Ereignisse zum Thema: Jüdisches Köln

16. Januar 1884

Die orthodoxe Synagoge in der St. Apern-Straße wird eingeweiht.

22. März 1899

Einweihung der liberalen Synagoge in der Roonstraße.

31. März 1933

Jüdische Rechtsanwälte und Richter werden bei ihrer Festnahme von Einheiten der SA und SS misshandelt und auf einem Wagen der Müllabfuhr zum Polizeipräsidium in der Krebsgasse gebracht.

29. April 1945

Eine kleine Gruppe Überlebender gründet in den Trümmern der Synagoge in der Roonstraße die neue jüdische Gemeinde Köln.

15. Juni 1942

Von Köln aus deportieren die Nationalsozialisten überwiegend ältere jüdische Bürger in das Ghetto Theresienstadt. Es ist einer von zwei Transporten dieses Sommers, mit denen rund zweitausend Kölner Jüdinnen und Juden dorthin verschleppt werden. Als Durchgangsstation dient das Sammellager im Fort V in Köln-Müngersdorf, das seit dem Vorjahr eingerichtet ist.

24. August 1349

Die Kölner Judengemeinde wird bei einem Pestprogrom ausgelöscht.

24. August 1349

In der Nacht vom 23. auf den 24. August – der sogenannten Bartholomäusnacht – wird die Kölner Judengemeinde bei einem Pestprogrom ausgelöscht.

24. August 1424

Der Rat beschließt, das Aufenthaltsrecht der Kölner Juden nicht zu verlängern. Damit wird die jahrhundertealte jüdische Gemeinde aus der Stadt vertrieben. In den folgenden Jahrhunderten verhindert der Stadtrat konsequent die Wiederansiedlung von Juden.

18. September 1927

Die Ehrenfelder Synagoge in der Könerstraße wird eingeweiht.

20. September 1959

Die wiederaufgebaute Synagoge Roonstraße wird eingeweiht.

12. Oktober 1801

Achtzehn Familien gründen die erste jüdische Gemeinde der Kölner Neuzeit. Erst die französische Besatzung hatte den Juden die Niederlassung wieder erlaubt – nach der Vertreibung von 1424 waren sie fast vierhundert Jahre aus der Stadt verbannt gewesen. Prominentestes Gründungsmitglied ist der Bankier Salomon Oppenheim; als erste Betstube dienen bescheidene Räume in der Glockengasse.

21. Oktober 1941

Die ersten Kölner Juden werden in das KZ Theresienstadt deportiert.

11. Dezember 321

Der römische Kaiser Konstantin erlaubt den Stadträten Kölns Juden in den Rat zu berufen.

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