Ereignisse zum Thema: Bildung
6. Januar 1389
Die neugegründete Universität zu Köln nimmt den Vorlesungsbetrieb auf.
21. Januar 1799
Ferdinand Franz Wallraf leistet den Eid auf die französische Republik, um Lehrer an der Zentralschule zu werden.
27. Januar 1845
Der Kölner Rat beschließt die Gründung der Rheinischen Musikschule in Köln.
27. Januar 1966
Der Bildhauer und Medailleur Ludwig Gies stirbt in Köln, wo er bis 1962 als Professor an den Kölner Werkschulen lehrt. Neben Ewald Mataré zählt er zu den Begründern der Rheinischen Bildhauerschule; 1953 entwirft er den Bundesadler. Geboren am 3. September 1887 in München, wird er auf dem Melaten-Friedhof bestattet.
11. Februar 1814
Friedrich Heimsoeth wird in Köln geboren, wo er das Friedrich-Wilhelm-Gymnasium besucht. Der klassische Philologe, Kunsthistoriker und Musikwissenschaftler studiert ab 1831 in Bonn und wird dort 1865 ordentlicher Professor der klassischen Philologie. Er arbeitet zur Textkritik und Metrik der griechischen Tragiker und Pindars und stirbt 1877 in Bonn.
11. Februar 1850
In Köln wird Hermann Jacobi geboren, der später zu den führenden Erforschern des Jainismus zählt. Nach einem Mathematik- und anschließenden Indologie-Studium promoviert er 1872. Ab 1885 lehrt er in Kiel, ab 1889 in Bonn, wo er 1905/06 das Rektorat übernimmt. Er ediert und übersetzt Jaina-Texte und stirbt 1937 in Bonn.
11. Februar 2023
Klaus Bergdolt stirbt in Köln. Der Medizin- und Kunsthistoriker leitet von 1995 bis 2014 als Inhaber des Lehrstuhls für Geschichte und Ethik der Medizin das gleichnamige Institut an der Universität zu Köln. Er forscht zur Renaissance-Medizin und veröffentlicht Monographien über den „Schwarzen Tod“ und die Geschichte der ärztlichen Ethik.
14. Februar 1939
In Köln stirbt der Gold- und Silberschmied Ernst Riegel. 1913 kommt er in die Stadt und übernimmt die Leitung der Gold- und Silberschmiedeklasse. 1926 wird er an den von Richard Riemerschmid geführten Kölner Werkschulen zum Professor ernannt.
14. Februar 2021
Die in Tallinn geborene Ethnologin Ulla Johansen stirbt in Köln, wo sie von 1973 bis 1990 das Institut für Ethnologie der Universität zu Köln als Professorin und Direktorin leitet. Sie ist die erste Frau auf einem Lehrstuhl für Völkerkunde in der Bundesrepublik.
19. Februar 1431
Heinrich von Gorkum, niederländischer Thomist und Theologieprofessor, stirbt in Köln. An der jungen Kölner Universität fördert er die Rezeption des Thomas von Aquin. 1427 wird er Kanoniker von St. Ursula, 1428 Pfarrer von Klein St. Martin; beide Ämter behält er bis zu seinem Tod.
19. Februar 2023
Christoph Caskel, Schlagzeuger und Perkussionist der Neuen Musik, stirbt in Köln. Von 1949 bis 1953 studiert er an der Kölner Musikhochschule und wirkt später an Uraufführungen von Stockhausen (Zyklus, Kontakte) und Kagel mit. Er lehrt an der Rheinischen Musikschule und als Professor an der Hochschule für Musik und Tanz Köln.
20. Februar 1927
In Köln wird Ingetraut Dahlberg geboren, Informations- und Dokumentationswissenschaftlerin und Philosophin. Sie entwickelt ein universelles System zur Ordnung des Wissens und gründet die Zeitschrift 'International Classification'. Auf sie gehen die Gesellschaft für Klassifikation und die International Society for Knowledge Organization zurück. Sie lebt und wirkt später überwiegend in Frankfurt am Main.
21. Februar 1946
Ferdinand Siegert übernimmt 1904 die Leitung der Kinderklinik Lindenburg an der Kölner Akademie für praktische Medizin. Als die Akademie 1919 zur Medizinischen Fakultät der neu gegründeten Universität zu Köln wird, bleibt er Klinikleiter und erhält eine ordentliche Professur; 1931 wird er emeritiert. Nach ihm ist das Siegert-Zeichen benannt, ein verkürztes kleines Fingerglied bei Trisomie 21. Er stirbt in Köln.
9. März 1992
Die Gesamtschule Köln-Kalk/Höhenberg wird in Städtische Katharina-Henoth-Gesamtschule umbenannt.
10. März 1920
Der Pianist, Komponist und Musikschriftsteller Otto Neitzel stirbt in Köln, wo er seit mehr als drei Jahrzehnten wirkt. Ab 1885 lehrt er am Kölner Konservatorium, 1887 übernimmt er zusätzlich den Musikteil der 'Kölnischen Zeitung' und schreibt fortan als deren Musikkritiker.
20. März 1946
Ulrich Tietze wird am 20. März in Köln geboren. Nach dem Studium der Elektrotechnik in Stuttgart veröffentlicht er 1969 gemeinsam mit Christoph Schenk das Lehrbuch „Halbleiter-Schaltungstechnik“, das als „Tietze/Schenk“ bei Springer zu einem anerkannten deutschen Standardwerk der Elektronik wird. Vier Jahrzehnte arbeitet er als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Erlangen-Nürnberg.
20. März 1998
Der aus Wien stammende Osteuropa-Historiker Günther Stökl stirbt in Köln, wo er über Jahrzehnte gelehrt hat. Von 1956 bis 1981 hält er an der Universität zu Köln den Lehrstuhl für Osteuropäische Geschichte inne. Seine „Russische Geschichte“ wird zu einem Standardwerk; von 1966 bis 1991 gibt er die „Jahrbücher für Geschichte Osteuropas“ heraus.
5. April 1931
Ludwig Koenen wird am 5. April in Köln geboren. Der klassische Philologe und Papyrologe wirkt zunächst an der Universität zu Köln, wo er den in Köln verwahrten Mani-Kodex ediert, bevor er an die University of Michigan wechselt. Er stirbt am 9. Mai 2023.
8. April 1981
In Köln stirbt der Maler Friedrich Vordemberge, der seit 1924 in der Stadt lebt und die Kölner Werkschulen von 1959 bis 1965 leitet. Er gründet den Ausstellungsverband Kölner Maler und wird 1961 zum Professor ernannt. Seit 1977 vergibt die Stadt Köln das nach ihm benannte Friedrich-Vordemberge-Stipendium.
12. April 1947
Carl Diem wird zum Rektor der von ihm gegründeten Deutschen Sporthochschule in Köln ernannt.
28. April 1798
Durch die Umwandlung in eine Zentralschule für das Département de la Roer wird die Universität am 28. April 1798 durch die Franzosen geschlossen.
1. Mai 1909
In Köln wird die Handelshochschule gegründet.
12. Mai 1871
Christian Hermann Vosen, katholischer Theologe aus einer alteingesessenen Kölner Familie, wird in Köln geboren und stirbt dort. Vom 1. Oktober 1844 an unterrichtet er bis zu seinem Tod Religion an einem Kölner Gymnasium und ist über die Schule hinaus ein gefragter Prediger.
16. Mai 1928
Die "Westdeutsche Volksbüchereischule Köln" nimmt ihren Lehrbetrieb auf.
17. Mai 2016
Norbert Szyperski stirbt in Köln. Der 1931 in Berlin geborene Betriebswirt hat ab 1970 an der Universität zu Köln den ersten Lehrstuhl für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre und Betriebswirtschaftliche Planung in der Bundesrepublik inne. Bis 1986 leitet er dort auch das Betriebswirtschaftliche Institut für Organisation und Automation. Er zählt zu den Begründern der Wirtschaftsinformatik in Deutschland.
21. Mai 1388
Papst Urban VI. stellt das Privileg zur Gründung der Kölner Universität aus – der „Universitas Studii Coloniensis" nach dem Vorbild von Paris. Das Besondere: Nicht Kaiser oder Fürst, sondern der Rat der Freien Reichsstadt Köln betreibt die Gründung und trägt die Kosten für den Lehrbetrieb. Am Dreikönigstag des Folgejahres öffnet die Hochschule ihre Pforten.
29. Mai 1919
Oberbürgermeister Konrad Adenauer unterzeichnet mit dem preußischen Kultusminister Konrad Haenisch den Staatsvertrag zur Wiedergründung der Universität zu Köln — der ersten seit ihrer Schließung 1798. Aus der 1901 von Gustav Mevissen gestifteten Handelshochschule am Römerpark erwächst eine Volluniversität, die Köln allein aus Stadtmitteln finanziert. Knapp zwei Wochen später, am 12. Juni, wird sie im Gürzenich feierlich eröffnet — heute zählt sie zu den größten Hochschulen Deutschlands.
4. Juni 1877
In Köln unterrichtet Wilhelm Pütz als Pädagoge am katholischen Gymnasium an Marzellen und verfasst weitverbreitete Lehrbücher für Geschichte und Geographie. Der Erfolg seiner Schulbücher macht den Junggesellen wohlhabend; sein Vermögen vermacht er der Universität Bonn für die Bibliothek und für Stipendien. Geboren 1806 in Köln, stirbt er in seiner Heimatstadt.
7. Juni 1935
Der Lehrer Heinrich Welsch verstirbt in Köln. Zeit seines Lebens setzt sich Welsch für die Mittellosen und Benachteiligten in Köln ein und gründet im Jahre 1905 in Köln-Kalk eine Hilfsschule. Verewigt wird er in dem Karnevalslied "In d'r Kayjass Nummer Null".
9. Juni 1928
Der Soziologe Erwin Kurt Scheuch wird in Köln geboren. 1964 erhält er an der Universität zu Köln einen Lehrstuhl für Soziologie, ein Jahr später gründet er dort das Institut für vergleichende Sozialforschung, das ab 1974 Institut für angewandte Sozialforschung heißt. Scheuch zählt zu den Begründern der empirischen Sozialforschung in der westdeutschen Nachkriegssoziologie und ist ein zentraler Vertreter der „Kölner Schule“. Er stirbt am 12. Oktober 2003 in Köln.
12. Juni 1919
Nach 121 Jahren Schließung wird die Universität zu Köln feierlich wiedereröffnet.
14. Juni 1998
Cornelia Harte, geboren am 6. Juni 1914 in Altona, wechselt 1951 von Freiburg an die Universität zu Köln und ist dort die erste Professorin. Zunächst lehrt sie als Privatdozentin; die feste Professur für Entwicklungsphysiologie erhält sie erst fünfzehn Jahre später. Sie forscht zur Zytogenetik höherer Pflanzen und setzt sich als Vorsitzende der Kölner Ortsgruppe des Deutschen Akademikerinnenbundes für Frauen in der Wissenschaft ein. Sie stirbt am 14. Juni in Köln.
15. Juni 1963
Die "Deutsche Hochschule für Leibesübungen" in Köln-Müngersdorf wird eingeweiht. Sie wird am 1. Januar 1965 in "Deutsche Sporthochschule Köln" umbenannt.
15. Juni 2012
Die Universität zu Köln erhält im Rahmen der dritten Hochschul-Exzellenzinitiative von Bund und Ländern den Exzellenzstatus.
27. Juni 1952
Der Nationalökonom Christian Eckert stirbt in Köln. Ab 1901 wirkt er an der Kölner Handelshochschule und wird 1904 deren Direktor. Er betreibt die Wiedereröffnung der Universität zu Köln und wird 1919 ihr erster Rektor. 1933 entlassen ihn die Nationalsozialisten wegen seiner Tätigkeit für die Zentrumspartei, 1934 versetzen sie ihn zwangsweise in den Ruhestand.
27. Juni 2009
Der gebürtige Kölner Kunsthistoriker Eduard Trier stirbt in Köln und wird auf dem Melaten-Friedhof beigesetzt. Nach dem Besuch des Gymnasiums Kreuzgasse studiert er Kunstgeschichte in Köln und Bonn und inventarisiert die Skulpturen des Schnütgen-Museums. Von 1965 bis 1972 leitet er die Kunstakademie Düsseldorf, später lehrt er am Kunsthistorischen Institut der Universität Bonn. Bereits 1959 betreut er als Kurator die documenta II.
1. Juli 1884
Der Landschafts-, Architektur- und Porträtmaler Georg Osterwald stirbt am 1. Juli in Köln. Neben der Malerei arbeitet er als Lithograf und Radierer. König Wilhelm I. von Preußen ernennt ihn 1864 zum Professor in Köln, wo er seine späten Jahre verbringt.
4. Juli 1998
Der Rechtswissenschaftler Alexander Lüderitz stirbt in Köln, wo er über Jahrzehnte Bürgerliches Recht, Internationales Privatrecht und Rechtsvergleichung an der Universität lehrt. 1971 wird er neben Gerhard Kegel Direktor des Kölner Instituts für internationales und ausländisches Privatrecht, dessen alleinige Leitung er 1978 übernimmt. Nach ihm sind eine Stiftung und ein Preis benannt; bestattet ist er auf dem Melaten-Friedhof.
6. Juli 1926
In Köln geboren, stirbt hier der Mundartdichter Wilhelm Räderscheidt, der im Hauptberuf als Lehrer und Handelsschuldirektor arbeitet. Unter dem Pseudonym „Ohm Will„ schreibt er ab 1912 Texte in kölscher Mundart; 1925 erscheint sein Gedichtband „Der Ohm Will – Gedichte in Kölnischer Mundart“. Er ist der Vater des Malers Anton Räderscheidt.
14. Juli 1844
Der Philologe und Literaturhistoriker Karl Hoffmeister leitet ab 1841 das Friedrich-Wilhelm-Gymnasium zu Köln, wo er am 14. Juli stirbt. Seine fünfbändige Schiller-Darstellung, zwischen 1838 und 1842 in Stuttgart erschienen, ist die erste größere Biografie des Dichters, die aus dessen Nachlass gearbeitet wurde.
1. August 1971
Die Rheinische Fachhochschule Köln wird gegründet.
2. August 1966
Yvonne Gebauer wird in Köln geboren und legt am Kölner Heinrich-Heine-Gymnasium ihr Abitur ab. Von 2004 bis 2012 gehört sie für die FDP dem Kölner Stadtrat an. 2017 wird sie Schulministerin des Landes Nordrhein-Westfalen, ein Amt, das sie bis 2022 innehat.
10. August 1899
An der Kölner Kunstgewerbeschule beginnt Margarete Heymann ihre Ausbildung, ehe sie ans Staatliche Bauhaus in Weimar wechselt und dort die Keramikwerkstatt durchläuft. Die gebürtige Kölnerin jüdischer Herkunft gründet 1923 die Haël-Werkstätten und gilt als eine der fortschrittlichsten Keramikerinnen der Weimarer Republik. 1936 muß sie vor den Nationalsozialisten nach Großbritannien emigrieren; sie stirbt 1990 in London.
15. August 1884
Der rheinische Dichter Gustav Pfarrius stirbt in Köln, wo er seit 1833 lebt und rund drei Jahrzehnte am Friedrich-Wilhelm-Gymnasium unterrichtet. Bis zu seiner Pensionierung 1863 wirkt er dort als Lehrer und Professor. Er veröffentlichte Gedichtbände wie 'Waldlieder' (1850) und 'Natur und Menschenleben' (1869). In Köln-Lindenthal trägt später eine Straße seinen Namen.
22. August 2017
Der Pianist Aloys Kontarsky stirbt am 22. August in Köln. Von 1969 bis 1994 lehrt er als Professor an der Kölner Hochschule für Musik und Tanz und prägt die Interpretation Neuer Musik. Mit seinem Bruder Alfons bildet er über Jahrzehnte ein Klavierduo für zeitgenössisches Repertoire; 1955 gewinnen die Brüder den ARD-Wettbewerb. Er wird auf dem Melaten-Friedhof beigesetzt.
28. August 1873
Der Pädagoge für Gehörlose Johann Joseph Gronewald verstirbt in Köln. Er war der Gründer der ersten Gehörlosenschule in Köln.
1. September 1909
Die Schriftstellerin, Literarhistorikerin und Pädagogin Lina Schneider, die unter dem Pseudonym Wilhelm Berg veröffentlicht, stirbt in Köln. Nach 1872 lebt sie in der Stadt, wo sie das Victoria-Lyzeum, eine höhere Mädchenschule, begründet und leitet. Als Übersetzerin vermittelt sie niederländische Literatur.
3. September 1884
Der Schulmann und Physiker Heinrich Schellen stirbt in Köln, wo er seit 1858 als Direktor die höhere Bürger- und spätere Realschule leitet. Der 1818 in Kevelaer geborene Pädagoge wird durch allgemeinverständliche naturwissenschaftlich-technische Sachbücher zur Telegrafie und Spektralanalyse bekannt. Beigesetzt wird er auf dem Melaten-Friedhof.
24. September 1933
Der Wirtschaftswissenschaftler Herbert Hax wird in Köln geboren. Ab 1976 lehrt er als Professor für Betriebswirtschaftslehre an der Universität zu Köln. Von 1989 bis 2000 gehört er dem Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung an, den er ab 1992 als Vorsitzender leitet. Er stirbt 2005 in Köln und wird auf dem Melaten-Friedhof beigesetzt.
25. September 1905
Der Pianist, Klavierpädagoge und Komponist Isidor Wilhelm Seiss stirbt in Köln. Seit 1871 wirkt er als Klavierlehrer am Kölner Konservatorium und bleibt dort bis zu seinem Tod. Zu seinen Schülern am Konservatorium zählen Engelbert Humperdinck und Elly Ney.
1. Oktober 1944
Auf Anordnung der Nazis werden in Köln die Schulen geschlossen.
11. Oktober 1950
Einen Tag nach der Gründung des Thomas-Instituts an der Universität zu Köln eröffnet Josef Koch die erste Kölner Mediaevistentagung. Die Konferenz versammelt erstmals Wissenschaftler unterschiedlicher Fachdisziplinen zur interdisziplinären Erforschung des Mittelalters. Das Institut bezieht drei Räume in der Universitätsstraße 22, finanziert durch eine Beihilfe des amerikanischen Hohen Kommissars; bis heute findet die Tagung im Zweijahresrhythmus statt.
12. Oktober 2003
Erwin Scheuch, in Köln geboren, stirbt in seiner Heimatstadt. Der Soziologe und Publizist zählt zu den Begründern der empirischen Sozialforschung in der westdeutschen Nachkriegssoziologie. Ab 1949 studiert er an der Universität zu Köln, promoviert dort 1956 und lehrt von 1964 bis 1993 als Professor für Soziologie. In Köln baut er das Zentralarchiv für empirische Sozialforschung auf und leitet es bis zur Emeritierung.
13. Oktober 2008
Helga Tiemann, 1917 in Remscheid geboren, studiert an den Kölner Werkschulen Malerei und figürliches Zeichnen bei den Professoren Seuffert und Meyer und wechselt danach an die Hochschule für Bildende Künste in Berlin. In Köln entwirft sie das Persil-Werbeplakat mit der weißen Dame; später porträtiert sie Theodor Heuss und 1953 Konrad Adenauer. Für die Universität zu Köln malt sie zwischen 1973 und 1986 sieben Rektorenporträts. Sie stirbt in Köln, wo sie bis zuletzt lebt und arbeitet.
19. Oktober 2014
Der klassische Philologe Helmut van Thiel stirbt in Köln. An der Universität zu Köln hatte er studiert und 1959 promoviert, ehe er 1970 den Lehrstuhl für Klassische Philologie übernimmt. Er ediert antike Texte, darunter Homers Ilias und Odyssee, und bleibt dem Institut über seine Emeritierung hinaus verbunden.
26. Oktober 1849
An diesem Tag stirbt in Köln der Porträtmaler und Zeichenlehrer Egidius Mengelberg. Geboren wird er 1770 ebenfalls in Köln. In seiner Geburtsstadt gründet er 1822 eine Kunstschule und ist dort als Zeichenlehrer tätig. Nach seinem Tod wird er auf dem Melaten-Friedhof begraben.
26. Oktober 1929
Der Grundstein für das Hauptgebäude der neuen Universität wird gelegt.
26. Oktober 1963
An diesem Tag wird die Wirtschaftswissenschaftlerin Bettina Rockenbach in Köln geboren. Sie lehrt später an der WiSo-Fakultät der Universität zu Köln, wo sie von 2016 bis 2024 Prorektorin für Forschung und Innovation ist. Im Jahr 2025 wird sie Präsidentin der Leopoldina.
2. November 1934
Die Universität zieht in den vom Architekten Adolf Abel entworfenen Bau am inneren Grüngürtel in Köln-Lindenthal.
4. November 1946
Mit einer Feierstunde nehmen die Kölner Werkschulen den Studienbetrieb wieder auf. Die 1926 gegründete städtische Kunsthochschule hatte bei den Bombenangriffen mehr als 70 Prozent ihrer Gebäude verloren. Den Wiederaufbau leitet der Architekt Stefan Leuer, tatkräftig unterstützt von den Studierenden; unter Direktor August Hoff knüpft die Schule an ihre Tradition in Architektur, Kirchenkunst und angewandter Kunst an.
6. November 1806
In Köln wird Wilhelm Pütz geboren. Als Pädagoge, Historiker und Geograph lehrt er später am Gymnasium an Marzellen und verfasst geschichtliche und geographische Lehrbücher, die an deutschen Schulen und im Ausland verbreitet sind. In der Stadt seiner Geburt stirbt er 1877.
13. November 1633
Zachäus ab Horrich stirbt in Köln, wo er als erzbischöflicher Offizial im Erzbistum wirkt. Um 1561 geboren, nimmt er ab 1587 sein Studium an der Kölner Universität auf und amtiert von 1617 bis 1619 als deren Rektor. An St. Gereon ist er Kanoniker und Scholaster, ab 1626 zudem Domherr.
23. November 1924
Der Betriebswirt Fritz Klein-Blenkers wird in Köln-Mülheim geboren. Nach dem Krieg studiert er an der Universität zu Köln, wo er 1970 ordentlicher Professor für Betriebswirtschaftslehre wird. Bis 1990 leitet er das Kölner Institut für Handelsforschung. Er stirbt 2015 in Bergisch Gladbach.
27. November 1891
Hans Karl Rosenberg wird in Köln geboren. Er ist Professor an der Pädagogischen Akademie in Bonn, wird aber wegen seiner jüdischen Herkunft väterlicherseits und seiner aus christlicher Überzeugung kommenden Ablehnung des NS-Regimes bereits im April 1933 beurlaubt, zum Studienrat zurückgestuft und in den vorzeitigen Ruhestand versetzt. 1935 folgt ein Schreibverbot. Er stirbt 1942 in Bad Godesberg.
27. November 1925
Karl Schwering, geboren im westfälischen Osterwick, leitet von 1901 bis 1921 als Direktor das Apostelgymnasium in Köln-Lindenthal und führt die Schule durch die Jahre des Ersten Weltkriegs. Der Mathematiker und Pädagoge stirbt am 27. November in Köln und wird auf dem Melaten-Friedhof bestattet.
1. Dezember 2020
Christian Watrin, Ökonom und Inhaber des Lehrstuhls für Wirtschaftspolitik an der Universität zu Köln, stirbt in der Stadt. Den Lehrstuhl übernimmt er 1971 als Nachfolger Müller-Armacks; das Kölner Institut für Wirtschaftspolitik leitet er als Direktor. Von 2000 bis 2002 ist er Präsident der Mont Pelerin Society.
3. Dezember 1890
Die erste Kölner Volksbibliothek wird eröffnet.
10. Dezember 1945
Wiedereröffnung der Kölner Universität.
17. Dezember 1962
Der nicht unumstrittene Gründer der Deutschen Sporthochschule, Carl Diem, verstirbt in Köln.
24. Dezember 1923
In Horrem wird die Pianistin Katharina „Tiny“ Wirtz geboren. Ab 1946 studiert sie an der Kölner Musikhochschule, an der sie von 1963 bis 1994 lehrt, ab 1968 als Professorin. Sie gilt als Wegbereiterin der Neuen Musik nach 1945. Sie stirbt 2023 in Köln und wird auf dem Melaten-Friedhof bestattet.
25. Dezember 1987
Der Neurologe und Psychiater Werner Scheid stirbt in Köln. 1949 erhält er den Ruf auf den Lehrstuhl für Neurologie und Psychiatrie der Universität zu Köln und übernimmt 1950 die kriegszerstörte Nervenklinik, die er wieder aufbaut. 1951/52 ist er Dekan der Medizinischen Fakultät, 1966/67 Rektor der Universität zu Köln.
28. Dezember 1894
Der Kölner Frauenbildungsverein wird im Hansasaal des Kölner Rathauses gegründet.