Ereignisse zum Thema: Architektur Kunst
1. Januar 1805
Der Kölner Kunstsammler Baron Wilhelm Carl Adolf von Hüpsch verstirbt in Köln.
1. Januar 1830
Am Neujahrstag kommt in Köln der Bildhauer Anton Werres zur Welt. Nach der Lehre bei Peter Joseph Imhoff und dem Studium an der Berliner Kunstakademie schafft er sechs Pfeilerfiguren für das Langhaus des Kölner Doms, das Stifterdenkmal für Wallraf und Richartz auf Melaten sowie Porträtbüsten im Volksgarten und im Kölner Zoo. Seine Werke prägen das Stadtbild des Historismus bis heute.
1. Januar 1999
Barbara Schock-Werner tritt das Amt des Kölner Dombaumeisters an.
4. Januar 1995
Gunter Demnig verlegt die ersten "Stolpersteine" in Köln.
6. Januar 1846
In Köln wird die Kunstsammlerin und Mäzenin Henriette Hertz geboren, deren Familie sich zwei Jahre zuvor in der Stadt niederließ. Aus dem Vermögen der von ihrem Freund Ludwig Mond mitbegründeten Chemieindustrie trägt sie eine bedeutende kunsthistorische Bibliothek zusammen. Diese vermacht sie samt dem römischen Palazzo Zuccari der Wissenschaft — daraus geht die bis heute renommierte Bibliotheca Hertziana in Rom hervor.
7. Januar 1819
Johan Heinrich Neuman kommt 1819 in Köln als Sohn eines niederländischen Kaufmanns zur Welt. Seine künstlerische Laufbahn führt ihn früh in die Niederlande: An der Amsterdamer Akademie bildet er sich zum Porträt- und Miniaturmaler sowie Lithographen aus. Neuman malt Bildnisse und Genreszenen, fertigt feine Elfenbeinminiaturen und wird 1849 Mitglied der Künstlervereinigung Arti et Amicitiae. Als niederländischer Maler mit Kölner Wurzeln verbindet er beide Welten.
8. Januar 2016
Der in Köln geborene Bildhauer Elmar Hillebrand stirbt in Köln-Weiß, wo er lebt und arbeitet. Er wirkt an der Dombauhütte, schafft den Hauptaltar des Kölner Doms und beteiligt sich am Wiederaufbau romanischer Kirchen wie St. Kunibert und Groß St. Martin.
9. Januar 1883
Der Kölner Stadtrat entschließt sich mit einer Stimme Mehrheit für den Entwurf des Berliner Ingenieurs Berl von E. Grüttefien zum Bau des neuen Hauptbahnhofs.
11. Januar 1958
Im wiederaufgebauten Zeughaus, einem Waffenarsenal der Renaissance, eröffnet das Kölnische Stadtmuseum – erstmals unter diesem Namen. Das im Krieg schwer zerstörte Gebäude beherbergt fortan die stadtgeschichtliche Sammlung, die zuvor seit 1888 in der Hahnentorburg gezeigt worden war. Das Museum erzählt die Geschichte Kölns von der mittelalterlichen Bürgerstadt bis in die Gegenwart.
13. Januar 1873
In Köln wird der Bildhauer Josef Moest geboren, der später in Köln-Rath/Heumar stirbt. Für die Minoritenkirche schafft er die Immakulata mit Engelgruppen, für den Südfriedhof das Hochkreuz. Auch den Hochaltar von St. Cäcilien führt er nach Entwürfen von Friedrich Carl Heimann aus. Sein künstlerischer Nachlass liegt im Kölnischen Stadtmuseum.
14. Januar 1894
In Köln kommt Elisabeth Moses als Tochter einer jüdischen Familie zur Welt. Sie studiert Kunstgeschichte und wirkt als Kuratorin am Kunstgewerbemuseum und am Wallraf-Richartz-Museum, wo sie die Sammlungen betreut. 1933 entlassen die Nationalsozialisten die Wissenschaftlerin wegen ihrer Herkunft; sie flieht in die USA und arbeitet am De Young Museum in San Francisco. Ein Stolperstein an der Elisenstraße erinnert heute an sie.
16. Januar 1891
Der Maler und Karikaturist Franz Joseph Esser wird in Köln geboren.
16. Januar 1991
Vor dem Kölner Dom versammelt sich am 16. Januar 1991 aus Protest gegen den bevorstehenden zweiten Golfkrieg eine große Menschenmenge. Bei dieser Gelegenheit errichtet der Künstler Walter Herrmann eine Installation, aus der in der Folge die "Kölner Klagemauer" wird.
19. Januar 2001
Das Wallraf-Richartz-Museum bezieht seinen Neubau zwischen Rathaus und Alt St. Alban. Der streng kubische Bau stammt vom Kölner Architekten Oswald Mathias Ungers, der den Wettbewerb gewonnen hatte; der Grundstein war drei Jahre zuvor gelegt worden. Auf rund 3500 Quadratmetern zeigt das Haus nun Malerei und Grafik vom Mittelalter bis ins 19. Jahrhundert.
24. Januar 1899
Der Maler Heinrich Pilger wird in Köln geboren.
27. Januar 1966
Der Bildhauer und Medailleur Ludwig Gies stirbt in Köln, wo er bis 1962 als Professor an den Kölner Werkschulen lehrt. Neben Ewald Mataré zählt er zu den Begründern der Rheinischen Bildhauerschule; 1953 entwirft er den Bundesadler. Geboren am 3. September 1887 in München, wird er auf dem Melaten-Friedhof bestattet.
29. Januar 1797
Als Tochter des Bankiers Abraham Schaaffhausen wird Sibylle Mertens-Schaaffhausen in Köln geboren. Als „Rheingräfin" wird sie zur bedeutenden Kunstsammlerin, Archäologin und Salonnière; ihre Sammlung umfaßt über 1.800 Gemmen und tausende Münzen. 1842 zählt sie zu den Mitinitiatoren des Kölner Dombauvereins. Später führt sie einflußreiche Salons in Bonn und Rom, wo sie stirbt.
30. Januar 1903
In Köln wird Franz Monjau geboren, der später als Maler und Kunstpädagoge arbeitet. Um 1910 zieht die Familie nach Düsseldorf, wo er künstlerisch tätig wird. 1933 wird er als Kommunist verhaftet, aus dem Staatsdienst entlassen und mit Ausstellungsverbot belegt. Im Oktober 1944 erneut verhaftet, kommt er im Februar 1945 im Außenlager Ohrdruf des KZ Buchenwald um.
31. Januar 1901
Der aus Bonn stammende Lithograph und Zeichner Tony Avenarius betreibt ab 1861 in Köln eine lithographische Werkstatt. Für die Feier zur Vollendung des Kölner Doms am 16. Oktober 1880 schafft er die Original-Aquarellen des Historischen Festzugs sowie Lithographien zum Kölner Karneval. Er stirbt am 31. Januar in Köln.
4. Februar 1901
Der Architekt Josef Seché stirbt in Köln, wo er am 10. Oktober 1851 geboren wird. Er entwirft Wohn- und Geschäftshäuser an den Kölner Ringen, unter anderem am Hohenzollernring, am Habsburgerring und am Sachsenring. Zudem unterrichtet er an der Königlichen Provinzial-Gewerbeschule in Köln.
7. Februar 1893
Der Grafiker und Maler Willy Fick wird in Köln geboren und wächst am Krefelder Wall auf. 1919 gehört er zu den Gründern der Kölner Dada-Gruppe „Stupid“ um Heinrich und Angelika Hoerle, Anton Räderscheidt und Franz Wilhelm Seiwert. Er zählt zu den Kölner Progressiven.
7. Februar 1898
In Köln stirbt der Buchhändler und Antiquar Heinrich Lempertz, der 1816 ebenda geboren wird. 1840 übernimmt er die Kölner Firma J. M. Heberle und führt sie ab 1845 allein weiter, bis sie zu den angesehensten deutschen Häusern für Buch- und Kunstauktionen zählt. Aus dem Unternehmen geht das bis heute in Köln ansässige Kunsthaus Lempertz hervor.
9. Februar 1811
In Köln geboren, wird Gisbert Flüggen einer der gefragten Genremaler seiner Zeit. Nach der Ausbildung an der Düsseldorfer Schule zieht er Mitte der 1830er Jahre nach München. Dort gelangt er mit fein beobachteten, oft sentimentalen Sittenbildern zu Ansehen — Werke wie „Eine Proceßentscheidung" und „Der Schachspieler" zeugen von seinem koloristischen Talent und einer für die Zeit ungewöhnlich freien malerischen Behandlung.
9. Februar 1932
Der in Dresden geborene Maler Gerhard Richter, einer der bedeutendsten Künstler der Gegenwart, lebt und arbeitet seit den 1980er Jahren in Köln. Für das im Zweiten Weltkrieg zerstörte Südquerhausfenster des Kölner Doms schafft er ein abstraktes Glasbild aus über 11.000 mundgeblasenen Farbquadraten in 72 Tönen, das 2007 eingeweiht wird. Im selben Jahr ernennt ihn die Stadt zu ihrem Ehrenbürger.
10. Februar 1870
In Köln wird als Sohn einer jüdischen Bankiersfamilie der Kunstkritiker und Journalist Max Osborn geboren; er besucht das Kölner Apostelgymnasium. Als langjähriger Kunstkritiker der „Vossischen Zeitung“ wird er zu einer der einflußreichsten Stimmen des Berliner Kunstlebens. 1933 verliert er unter dem NS-Regime seine Stellung, wirkt im Jüdischen Kulturbund und emigriert schließlich über Paris nach New York.
11. Februar 1814
Friedrich Heimsoeth wird in Köln geboren, wo er das Friedrich-Wilhelm-Gymnasium besucht. Der klassische Philologe, Kunsthistoriker und Musikwissenschaftler studiert ab 1831 in Bonn und wird dort 1865 ordentlicher Professor der klassischen Philologie. Er arbeitet zur Textkritik und Metrik der griechischen Tragiker und Pindars und stirbt 1877 in Bonn.
14. Februar 1939
In Köln stirbt der Gold- und Silberschmied Ernst Riegel. 1913 kommt er in die Stadt und übernimmt die Leitung der Gold- und Silberschmiedeklasse. 1926 wird er an den von Richard Riemerschmid geführten Kölner Werkschulen zum Professor ernannt.
16. Februar 1939
In der Kölner Altstadt wird der Willi-Ostermann-Brunnen eingeweiht.
17. Februar 1900
Am Eigelstein im Kölner Norden wird der Grafiker und Kommunalpolitiker Peter Paffenholz geboren. Ab 1926 gestaltet er für die KPD Flugblätter und Drucksachen und schließt sich der 'Gruppe progressiver Künstler' um Franz Wilhelm Seiwert und Heinrich Hoerle an. Am 20. November 1931 zieht er als Ratsherr in den Kölner Stadtrat ein. Unter dem Nationalsozialismus wird er in Köln als Kommunist verfolgt.
19. Februar 1947
Raimund Böll wird in Köln geboren, zweiter Sohn des Schriftstellers Heinrich Böll. Nach einer Lehre in der Kölner Dombauhütte studiert er Bildhauerei und Metallgestaltung an den Kölner Werkschulen, wo er 1973 Meisterschüler wird. Bekannt wird er für materialintensive Schweißarbeiten und bewegliche Metallmaschinen. Er stirbt in Unterlengenhardt.
20. Februar 1804
Johann Anton Friedrich Baudri wird im bergischen Elberfeld geboren. Nach der Priesterweihe 1827 in Köln steigt er im Erzbistum auf: 1846 zum Generalvikar, 1850 zum Weihbischof. Er gründet den Christlichen Kunstverein und treibt den Aufbau des Diözesanmuseums für christliche Kunst voran, aus dem später das Kolumba hervorgeht. Während des Kulturkampfs leitet er ab 1875 das verwaiste Erzbistum. 1893 stirbt er in Köln.
23. Februar 1976
Das Sammlerehepaar Peter und Irene Ludwig und die Stadt Köln unterzeichnen den Schenkungsvertrag über 350 Werke moderner Kunst — das Museum Ludwig ist gegründet. Den Grundstock bildet die außerhalb der USA umfassendste Sammlung amerikanischer Pop Art mit Arbeiten von Warhol, Lichtenstein und Rosenquist. Zehn Jahre später bezieht das Haus den markanten Bau von Busmann und Haberer neben dem Dom.
28. Februar 1802
Dombaumeister Ernst Friedrich Zwirner wird in Jakobswalde geboren.
29. Februar 1844
Simon Meister, 1796 in Koblenz geboren, studiert bei Horace Vernet in Paris und lässt sich um 1833 in Köln nieder. Dort malt er Porträts, Schlachten- und Tierkampfbilder und wird als Maler bekannt. Sein Panorama vom Rheinübergang bei Neuwied ist in der Stadt zu sehen. Am 29. Februar, einem Schalttag, stirbt er in Köln.
1. März 1834
Die Schauspielerin Charlotte Wolter wird in der Hämergasse 10 in Köln geboren. Sie wird zur größten deutschsprachigen Tragödin des 19. Jahrhunderts am Wiener Burgtheater. Auf eigenen Wunsch wird sie im Kostüm ihrer Paraderolle — Goethes Iphigenie — begraben.
3. März 2009
Beim Bau der Nord-Süd-Stadtbahn stürzt das Historische Archiv, das "Gedächtnis" der Stadt Köln ein.
4. März 1911
Die Skulptur "Der Tauzieher" wird am Rheinauhafen enthüllt.
4. März 1974
Das aus der römischen und germanischen Abteilung des Wallraf-Richartz-Museums hervorgegangene Römisch-Germanische Museum wird eröffnet.
8. März 1970
In Köln stirbt Anton Räderscheidt, Maler der Neuen Sachlichkeit und einer der Kölner Progressiven, der hier geboren wird und dessen Atelier in der Altstadt liegt. Am Hildeboldplatz ist er Kopf der Künstlergruppe Stupid. Im Nationalsozialismus gilt seine Kunst als „entartet"; 1937 werden drei seiner Werke aus öffentlichen Sammlungen beschlagnahmt, und mit seiner jüdischen Lebensgefährtin Ilse Salberg flieht er nach Frankreich.
9. März 1898
Der Maler, Bildhauer und Mitglied der "Kölner Progressiven", Franz Wilhelm Seiwert wird in Köln geboren.
11. März 1899
In Köln kommt die Malerin Edith Auerbach zur Welt, Tochter einer liberalen jüdischen Familie; ihr Vater leitet als Arzt das Israelitische Asyl. In den 1920er Jahren geht sie nach Paris und stellt in der Montparnasse-Szene aus. 1940 in Südfrankreich interniert und als Jüdin von der Deportation bedroht, überlebt sie untergetaucht unter dem Namen Irène Delamare. Seit 2025 erinnert der Auerbachplatz in Sülz auch an sie.
12. März 1922
Der Fabrikant Hans Imhoff wird in Köln geboren. Er ist der Begründer des Schokoladenmuseums in Köln.
16. März 1991
Die Kölner Volksschauspielerin Trude Herr verstirbt in Köln.
17. März 1819
Caspar Bernhard Hardy, am 26. August 1726 in Köln geboren, stirbt in seiner Heimatstadt. Er ist Vikar an der Margarethenkapelle und zugleich Künstler: Er malt in Öl und Email, schneidet Kameen aus Muschelschalen und arbeitet in vergoldeter Bronze. Bekannt wird er vor allem als Wachsbossierer mit Bildnis-Basreliefs und Charakterfiguren.
17. März 1948
Der Wiederaufbau der evangelischen Melanchthonkirche im Kölner Stadtteil Zollstock wird beschlossen.
18. März 1824
Ferdinand Franz Wallraf verstirbt in Köln und wird auf dem Kölner Friedhof Melaten beigesetzt. Seine umfangreiche Kunstsammlung vermacht er der Stadt Köln.
19. März 1932
Das Schnütgen-Museum wird im ehemaligen Deutzer Kloster St. Heribert eingeweiht.
20. März 1970
Bundespräsident Gustav Heinemann eröffnet im Kölner Stadtbezirk Porz, am Rand der Wahner Heide, das neue Empfangsgebäude des Flughafens Köln/Bonn — den heutigen Terminal 1. Der Architekt Paul Schneider-Esleben entwirft mit den sternförmigen Flugsteigköpfen einen der ersten „Drive-in"-Flughäfen Europas, bei dem Reisende direkt vom Autobahnanschluss bis nahe ans Flugzeug fahren. Der markante Sichtbeton-Bau gilt heute als Ikone der Nachkriegsmoderne und steht unter Denkmalschutz.
21. März 1946
In der Eigelsteintorburg findet die erste Ausstellung nach dem Krieg mit dem Titel "Meisterwerke aus Kölner Museen" statt.
21. März 1954
Die Auferstehungskirche in Köln-Kalk wird eingeweiht.
23. März 1910
Der Rat der Stadt Köln bewilligt einen Zuschuss von 10.000 Mark zur Anschaffung der Skulptur "Der Tauzieher" am Rheinauhafen in Köln.
25. März 1867
Der 1792 in Köln geborene Jakob Ignaz Hittorff, Sohn eines Metallhandwerkers, stirbt in Paris. Dorthin war er 1810 gegangen; 1832 erhielt er den Auftrag zur Neugestaltung der Place de la Concorde und der Champs-Élysées, zuvor hatte er die Kirche Saint-Vincent-de-Paul begonnen. Er gilt als Entdecker der Polychromie antiker Architektur. Seiner Geburtsstadt Köln legte er Pläne für einen Museumsbau vor, die aus Geldmangel unausgeführt blieben.
25. März 1900
Der in Köln geborene Möbelfabrikant Jakob Pallenberg stirbt in Kairo. Seit 1861 führt er mit seinem Bruder Franz die väterliche Kölner Möbelfabrik, die mit über 150 Beschäftigten zur größten Preußens wächst. Testamentarisch bestimmt er 150.000 Mark für den Pallenberg-Saal des neuerrichteten Kölner Kunstgewerbemuseums, 200.000 Mark für Kunstankäufe und 400.000 Mark für ein Handwerkerheim. Nach ihm ist die Pallenberg-Arbeitersiedlung in Köln-Weidenpesch benannt.
28. März 1937
Josef Mangold, ein in Köln geborener Maler der Neuen Sachlichkeit, stirbt in Köln. Ausgebildet an der Kölner Kunstgewerbeschule, gehört er der 1928 gegründeten Rheinischen Sezession an und lebt in Köln-Raderthal. Das Wallraf-Richartz-Museum bewahrt Arbeiten von ihm, darunter ein Selbstbildnis (1929/30) und Knospenzweig Kastanie (1934).
30. März 1849
Wilhelm Heyer wird am 30. März in Köln geboren. Der Papierhändler und Sammler baut eine der größten Sammlungen historischer Musikinstrumente auf und gründet in Köln das nach ihm benannte Musikhistorische Museum mit über 2.600 Instrumenten und rund 20.000 Musiker-Autographen. Er stirbt am 20. März 1913 in Köln.
30. März 2005
L. Fritz Gruber, 1908 in Köln geboren, stirbt in seiner Geburtsstadt. Mit Bruno Uhl begründet er die Photokina und leitet von 1950 bis 1980 deren Bilderschauen, in denen er Werke von Fotografen wie August Sander zeigt. Außerdem gehört er zu den Mitbegründern der Deutschen Gesellschaft für Photographie.
31. März 2022
Norman Junge, Bildhauer und Kinderbuch-Illustrator, stirbt in Köln, wo er seit 1967 lebt und arbeitet, und wird auf dem Melaten-Friedhof bestattet. Für die beim Kölner WDR produzierte „Sendung mit der Maus" zeichnet er viele Trickfilme. Bekannt wird er durch die Illustrationen zu „fünfter sein", die 1998 den Bologna Ragazzi Award erhalten; 2012 folgt der Sonderpreis des Deutschen Jugendliteraturpreises für sein illustratorisches Gesamtwerk.
2. April 1927
Willi Kemp wird in Köln geboren. Von 1949 bis 1952 studiert er Betriebswirtschaft und Steuerrecht an der Universität zu Köln. Später arbeitet er als Steuerberater in Düsseldorf, wo er eine umfangreiche Kunstsammlung aufbaut. Am 5. Dezember 2020 stirbt er in Düsseldorf.
2. April 2005
Der Maler und Plastiker Ernst Wille stirbt in Köln-Poll, seiner Wahlheimat seit 1964. Sein Werk prägt den öffentlichen Raum der Nachkriegsstadt: ein Sgraffito-Auge an der Augenklinik der Uniklinik in Lindenthal, Wandgestaltungen im Agrippabad und die halbtransparente „Kölner Wand" am Rathaus. Bestattet wird er auf dem Deutzer Friedhof. Bis heute begegnet man seinen Arbeiten an Fassaden überall in der Stadt.
7. April 1839
Gründung des Kölnischen Kunstvereins.
7. April 1874
Der Holzbildhauer Nikolaus Elscheidt, gebürtig aus Niederscheidweiler und in Köln ansässig, stirbt am 7. April in der Stadt. Für St. Maria im Kapitol schafft der Neugotiker die lebensgroße schmerzhafte Muttergottes in der Krypta und eine Triumphkreuzgruppe (1871/72), außerdem Arbeiten für Groß St. Martin. Gefördert wird er vom Kölner Domkapitular Alexander Schnütgen.
8. April 1770
Der Porträtmaler und Kunstpädagoge Egidius Mengelberg wird in Köln geboren.
8. April 1968
Der Maler Ernst Wilhelm Nay stirbt an Herzversagen in seinem Kölner Atelierhaus. 1951 ist er nach Köln übersiedelt, das bis zuletzt sein Lebensmittelpunkt bleibt. In der Stadt entwickelt er mit den „Rhythmischen Bildern" seinen Weg zur ungegenständlichen Malerei und nimmt an der documenta I, II und III teil. Begraben wird er auf dem Melaten-Friedhof.
8. April 1981
In Köln stirbt der Maler Friedrich Vordemberge, der seit 1924 in der Stadt lebt und die Kölner Werkschulen von 1959 bis 1965 leitet. Er gründet den Ausstellungsverband Kölner Maler und wird 1961 zum Professor ernannt. Seit 1977 vergibt die Stadt Köln das nach ihm benannte Friedrich-Vordemberge-Stipendium.
9. April 1819
Der Architekt Vincenz Statz wird in Köln geboren. Er war einer der bedeutendsten Vertreter der Neugotik im Rheinland. Er entwarf über 150 Kirchen und Kapellen, darunter den Neuen Dom in Linz und die Mauritiuskirche in Köln. Ihm zu Ehren ist in Köln eine Straße benannt.
9. April 1842
Der Bildhauer Ferdinand Joseph Friedrich Custodis wird in Köln geboren.
10. April 1900
Das Bronze-Sitzbild von Ferdinand Franz Wallraf wird vor dem Museum für Angewandte Kunst, dem ehemaligen Standort des Wallraf-Richartz-Museums, von Oberbürgermeister Wilhelm Becker enthüllt.
10. April 1975
Oberbürgermeister John van Nes Ziegler legt den Grundstein für das Schwimmbad Kombibad Süd (heute Zollstockbad)
11. April 1925
Peter Neufert wird am 11. April in Freyburg an der Unstrut geboren, als Sohn von Ernst Neufert, dem Verfasser der Bauentwurfslehre. 1950 zieht er nach Köln und gründet dort 1953 mit seinem Vater das Büro Neufert + Neufert, das er ab 1955 allein als „Atelier Neufert Köln“ führt. In Köln entstehen unter anderem das Wohnhaus X 1 in Köln-Hahnwald und das Textilhaus Wormland auf der Hohe Straße. Er stirbt am 27. Dezember 1999 in Köln.
14. April 1906
In einem Schreiben an den Kölner Oberbürgermeister Friedrich Wilhelm Bernard von Becker teilt Alexander Schnütgen die Absicht mit, seine Sammlung kirchlicher Kunst der Stadt Köln zu übereignen.
16. April 2007
Der bildende Künstler Gerhard Richter wird Ehrenbürger der Stadt Köln.
20. April 1964
In Köln verstirbt August Sander, einer der bedeutendsten Fotografen des 20. Jahrhunderts. Er schuf den Bildatlas "Menschen des 20. Jahrhunderts". 2009 wurde vom Kölnischen Stadtmuseum der Bildband "Köln wie es war" herausgegeben. Er zeigt Köln in 408 Fotografien in der Zeit von 1920 bis 1939.
22. April 1861
Der Kölner Kaufmann und Kunstmäzen Johann Heinrich Richartz stiftet ab 1854 den Großteil der Bausumme für ein neues städtisches Museum. Für seine Vaterstadt gibt er über die Jahre nahezu 200.000 Taler und setzt dem Haus testamentarisch weitere 100.000 Taler zum Ankauf von Gemälden aus. Er stirbt in Köln, noch vor Vollendung des Baus, der als Wallraf-Richartz-Museum seinen Namen trägt.
22. April 1882
Am Hohenzollernring 58 in der Neustadt-Nord wird der Grundstein für das Wohnhaus des Steuerinspektors Wilhelm Willmeroth gelegt — das erste Haus der jungen Kölner Neustadt, die nach dem Abriss der mittelalterlichen Stadtmauer ab 1881 auf dem geräumten Festungsgürtel entsteht. Die Architekten De Voss & Müller errichten ein herrschaftliches Mietshaus im Stil der italienischen Renaissance. Erhalten ist es nicht; heute steht hier ein Drogeriemarkt.
24. April 1271
Gerhard von Rile (Meister Gerhard), der erste Dombaumeister des Kölner Doms, stirbt; die genauen Todesumstände bleiben ungeklärt. Der Sturz vom Baugerüst gehört der Dombaumeisterlegende an. Von Gerhard von Rile stammt wahrscheinlich der Gesamtplan des Kölner Domes.
24. April 1920
Der Architekt und Kirchenbaumeister Wilhelm Schlombs wird in Köln geboren. Er hatte als Kölner Erzdiözesanbaumeister maßgeblichen Anteil am Wiederaufbau der Romanischen Kirchen in Köln nach dem zweiten Weltkrieg. 1981 war er Mitinitiator des Fördervereins Romanische Kirchen Köln. Wilhelm Schlombs verstarb am 25. August 1993 in Köln.
25. April 1991
Auf den Treppenturm des Zeughauses wird HA Schults "Goldener Vogel", ein Auto mit Flügeln, gesetzt.
28. April 1901
Der Fotograf Werner Mantz wird in Köln geboren. 1921 richtet er sein erstes Atelier in der elterlichen Wohnung ein, ab 1926 arbeitet er als Hausfotograf des Architekten Wilhelm Riphahn und fotografiert die Bauten des Neuen Bauens in Köln. 1932 eröffnet er ein zweites Atelier in Maastricht. 1938 verlässt er Köln und lebt fortan in den Niederlanden, wo er 1983 stirbt.
3. Mai 1993
In Köln stirbt der Maler Jupp Lückeroth, ein Vertreter des Informel. Geboren wird er 1919 in Köln; nach dreijähriger Kriegsgefangenschaft kehrt er 1947 zurück und schafft ab 1952 tachistische Bilder mit charakteristischen Wellen- und Raumstrukturen. Beigesetzt wird er auf dem Melatenfriedhof.
4. Mai 1856
Der aus Wien stammende Sammler Adolf Fischer wird an diesem Tag geboren und schenkt mit seiner Frau Frieda der Stadt Köln rund 900 Werke ostasiatischer Kunst. 1909 gründen beide das Museum für Ostasiatische Kunst, das 1913 eröffnet. Fischer wird sein erster Direktor und stirbt wenige Monate später.
5. Mai 1956
Das Schnütgen-Museum wird als erstes der Kölner Museen nach dem Krieg in der Cäcilienkirche wieder eröffnet.
6. Mai 1854
In Köln wird Jean Bungartz geboren, der später als Tiermaler, Illustrator, Autor und Fotograf tätig ist. Für viele Tierbücher liefert er die Illustrationen. Zugleich zählt er zu den Pionieren des Sanitäts- und Rettungshundewesens. Am 15. September 1934 stirbt er in Münster.
7. Mai 1892
In der Kölner Innenstadt neben dem Dom wird der Grundstein für das neue Empfangsgebäude des Hauptbahnhofs gelegt. Den Entwurf liefert der Aachener Architekt Georg Frentzen. Die große dreigliedrige Bahnsteighalle wird 1894 fertiggestellt, im selben Jahr nimmt der Bahnhof den Betrieb auf.
7. Mai 1904
In Köln wird die Bildhauerin Nelli Bar geboren. Sie besucht in Köln die Schule und studiert 1924/25 an der Kölner Kunstgewerbeschule, danach in Dresden und bei Aristide Maillol in Paris. Als Jüdin flieht sie vor dem NS-Regime und emigriert 1940 über die Sowjetunion, Japan und Panama in die USA. Später lehrt sie am Art Institute of Chicago und am Illinois Institute of Technology.
7. Mai 1936
In Köln wird Georg Jappe geboren, der später als Kunstkritiker und Publizist arbeitet. Von 1964 bis 1966 schreibt er beim Kölner Stadt-Anzeiger, danach für die FAZ und Die Zeit, und wird Professor für Kunsttheorie in Hamburg. Sein Buch „Der Traum von der Metropole" behandelt die Kölner Kunstszene der 1960er Jahre.
12. Mai 1942
In Köln-Lindenthal wird Friedhelm Hofmann geboren, römisch-katholischer Geistlicher und promovierter Kunsthistoriker. 1992 wird er zum Weihbischof im Erzbistum Köln bestellt, ein Amt, das er bis 2004 ausübt. Anschließend ernennt man ihn zum Bischof von Würzburg, wo er bis 2017 wirkt.
12. Mai 1955
Der Historiker und Heraldiker Wilhelm Ewald stirbt in seiner Geburtsstadt Köln. Sein Standardwerk zur Siegelkunde erscheint 1914. Ab 1925 leitet er das Historische Museum und wird erster Direktor des Rheinischen Museums. Auf sein Betreiben führt die Stadt ihre Fotosammlungen im Rheinischen Bildarchiv zusammen.
14. Mai 1830
In Köln wird der Bildhauer und Medailleur Engelbert Joseph Peiffer geboren. In seiner Geburtsstadt erlernt er das Steinmetzhandwerk, bevor er um 1850 an die Berliner Kunstakademie wechselt. Später wird er ein bekannter Bildhauer in Hamburg, wo er Denkmäler, Brunnen und Bauplastiken schafft. Er stirbt 1896.
15. Mai 1979
Der Archäologe Otto Doppelfeld verstirbt in Köln. Er entdeckte u.a. den karolingischen Dom, den römischen Statthalterpalast ("Praetorium") und das Dionysos-Mosaik.
19. Mai 1794
Der Architekt und Stadtbaumeister Johann Peter Weyer wird in Köln geboren.
19. Mai 1924
Der Fotograf Carl-Heinz Chargesheimer wird in Köln geboren. Im Jahre 1968 ehrte die "Deutsche Gesellschaft für Photographie" Chargesheimer mit dem Kulturpreis. Nach ihm ist ein Platz zwischen Dom und Altem Wartesaal am Hauptbahnhof benannt.
21. Mai 1932
Der Architekt Eduard Endler stirbt in Köln und wird auf dem Melatenfriedhof begraben. In Hannover geboren, kommt er 1888 nach Köln, arbeitet im Büro von Heinrich Wiethase und macht sich 1893 selbstständig. Sein Schwerpunkt liegt im katholischen Kirchenbau des Rheinlands, für den er über 60 Entwürfe ausführt.
22. Mai 1886
Der Kunstschmied Carl Wyland wird in Köln geboren.
22. Mai 1908
In Köln wird die Kunsthistorikerin und Volkskundlerin Mechthild Scholten-Neess geboren. Später leitet sie Museen in Neuss und Kevelaer und erforscht die Volkskunst des Niederrheins. Mit „Niederrheinische Bauerntöpferei“ verfasst sie ein Standardwerk zur regionalen Töpferkunst. 1996 wird sie mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.
24. Mai 1816
Im Haus Fahrbach auf der Hohe Straße wird die Ausstellung "Kunst im Krieg" eröffnet.
25. Mai 1912
Eröffnung der großen Ausstellung des Sonderbundes Westdeutscher Kunstfreunde und Künstler in Köln.
26. Mai 1799
Der schlesische Dichter und Maler August Kopisch wird in Breslau geboren. Sein 1836 erschienenes Gedicht „Die Heinzelmännchen zu Köln" macht die alte Kölner Sage von den heimlich werkelnden Hausgeistern weithin bekannt. Zu seinem hundertsten Geburtstag stiftet der Cölner Verschönerungsverein den Heinzelmännchenbrunnen Am Hof unweit des Doms, gestaltet von den Dombildhauern Edmund und Heinrich Renard.
26. Mai 1939
Der Architekt Carl Rüdell verstirbt in Köln. Er entwarf u.a. die St. Agnes-Kirche in Köln.
28. Mai 2024
Im Foyer des Wallraf-Richartz-Museums feiert die Stadt Köln den symbolischen ersten Spatenstich für den Erweiterungsbau der ältesten Kölner Gemäldegalerie. Der Neubau nach Entwurf des Basler Büros Christ & Gantenbein bietet rund 1.000 Quadratmeter Ausstellungsfläche und verbindet sich unterirdisch mit dem Bestandsgebäude in der Altstadt. Er soll die Sammlung der Fondation Corboud aufnehmen; die Fertigstellung ist für Ende 2027 geplant.
2. Juni 1857
Grundsteinlegung der Mariensäule nach Plänen von Vincenz Statz.
3. Juni 1981
Der Kölner Fernsehturm "Colonius" wird eingeweiht.
4. Juni 1842
Ferdinand Luthmer wird in Köln geboren. Als Architekt, Denkmalpfleger und Kunsthistoriker leitet er ab 1879 die Kunstgewerbeschule und das Kunstgewerbemuseum in Frankfurt am Main. Dort verfasst er das mehrbändige Inventar der Bau- und Kunstdenkmäler des Regierungsbezirks Wiesbaden. Er stirbt 1921 in Frankfurt am Main.
8. Juni 1927
Der Bildhauer Georg Grasegger verstirbt in Köln. Er gestaltete u.a. 1913 den Fastnachtsbrunnen auf dem Gülichplatz.
9. Juni 1863
Der Architekt Maximilian Nohl verstirbt in Köln. Er entwarf u.a. den Wintergarten ("Glaspalast") in der Kölner Flora.
9. Juni 2021
Der Architekt Gottfried Böhm, 1920 in Offenbach am Main geboren, stirbt im Alter von 101 Jahren in Köln. Die Stadt Köln würdigt ihn in einer Presseerklärung als Baumeister, der das heutige Köln seit dem Ende des Krieges entscheidend mitgeprägt habe. 1986 erhält er als bislang einziger Deutscher den Pritzker-Preis.
10. Juni 1934
In Köln-Weidenpesch weiht Weihbischof Wilhelm Stockums die katholische Pfarrkirche Heilig Kreuz. Den Ideenwettbewerb unter Kölner Architekten hatte Heinrich Bartmann gegen 87 Mitbewerber gewonnen, Dominikus Böhm kam auf den vierten Platz. Genutzt wird der Bau schon seit Heiligabend 1931. Seit 1983 steht Heilig Kreuz in der Denkmalliste der Stadt Köln.
11. Juni 1881
Der erste Durchbruch wird im Zuge des Abrisses in die Stadtmauer geschlagen.
15. Juni 1790
In Köln wird der Architekt und Archäologe Franz Christian Gau geboren. Da das Rheinland zu Frankreich gehört, wirkt er ab 1810 als französischer Bürger in Paris. Nach Forschungsreisen durch Ägypten und Nubien, die er im Werk „Antiquités de la Nubie“ festhält, entwirft er die neugotische Pariser Kirche Sainte-Clotilde — sein bedeutendstes Bauwerk.
17. Juni 1862
In Köln wird Franz Servaes geboren. Er arbeitet als Journalist, Kunstkritiker und Schriftsteller, zunächst in Berlin und ab 1899 in Wien. In der österreichischen Hauptstadt nennt man ihn später den „Nestor der Wiener Journalisten“. Dort stirbt er im Jahr 1947.
24. Juni 2004
Der Kronleuchtersaal in der Kölner Kanalisation wird unter Denkmalschutz gestellt. Sieben Meter unter dem Theodor-Heuss-Ring vereinigt der Gewölberaum aus der Zeit der Neustadt-Erweiterung zwei große Abwasserkanäle. Seinen Namen verdankt er zwei Kronleuchtern, die man zur Einweihung 1890 für den erwarteten Besuch Kaiser Wilhelms II. aufhängte – bis heute ist er ein funktionierender Teil der Kanalisation.
27. Juni 2009
Der gebürtige Kölner Kunsthistoriker Eduard Trier stirbt in Köln und wird auf dem Melaten-Friedhof beigesetzt. Nach dem Besuch des Gymnasiums Kreuzgasse studiert er Kunstgeschichte in Köln und Bonn und inventarisiert die Skulpturen des Schnütgen-Museums. Von 1965 bis 1972 leitet er die Kunstakademie Düsseldorf, später lehrt er am Kunsthistorischen Institut der Universität Bonn. Bereits 1959 betreut er als Kurator die documenta II.
1. Juli 1861
In der Kölner Altstadt eröffnet das Wallraf-Richartz-Museum, das erste öffentliche Kunstmuseum im Rheinland. Es zeigt die Sammlung, die Ferdinand Franz Wallraf der Stadt Köln vermacht hat. Den Neubau auf dem Gelände des ehemaligen Minoritenklosters nach Plänen von Josef Felten ermöglicht eine Stiftung des Kaufmanns Johann Heinrich Richartz über 100.000 Taler.
1. Juli 1865
David Levy Elkan, jüdischer Maler, Zeichner und Lithograf, stirbt am 1. Juli in seiner Geburtsstadt Köln. Er unterhält hier ein lithographisches Institut und liefert Illustrationen für Baedeker-Reiseführer. Von ihm stammt die älteste bekannte Bildnis-Lithografie von Karl Marx. Bestattet wird er auf dem jüdischen Friedhof in Köln-Deutz.
1. Juli 1884
Der Landschafts-, Architektur- und Porträtmaler Georg Osterwald stirbt am 1. Juli in Köln. Neben der Malerei arbeitet er als Lithograf und Radierer. König Wilhelm I. von Preußen ernennt ihn 1864 zum Professor in Köln, wo er seine späten Jahre verbringt.
2. Juli 1823
Julius Carl Raschdorff wird im oberschlesischen Pleß geboren und kommt 1854 als Stadtbaumeister nach Köln; ab 1864 ist er erster Stadtbaumeister. Er stellt mittelalterliche Kirchen wie St. Gereon, St. Andreas und St. Maria Lyskirchen wieder her und baut den Gürzenich nach einem Vorentwurf Ernst Friedrich Zwirners um. Auch am Rathaus, am Apostelgymnasium und am Stadttheater in der Glockengasse arbeitet er.
3. Juli 1915
Die Deutzer Kettenhängebrücke, die die linksrheinische Innenstadt mit dem rechtsrheinischen Deutz verbindet, wird dem Verkehr übergeben. Der Kölner Architekt Carl Moritz gestaltet sie mit; ohne Zufahrten misst sie 369 Meter, ist 18,2 Meter breit und wiegt rund 6.200 Tonnen. Wegen des Ersten Weltkriegs bleibt eine große Einweihungsfeier aus. Am 28. Februar 1945 stürzt die Brücke unter der Last flüchtender Menschen ein.
3. Juli 1933
Franz Wilhelm Seiwert, Kölner Maler und Grafiker, stirbt in seiner Geburtsstadt Köln. Um 1920/21 gehört er mit Heinrich Hoerle und Gerd Arntz zu den Gründern der Künstlergruppe "Kölner Progressive" und gibt deren Zeitschrift "a bis z" mit heraus. Eine Röntgen-Fehlbehandlung in der Kindheit fügt ihm lebenslange Wunden zu. Viele seiner Werke bewahrt heute das Museum Ludwig.
3. Juli 1936
Der Maler Heinrich Hoerle verstirbt in Köln.
7. Juli 1953
In Köln wird Marcel Odenbach geboren, Videokünstler und Collagist, der im Kölner Raum lebt und arbeitet. 1987 nimmt er an der documenta 8 teil, 2020/21 erhält er den Wolfgang-Hahn-Preis. Odenbach ist Mitglied der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste sowie der Akademie der Künste Berlin.
7. Juli 1967
Das Rautenstrauch-Joest-Museum wird offiziell wiedereröffnet.
8. Juli 1827
Ein Teil der Sammlung von Franz Ferdinand Wallraf wird der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
12. Juli 1903
Vor der Minoritenkirche in Köln wird das Kolping-Denkmal eingeweiht.
12. Juli 1926
Oswald Mathias Ungers wird in Kaisersesch in der Eifel geboren und beginnt seine Laufbahn 1950 in Köln im Architekturbüro von Helmut Goldschmidt. 1958/59 baut er sich in Köln-Müngersdorf sein erstes eigenes Wohnhaus. Von 1996 bis 1999 entsteht nach seinen Plänen das Wallraf-Richartz-Museum am Gürzenichplatz. Ungers stirbt am 30. September 2007 in Köln.
14. Juli 1859
Der Architekt Albert Hofmann kommt am 14. Juli in Köln zur Welt. Über Jahrzehnte ist er Redakteur und Herausgeber der Deutschen Bauzeitung, der ältesten deutschen Architekturzeitschrift. Er stirbt 1926 in Karlsruhe.
14. Juli 1884
Der Jan-von-Werth-Brunnen auf dem Alten Markt wird eingeweiht.
14. Juli 1945
Der Architekt Wilhelm Riphahn stellt seine "Grundgedanken zur Neugestaltung von Köln" vor.
16. Juli 1888
Das Kunstgewerbemuseum Köln wird eingeweiht. Später wird es in „Museum für Angewandte Kunst" umbenannt.
17. Juli 1865
Der Bildhauer Nikolaus Friedrich wird in Köln als Sohn eines Schreiners geboren und erhält Zeichenunterricht bei Wilhelm Albermann an der Kunstgewerbeschule. 1908 zeigt er im Kölner Kunstverein in der Flora eine kleine Fassung seines „Tauziehers“; der Kölner Kunstfreunde-Verein setzt mit städtischem Zuschuss die stark vergrößerte Fassung durch, die 1911 am Rheinauhafen vor dem Malakoffturm aufgestellt wird. Sie gilt als erste freistehende Skulptur im öffentlichen Raum Kölns und steht seit 1980 als Baudenkmal unter Schutz.
19. Juli 1872
Karl Menser wird in Köln geboren und besucht das Gymnasium Kreuzgasse. Als Bildhauer und akademischer Zeichenlehrer an der Universität Bonn schafft er für das Kölner Justizgebäude am Reichenspergerplatz zwischen 1907 und 1911 die Bauplastik, darunter ein Justitia-Relief. Er stirbt 1929.
19. Juli 1895
Martha Dix, geborene Lindner, kommt in Köln als Tochter einer wohlhabenden Familie zur Welt. Sie erlernt das Handwerk der Gold- und Silberschmiedin und heiratet den Maler Otto Dix, der sie zwischen 1921 und 1933 mehrfach porträtiert. Im französischen Sarrians stirbt sie 1985.
19. Juli 1985
Joseph Jaekel, 1907 in Wallmenroth geboren, stirbt am 19. Juli in Köln. Der Metallbildhauer wächst in Köln-Müngersdorf auf und wird an den Kölner Werkschulen ausgebildet, wo er ab 1947 die Metallbildhauerei leitet; 1971 wird er Dekan an der Fachhochschule Köln. Für die Bundestagswahl 1949 fertigt er die goldfarbene Wahlurne, in die die Stimmen zur Wahl Konrad Adenauers gelegt werden.
20. Juli 1748
Ferdinand Franz Wallraf wird in Köln geboren. Er gilt als Universalgelehrter und war u.a. der letzte Rektor der alten Universität. Der größte Teil seiner umfangreichen Kunstsammlung befindet sich heute im Wallraf-Richartz-Museum. Ihm zu Ehren wurde in Köln ein Platz in der Nähe des Domes benannt.
21. Juli 1955
Im Vorfeld der Planungen für die Bundesgartenschau 1957 in Köln beschließt der Kölner Rat den Bau der Rheinseilbahn.
25. Juli 1889
Der Kölner Architekt Wilhelm Riphahn wird in Köln geboren. Er entwarf unter anderem die Kölner Oper, die Bastei am Rheinufer sowie das Kölner Schauspielhaus.
30. Juli 1907
Das Museum für Vor- und Frühgeschichte wird im Bayenturm eröffnet.
1. August 1902
Der 1833 in Aachen geborene Karl Ferdinand Thewalt ist von 1865 bis 1901 Beigeordneter der Stadt Köln und dort für Handels-, Technik- und Kulturfragen zuständig. Als Vorsitzender der Gürzenich-Kommission vermittelt er 1888 zwischen den zerstrittenen Karnevalsgesellschaften; aus dem dabei gebildeten Maskenzug-Comité geht das heutige Festkomitee hervor. Seine Kunstsammlung wird 1903 bei Lempertz versteigert. Er stirbt am 1. August in Köln.
2. August 1783
Der Kunstsammler Sulpiz Boisserée wird in Köln geboren. Er gilt als treibende Kraft der Domvollendung: Im Jahr 1816 entdeckt er Teile der originalen mittelalterlichen Baurisse wieder, nachdem der Bau über 300 Jahre geruht hat. Für seine Idee gewinnt er Goethe, die Brüder Schlegel und den späteren preußischen König Friedrich Wilhelm IV. Als Mitbegründer des Zentral-Dombau-Vereins erlebt er die Vollendung von 1880 nicht mehr. Er stirbt in Bonn.
2. August 2010
Der Bildhauer Ansgar Nierhoff stirbt in Köln, wo er seit 1965 lebt und sein Atelier unterhält. Der 1941 in Meschede geborene Künstler wird durch seine Stahlskulpturen international bekannt und ist auf der documenta vertreten. Beigesetzt wird er auf dem Melaten-Friedhof.
4. August 1901
Nach einem Kuraufenthalt in Bad Kissingen stirbt in Würzburg der Architekt Hermann Otto Pflaume, der Köln über vier Jahrzehnte prägt. Er entwirft Kölns ersten Centralbahnhof (eröffnet 1859) und das Bankpalais Unter Sachsenhausen 4, vor allem aber gibt er ganzen Straßenzügen wie dem Kaiser-Wilhelm-Ring und der Gereonstraße ihr Gepräge. Als treibende Kraft hinter dem Kunstgewerbemuseum hinterlässt er zudem ein kulturelles Vermächtnis.
6. August 1932
Die erste Reichsautobahnstrecke wird als "Kraftwagenstraße Köln-Bonn" eröffnet.
6. August 2005
Der Architekt Helmut Goldschmidt, 1918 in Magdeburg als Sohn des Kölner Rechtsanwalts Moritz Goldschmidt geboren, stirbt in Köln. Im Dezember 1942 nimmt ihn die Kölner Gestapo fest, 1943 wird er nach Auschwitz und weiter in das KZ Buchenwald deportiert. Nach dem Krieg baut er in Köln die Synagoge in der Ottostraße wieder auf und rekonstruiert von 1957 bis 1959 die Große Synagoge in der Roonstraße, die im September 1959 wieder eingeweiht wird.
8. August 1797
Der Maler Joseph Nicolas Robert-Fleury wird in Köln geboren.
9. August 1913
In Köln stirbt der Bildhauer Wilhelm Albermann, von dem mehrere Brunnen und Standbilder der Stadt stammen. Am Alter Markt schafft er den Jan-von-Werth-Brunnen, am Waidmarkt den Hermann-Joseph-Brunnen; auch die Standbilder von Ferdinand Franz Wallraf und Johann Heinrich Richartz gehen auf ihn zurück. Von 1871 bis 1896 leitet er die gewerbliche Zeichenschule, 1902 wird er zum Professor ernannt. Bestattet wird er auf Melaten.
10. August 1899
An der Kölner Kunstgewerbeschule beginnt Margarete Heymann ihre Ausbildung, ehe sie ans Staatliche Bauhaus in Weimar wechselt und dort die Keramikwerkstatt durchläuft. Die gebürtige Kölnerin jüdischer Herkunft gründet 1923 die Haël-Werkstätten und gilt als eine der fortschrittlichsten Keramikerinnen der Weimarer Republik. 1936 muß sie vor den Nationalsozialisten nach Großbritannien emigrieren; sie stirbt 1990 in London.
12. August 1841
Franz Schwechten kommt in Köln zur Welt und wird Architekt des Historismus. Er wirkt später vor allem in Berlin. Von 1876 bis 1880 entsteht nach seinen Entwürfen der Anhalter Bahnhof, zwischen 1891 und 1895 die Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche. Schwechten stirbt im Jahr 1924.
12. August 1849
In Bickendorf wird die Pfarrkirche St. Rochus fertiggestellt – ein neoromanischer Backsteinbau nach Plänen des Kölner Dombaumeisters Ernst Friedrich Zwirner. Für das rasch wachsende Dorf vor den Toren Kölns ersetzt sie die alte Hofgutkapelle; die feierliche Einsegnung folgt allerdings erst zwanzig Jahre später durch Weihbischof Baudri. Im Zweiten Weltkrieg zerstört, wird die Kirche danach neu errichtet.
12. August 1936
In Köln wird der Konzeptkünstler Hans Haacke geboren. In seinen Installationen greift er immer wieder politische und institutionelle Themen auf. 1974 macht er die Erwerbsgeschichte eines Gemäldes, das für ein Kölner Museum angekauft wird, selbst zum Gegenstand einer seiner Arbeiten.
16. August 1856
Der in Köln geborene Architekt Adolf Nöcker arbeitet über drei Jahrzehnte in seiner Heimatstadt. Ab 1880 errichtet er Kirchen, Klöster und Wohnhäuser, darunter die neuromanische Pfarrkirche St. Bonifatius in Nippes und Villen am Sachsenring und Kaiser-Wilhelm-Ring. Als Stadtverordneter wirkt er zugleich an der Kommunalpolitik mit. Eine Straße in Bickendorf trägt heute seinen Namen.
19. August 1406
Der Kölner Rat beschließt "Concordatum anno 1406 quo supra feria quinta post assumptionis beate Marie" den Bau des Rathausturms.
20. August 1792
In Köln, im Elternhaus eines Blechnermeisters am Heumarkt, wird der Architekt Jakob Ignaz Hittorff geboren. 1810 geht er mit einem Empfehlungsschreiben Ferdinand Franz Wallrafs nach Paris, wo er das Stadtbild prägt: Ihm verdankt die Place de la Concorde ihre Gestaltung, von ihm stammen die Kirche Saint-Vincent-de-Paul und der Gare du Nord. Sein zeichnerischer Nachlaß liegt heute in der Kölner Universitäts- und Stadtbibliothek.
21. August 1898
Der Architekt Vincenz Statz verstirbt in Köln.
23. August 1910
Der Historienmaler und Kunstsammler Johannes Niessen stirbt in seiner Geburtsstadt Köln. Nach dem Studium an der Düsseldorfer Akademie und Lehrjahren an der Weimarer Kunstschule kehrt er nach Köln zurück und wird 1867 Konservator am Wallraf-Richartz-Museum. Später leitet er das Haus als Professor und Direktor. Er ordnet und katalogisiert die Sammlung.
25. August 2007
Das vom Kölner Künstler Gerhard Richter entworfene Südquerhausfenster des Kölner Doms, das sogenannte "Richterfenster" wird eingeweiht.
26. August 1726
In Köln kommt mit Caspar Bernhard Hardy einer der bedeutendsten Wachsbossierer seiner Zeit zur Welt. Der Sohn eines Apothekers wird Priester, wirkt jedoch sein Leben lang als Künstler in seiner Heimatstadt. In der Wachsbildnerei erreicht er eine bis dahin unerreichte Meisterschaft und schafft Reliefporträts bedeutender Männer, Charakterfiguren und idyllische Darstellungen. Noch der greise Goethe rühmt seine Wachsplastiken; neun seiner Arbeiten bewahrt heute das Pariser Musée Carnavalet.
26. August 1859
Der Architekt Karl Biecker wird in Köln geboren. Er entwarf u.a. den Bahnhof Köln - Deutz und das Verwaltungs- und Dienstgebäude der "Königlichen Eisenbahndirektion Köln" am Konrad-Adenauer-Ufer 3 in Köln.
26. August 1965
Wohnungsbauminister Paul Lücke legt den Grundstein für die "Konrad-Adenauer-Siedlung" in Köln - Neubrück.
27. August 1821
Der Historienmaler Johannes Niessen wird am 27. August in Köln geboren. Nach Jahren in Weimar nimmt er 1866 wieder seinen Wohnsitz in der Stadt, wo er als Professor und Leiter des Wallraf-Richartz-Museums dessen Anordnung und Katalogisierung übernimmt. Über 25 Jahre unterrichtet er begabte, mittellose Schüler unentgeltlich. In Köln stirbt er 1910.
31. August 1520
Der erste Syndicus der Hanse, Heinrich Sudermann, wird in Köln geboren. Im Jahre 1994 wird ihm zu Ehren eine Figur am Kölner Rathausturm angebracht.
31. August 1962
Die Nord-Süd-Fahrt wird durchgehend befahrbar.
1. September 1895
Der Maler Heinrich Hoerle wird in Köln geboren.
1. September 2009
Am Appellhofplatz in der Kölner Altstadt-Nord wird das Denkmal für die Opfer der NS-Militärjustiz eingeweiht, genau am 70. Jahrestag des deutschen Überfalls auf Polen. Der Schweizer Gestalter Ruedi Baur entwirft den Bau als „Pergola der Deserteure", der an Wehrmachtsdeserteure und Kriegsgegner erinnert; Köln vergibt dafür als erste Stadt einen internationalen Wettbewerb.
2. September 1875
Auf dem Melaten-Friedhof wird das Kriegerdenkmal und Soldaten-Grabmal für rund 250 deutsche Soldaten eingeweiht, die während des Deutsch-Französischen Krieges 1870/71 in Kölner Lazaretten sterben. Der etwa zehn Meter hohe Bau im Neorenaissance-Stil geht auf den Kölner Bildhauer Johann Nothen zurück; die bis zum Zweiten Weltkrieg aufgesetzte Germania-Figur stammt von Anton Werres. Die Inschrift lautet: „Zum Andenken an die zu Cöln in Folge des Krieges 1870/71 verstorbenen Söhne Deutschlands".
6. September 1981
Der Architekt Gerd Lohmer stirbt in Köln, wo er 1909 geboren wird. Er spezialisiert sich auf den Brückenbau und gestaltet drei der Kölner Rheinbrücken mit: die Deutzer Brücke (1947–1948), die Severinsbrücke (1956–1961) und die Zoobrücke (1962–1966). Dabei arbeitet er mit den Bauingenieuren Fritz Leonhardt und Ulrich Finsterwalder zusammen.
6. September 1986
Der neue Gebäudekomplex für das Wallraf-Richartz-Museum, das Museum Ludwig sowie für die Kölner Philharmonie werden eröffnet.
8. September 1962
Das sanierte Kölner Schauspielhaus von Wilhelm Riphahn wird eröffnet.
11. September 1909
Der in Köln geborene Architekt Gerd Lohmer prägt als Gestaltungspartner des Bauingenieurs Fritz Leonhardt das Gesicht der Kölner Rheinbrücken: Auf ihn gehen die schlanke Form der Deutzer Brücke (1947–1948), der Severinsbrücke (1956–1961) und der Zoobrücke (1962–1966) zurück. Während Leonhardt die Statik verantwortet, sorgt Lohmer für die Ästhetik. Der Brückenbauer, der über 80 Bauwerke realisiert, stirbt 1981 in seiner Heimatstadt.
12. September 1967
Der erste Kölner Kunstmarkt, der Vorläufer der Art-Cologne, wird mit 18 ausschließlich deutschen Teilnehmern im Kölner Gürzenich eröffnet.
13. September 1888
Der Dombildhauer Christian Mohr stirbt in Köln und wird auf Melaten bestattet. Ab 1845 führt er eine eigene Werkstatt in der Stadt und setzt als Erster die neugotischen Entwürfe für die Bauplastik des Kölner Doms um. Bis 1871 schafft er mindestens 333 Skulpturen im Zusammenhang mit dem Dom, darunter Arbeiten an den Querhausportalen und Wasserspeiern.
21. September 1910
Beginn der Bauarbeiten zur Errichtung der Skulptur "Der Tauzieher" im Rheinauhafen.
22. September 1861
Der aus Schlesien stammende Architekt Ernst Friedrich Zwirner übernimmt 1833 die Leitung der Kölner Dombauhütte und bereitet die Vollendung des Doms nach den mittelalterlichen Plänen vor. 1842 genehmigt König Friedrich Wilhelm IV. den Weiterbau. Zwirner stirbt am 22. September in Köln und wird auf Kosten der Stadt auf dem Friedhof Melaten beigesetzt. Die Fertigstellung des Doms 1880 erlebt er nicht mehr.
22. September 1900
Irena Rüther-Rabinowicz kommt am 22. September in einer wohlhabenden jüdischen Familie in Köln zur Welt und wächst dort und in Chemnitz auf. 1919 wird sie als erste Frau an der Dresdner Kunstakademie immatrikuliert und arbeitet ab 1922 als freischaffende Malerin. Nach 1933 wird sie als Jüdin mit Ausstellungs- und Berufsverbot belegt, 1943 muss sie Zwangsarbeit leisten und entgeht 1945 knapp der Deportation nach Theresienstadt.
23. September 1957
Der Kölner Hauptbahnhof erhält seine neue Empfangshalle. Nach Plänen der Architekten Schmitt und Schneider entsteht eine weit gespannte Stahlbeton-Schalenkonstruktion, deren Last auf vier ovalen Stützen ruht. Die vollständig verglaste Front öffnet sich zum Dom hin und gibt Ankommenden schon vor dem Verlassen des Bahnhofs den Blick auf die Kathedrale frei.
24. September 1907
Der Kunsthistoriker und Museumsleiter Carl Aldenhoven, 1842 in Rendsburg geboren, stirbt in Köln. Seit 1890 leitet er hier das Wallraf-Richartz-Museum und zugleich den Kölnischen Kunstverein. Er erforscht die Kölner Malerschule und hält seit 1902 kunstgeschichtliche Vorträge an der Kölner Handelshochschule.
26. September 1878
Das Reiterdenkmal des Preußenkönigs Friedrich Wilhelm III. wird auf dem Heumarkt eingeweiht.
27. September 1322
Am Tag der heiligen Cosmas und Damian wird der gotische Chor des Kölner Domes durch Erzbischof Heinrich II. von Virneburg feierlich geweiht. In einer großen Prozession durch die Stadt wird der Dreikönigenschrein aus den Westteilen des Alten Domes in die Achskapelle des Chorumgangs übertragen, begleitet von sechzehn weiteren Reliquienschreinen Kölner Kirchen. Damit endet nach einem Dreivierteljahrhundert Bauzeit der erste große Bauabschnitt – der Dom prägt von nun an das Kölner Stadtbild.
27. September 1829
Peter Dominicus Fuchs wird in Köln geboren, wo er später als Dombildhauer wirkt. Ab 1844 lernt er in der Kölner Dombauhütte das Steinmetzhandwerk. Von 1865 an schafft er nach dem Bildprogramm von Sulpiz Boisserée rund 700 neugotische Skulpturen für den Kölner Dom, unter anderem am südlichen Querhaus, an den Westtürmen sowie am West-, Nord- und Petersportal. Er stirbt 1898 in seiner Geburtsstadt.
28. September 1902
Richard Voigtel, Kölner Dombaumeister, stirbt in Köln. Der 1829 in Magdeburg geborene Architekt kommt 1855 als Hilfsbaumeister an den Kölner Dom und folgt 1861 Ernst Friedrich Zwirner als Dombaumeister nach. Unter seiner Leitung wird der Dom 1880 vollendet; bis zu seinem Tod bleibt er Dombaumeister. Sein Grab liegt auf dem Melaten-Friedhof.
28. September 2017
In Köln stirbt der Architekt Erich Schneider-Wessling, der 1931 in Weßling geboren wird. 1960 eröffnet er sein Büro in der Stadt und bleibt ihr bis zu seinem Tod verbunden. Zu seinen Kölner Bauten zählt die Musikhochschule. Ab 1972 hält er einen Lehrstuhl an der Akademie der Bildenden Künste in München.
30. September 1931
Einweihung der Kölner Börse an ihrem jetzigen Platz "Unter Sachsenhausen 4".
30. September 2007
Der Architekt und Architekturtheoretiker Oswald Mathias Ungers stirbt in Köln. Seine Laufbahn beginnt er 1950 in Köln bei Helmut Goldschmidt, 1958/59 baut er sich in Köln-Müngersdorf ein eigenes Wohnhaus, das international beachtet wird. Sein rationalistischer Baustil setzt auf kubische Formen. Im Rheinland und andernorts errichtet er Museen und Bibliotheken.
1. Oktober 2003
Grundsteinlegung für das neue Kolumba-Museum nach Entwürfen des Schweizer Architekten Peter Zumthor.
2. Oktober 1816
In Köln wird Heinrich Lempertz geboren, Antiquar, Kunsthändler und Sammler. 1840 übernimmt er gemeinsam mit Wilhelm Osterwald das Kölner Antiquariat und Auktionshaus J. M. Heberle und führt es ab 1845 allein weiter. Daraus geht das Kölner Kunsthaus Lempertz hervor. 1898 stirbt er in Köln.
2. Oktober 1866
In Köln stirbt der Maler und Kunstsammler Johann Anton Ramboux an der Cholera. Der 1790 in Trier geborene Künstler wirkt seit 1843 als zweiter Konservator der Wallraf-Sammlung. Er erwirbt Kölner Tafelbilder, kopiert die mittelalterlichen Wandmalereien Kölner Kirchen und restauriert im Kölner Dom den Clarenaltar.
2. Oktober 1955
Der Kölner Gürzenich, das Festhaus der Kölner, wird neu eingeweiht.
2. Oktober 2019
Der Kölner Grafiker und Buchkünstler Eduard Prüssen stirbt in seiner Geburtsstadt. Der 1930 geborene Zeichner studiert an den Kölner Werkschulen und arbeitet bis 1955 am Rautenstrauch-Joest-Museum. 1962 gründet er die Handpresse Donkey-Press und illustriert viele Bücher der Weltliteratur. Seine Sammlung liegt heute in der Universitäts- und Stadtbibliothek Köln.
4. Oktober 1855
Grundsteinlegung des Wallraf-Richartz-Museum nach Plänen der Architekten Friedrich August Stüler, Josef Felten und Julius Carl Raschdorff auf dem Gelände des ehemaligen Minoritenklosters.
6. Oktober 2009
Nach einer Restaurierung wird das Reiterdenkmal des Preußenkönigs Friedrich Wilhelm III. wieder an seinen Platz gestellt.
10. Oktober 1928
Die Rheinlandhalle wird eröffnet.
11. Oktober 1892
Der Maler Anton Räderscheidt wird in Köln geboren.
13. Oktober 1929
Die Mülheimer Brücke, seinerzeit die größte Kabelbrücke der Welt, wird in Köln eingeweiht. Im Zweiten Weltkrieg total zerstört, wird sie in den 1950er Jahren neu errichtet.
13. Oktober 2008
Helga Tiemann, 1917 in Remscheid geboren, studiert an den Kölner Werkschulen Malerei und figürliches Zeichnen bei den Professoren Seuffert und Meyer und wechselt danach an die Hochschule für Bildende Künste in Berlin. In Köln entwirft sie das Persil-Werbeplakat mit der weißen Dame; später porträtiert sie Theodor Heuss und 1953 Konrad Adenauer. Für die Universität zu Köln malt sie zwischen 1973 und 1986 sieben Rektorenporträts. Sie stirbt in Köln, wo sie bis zuletzt lebt und arbeitet.
15. Oktober 1880
In Anwesenheit von Kaiser Wilhelm I. und Kaiserin Augusta begeht Köln auf dem Domhügel das Dombau-Vollendungsfest und feiert den Abschluss von 632 Jahren Bauzeit. Mit seinen 157 Meter hohen Türmen gilt der Kölner Dom nun als höchstes Gebäude der Welt — ein Rekord, den erst 1884 das Washington Monument bricht. Der Festakt fällt mitten in den Kulturkampf, weshalb sich das katholische Köln betont zurückhält.
18. Oktober 1837
Friedrich Wilhelm Mengelberg wird in Köln geboren. Der Bildhauer schuf unter anderem die Bronzeverkleidung der Türen des Mittelportals der Nordseite, sowie u.a. den Dreikönigenaltar und den Kreuzweg im Kölner Dom.
21. Oktober 1933
Claus Otto Paeffgen wird in Köln geboren. Der Maler und Bildhauer studiert zunächst Jura und wendet sich 1970 der Kunst zu; bekannt wird er für seine mit Draht umwickelten Objekte und umrandeten Fotos. 1999 zeigt das Museum Ludwig eine Retrospektive seines Werks. Er stirbt am 5. Juni 2019 in Köln.
23. Oktober 1844
Der Maler Wilhelm Maria Hubertus Leibl wird in Köln geboren.
23. Oktober 1964
Der Kunsthändler David Zwirner wird in Köln geboren, wo er im Haus seines Vaters, des Galeristen Rudolf Zwirner, aufwächst. Umgeben von dessen Galerie lernt er den Kunstbetrieb von klein auf kennen. 1993 gründet er in New York die David Zwirner Gallery, die heute Standorte in New York, London, Paris, Los Angeles und Hongkong unterhält und zu den einflußreichsten Galerien für zeitgenössische Kunst zählt.
24. Oktober 1901
Der Grafiker und Holzstecher Fritz Eichenberg wird in Köln als Sohn jüdischer Eltern geboren. Er lernt an der Kölner Kunstgewerbeschule und arbeitet ab 1923 als Illustrator in Berlin. Als offener Gegner des Nationalsozialismus emigriert er 1933 in die USA, wo er als Buchillustrator für Werke von Dostojewski und Tolstoi bekannt wird.
25. Oktober 1924
Das seinerzeit höchste Haus Europas wird nach 12 Jahren Bauzeit eingeweiht und später als "Saturn-Hochhaus" bekannt.
26. Oktober 1849
An diesem Tag stirbt in Köln der Porträtmaler und Zeichenlehrer Egidius Mengelberg. Geboren wird er 1770 ebenfalls in Köln. In seiner Geburtsstadt gründet er 1822 eine Kunstschule und ist dort als Zeichenlehrer tätig. Nach seinem Tod wird er auf dem Melaten-Friedhof begraben.
26. Oktober 1910
Am 26. Oktober eröffnet in Köln der fertiggestellte Museumsanbau am Hansaring und die Sammlung Schnütgen wird öffentlich zugänglich. Sie geht auf eine Schenkung des Kölner Domkapitulars Alexander Schnütgen an die Stadt zurück und wird später zur städtischen Sammlung mittelalterlicher christlicher Kunst. Der Bau nach Plänen des Architekten Franz Brantzky greift romanische und gotische Formen auf.
27. Oktober 1890
Der Kunsthistoriker und Heimatforscher Johann Jakob Merlo stirbt in Köln, wo er am 25. Oktober 1810 geboren wird und wo er sein ganzes Leben verbringt. Er sichert Quellenmaterial zu Kölner Künstlern und erforscht die Kölner Kunstgeschichte. König Friedrich Wilhelm IV. verleiht ihm 1850 die goldene Medaille für Kunst und Wissenschaft; die Stadt benennt später die Merlostraße nach ihm.
29. Oktober 1991
Bei einer Rettungsgrabung in einem römischen Gräberfeld im Kölner Westen wird der sogenannte Achillespokal geborgen — ein farblos-durchsichtiger Glasbecher mit Emailmalerei, der Szenen aus dem Achilles-Mythos zeigt. Das rund 24,5 Zentimeter hohe Trinkgefäß entsteht um 200 n. Chr. und zählt zu den kunstvollsten Glasfunden des römischen Köln. Heute gehört es zu den Schätzen des Römisch-Germanischen Museums.
30. Oktober 1785
Am 30. Oktober wird der Architekt Johann Peter Cremer in Köln geboren. Er studiert an der École polytechnique in Paris bei Jean-Nicolas-Louis Durand und wird 1817 Bauinspektor der Aachener Regierung. Zu seinen Bauten zählen das Aachener Stadttheater und der Elisenbrunnen. Cremer stirbt 1863 in Aachen.
30. Oktober 2022
Renate Gruber stirbt am 30. Oktober in Köln, wo sie 1936 geboren wird. Gemeinsam mit ihrem Mann L. Fritz Gruber, dem Organisator der Photokina-Bilderschauen, baut sie eine der großen deutschen Fotosammlungen auf. Rund 4.500 Fotografien gelangen an das Museum Ludwig, 2012 folgt das Man-Ray-Archiv.
2. November 1934
Die Universität zieht in den vom Architekten Adolf Abel entworfenen Bau am inneren Grüngürtel in Köln-Lindenthal.
4. November 1946
Mit einer Feierstunde nehmen die Kölner Werkschulen den Studienbetrieb wieder auf. Die 1926 gegründete städtische Kunsthochschule hatte bei den Bombenangriffen mehr als 70 Prozent ihrer Gebäude verloren. Den Wiederaufbau leitet der Architekt Stefan Leuer, tatkräftig unterstützt von den Studierenden; unter Direktor August Hoff knüpft die Schule an ihre Tradition in Architektur, Kirchenkunst und angewandter Kunst an.
6. November 1928
In Köln geboren, stirbt hier der Architekt Heinrich Renard. 1897 wird er zum Kölner Erzdiözesanbaumeister ernannt, 1910 steigt er zum Diözesanbaurat auf. Vor allem errichtet er Kirchen im Rheinland; im Auftrag Kaiser Wilhelms II. entstehen auch Bauprojekte im Heiligen Land.
7. November 1959
Die Severinsbrücke wird in Anwesenheit von Kardinal Joseph Frings und Bundeskanzler Adenauer eingeweiht.
8. November 1900
Der Architekt Karl Friedrich Heinrich Band wird in Köln geboren. Er zeichnet verantwortlich für zahlreiche Nachkriegsbauten in Köln, u.a. das Humboldt-Gymnasium, den Wiederaufbau des Kölner Rathauses und den Wiederaufbau des Kölner Gürzenichs.
8. November 1906
Unter der Leitung des Baurats Fritz Beermann beginnen die Bauarbeiten für die Kölner Südbrücke.
13. November 1834
Albert von Oppenheim wird in Köln geboren. Er wird Mitinhaber des Familienbankhauses Sal. Oppenheim und ein Kunstsammler, der seine Sammlung im Palais Glockengasse 3 unterbringt. An der Gründung des Kölner Kunstgewerbemuseums, des heutigen Museums für Angewandte Kunst, ist er beteiligt. Nach seinem Tod 1912 wird er auf dem Melaten-Friedhof beigesetzt.
13. November 1937
Im Kölner Kunsthaus Math. Lempertz werden die Bestände der Düsseldorfer Galerie Stern zwangsversteigert. Der jüdische Kunsthändler Max Stern muss seine Galerie auf Anordnung der NS-Reichskammer der bildenden Künste schließen; unter den Hammer kommen Gemälde alter und neuzeitlicher Meister. Die Auktion Nr. 392 gilt heute als dokumentierter Fall NS-verfolgungsbedingten Kunstraubs und ist Gegenstand internationaler Restitutionsverfahren.
17. November 1797
Der Mäzen und Stifter des ersten Museumsbaus des Wallraf-Richartz-Museums, Johann Heinrich Richartz, wird in Köln geboren.
18. November 1849
Der Kunstsammler und Mundartdichter Matthias Joseph de Noël stirbt in Köln. Als Nachlassverwalter Ferdinand Franz Wallrafs betreut er dessen Sammlungen und bereitet damit das spätere Wallraf-Richartz-Museum vor. Daneben schreibt er Gedichte und Schwänke im Kölner Dialekt und wirkt 1823 an der Wiederbelebung des Kölner Karnevals mit. Seine eigenen Sammlungen gehen nach seinem Tod an die Stadt.
19. November 1855
Ludwig Becker wird in Köln geboren und lernt als Steinmetz und Bildhauer an der Kölner Dombauhütte. Als Architekt des Historismus restauriert und baut er über 300 Kirchen. Von 1909 bis zu seinem Tod 1940 ist er Dombaumeister am Mainzer Dom.
19. November 1903
Gottfried Brockmann wird in Köln-Lindenthal als Sohn eines Malers geboren und gehört in den 1920er Jahren zu den Kölner Progressiven. 1937 beschlagnahmt die NS-Aktion „Entartete Kunst" seine Mappe „Bilderbogen der Zeit. Arbeiter" mit 15 Linolschnitten aus dem Wallraf-Richartz-Museum Köln und zerstört sie. Nach Krieg und Gefangenschaft lässt er sich 1952 in Kiel nieder.
21. November 1943
Am 21. November wird Kasper König in Mettingen in Westfalen geboren. Von 2000 bis 2012 leitet er das Museum Ludwig in Köln und gestaltet dessen Ausstellungsprogramm. Zuvor initiiert er 1976 die Skulptur-Projekte in Münster mit und lehrt an der Kunstakademie Düsseldorf sowie an der Städelschule in Frankfurt, deren Rektor er wird. Er stirbt am 9. August 2024.
24. November 1885
Der Schauspieler Rudolf Klein-Rogge wird in Köln geboren. Er verkörpert in Fritz Langs Filmklassikern die Titelrolle des Dr. Mabuse und den Erfinder Rotwang in „Metropolis" — eine der ikonischsten Figuren der Filmgeschichte. Heute ist der Kölner Filmstar weitgehend vergessen.
25. November 1867
Der in Berlin geborene Maler Carl Ferdinand Sohn stirbt am 25. November in Köln. Als Professor an der Düsseldorfer Akademie zählt er zu den prägenden Lehrern der Düsseldorfer Malerschule. Er hält sich zu Besuch bei seinem Freund auf, dem Komponisten und Gürzenich-Kapellmeister Ferdinand Hiller, als ihn dort ein Schlaganfall trifft.
26. November 1930
Der 1875 in Aachen geborene Architekt Jacob Koerfer stirbt am 26. November in Köln. Nach seinem Entwurf entsteht 1924/25 das Hansahochhaus am Hansaring, das erste Hochhaus der Stadt und mit rund 65 Metern zeitweise das höchste profane Gebäude Europas. Von ihm stammen in Köln auch das Capitol-Kino und der Schwerthof am Neumarkt.
26. November 1935
Der Maler und Bildhauer Jürgen Hans Grümmer wird in Köln geboren. Von 1964 bis 1967 gestaltete er den Offenbachplatz in Köln.
26. November 1999
Das Deutsche Sport- und Olympia-Museum wird im Rheinauhafen in Köln eröffnet.
27. November 1926
Uraufführung von Béla Bartóks Ballettpantomime "Der wunderbare Mandarin" in der Oper am Habsburger Ring.
1. Dezember 1808
In Köln wird David Levy Elkan als Sohn einer jüdischen Familie geboren. Er arbeitet als Maler, Zeichner und Lithograf und gründet um 1837 in seiner Geburtsstadt eine Steindruckerei, dazu illustriert er Bücher. Er setzt sich für die jüdische Emanzipation ein und engagiert sich in der Revolution 1848. 1865 stirbt er in Köln.
2. Dezember 1893
Als Tochter des Strohhutfabrikanten Jacob Straus kommt Luise Straus-Ernst in Köln zur Welt. 1919 übernimmt sie kommissarisch die Leitung des Wallraf-Richartz-Museums und wird zur zentralen Figur der Kölner Dada-Bewegung. 1933 emigriert die Kunsthistorikerin und Journalistin nach Frankreich; 1944 wird sie nach Auschwitz deportiert und dort ermordet.
5. Dezember 2008
Der Fluxus-Künstler George Brecht, 1926 in New York als George MacDiarmid geboren, lebt seit 1972 in Köln. Das Museum Ludwig widmet ihm vom 17. September 2005 bis zum 8. Januar 2006 die Werkschau „Events – Eine Heterospektive“ und nennt ihn einen der einflußreichsten Künstler der Fluxus-Bewegung. Er stirbt dort 82jährig.
8. Dezember 2022
Der Architekt Joachim Schürmann stirbt 96-jährig in Köln, wo er seit 1956 sein Büro führt. Der 1926 in Viersen Geborene plant den Wiederaufbau des Viertels rund um Groß St. Martin in der Altstadt und steuert der Kirche Altar und Leuchtenrad bei.
11. Dezember 1921
In Köln stirbt der Architekt Hermann Eberhard Pflaume. Er wächst im Haus seines Onkels, des Architekten Hermann Otto Pflaume, in Köln auf und übernimmt 1901 dessen Kölner Atelier. In der Stadt errichtet er mehrere Bauten, darunter das Verwaltungsgebäude der Kölnischen Rückversicherungs-Gesellschaft, das Haus Hindenburg an Schildergasse/Neumarkt und den Olivandenhof.
18. Dezember 1864
Johann Knauth wird am 18. Dezember in Köln geboren. Als Mitarbeiter von Franz Schmitz wirkt er am Kölner Dom mit und ist an der Fertigstellung des Westmassivs und der beiden Türme beteiligt. 1891 wechselt er nach Straßburg, wo er 1905 Dombaumeister des Straßburger Münsters wird und später den einsturzgefährdeten Münsterturm rettet.
19. Dezember 1982
Der Architekt Theodor Kelter verstirbt in Köln. Er war maßgeblich an der Gestaltung der Kölner Ringe nach dem Zweiten Weltkrieg beteiligt.
20. Dezember 1899
Der Fotograf Hermann Claasen wird in Köln geboren.
21. Dezember 1966
Der Opernbrunnen auf dem Kölner Offenbachplatz wird eingeweiht.
24. Dezember 2019
Arnold Wolff stirbt an Heiligabend in Köln. Der 1932 in Wevelinghoven Geborene ist von 1972 bis 1998 Dombaumeister des Kölner Doms und tritt die Nachfolge von Willy Weyres an. In seiner 26-jährigen Amtszeit lässt er die letzten großen Kriegsschäden am Dom beheben und setzt beim Erhalt des Steins auf naturwissenschaftliche Forschung.
26. Dezember 1881
In Köln wird Fritz Krischen geboren, Architekt, Bauforscher und Klassischer Archäologe. Er studiert bei Theodor Wiegand und Robert Koldewey und erhält 1911 den Schinkelpreis. Ausgrabungen führen ihn nach Milet, Babylon, Ephesos und Pompeji; später lehrt er an den Technischen Hochschulen Aachen und Danzig. Er stirbt 1949 in Lübeck.
27. Dezember 1963
Der Architekt Wilhelm Riphahn verstirbt in Köln. Er entwarf u. a. die Oper und das Schauspielhaus in Köln.
28. Dezember 1782
Matthias Joseph de Noël wird am 28. Dezember in Köln geboren, wo er als Kaufmann arbeitet, malt und Altertümer sowie Kunsthandwerk sammelt. 1828 bestellt ihn der Stadtrat zum ersten Konservator des städtischen Museums Wallrafianum. Als Nachlassverwalter Ferdinand Franz Wallrafs und Mitglied des Festkomitees gehört er zu den Männern, die 1823 den Kölner Karneval neu ordnen. Nach seinem Tod 1849 kommen seine Sammlungen an die Stadt Köln.
28. Dezember 1928
Der Fotograf und Bildjournalist Max Scheler wird am 28. Dezember in Köln geboren, ein halbes Jahr nach dem Tod seines Vaters, des Philosophen Max Scheler, der bis dahin an der Universität Köln lehrte. Er arbeitet zunächst für die Agentur Magnum Photos und fotografiert ab 1959 für den „Stern“. Er stirbt 2003 in Hamburg.