Der 27. Juni in der Kölner Geschichte

27. Juni 1245

Der Kölner Erzbischof Konrad von Hochstaden erteilt allen Wohltätern des Siechenhofs Melaten einen Ablass. Das Leprosenhaus liegt rund einen Kilometer westlich der Stadtmauern an der Aachener Straße im heutigen Lindenthal und gilt als größtes seiner Art in Deutschland; Urkunden zählen bald an die hundert Bewohner. Der Ablass sichert die Pflege der Kranken durch fromme Spenden. Auf dem Gelände erstreckt sich heute der Melaten-Friedhof.

Über Konrad von Hochstaden sprechen wir auf unseren Führungen Kölner Stadtgeschichte , Köln kompakt und Im Herzen Kölns .


27. Juni 1952

Der Nationalökonom Christian Eckert stirbt in Köln. Ab 1901 wirkt er an der Kölner Handelshochschule und wird 1904 deren Direktor. Er betreibt die Wiedereröffnung der Universität zu Köln und wird 1919 ihr erster Rektor. 1933 entlassen ihn die Nationalsozialisten wegen seiner Tätigkeit für die Zentrumspartei, 1934 versetzen sie ihn zwangsweise in den Ruhestand.

27. Juni 2009

Der gebürtige Kölner Kunsthistoriker Eduard Trier stirbt in Köln und wird auf dem Melaten-Friedhof beigesetzt. Nach dem Besuch des Gymnasiums Kreuzgasse studiert er Kunstgeschichte in Köln und Bonn und inventarisiert die Skulpturen des Schnütgen-Museums. Von 1965 bis 1972 leitet er die Kunstakademie Düsseldorf, später lehrt er am Kunsthistorischen Institut der Universität Bonn. Bereits 1959 betreut er als Kurator die documenta II.

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