Der 31. März in der Kölner Geschichte

31. März 1831

Die Mainzer Rheinschifffahrtsakte wird unterzeichnet und beendet das Kölner Stapelrecht, das die Stadt seit 1259 besitzt. Über Jahrhunderte müssen alle rheinaufwärts oder rheinabwärts transportierten Waren in Köln drei Tage lang den Bürgern zum Kauf angeboten werden. Die Akte garantiert die freie Schifffahrt bis zur offenen See; Preußen zahlt der Stadt für den Verlust eine jährliche Entschädigung.

31. März 1923

In Köln wird der Psychologe Carl Friedrich Graumann geboren. Von 1963 bis 1991 lehrt er als ordentlicher Professor für Psychologie an der Universität Heidelberg und baut das Psychologische Institut aus. Von 1968 bis 1970 steht er der Deutschen Gesellschaft für Psychologie als Präsident vor. Er stirbt 2007 in Lobbach.

31. März 1933

Im Justizgebäude am Reichenspergerplatz treibt die SA als Teil einer reichsweiten Kampagne die jüdischen Richter, Staats- und Rechtsanwälte aus ihren Dienstzimmern und unterbricht die laufenden Sitzungen. Die Juristen werden misshandelt, auf einen Wagen der Müllabfuhr verladen und unter Schmährufen langsam durch die Stadt zum Polizeipräsidium in der Krebsgasse gefahren. Der Übergriff markiert den Beginn der Vertreibung der jüdischen Juristen aus dem Kölner Gerichtswesen.

31. März 1958

In Köln wird Heribert Hirte geboren, Rechtswissenschaftler mit Schwerpunkt im Handels-, Gesellschafts- und Insolvenzrecht. Er studiert Jura an der Universität zu Köln und promoviert dort 1985. Ab 2000 leitet er als geschäftsführender Direktor das Seminar für Handels-, Schifffahrts- und Wirtschaftsrecht an der Universität Hamburg. Von 2013 bis 2021 gehört er dem Deutschen Bundestag an.

31. März 2022

Norman Junge, Bildhauer und Kinderbuch-Illustrator, stirbt in Köln, wo er seit 1967 lebt und arbeitet, und wird auf dem Melaten-Friedhof bestattet. Für die beim Kölner WDR produzierte „Sendung mit der Maus" zeichnet er viele Trickfilme. Bekannt wird er durch die Illustrationen zu „fünfter sein", die 1998 den Bologna Ragazzi Award erhalten; 2012 folgt der Sonderpreis des Deutschen Jugendliteraturpreises für sein illustratorisches Gesamtwerk.

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