Ereignisse zum Thema: Gastronomie und Brauwesen

29. Januar 1986

Die Kölsch-Konvention, in der u.a. festgelegt ist, welches Bier sich Kölsch nennen darf, wird vom Bundeskartellamt anerkannt.

29. Januar 1986

Kölsch wird als Bierspezialität von der EU in den Kreis der geschützten regionalen Spezialitäten aufgenommen.

6. März 1986

Die "Kölsch-Konvention", eine 16 Paragraphen umfassende freiwillige Übereinkunft wird von den beteiligten Brauereien unterzeichnet.

6. April 1252

Petrus von Mailand (eigentlich Petrus von Verona) wird bei einem Anschlag in Mailand tödlich verwundet. Er ist der Patron der "Bruderschaft St. Peter von Mailand", auch "Cölner Brauer-Corporation" genannten Handwerkergemeinschaft der Kölner Brauer. Ihm zu Ehren feiern die Kölner Brauer jedes Jahr am 29. April das Patronatsfest in St. Andreas.

6. Mai 1429

Der Kölner Stadtrat verordnet ein Reinheitsgebot für Bier.

24. Mai 1908

Am 24. Mai gründen die Gebrüder Becker in Köln durch eine GmbH die „Obergärige Brauerei in der Gaffel". Der Name verweist auf die Gaffeln, die mittelalterlichen Zunftbünde der Stadt, und den Verbundbrief von 1396. Aus der Hausbrauerei entwickelt sich eine der führenden Kölner Kölsch-Brauereien, die bis heute in der Altstadt am Eigelstein sitzt.

17. Juni 1996

Anläßlich des G8 Gipfels in Köln weilend besucht Bill Clinton die Brauerei "zur Malzmühle" und läßt sich anschließend zu dem Satz "Ich bin ein Kölsch" hinreißen.

28. Juni 2005

Der Kölner Kult-Wirt Hans Lommerzheim verstirbt während einer Urlaubsreise.

30. August 1913

Der Nippeser Gastwirt Matthias Becker eröffnet die traditionelle Kölschkneipe "Em Golde Kappes" ("Im goldenen Kohl").

17. September 1930

Der Kölner Kult-Wirt Hans Lommerzheim ("Lommi“) wird in Köln geboren.

19. Oktober 2011

In Köln stirbt Jean Jülich, Edelweißpirat der Ehrenfelder Gruppe und späterer Gastronom. Mit 13 Jahren schließt er sich der Kölner Jugendgruppe im Widerstand gegen das NS-Regime an; 1944 verhaftet ihn die Gestapo und sperrt ihn ins EL-DE-Haus, aus dem er erst im März 1945 freikommt. Nach dem Krieg betreibt er die Musikkneipe Blomekörvge, in der die Bläck Fööss und BAP auftreten. 1984 ehrt ihn Yad Vashem als Gerechten unter den Völkern, 1991 erhält er das Bundesverdienstkreuz.

22. Oktober 1915

Peter Josef Früh, gelernter Braumeister aus Brühl, stirbt während eines Kuraufenthalts in Bad Nauheim an einem Schlaganfall; drei Tage später wird er in Köln beigesetzt. Er hatte 1895 in der Apostelnstraße das Aposteln-Bräu gegründet, es 1898 an Heinrich Bädorf verkauft und 1904 das Cölner Hofbräu P. Josef Früh in der Straße Am Hof eröffnet. Seine Witwe Maria Gertrud führt den Betrieb bis 1930 weiter; das Familiengrab liegt auf Melaten.

23. Oktober 1926

Der Gründer des Brauhauses Töller, Theodor Töller, verstirbt in Köln.

27. Oktober 1843

Heinrich Stollwerck wird am 27. Oktober in Köln geboren, wo er später auch stirbt. Als drittes Kind des Firmengründers Franz Stollwerck baut er die Kölner Gebrüder Stollwerck AG technisch auf und konstruiert eigene Maschinen für die Schokoladenherstellung. 1885 erhält er auf der Erfinderausstellung in London eine Preismedaille. In Köln ist er zudem Kommerzienrat und Stadtverordneter.

1. Dezember 1820

Der erste Weihnachtsmarkt in Köln, der Nicolaimarkt, – im Volksmund auch „De Hötte“ genannt - wird eröffnet.

3. Dezember 1853

Die 1572 erbaute Malzmühle im Filzengraben wird abgerissen. An ihrer Stelle steht heute die Brauerei "Zur Malzmühle".

15. Dezember 1928

Pierluigi „Gigi“ Campi wird als Sohn italienischer Eltern in Köln geboren. Von 1948 bis 1980 führt er auf der Hohen Straße das Eiscafé Campis Eis-Diele, das über die dort gespielte Jazzmusik zum Treffpunkt von Künstlern wird. 1954 gründet er mit Mod Records das erste europäische Label für Modern Jazz und veranstaltet über 400 Konzerte, zunächst vor allem in Köln. Er stirbt 2010 in Köln.

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