Der 20. Juni in der Kölner Geschichte

20. Juni 1585

Der aus Delft stammende katholische Priester und Theologe Christian Kruik von Adrichem stirbt in Köln. In der Reformationszeit muss er seine niederländische Heimat verlassen und lässt sich in der Stadt nieder. Hier verfasst er unter dem latinisierten Namen Adrichomius seine Werke zur Topografie Jerusalems und des Heiligen Landes.

20. Juni 1819

Am Großen Griechenmarkt in der Altstadt-Süd kommt Jacques Offenbach als Jakob Eberst zur Welt, Sohn des Synagogen-Kantors Isaac Offenbach. Mit vierzehn zieht er nach Paris, wo er zum Begründer der modernen Operette wird; „Orphée aux enfers" und „La Belle Hélène" begründen seinen Weltruhm. Eine Gedenktafel am heutigen Neubau erinnert an das längst abgerissene Geburtshaus des größten Sohnes der Stadt.

20. Juni 1934

In Köln wird der Jurist Wilhelm Kewenig geboren. 1962 wird er in Köln zum Dr. jur. promoviert. Von 1971 bis 1981 lehrt er als Professor für Völker- und Staatsrecht in Kiel, wo er 1974/75 das Rektorat übernimmt. Von 1981 bis 1989 gehört er dem Berliner Senat an, zunächst für Wissenschaft, ab 1986 für Inneres.

20. Juni 1968

Jupp Elze, in Köln geborener Profiboxer und Deutscher Meister im Mittelgewicht, stirbt in der Kölner Universitätsklinik. Acht Tage zuvor ist er bei seinem Europameisterschaftskampf in der Kölner Sporthalle zusammengebrochen und ins Koma gefallen. Die Obduktion weist Doping unter anderem mit Methamphetamin nach; Elze gilt als erster deutscher Dopingtoter im Profisport.

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