Ereignisse zum Thema: Industrie Wirtschaft
1. Januar 1842
Die Rheinische Zeitung für Politik, Handel und Gewerbe wird in Köln gegründet.
1. Januar 1900
Die Stadt Köln zahlt der Pferdebahngesellschaft eine Abfindung in Höhe von ca. 20 Millionen Mark für den Rückkauf der Pferdebahnlizenzen und macht so den Weg frei für die elektrisch betriebene Straßenbahn.
2. Januar 1755
Caspar Anton von Belderbusch wird zum Kurkölnischen Hofkammerpräsidenten und Oberbaukommissar ernannt.
2. Januar 1951
Hans Böckler, Vorsitzender des DGB, wird Ehrenbürger der Stadt Köln.
6. Januar 1953
Die "Aktiengesellschaft für Luftverkehrsbedarf" eröffnet in Deutz ihre Hauptverwaltung. Sie wurde später in "Deutsche Lufthansa AG" umbenannt.
12. Januar 1883
Im damals noch selbstständigen Mülheim am Rhein, das erst 1914 nach Köln eingemeindet wird und heute den Stadtteil Köln-Mülheim bildet, wird Gustav Otto geboren, jüngster Sohn des Kölner Motorenpioniers Nicolaus Otto, der den Viertakt-Ottomotor erfindet. Otto baut Flugzeuge und Flugmotoren und gründet 1909 in München eine Flugzeugfabrik, aus der über die Bayerische Flugzeugwerke AG die spätere BMW hervorgeht. 1926 nimmt er sich in München das Leben.
13. Januar 1824
In Köln stirbt der Bankier Abraham Schaaffhausen, der 1756 in der Stadt geboren wird und um 1790 das Kölner Bankhaus Schaaffhausen gründet. Er gehört zu den ersten Bankiers, die Industriekredite vergeben, und finanziert seit den 1820er Jahren die Schwer- und Maschinenindustrie im Aachener Revier und im Saargebiet. Aus seinem Haus geht 1848 der A. Schaaffhausen'sche Bankverein hervor, die erste Aktienbank Deutschlands.
15. Januar 1909
Eduard Salomon von Oppenheim, 1831 in Köln geboren, stirbt in seiner Heimatstadt. Seiner Familie gehört die Kölner Privatbank Sal. Oppenheim. Am 1. Oktober 1881 führt er in Köln das erste Telefonat, verbunden mit der Colonia-Feuerversicherungsgesellschaft. Er wird auf dem Melaten-Friedhof bestattet.
26. Januar 1891
Nicolaus August Otto, einer der Väter des Verbrennungsmotors ("Otto-Motor") und Miterfinder des Viertaktprinzips, verstirbt in Köln.
30. Januar 1916
Julius Pohlig, Pionier des Seilbahn- und Förderanlagenbaus, stirbt in Köln. 1890 verlegt er seine 1874 gegründete Firma und seinen Wohnsitz in die Stadt; ab 1894 betreibt das Unternehmen ein Werk in Köln-Zollstock, das Seilbahnen und Krananlagen fertigt und 1912 erweitert wird. Später wird in Köln eine Straße nach ihm benannt.
6. Februar 1758
Johann Baptist Farina, Enkel des Eau-de-Cologne-Erfinders Johann Maria Farina, wird in Köln geboren. Er erbt das berühmte Stammhaus „Farina gegenüber dem Jülichs-Platz" und führt die 1709 gegründete Duftwasserfabrik als Fabrikant des Kölnisch Wassers fort. Als Mitglied des bürgerlichen Literaturkränzchens gehört er später zum Kreis um Ferdinand Franz Wallraf und Matthias Joseph de Noël, aus dem 1823 die Reform des Kölner Karnevals und der erste Rosenmontagszug hervorgehen.
7. Februar 1898
In Köln stirbt der Buchhändler und Antiquar Heinrich Lempertz, der 1816 ebenda geboren wird. 1840 übernimmt er die Kölner Firma J. M. Heberle und führt sie ab 1845 allein weiter, bis sie zu den angesehensten deutschen Häusern für Buch- und Kunstauktionen zählt. Aus dem Unternehmen geht das bis heute in Köln ansässige Kunsthaus Lempertz hervor.
13. Februar 1709
In der Großen Budengasse / Ecke Unter Goldschmied eröffnet Johann Baptist Farina ein Geschäft mit "Französisch Kram". 1714 tritt sein Bruder Johann Maria Farina in sein Geschäft ein.
13. Februar 1844
Die Bonn-Cölner Eisenbahn eröffnet die Strecke von Köln nach Bonn.
16. Februar 1866
In Köln wird Max von Guilleaume geboren, Industrieller aus der Kölner Unternehmerdynastie Guilleaume. Gemeinsam mit seinem Bruder Theodor leitet er ab 1892 das Carlswerk in Köln-Mülheim, das als Felten & Guilleaume zu einem der größten Draht- und Kabelwerke Europas aufsteigt. Um die Jahrhundertwende zählen die Brüder zu den reichsten Kölnern; 1900 wird er geadelt.
20. Februar 1553
Der Kölner Rat erlaubt den Kaufleuten, sich werktags zwischen 11 und 13 Uhr auf dem Platz vor dem Rathaus in der Bolzengasse (Altstadt-Nord) zu versammeln; bei schlechtem Wetter weicht man ins Haus des Kaufmanns Hieron Meinau aus. Nach dem Vorbild Augsburgs und Nürnbergs entsteht so die älteste Warenbörse Deutschlands. Erst 1580 zieht sie in ein eigenes Areal am Heumarkt.
20. Februar 1955
Der Betriebswirt Eugen Schmalenbach stirbt in Köln. Ab 1906 lehrt er als Professor an der Handelshochschule Köln, ab 1919 an der neu gegründeten Universität zu Köln. Als Begründer der modernen Betriebswirtschaftslehre arbeitet er an Kostenrechnung, Bilanztheorie und am Kontenrahmen. Fast sein ganzes akademisches Leben verbringt er in Köln.
1. März 1733
Das zuvor unter dem Namen "Fratelli Farina" oder "les frères Farina" geführte Unternehmen firmiert nun als "Johann Maria Farina".
2. März 1891
Die Oberbürgermeister von Köln und Bonn beschließen mit den Landräten der Kreise Köln, Bonn und Bergheim die Gründung eines Komitees zum Bau einer Bahnverbindung zwischen Köln und Bonn, aus der die "Köln-Bonner Eisenbahnen" hervorgehen werden.
2. März 1922
Der Kölner Stadtrat beschließt auf Initiative des Kölner Oberbürgermeisters Konrad Adenauer die Gründung einer Kölner Messegesellschaft.
3. März 1863
Durch "allerhöchsten Erlass“ des preußischen Königs Wilhelm wird die Aktiengesellschaft "Flora" gegründet. Die Einweihung der Flora findet am 14. August 1864 statt.
4. März 1578
Unter der Leitung von Jacob Henot kommt es zur Einrichtung einer Poststafette der städtischen Botenanstalten von Augsburg über Frankfurt und Köln nach Antwerpen.
12. März 1922
Der Fabrikant Hans Imhoff wird in Köln geboren. Er ist der Begründer des Schokoladenmuseums in Köln.
13. März 1623
Auf Beschluss des Reichshofrates wird Jacob Henot das Postamt in Köln zugesprochen.
16. März 1793
Der Gründer des Greven’s Adreßbuch-Verlages, Anton Greven, verstirbt in Köln.
25. März 1900
Der in Köln geborene Möbelfabrikant Jakob Pallenberg stirbt in Kairo. Seit 1861 führt er mit seinem Bruder Franz die väterliche Kölner Möbelfabrik, die mit über 150 Beschäftigten zur größten Preußens wächst. Testamentarisch bestimmt er 150.000 Mark für den Pallenberg-Saal des neuerrichteten Kölner Kunstgewerbemuseums, 200.000 Mark für Kunstankäufe und 400.000 Mark für ein Handwerkerheim. Nach ihm ist die Pallenberg-Arbeitersiedlung in Köln-Weidenpesch benannt.
26. März 1798
In der von Frankreich besetzten Stadt werden die mittelalterlichen Zünfte aufgehoben und die Gewerbefreiheit eingeführt. Der jahrhundertealte Zunftzwang, der Handwerk, Handel und Preise streng regelte, fällt damit weg. Köln wandelt sich in der Folge vom Sinnbild wirtschaftlicher Rückständigkeit zur größten rheinischen Handels- und Industriestadt der napoleonischen Zeit.
31. März 1831
Die Mainzer Rheinschifffahrtsakte wird unterzeichnet und beendet das Kölner Stapelrecht, das die Stadt seit 1259 besitzt. Über Jahrhunderte müssen alle rheinaufwärts oder rheinabwärts transportierten Waren in Köln drei Tage lang den Bürgern zum Kauf angeboten werden. Die Akte garantiert die freie Schifffahrt bis zur offenen See; Preußen zahlt der Stadt für den Verlust eine jährliche Entschädigung.
1. April 1860
Die Buchdruckerei J. P. Bachem gibt die "Kölner Blätter" heraus. Daraus wird im Jahre 1868 die "Kölnische Volkszeitung".
1. April 1909
Beginn der Bauarbeiten für den Reichsluftschiffhafen Cöln-Bickendorf.
1. April 1922
Die Kölner Messegesellschaft wird gegründet.
4. April 1756
Der Publizist und Historiker Jean Ignace Roderique verstirbt in Köln. Er war Herausgeber der ab 1734 in französischer Sprache erstmals verlegten "Gazette de Cologne".
11. April 1827
Der Chemiker Hermann Julius Grüneberg wird am 11. April in Stettin geboren. 1858 gründet er mit dem Chemikalienhändler Julius Vorster in Kalk bei Köln die Kalisalpeterfabrik Vorster & Grüneberg, aus der die Chemische Fabrik Kalk hervorgeht. 1894 stirbt er in Köln. In Köln-Kalk erinnern die Grünebergstraße und die Grüneberg-Schule an ihn.
11. April 1848
Gründungsversammlung des Kölner Arbeitervereins.
13. April 2005
Johann Maria Wolfgang Farina stirbt in Köln. Der Eau-de-Cologne-Fabrikant ist ein Nachfahre des Gründers der ältesten Eau-de-Cologne-Fabrik, Johann Maria Farina gegenüber dem Jülichs-Platz, gegründet 1709. 1952 wird er als Johann Maria I. mit 24 Jahren der bis heute jüngste Prinz Karneval von Köln und wirft 120.000 Fläschchen Kölnisch Wasser in den Rosenmontagszug.
17. April 1883
Arthur Delfosse, der die erste Flugmotorenfabrik in Deutschland in Köln-Riehl gründete, wird in Köln geboren.
19. April 1870
Emil Pfeifer, dessen Sohn Valentin Pfeifer und Eugen Langen gründen die Firma "Pfeifer & Langen" in Köln.
20. April 1951
Die erste internationale Photokina in Köln wird eröffnet. Sie ist die größte Foto-Messe der Welt.
21. April 1913
Emil Guilleaume stirbt am 21. April in Köln. Der 1846 in Engelskirchen geborene Industrielle tritt 1863 in die Firma Felten & Guilleaume ein. Nach deren Umwandlung in eine Aktiengesellschaft 1900 wird er erster Generaldirektor des Carlswerks in Köln-Mülheim.
27. April 1928
Der Orgelbauer Ernst Hubert Seifert stirbt am 27. April in Köln. 1855 in Sülzdorf geboren, gründet er 1885 im Kölner Raum seine selbständige Orgelbauwerkstatt und baut von Köln aus sein Unternehmen auf. Im Lauf der Jahre gründet er mehrere Orgelbaufirmen.
28. April 1877
Der Kölner Weinhändler Consul Ernst Hardt nimmt die erste rechtsrheinische Pferdebahnverbindung zwischen den selbständigen Gemeinden Deutz und Kalk in Betrieb.
1. Mai 1827
Jungfernfahrt auf dem Rhein von Mainz nach Köln des ersten in Dienst gestellten Schiffs der KD, des in den Niederlanden gekauften hölzernen Raddampfers Concordia.
2. Mai 1951
Das Institut der deutschen Wirtschaft wird unter dem Namen "Deutsches Industrie-Institut (DI)" in Köln gegründet.
4. Mai 1801
Der Fabrikant Peter Joseph Mülhens wird in Köln geboren. 1821 übernimmt er das Duftwasser-Geschäft seines Vaters Wilhelm und führt die Kropf-Molanus-Flasche ein. Ab 1839 versieht er das Kölnisch Wasser mit dem blau-goldenen Etikett und der Firmenbezeichnung „F. Marie Farina No. 4711“ und baut die Marke 4711 aus. Er stirbt in seiner Geburtsstadt.
5. Mai 1775
Maria Clementine Martin wird in Brüssel geboren und zieht 1825 nach Köln, wo sie neben dem Haupteingang des noch unvollendeten Domes eine Fabrik für Kölnisch Wasser eröffnet. Ab 1827 stellt sie im Haus Domhof Nr. 19 auch Melissengeist her. Sie stirbt am 9. August 1843 in Köln.
7. Mai 1259
Erzbischof Konrad von Hochstaden verleiht der Stadt das Stapelrecht: Kaufleute dürfen mit ihren Waren nicht mehr an Köln vorbeifahren, sondern müssen am Rheinufer entladen und ihre Güter den Kölner Bürgern eine Zeit lang zum Kauf anbieten — später auf drei Tage festgelegt. Das erzwungene Umladen macht die Rheinmetropole über Jahrhunderte zum Handelsknoten und einer der reichsten Städte des Reichs.
9. Mai 1876
Nikolaus August Otto startet den ersten Viertakt-Verbrennungsmotor der Welt.
11. Mai 1924
Auf dem neuen Messegelände in Deutz eröffnet die erste Kölner Messe – im Beisein von Reichspräsident Friedrich Ebert und Reichskanzler Wilhelm Marx. Oberbürgermeister Konrad Adenauer hatte die Messegesellschaft gegen viele Widerstände durchgesetzt, um Kölns wirtschaftliche Bedeutung im Rheinland zurückzugewinnen. Schon zur Frühjahrsmesse strömen Hunderttausende Besucher auf das Gelände am rechten Rheinufer.
12. Mai 1928
Am 12. Mai eröffnet Oberbürgermeister Konrad Adenauer in Köln-Deutz die Internationale Presse-Ausstellung Pressa. Auf dem Kölner Messegelände zeigen 1.500 Aussteller aus 43 Nationen das Zeitungs- und Kommunikationswesen. Rund fünf Millionen Besucher kommen zur Schau, die das Messegelände international bekannt macht.
14. Mai 1898
Im Beisein preußischer Minister wird der Rheinauhafen feierlich eingeweiht. Die langgestreckte Hafeninsel südlich der Altstadt verfügt über die damals modernsten technischen Anlagen Deutschlands – zweiundzwanzig Kräne und ein eigenes Schienennetz von achtzehn Kilometern Länge. Der Hafen macht Köln zu einem bedeutenden Umschlagplatz am Rhein und prägt bis heute das Bild der Südstadt.
15. Mai 1855
Louis Hagen wird in Köln als Louis Heymann Levy geboren, Sohn einer jüdischen Bankiersfamilie. 1873 tritt er in das Kölner Bankhaus A. Levy ein, 1877 wird er Teilhaber. Ab 1915 steht er der Kölner Handelskammer als Präsident vor und beteiligt sich an der Gründung der Kölner Messe. Er stirbt 1932 in Köln.
15. Mai 1914
Auf dem neu geschaffenen Messegelände gegenüber der Kölner Altstadt findet die große Kölner Werkbundausstellung, die erste Leistungsschau des 1907 gegründeten Deutschen Werkbundes, statt.
16. Mai 1967
Die "Kölnische und Düsseldorfer Gesellschaft für Rhein-Dampfschiffahrt" und die "Preußisch-Rheinische Dampfschiffahrtsgesellschaft" fusionieren zur "Köln-Düsseldorfer Deutsche Rheinschiffahrt AG".
16. Mai 2008
Grundsteinlegung für das Fracht- und Speditionszentrum (Cologne Bonn Cargo Center) des Konrad-Adenauer-Flughafens.
22. Mai 1802
Der Maler Hoffmann aus Köln schickt eine Kiste mit 6 Gläsern Eau de Cologne an Johann Wolfgang von Goethe nach Weimar.
24. Mai 1804
In Köln wird der Bankier Abraham Oppenheim geboren, der als Teilhaber des Bankhauses Sal. Oppenheim jr. & Cie. zu den einflussreichsten Finanziers des Rheinlands zählt. Er fördert die Vollendung des Kölner Doms und tritt als jüdischer Mäzen und Stifter hervor, unter anderem als Mitstifter einer Kölner Synagoge. In seiner Geburtsstadt stirbt er 1878.
24. Mai 1908
Am 24. Mai gründen die Gebrüder Becker in Köln durch eine GmbH die „Obergärige Brauerei in der Gaffel". Der Name verweist auf die Gaffeln, die mittelalterlichen Zunftbünde der Stadt, und den Verbundbrief von 1396. Aus der Hausbrauerei entwickelt sich eine der führenden Kölner Kölsch-Brauereien, die bis heute in der Altstadt am Eigelstein sitzt.
25. Mai 1945
Nach dem Zweiten Weltkrieg nimmt die Industrie- und Handelskammer Köln ihre Tätigkeit wieder auf.
28. Mai 1879
Der Fabrikant und national-liberale Politiker Johann Classen-Kappelmann stirbt in Köln. 1834 aus Sinzig zugezogen, gehört er ab 1849 dem Kölner Stadtrat an und führt die Fortschrittspartei in der Stadt. In Köln betreibt er die Rheinische Spinnerei sowie eine Fabrik für Kölnisch Wasser. 1866 zieht er ins preußische Abgeordnetenhaus ein. Beigesetzt wird er auf dem Melaten-Friedhof.
29. Mai 1945
Nach dem Kriegsende nimmt die Köln-Frechen-Benzelrather Eisenbahn den Verkehr wieder auf. Zunächst fahren Dampfzüge zwischen dem Bahnhof Frechen und Köln-Lind und weiter über die Güterzugstrecke bis Braunsfeld an der Aachener Straße. Wenige Monate zuvor, im Februar, war der reguläre Betrieb zum Erliegen gekommen.
1. Juni 1848
Die von Karl Marx in Köln gegründete und herausgegebene Neue Rheinische Zeitung erscheint mit ihrer ersten Ausgabe.
1. Juni 1931
Die Ford-Werke Köln werden mit einer Einweihungsfeier eröffnet.
3. Juni 1882
In Köln verschmelzen die beiden konkurrierenden Pferdebahn-Betriebe des Unternehmers Ernst Hardt und des Belgiers Frédéric de la Hault zur überwiegend belgisch finanzierten Aktiengesellschaft Société Anonyme de Tramways de Cologne mit Sitz in Brüssel. Vor Ort firmiert sie als Cölnische Straßenbahn-Gesellschaft. Der Zusammenschluss beendet die Konkurrenz zweier Betreiber, über deren hohe Fahrpreise und schlechte Anschlüsse sich Fahrgäste beschwert hatten. Sie ist ein Vorläufer der späteren Kölner Verkehrs-Betriebe.
5. Juni 1815
Der Unternehmer Franz Stollwerck, der zunächst für die Herstellung von Hustenbonbons bekannt wurde ("Kamelle-Napoleon"), wird in Köln geboren. In der Kölner Blindgasse 37, der heutigen Cäcilienstraße, gründet er im Juli 1839 eine "Mürbebäckerei" und widmet sich der Herstellung von Schokolade und Marzipan.
7. Juni 1908
Der Kurator und Publizist Leo Fritz Gruber wird in Köln geboren. Er ist einer der Initiatoren der weltweit bedeutendsten Messe für Fotografie, der Photokina, die im Jahre 1950 zum ersten Mal stattfand.
11. Juni 1826
Die "Preußisch-Rheinische Dampfschiffahrtsgesellschaft", der Vorläufer der Köln-Düsseldorfer Deutsche Rheinschifffahrt, wird gegründet. Damit ist die KD die älteste Aktiengesellschaft Deutschlands.
17. Juni 1845
Friedrich Julius Vorster wird in Köln geboren. Er tritt in die von seinem Vater mitgegründete Chemische Fabrik Kalk ein und gehört ab deren Umwandlung 1892 zur Geschäftsleitung. Daneben ist er Verbandsvertreter und freikonservativer Politiker. Er stirbt 1932 in Oberkassel bei Bonn.
22. Juni 1756
In Köln kommt der Bankier Abraham Schaaffhausen zur Welt. Sein 1791 gegründetes Handels- und Bankhaus macht ihn zum bedeutendsten Kölner Bankier seiner Zeit; als Pionier des Industriekredits finanziert er die aufkommende rheinische Textil-, Leder- und Maschinenindustrie. Aus seinem Haus geht später der A. Schaaffhausen'sche Bankverein hervor. Seine Tochter Sibylle Mertens-Schaaffhausen wird als Kunstsammlerin berühmt.
26. Juni 1864
Simon Alfred von Oppenheim wird in Köln geboren. Er tritt 1886 in das Kölner Bankhaus Sal. Oppenheim jr. & Cie. ein, wird 1893 Teilhaber und übernimmt nach dem Tod seines Vaters Eduard 1913 die Leitung als Seniorchef. Am 15. Februar 1932 stirbt er in Köln.
26. Juni 1974
Das Bundesaufsichtsamt für das Kreditwesen entzieht der Kölner Privatbank I. D. Herstatt die Lizenz und ordnet ihre sofortige Schließung an. Verlustreiche Devisenspekulationen haben das Institut ruiniert; Rettungsversuche der Großbanken scheitern am selben Morgen. Es ist die größte Bankenpleite der jungen Bundesrepublik – das „Herstatt-Risiko" im internationalen Devisenhandel trägt seither den Namen der Kölner Bank.
30. Juni 1792
In Köln stirbt Johann Maria Farina, Neffe und Alleinerbe des gleichnamigen Eau-de-Cologne-Herstellers. Geboren wird er 1713 im italienischen Santa Maria Maggiore, der Herkunftsgemeinde der Familie. 1766 übernimmt er das Kölner Handelshaus „Farina gegenüber dem Jülichs-Platz“, das sein Vater Johann Baptist 1709 gegründet hatte, und leitet es bis zu seinem Tod.
3. Juli 2001
Der Fabrikant Hans Imhoff wird Ehrenbürger der Stadt Köln.
6. Juli 1837
Die Bonn-Cölner Eisenbahn-Gesellschaft erhält die Konzession, eine Eisenbahnstrecke zwischen Bonn und Köln zu betreiben.
11. Juli 1925
Im Warenhaus Tietz (heute Kaufhof) wird die erste Rolltreppe Deutschlands in Betrieb genommen.
13. Juli 1709
Gründung des Unternehmens Johann Maria Farina als G.B.Farina in Köln. Sie ist die älteste bestehende Parfüm-Fabrik der Welt. In ihren Räumen befindet sich heute u.a ein Duftmuseum. Der Begriff "Farina gegenüber" leitet sich ab aus der französischen Firmenbezeichnung "Jean Marie Farina vis-à-vis de la place Juliers depuis 1709".
15. Juli 1860
Der Diplomat und Archäologe Max Freiherr von Oppenheim wird in Köln geboren. Er entstammt der Kölner Bankiersfamilie Sal. Oppenheim, einem der angesehensten Privatbankhäuser Europas, und entdeckt 1899 die bedeutende Ausgrabungsstätte Tell Halaf in Syrien, wo er bis 1929 Grabungen leitet.
24. Juli 1909
In Köln stirbt Gustav Michels, gebürtiger Kölner, Kaufmann und Präsident der Kölner Handelskammer. Im Familienbetrieb handelt er mit Wolle und Tuch. Ab 1875 gehört er der Handelskammer an, wird 1880 ihr Vizepräsident und 1891 ihr Präsident. Ab 1878 sitzt er in der Stadtverordnetenversammlung, ab 1888 im Rheinischen Provinziallandtag; 1901 wird er ins preußische Herrenhaus berufen.
24. Juli 1916
Erlass einer Börsenordnung für die Kölner Börse.
25. Juli 1836
Gründung der „Rheinischen Eisenbahn-Gesellschaft" in Köln. Vor seiner Zeit als preußischer Ministerpräsident war Ludolf Camphausen der erste Präsident der Gesellschaft.
27. Juli 1978
Bei den Clouth Gummiwerken in Köln-Nippes meldet der Entwickler Hans Braitsch das „Kölner Ei" zum Patent an — offiziell „Clouth Schienenlager 1403". Das eiförmige Bauteil aus Metall und vulkanisiertem Naturkautschuk dämpft den Körperschall der Schienen und macht so Wohnungen entlang der Strecke leiser. Noch im selben Jahr wird es auf der Stadtbahnstrecke Ebertplatz–Lohsestraße erstmals verbaut und prägt seither den Kölner Nahverkehr.
31. Juli 1884
Aus der 1870 in der damals noch selbständigen Industriestadt Ehrenfeld gegründeten Gesellschaft für elektrisches Licht und Telegraphenbau Barthel Berghausen und Cie. geht die Helios AG für elektrisches Licht und Telegraphenanlagenbau hervor. Am Fabrikstandort Venloer Straße 387–389 entwickelt sich eines der innovationsfreudigsten Elektrounternehmen Europas, das komplette Wechselstrom-Elektrizitätswerke baut und Leuchtfeuer unter anderem für Borkum, Sylt, Wangerooge und den Nord-Ostsee-Kanal liefert. Heliosturm und Rheinlandhalle in Ehrenfeld erinnern bis heute an die Pionierzeit der Elektrifizierung.
7. August 1936
Franz Xaver Bachem übernimmt 1893 nach dem Tod seines Vaters Joseph die Leitung des Kölner J. P. Bachem-Verlages mit Buch- und Zeitungsverlag sowie der „Kölnischen Volkszeitung“, des führenden katholischen Blattes im Rheinland. Geboren wird er 1857 in Köln und in St. Maria Himmelfahrt nahe dem Dom getauft. Die Realschule erster Ordnung besucht er mit seinen Brüdern in der Kölner Kreuzgasse. Er stirbt mit 79 Jahren in Bonn; die Verlagsleitung geht an seinen jüngsten Sohn Franz Carl Bachem.
8. August 1586
Kaiser Rudolf II. ernennt Jacob Henot zum kaiserlichen Postmeister in Köln.
9. August 1843
Die Unternehmerin Maria Clementine Martin, Erfinderin des "Klosterfrau-Melissengeist", verstirbt in Köln. Sie war bis zur Auflösung ihres Klosters Nonne und 1815 im Dienste von Feldmarschalls Blücher bei der Schlacht von Waterloo als Krankenschwester tätig. Im Jahre 1826 gründete sie ein Unternehmen mit dem Namen "Maria Clementine Martin Klosterfrau" und bezog ihre Räume am Kölner Dom.
11. August 1881
Augustin Josef Tonger, am 13. Juni 1801 in Köln geboren, stirbt in seiner Heimatstadt. 1822 gründet er in Köln eine Buchhandlung, aus der das spätere Kölner Musikhaus hervorgeht. Sein Sohn Peter Josef Tonger macht aus dem Geschäft einen Musikverlag, der über Generationen zum Kölner Musikhandel gehört.
13. August 1857
Josef Neven DuMont wird in Köln geboren. Nach dem Tod des Vaters führt er zusammen mit seinem jüngeren Bruder Alfred den Verlag der Kölnischen Zeitung (M. DuMont Schauberg). Für die Nationalliberalen sitzt er im Kölner Stadtrat. 1906 gehört er zu den Gründern des Rheinisch-Westfälischen Wirtschaftsarchivs, ab 1909 leitet er die Kölner Handelskammer. Er stirbt 1915 in Köln-Marienburg.
16. August 1934
Hans „Jean" Löring wird in Köln geboren. Der Bauunternehmer, der mit Elektro- und Rohrleitungsbau ein Firmenimperium aufbaut, spielt zunächst selbst in der Oberliga, ehe er 1966 die Präsidentschaft beim SC Fortuna Köln übernimmt. Er führt den Südstadt-Klub 1973 in die Bundesliga, finanziert ihn über Jahrzehnte aus eigener Tasche und schafft die größte Jugendabteilung im deutschen Fußball. Bis 2001 bleibt er Präsident seines „Vereinche".
19. August 2009
Auf dem Kölner Messegelände in Köln-Deutz öffnet die erste gamescom ihre Tore. Der Auftakttag bleibt Fach- und Pressebesuchern vorbehalten, ab dem 20. August strömt das Publikum in die Hallen. Aus der von Leipzig nach Köln verlegten Games Convention hervorgegangen, versammelt die Messe mehr als 450 Aussteller aus 31 Ländern und wächst in den Folgejahren zur weltgrößten Messe für Computer- und Videospiele.
22. August 1809
Johann Maria Farina wird am 22. August in Köln geboren und führt das Kölnisch-Wasser-Haus „Johann Maria Farina gegenüber dem Jülichs-Platz". Über Jahrzehnte setzt er sich für einen gesetzlichen Markenschutz ein: 1836 richtet er die erste Eingabe an die preußische Ministerialbürokratie, 1875 meldet sein Haus als erstes Kölner Unternehmen seine Etiketten als Warenzeichen an. Er stirbt am 11. Oktober 1880 in Köln.
27. August 1896
Der Zuckerfabrikant Johann Jakob Langen verstirbt in Köln.
28. August 1897
Cornelius Stüssgen eröffnet auf der Venloer Straße 466 sein erstes Lebensmittelgeschäft.
29. August 1894
Der Arzt Karl Otto Jakob Ewich, 1814 in Barmen geboren, stirbt in Köln. In der Stadt ist er als Armen-, Eisenbahn- und Kassenarzt tätig und betreibt daneben eine Fabrik für Mineralwasser. 1861 richtet er im Kölner Stadtgarten eine Trinkhalle für Mineralwasser ein.
1. September 1907
Ettore Bugatti wird Konstrukteur bei der Gasmotoren-Fabrik Deutz AG in Köln.
2. September 1936
Der Manager Helmut Werner kommt am 2. September in Köln zur Welt. Ab 1982 steht er an der Spitze des Reifenherstellers Continental, anschließend führt er von 1993 bis 1997 die Mercedes-Benz AG. Er stirbt am 6. Februar 2004 in Berlin.
7. September 1591
Der in Köln geborene erste Syndicus der Hanse, Heinrich Sudermann, verstirbt in Lübeck; sein Leichnam wird nach Köln überführt und in der Minoritenkirche beigesetzt.
7. September 1910
Franz Clouth, in Köln geboren, stirbt unerwartet in seiner werksnahen Villa. Auf den Unternehmer und Pionier der Gummiverarbeitung geht die Rheinische Gummiwarenfabrik Franz Clouth in Köln-Nippes zurück, aus der später die Clouth-Werke werden. In Köln-Longerich und Köln-Nippes ist er als Lokalpolitiker tätig. Bestattet wird er auf dem Melaten-Friedhof; die Franz-Clouth-Straße in Nippes erinnert an ihn.
8. September 1953
Die Electrola gründet ihren Sitz in Köln.
10. September 1862
Franz Clouth gründet das Unternehmen mit dem Namen "Rheinische Gummiwarenfabrik". Daraus wurden 1982 die "Clouth Gummiwerke".
10. September 1964
Der Portugiese Armando Rodrigues de Sá trifft in Köln als der millionste Gastarbeiter der Bundesrepublik Deutschland ein. Er erhält ein Moped als Gastgeschenk bei seiner Ankunft.
14. September 1947
Mit einer Herbstmesse findet die erste Messe nach dem Zweiten Weltkrieg statt.
18. September 1929
Grundsteinlegung der Ford-Werke Köln.
23. September 1833
Fritz Hönig wird in Köln geboren, wo er später auch stirbt. Als Fabrikant von Feuerwehrgerät ernennt ihn der Stadtrat 1885 zum Ehren-Brandmeister der Freiwilligen Feuerwehr. Bekannt wird er vor allem durch sein „Wörterbuch der Kölner Mundart", das 1877 erstmals erscheint und 1905 postum neu herausgegeben wird. Nach ihm ist die Fritz-Hönig-Straße in Köln-Lindenthal benannt.
23. September 1873
Peter Joseph Mülhens, Kölner Unternehmer aus der 4711-Familie und Sohn des Firmengründers Wilhelm Mülhens, stirbt in seiner Geburtsstadt Köln. Er erweitert das Duftwasser-Geschäft und führt das kolorierte Etikett sowie die Molanus-Flasche ein. Von 1852 bis zu seinem Tod sitzt er im Kölner Stadtrat, wirkt im Verwaltungsausschuss des Dombauvereins und investiert früh in die Eisenbahn Köln-Bonn. Er wird auf Melaten beigesetzt.
27. September 1944
Am 27. September treffen 200 Häftlinge aus dem Konzentrationslager Buchenwald auf dem Gelände der Vereinigten Westdeutschen Waggonfabrik AG in der Deutz-Mülheimer-Straße in Köln-Deutz ein. Dort entsteht ein Männer-Außenlager Buchenwalds. Die Gefangenen leisten in Zwölf-Stunden-Schichten Zwangsarbeit in der Waggonfabrik. Ab Ende Oktober bringt man sie in einem Luftschutzkeller ohne Bettgestelle, Fenster oder Toiletten unter.
27. September 2006
In Köln stirbt der Rennfahrer und Rennstall-Gründer Erwin Kremer, der auch in dieser Stadt geboren wurde. 1962 gründet er mit seinem Bruder Manfred in einer Werkstatt an der Luxemburger Straße das Kölner Motorsport-Team Kremer Racing, das sich auf verbesserte Porsche-Sportwagen spezialisiert. 1979 gelingt mit dem Kremer-Porsche 935 K3 der Gesamtsieg beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans.
30. September 1931
Einweihung der Kölner Börse an ihrem jetzigen Platz "Unter Sachsenhausen 4".
2. Oktober 1816
In Köln wird Heinrich Lempertz geboren, Antiquar, Kunsthändler und Sammler. 1840 übernimmt er gemeinsam mit Wilhelm Osterwald das Kölner Antiquariat und Auktionshaus J. M. Heberle und führt es ab 1845 allein weiter. Daraus geht das Kölner Kunsthaus Lempertz hervor. 1898 stirbt er in Köln.
2. Oktober 1930
In Köln-Niehl legen Henry Ford und Oberbürgermeister Konrad Adenauer gemeinsam den Grundstein für das Ford-Werk am Rheinufer. Adenauer setzt den Standort gegen Konkurrenten wie Frankfurt, Magdeburg und Neuss durch und überzeugt Ford von den Vorzügen des Rheins. Am 4. Mai 1931 läuft mit einem Lastwagen des Typs Ford Modell AA das erste in Köln gebaute Fahrzeug vom Band.
4. Oktober 1811
Per Dekret Napoleons wird eine neue Börse gegründet.
5. Oktober 1894
Die "Actiengesellschaft der Vorgebirgsbahn Cöln-Bonn" wird gegründet.
9. Oktober 1833
Der Ingenieur und Erfinder Carl Eugen Langen wird in Köln geboren. Er war maßgeblich an der Entwicklung des Verbrennungsmotors ("Ottomotor") beteiligt.
9. Oktober 1878
Der Bankier Abraham Freiherr von Oppenheim stirbt in Köln, wo er 1804 geboren wird. Seit 1828 führt er das väterliche Bankhaus Sal. Oppenheim und gründet Aktiengesellschaften im Bergbau, in der Schwerindustrie sowie im Eisenbahn- und Versicherungswesen, darunter die Rheinische und die Köln-Mindener Eisenbahn. 1856 stiftet er der wachsenden jüdischen Gemeinde Kölns eine neue Synagoge; mit seinem Bruder Simon gehört er zu den aktivsten bürgerlichen Förderern des Dombaus. 1868 wird er als erster Jude Preußens in den Freiherrenstand erhoben.
19. Oktober 1949
Der "Ausschuss für Wirtschaftsfragen der industriellen Verbände" wird in Köln gegründet, und einige Zeit später in "Bundesverband der Deutschen Industrie" umbenannt.
22. Oktober 1915
Peter Josef Früh, gelernter Braumeister aus Brühl, stirbt während eines Kuraufenthalts in Bad Nauheim an einem Schlaganfall; drei Tage später wird er in Köln beigesetzt. Er hatte 1895 in der Apostelnstraße das Aposteln-Bräu gegründet, es 1898 an Heinrich Bädorf verkauft und 1904 das Cölner Hofbräu P. Josef Früh in der Straße Am Hof eröffnet. Seine Witwe Maria Gertrud führt den Betrieb bis 1930 weiter; das Familiengrab liegt auf Melaten.
23. Oktober 1960
Patrick Adenauer, Enkel des ersten Bundeskanzlers Konrad Adenauer, wird in Köln geboren. Nach einem Studium der Betriebswirtschaft und der Promotion in Köln übernimmt er 1989 gemeinsam mit seinem Bruder Paul die Leitung der in Köln ansässigen Bauwens-Gruppe für Bau und Immobilien. Von 2005 bis 2011 steht er dem Verband Die Familienunternehmer als Präsident vor.
25. Oktober 1947
Der Wirtschaftshistoriker Wilfried Feldenkirchen wird in Köln geboren und studiert unter anderem an der Universität zu Köln. 1974 promoviert er über den Kölner Handel im 18. Jahrhundert. Nach Stationen in Bonn und Saarbrücken übernimmt er 1990 den Lehrstuhl für Wirtschafts-, Sozial- und Unternehmensgeschichte an der Universität Erlangen-Nürnberg und schreibt die Firmengeschichte von Siemens. Er stirbt 2010 bei einem Unfall in Hinterzarten im Schwarzwald.
27. Oktober 1843
Heinrich Stollwerck wird am 27. Oktober in Köln geboren, wo er später auch stirbt. Als drittes Kind des Firmengründers Franz Stollwerck baut er die Kölner Gebrüder Stollwerck AG technisch auf und konstruiert eigene Maschinen für die Schokoladenherstellung. 1885 erhält er auf der Erfinderausstellung in London eine Preismedaille. In Köln ist er zudem Kommerzienrat und Stadtverordneter.
28. Oktober 1929
Der Kölner Oberbürgermeister Konrad Adenauer unterzeichnet den Vertrag über den Bau des Ford-Werkes in Köln - Niehl.
31. Oktober 1993
Das Schokoladenmuseum wird als Imhoff-Stollwerck Schokoladenmuseum eröffnet.
1. November 1858
Die Chemische Fabrik Kalk GmbH (CFK) wird in Köln-Kalk gegründet.
1. November 1940
Die Obst- und Gemüsegroßhändler ziehen von den Markthallen am Heumarkt in die neue Markthalle an der Bonner Straße.
4. November 2016
Peter Heinrichs, Kölner Tabak- und Pfeifenhändler, stirbt in Köln. An der Hahnenstraße betreibt er das Einzelhandelsgeschäft „Peter Heinrichs – Das Haus der 10.000 Pfeifen". Später übernimmt er den 1908 gegründeten Familienbetrieb „Pfeifen Heinrichs" am Gürzenich. Geboren wird er am 17. April 1946 in Köln.
8. November 1797
Mit der Gründung des "Handelsvorstands" beginnt die Geschichte der IHK Köln. Sie ist die älteste, kontinuierlich bestehende deutsche Handelskammer.
11. November 1723
Johann Jacob Stahel wird als einziger Sohn einer Kölner Kaufmannsfamilie geboren, deren Vorfahren einst als Drucker und Buchhändler aus Holland einwandern. In Würzburg gründet er 1753 mit fürstbischöflichem Privileg eine Buchhandlung, steigt zum Universitäts- und Hofbuchhändler auf und verlegt mit Exklusivprivileg die „Bibliothek der Kirchenväter". Sein Geschäft überdauert ihn um Generationen: Als älteste Buchhandlung Würzburgs besteht die Stahel'sche Buchhandlung bis 1992.
13. November 1834
Albert von Oppenheim wird in Köln geboren. Er wird Mitinhaber des Familienbankhauses Sal. Oppenheim und ein Kunstsammler, der seine Sammlung im Palais Glockengasse 3 unterbringt. An der Gründung des Kölner Kunstgewerbemuseums, des heutigen Museums für Angewandte Kunst, ist er beteiligt. Nach seinem Tod 1912 wird er auf dem Melaten-Friedhof beigesetzt.
19. November 1923
Hubert Neuerburg, 1881 in Trier geboren, führt die Zigarettenfabrik Haus Neuerburg mit, die 1917/18 nach Köln verlegt wird und dort neben Dresden und Berlin ein Zentrum der deutschen Zigarettenindustrie bildet. Kurz vor Fertigstellung des neuen Geschäftshauses am Gülichplatz stirbt er am 19. November in Köln.
23. November 1924
Der Betriebswirt Fritz Klein-Blenkers wird in Köln-Mülheim geboren. Nach dem Krieg studiert er an der Universität zu Köln, wo er 1970 ordentlicher Professor für Betriebswirtschaftslehre wird. Bis 1990 leitet er das Kölner Institut für Handelsforschung. Er stirbt 2015 in Bergisch Gladbach.
25. November 1766
Der am 8. Dezember 1685 in Santa Maria Maggiore, Italien geborene Schöpfer des "Eau de Cologne", Johann Maria Farina, stirbt in Köln.
30. November 1750
Im Kölner Holzhändlerhaus der Familie Monheim, deren Name sich in der Stadt seit dem 14. Jahrhundert nachweisen läßt, kommt Andreas Monheim als jüngster Sohn zur Welt und wird in der Pfarre St. Jakob getauft. Nach der Apothekerlehre zieht er nach Aachen, übernimmt dort die Adler-Apotheke und wird zum letzten Bürgermeister der Freien Reichsstadt. Er begründet die Aachener Monheim-Linie, aus der später eine bedeutende Schokoladen-Dynastie hervorgeht.
1. Dezember 1887
Franz Carl Guilleaume, Kölner Unternehmer und Sohn einer Kabelfabrikanten-Familie, stirbt in seiner Geburtsstadt Köln. 1874 gründet er in Köln-Mülheim das Carlswerk, in dem Eisen- und Stahldrähte sowie Kabel hergestellt werden. Der Betrieb entwickelt sich zu einem der größten Arbeitgeber der Stadt.
3. Dezember 1572
Johann Birckmann, Buchhändler und Verleger, stirbt am 3. Dezember in Köln. Seit Mitte der 1550er Jahre führt er das Kölner Verlagshaus der Familie Birckmann und lässt in rund zwei Jahrzehnten über hundert Werke drucken. Auf der Frankfurter Messe beschäftigt er zeitweise acht Gehilfen.
3. Dezember 1890
Der aus Hünshoven bei Aachen stammende Bankier Ludolf Camphausen zieht 1831 nach Köln und betreibt mit seinem Bruder eines der größten Kölner Bankhäuser. Als Präsident der Kölner Handelskammer treibt er von 1839 bis 1848 die Rheindampfschifffahrt voran. 1848 ist er kurzzeitig preußischer Ministerpräsident. Am 3. Dezember stirbt er in Köln.
8. Dezember 1685
Johann Maria Farina, der Erfinder des Eau de Cologne, wird in Santa Maria Maggiore geboren.
11. Dezember 1832
Emanuel Ciolina Zanoli stirbt in Köln, wo er 1796 auch getauft wird. Ab 1823 übernimmt er im Maskenzug erstmals die neu geschaffene Rolle des „Helden Carneval" und füllt sie bis 1829 aus; damit gilt er als erster Kölner Karnevalsprinz. Zugleich leitet er seit 1818 das Familienunternehmen seines Onkels Carl Arnold Zanoli, einen führenden Hersteller von Kölnisch Wasser.
13. Dezember 1868
In Köln stirbt der Musikverleger Peter Joseph Simrock. Er stammt aus der Verlegerfamilie Simrock und gründet 1812 eine Kölner Niederlassung des Verlags, deren Leitung er 1832 übernimmt. In seinem Haus erscheinen unter anderem Werke von Felix Mendelssohn Bartholdy und Robert Schumann.
13. Dezember 1999
Die Berliner Schibsted AG bringt in Köln die kostenlose Tageszeitung "20 Minuten Köln" heraus und eröffnet damit den "Kölner Zeitungskrieg" mit den Verlagen DuMont und Springer.
18. Dezember 1838
Der Unternehmer Franz Clouth wird in Köln geboren.
19. Dezember 1956
Der erste "lange Samstag" (Ladenöffnung bis 18:00 Uhr) in Köln.
20. Dezember 1845
Die erste Teilstrecke Deutz–Düsseldorf der Köln-Mindener Eisenbahn-Gesellschaft wird eröffnet.
24. Dezember 1880
In Köln geboren, stirbt hier der Bankier Simon Oppenheim, seit 1867 Freiherr von Oppenheim und Teilhaber des Kölner Bankhauses Sal. Oppenheim. 1833 ist er Präsident der Handelskammer zu Köln. Mit seinem Bruder Abraham macht er das Haus zu einem der wichtigsten Industriefinanciers im Rheinland; in den 1840er Jahren setzen sich beide für die Gleichberechtigung der Juden in Preußen ein.