Der 3. Juli in der Kölner Geschichte

3. Juli 1642

Im ehemaligen Haus der Familie Rubens in der Sternengasse 10 stirbt Maria de' Medici, Königin von Frankreich und zweite Gemahlin Heinrichs IV. Nach dessen Ermordung führt sie zeitweise die Regentschaft für ihren minderjährigen Sohn Ludwig XIII. Der Sturz durch Kardinal Richelieu treibt sie ins Exil, wo sie ihre letzten Monate verarmt und einsam in Köln verbringt.

3. Juli 1915

Die Deutzer Kettenhängebrücke, die die linksrheinische Innenstadt mit dem rechtsrheinischen Deutz verbindet, wird dem Verkehr übergeben. Der Kölner Architekt Carl Moritz gestaltet sie mit; ohne Zufahrten misst sie 369 Meter, ist 18,2 Meter breit und wiegt rund 6.200 Tonnen. Wegen des Ersten Weltkriegs bleibt eine große Einweihungsfeier aus. Am 28. Februar 1945 stürzt die Brücke unter der Last flüchtender Menschen ein.

3. Juli 1933

Franz Wilhelm Seiwert, Kölner Maler und Grafiker, stirbt in seiner Geburtsstadt Köln. Um 1920/21 gehört er mit Heinrich Hoerle und Gerd Arntz zu den Gründern der Künstlergruppe "Kölner Progressive" und gibt deren Zeitschrift "a bis z" mit heraus. Eine Röntgen-Fehlbehandlung in der Kindheit fügt ihm lebenslange Wunden zu. Viele seiner Werke bewahrt heute das Museum Ludwig.

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