Der 7. Mai in der Kölner Geschichte

7. Mai 1259

Erzbischof Konrad von Hochstaden verleiht der Stadt das Stapelrecht: Kaufleute dürfen mit ihren Waren nicht mehr an Köln vorbeifahren, sondern müssen am Rheinufer entladen und ihre Güter den Kölner Bürgern eine Zeit lang zum Kauf anbieten — später auf drei Tage festgelegt. Das erzwungene Umladen macht die Rheinmetropole über Jahrhunderte zum Handelsknoten und einer der reichsten Städte des Reichs.

Dieses Ereignis greifen wir auch in den Stadtführungen Kölner Stadtgeschichte, Köln kompakt, Im Herzen Kölns und Köln und Kölsch auf.


7. Mai 1892

In der Kölner Innenstadt neben dem Dom wird der Grundstein für das neue Empfangsgebäude des Hauptbahnhofs gelegt. Den Entwurf liefert der Aachener Architekt Georg Frentzen. Die große dreigliedrige Bahnsteighalle wird 1894 fertiggestellt, im selben Jahr nimmt der Bahnhof den Betrieb auf.

7. Mai 1904

In Köln wird die Bildhauerin Nelli Bar geboren. Sie besucht in Köln die Schule und studiert 1924/25 an der Kölner Kunstgewerbeschule, danach in Dresden und bei Aristide Maillol in Paris. Als Jüdin flieht sie vor dem NS-Regime und emigriert 1940 über die Sowjetunion, Japan und Panama in die USA. Später lehrt sie am Art Institute of Chicago und am Illinois Institute of Technology.

7. Mai 1936

In Köln wird Georg Jappe geboren, der später als Kunstkritiker und Publizist arbeitet. Von 1964 bis 1966 schreibt er beim Kölner Stadt-Anzeiger, danach für die FAZ und Die Zeit, und wird Professor für Kunsttheorie in Hamburg. Sein Buch „Der Traum von der Metropole" behandelt die Kölner Kunstszene der 1960er Jahre.

7. Mai 1971

Der Historiker und Politiker Leo Schwering stirbt in Köln. Nach seiner Entlassung aus dem Schuldienst 1934 gehört er Kölner Widerstandskreisen an, die Verbindung zum Umsturzversuch vom 20. Juli 1944 haben, und sitzt bis kurz vor Kriegsende in Gestapo-Haft. Im September 1945 wird er erster Vorsitzender der CDU-Rheinland. Er ist auf dem Melaten-Friedhof bestattet.

7. Mai 2020

Charly Wagner, gebürtiger Kölner und langjähriger Hörfunksprecher beim WDR, stirbt in seiner Heimatstadt. Ab 1965 arbeitet er beim Sender, wo er mit Sendungen wie „Musikpavillon" und „Swing und Balladen" zur „Stimme von WDR 4" wird. Nach 39 Jahren beim WDR geht er 2004 in den Ruhestand. Fast seine gesamte Rundfunklaufbahn verbringt er in Köln.

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