Ereignisse zum Thema: Kölner Dom
1. Januar 1999
Barbara Schock-Werner tritt das Amt des Kölner Dombaumeisters an.
4. Januar 1804
Rückkehr des Dreikönigschreins aus Westfalen, wo er vor den heranrückenden französischen Truppen in Sicherheit gebracht worden war.
5. Januar 1531
Ferdinand I., der Bruder Kaiser Karls V., wird im Dom zum deutschen König gewählt.
6. Januar 1401
Im Kölner Dom wird Ruprecht von der Pfalz zum deutschen König gekrönt.
6. Januar 2011
Um 9:38 Uhr reißt der Klöppel der Petersglocke ("Decke Pitter") aus der Aufhängung und schlägt auf der Wartungsebene des Glockenstuhls auf.
15. Januar 1801
Der erste Gottesdienst seit 1796 findet erstmals wieder im Kölner Dom statt.
16. Januar 1991
Vor dem Kölner Dom versammelt sich am 16. Januar 1991 aus Protest gegen den bevorstehenden zweiten Golfkrieg eine große Menschenmenge. Bei dieser Gelegenheit errichtet der Künstler Walter Herrmann eine Installation, aus der in der Folge die "Kölner Klagemauer" wird.
2. Februar 2004
Der Kölner Domprobst Bernard Henrichs emeritiert. Er war bekannt für seinen Humor (Träger des Ordens "Wider den tierischen Ernst") und für seine Fürbitte für die Kölner Unterweltgröße Hein Schäfer ("Schäfers Nas") im Kölner Dom, der bei der Wiederbeschaffung eines gestohlenen Vortragekreuzes Hilfe geleistet hatte.
3. Februar 1965
Mit dem Einverständnis von Kardinal Frings erlaubt das Kölner Domkapitel der türkischen Gastarbeitergemeinde das Ramadan-Ende im Dom zu begehen.
14. Februar 1842
Die erste Generalversammlung des "Zentral-Dombau-Verein zu Köln" findet im Kölner Gürzenich statt und markiert gleichzeitig die Geburtsstunde des Vereins.
28. Februar 1802
Dombaumeister Ernst Friedrich Zwirner wird in Jakobswalde geboren.
4. März 2002
Fritz Schaller, der Architekt der Kölner Domplatte, verstirbt in Köln.
25. März 1247
Der Bau des Kölner Domes wird beschlossen.
13. April 1248
In Köln wird der Abbruch des romanischen Hildebold-Doms beschlossen, dem Vorgängerbau des Kölner Doms.
24. April 1271
Gerhard von Rile (Meister Gerhard), der erste Dombaumeister des Kölner Doms, stirbt; die genauen Todesumstände bleiben ungeklärt. Der Sturz vom Baugerüst gehört der Dombaumeisterlegende an. Von Gerhard von Rile stammt wahrscheinlich der Gesamtplan des Kölner Domes.
30. April 1248
Bauarbeiter zünden Holzstützen an, die bei den am 27. April 1248 begonnenen Abrissarbeiten des Hildebold-Doms unter den östlichen Kirchenmauern angebracht worden waren. Durch starken Wind angefacht, kommt es zu einem unkontrollierten Feuer, das den gesamten Dom zum Einsturz bringt.
2. Mai 1854
Der Förderer und Initiator des Weiterbaus des Kölner Domes, Sulpiz Boisserée, verstirbt in Bonn.
5. Mai 1922
Der Glockengießer Heinrich Ulrich beginnt mit dem Guß der Petersglocke für den Kölner Dom.
5. Juli 2004
Das UNESCO-Welterbekomitee setzt den Kölner Dom auf die Rote Liste des gefährdeten Welterbes. Auf seiner Sitzung im chinesischen Suzhou sieht es die geplanten Hochhäuser am rechtsrheinischen Deutzer Ufer als Bedrohung für die Sichtachsen und das Stadtbild rund um die Kathedrale. Erst nach einer Begrenzung der Bauhöhen wird der Dom zwei Jahre später wieder von der Liste gestrichen.
6. Juli 1402
Im Kölner Dom wird die "englische Heirat" zwischen Ludwig III., dem Sohn König Ruprechts und Blanca von England, Tochter von Henry IV., geschlossen.
16. Juli 1895
August Reichensperger verstirbt in Köln. Er war Mitinitiator des "Zentral-Dombau-Vereins zu Köln" und Ehrenbürger der Stadt Köln.
23. Juli 1880
Die Kreuzblume des Nordturmes wird fertiggestellt und aufgesetzt.
2. August 1783
Der Kunstsammler Sulpiz Boisserée wird in Köln geboren. Er gilt als treibende Kraft der Domvollendung: Im Jahr 1816 entdeckt er Teile der originalen mittelalterlichen Baurisse wieder, nachdem der Bau über 300 Jahre geruht hat. Für seine Idee gewinnt er Goethe, die Brüder Schlegel und den späteren preußischen König Friedrich Wilhelm IV. Als Mitbegründer des Zentral-Dombau-Vereins erlebt er die Vollendung von 1880 nicht mehr. Er stirbt in Bonn.
15. August 1248
Erzbischof Konrad von Hochstaden legt den Grundstein zum Neubau des Kölner Domes. Für die Gebeine der Heiligen Drei Könige, die sein Vorgänger Rainald von Dassel aus Mailand an den Rhein gebracht hatte, soll eine gewaltige gotische Kathedrale nach dem Vorbild Frankreichs entstehen. Unter Dombaumeister Gerhard beginnt ein Bauwerk, dessen Vollendung mehr als sechshundert Jahre auf sich warten läßt.
25. August 1864
Der Kölner Stadtbaumeister Johann Peter Weyer verstirbt in Köln.
25. August 2007
Das vom Kölner Künstler Gerhard Richter entworfene Südquerhausfenster des Kölner Doms, das sogenannte "Richterfenster" wird eingeweiht.
1. September 2012
Michael Hauck wird als Nachfolger von Barbara Schock-Werner Kölner Dombaumeister.
3. September 818
In St. Gereon stirbt Hildebold, der erste Erzbischof von Köln. Karl der Große hatte den gelehrten Geistlichen zum Vorsteher seiner Hofkapelle erhoben und Köln unter ihm zur Metropole erhoben; dem Erzbischof wird der Beginn des Alten Doms zugeschrieben. Bestattet wird er in derselben Kirche St. Gereon, deren Hochaltar er einst gestiftet hatte und die er zeitlebens besonders förderte.
4. September 1842
Der spätere Erzbischof Johannes von Geissel und der preußische König Friedrich Wilhelm IV. legen den Grundstein für den Weiterbau des Kölner Doms.
27. September 1322
Am Tag der heiligen Cosmas und Damian wird der gotische Chor des Kölner Domes durch Erzbischof Heinrich II. von Virneburg feierlich geweiht. In einer großen Prozession durch die Stadt wird der Dreikönigenschrein aus den Westteilen des Alten Domes in die Achskapelle des Chorumgangs übertragen, begleitet von sechzehn weiteren Reliquienschreinen Kölner Kirchen. Damit endet nach einem Dreivierteljahrhundert Bauzeit der erste große Bauabschnitt – der Dom prägt von nun an das Kölner Stadtbild.
28. September 1261
Todestag von Konrad von Hochstaden, der von 1238 bis 1261 Erzbischof von Köln war.
15. Oktober 1880
In Anwesenheit von Kaiser Wilhelm I. und Kaiserin Augusta begeht Köln auf dem Domhügel das Dombau-Vollendungsfest und feiert den Abschluss von 632 Jahren Bauzeit. Mit seinen 157 Meter hohen Türmen gilt der Kölner Dom nun als höchstes Gebäude der Welt — ein Rekord, den erst 1884 das Washington Monument bricht. Der Festakt fällt mitten in den Kulturkampf, weshalb sich das katholische Köln betont zurückhält.
18. Oktober 1837
Friedrich Wilhelm Mengelberg wird in Köln geboren. Der Bildhauer schuf unter anderem die Bronzeverkleidung der Türen des Mittelportals der Nordseite, sowie u.a. den Dreikönigenaltar und den Kreuzweg im Kölner Dom.
22. Oktober 1825
Die Leitung der Bauarbeiten am Kölner Dom wird dem Erzbischof von Köln und dem Oberpräsidenten der preußischen Rheinprovinz per Kabinettsorder des Preußischen Königs Friedrich-Wilhelm IV. übertragen.
28. Oktober 1925
Erstes feierliches Geläut der schwersten schwingenden Glocke der Welt, der Petersglocke, im Kölner Dom.
2. November 1975
Drei Diebe dringen mit Strickleitern durch einen Lüftungsschacht in die Domschatzkammer ein und entwenden wertvolle Kreuze und Monstranzen.
5. November 1943
Der Kölner Bauunternehmer Wildermann erhält den Auftrag zur "Sicherung des Strebepfeilers" am Kölner Dom. Das war die Geburtsstunde der sogenannten "Plombe".
14. November 1924
Die Peterslocke trifft nach einem zweitägigen Transport auf einem Wagen der Reichsbahn im Kölner Hafen ein.
18. November 1892
Robert Esser übernimmt den Vorsitz des Zentral-Dombauvereins zu Köln, dessen Aufgabe die Erhaltung und Förderung des Domes ist. Der Jurist und Industrielle – Mitglied im Verwaltungsrat der Maschinenbauanstalt Humboldt – steht dem Verein ein Vierteljahrhundert lang vor, bis 1917. Er ist auf dem Melaten-Friedhof bestattet.
23. November 1840
Friedrich Wilhelm IV. erteilt die Erlaubnis zur Gründung des Zentral-Dombau-Verein zu Köln.
30. November 1924
Erzbischof Karl Joseph Kardinal Schulte weiht die St. Petersglocke ("Decke Pitter"), die größte freischwingende Glocke der Welt, vor 20.000 Menschen ein.
7. Dezember 2011
Die Peterglocke im Dom läutet erstmalig mit ihrem neuen 600 kg schweren Köppel.
8. Dezember 1841
Durch "Allerhöchste Kabinetsordre" genehmigt König Friedrich Wilhelm IV. die Statuten des Zentral-Dombau-Verein zu Köln.
27. Dezember 1895
Erzbischof Paulus Melchers wird in der bischöflichen Gruft des Kölner Doms beigesetzt.