Der 22. April in der Kölner Geschichte
22. April 1861
Der Kölner Kaufmann und Kunstmäzen Johann Heinrich Richartz stiftet ab 1854 den Großteil der Bausumme für ein neues städtisches Museum. Für seine Vaterstadt gibt er über die Jahre nahezu 200.000 Taler und setzt dem Haus testamentarisch weitere 100.000 Taler zum Ankauf von Gemälden aus. Er stirbt in Köln, noch vor Vollendung des Baus, der als Wallraf-Richartz-Museum seinen Namen trägt.
22. April 1878
Paul Humburg wird in Mülheim am Rhein geboren, das 1914 nach Köln eingemeindet wird. Der reformierte Theologe wird zu einer Führungsfigur des kirchlichen Widerstands. Von 1934 bis 1942 amtiert er als Präses der Bekenntnissynode der Kirchenprovinz Rheinland und gehört zur Vorläufigen Leitung der Deutschen Evangelischen Kirche. Die Gestapo führt ihn als gefährlichen Regimegegner. Er stirbt am 21. Mai 1945 in Detmold.
22. April 1882
Am Hohenzollernring 58 in der Neustadt-Nord wird der Grundstein für das Wohnhaus des Steuerinspektors Wilhelm Willmeroth gelegt — das erste Haus der jungen Kölner Neustadt, die nach dem Abriss der mittelalterlichen Stadtmauer ab 1881 auf dem geräumten Festungsgürtel entsteht. Die Architekten De Voss & Müller errichten ein herrschaftliches Mietshaus im Stil der italienischen Renaissance. Erhalten ist es nicht; heute steht hier ein Drogeriemarkt.
Dieses Ereignis greifen wir auch in der Stadtführung Wie Köln sich wandelt auf.