich zu diesem Zeitpunkt im Kloster Maria Laach auf; das Disziplinarverfahren gegen ihn endet 1934 zu seinen Gunsten.

17. Juli 2009

Durch Verzicht auf das Teilnahmerecht für die Spielzeit 2009/2010 wird das Ende des Kölner Basketballclubs Köln 99ers besiegelt.

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