Ereignisse zum Thema: Kölner Dom

1. Januar 1999

Barbara Schock-Werner tritt das Amt des Kölner Dombaumeisters an.

4. Januar 1804

Rückkehr des Dreikönigschreins aus Westfalen, wo er vor den heranrückenden französischen Truppen in Sicherheit gebracht worden war.

5. Januar 1531

Ferdinand I., der Bruder Kaiser Karls V., wird im Dom zum deutschen König gewählt.

6. Januar 1401

Im Kölner Dom wird Ruprecht von der Pfalz zum deutschen König gekrönt.

6. Januar 2011

Um 9:38 Uhr reißt der Klöppel der Petersglocke ("Decke Pitter") aus der Aufhängung und schlägt auf der Wartungsebene des Glockenstuhls auf.

8. Januar 2016

Der in Köln geborene Bildhauer Elmar Hillebrand stirbt in Köln-Weiß, wo er lebt und arbeitet. Er wirkt an der Dombauhütte, schafft den Hauptaltar des Kölner Doms und beteiligt sich am Wiederaufbau romanischer Kirchen wie St. Kunibert und Groß St. Martin.

15. Januar 1801

Der erste Gottesdienst seit 1796 findet erstmals wieder im Kölner Dom statt.

16. Januar 1991

Vor dem Kölner Dom versammelt sich am 16. Januar 1991 aus Protest gegen den bevorstehenden zweiten Golfkrieg eine große Menschenmenge. Bei dieser Gelegenheit errichtet der Künstler Walter Herrmann eine Installation, aus der in der Folge die "Kölner Klagemauer" wird.

27. Januar 1887

Jacob Josef Nelles kommt am 2. Januar 1818 in Köln zur Welt. Als Rendant der Kölner Dombauverwaltung führt er die Kasse und verwaltet die Finanzen des Dombaus. In Köln, wo er geboren wird und sein Amt versieht, stirbt er auch.

31. Januar 1901

Der aus Bonn stammende Lithograph und Zeichner Tony Avenarius betreibt ab 1861 in Köln eine lithographische Werkstatt. Für die Feier zur Vollendung des Kölner Doms am 16. Oktober 1880 schafft er die Original-Aquarellen des Historischen Festzugs sowie Lithographien zum Kölner Karneval. Er stirbt am 31. Januar in Köln.

2. Februar 2004

Der Kölner Domprobst Bernard Henrichs emeritiert. Er war bekannt für seinen Humor (Träger des Ordens "Wider den tierischen Ernst") und für seine Fürbitte für die Kölner Unterweltgröße Hein Schäfer ("Schäfers Nas") im Kölner Dom, der bei der Wiederbeschaffung eines gestohlenen Vortragekreuzes Hilfe geleistet hatte.

3. Februar 1965

Mit dem Einverständnis von Kardinal Frings erlaubt das Kölner Domkapitel der türkischen Gastarbeitergemeinde das Ramadan-Ende im Dom zu begehen.

9. Februar 1932

Der in Dresden geborene Maler Gerhard Richter, einer der bedeutendsten Künstler der Gegenwart, lebt und arbeitet seit den 1980er Jahren in Köln. Für das im Zweiten Weltkrieg zerstörte Südquerhausfenster des Kölner Doms schafft er ein abstraktes Glasbild aus über 11.000 mundgeblasenen Farbquadraten in 72 Tönen, das 2007 eingeweiht wird. Im selben Jahr ernennt ihn die Stadt zu ihrem Ehrenbürger.

14. Februar 1641

Der Kirchenhistoriker und Theologe Severin Binius, geboren 1573 in Randerath, stirbt in Köln an den Folgen eines Schlaganfalls. An der Kölner Universität ist er Professor und Dekan der theologischen Fakultät und amtiert 1627/28 als Rektor. Zugleich ist er Kanoniker an mehreren Kölner Stiftskirchen und wird 1631 Generalvikar in Köln.

14. Februar 1842

Die erste Generalversammlung des "Zentral-Dombau-Verein zu Köln" findet im Kölner Gürzenich statt und markiert gleichzeitig die Geburtsstunde des Vereins.

19. Februar 1947

Raimund Böll wird in Köln geboren, zweiter Sohn des Schriftstellers Heinrich Böll. Nach einer Lehre in der Kölner Dombauhütte studiert er Bildhauerei und Metallgestaltung an den Kölner Werkschulen, wo er 1973 Meisterschüler wird. Bekannt wird er für materialintensive Schweißarbeiten und bewegliche Metallmaschinen. Er stirbt in Unterlengenhardt.

25. Februar 2024

Klaus Dick, geboren in Köln-Ehrenfeld, stirbt am 25. Februar im Alter von 95 Jahren, zwei Tage vor seinem 96. Geburtstag. 1975 weiht ihn Kardinal Höffner zum Weihbischof von Köln, ein Amt, das er bis 2003 innehat. Von 1978 bis 2003 wirkt er zudem als Domdechant am Kölner Dom.

28. Februar 1802

Dombaumeister Ernst Friedrich Zwirner wird in Jakobswalde geboren.

4. März 2002

Fritz Schaller, der Architekt der Kölner Domplatte, verstirbt in Köln.

10. März 1941

Karl Joseph Schulte ist seit 1920 Erzbischof von Köln und wird ein Jahr später zum Kardinal erhoben. Nach mehr als zwei Jahrzehnten an der Spitze des Erzbistums stirbt er während eines schweren Bombenangriffs auf die Kölner Innenstadt an akutem Herzversagen und wird in der Bischofsgruft des Kölner Doms beigesetzt.

23. März 1791

In die Kölner Bildhauerfamilie Imhoff wird Wilhelm Joseph Imhoff geboren. Für die Baldachine an der Chorrundung des Kölner Doms schafft er von 1834 bis 1838 zwölf posaunende Engelstatuen nach Entwürfen Karl Friedrich Schinkels. Auch das neue Aachener Stadttheater schmücken seine kolossalen Giebelfiguren; seine Büste des Juristen Heinrich Gottfried Daniels bewahrt heute das Wallraf-Richartz-Museum.

25. März 1247

Der Bau des Kölner Domes wird beschlossen.

13. April 1248

In Köln wird der Abbruch des romanischen Hildebold-Doms beschlossen, dem Vorgängerbau des Kölner Doms.

15. April 1864

Everhard von Groote stirbt in seiner Geburtsstadt Köln, wo er aus einer angesehenen Bürgermeisterfamilie stammt. Nach dem Studium der Rechte und der Geschichte leitet er von 1831 bis 1851 als Präsident die Kölner Armenverwaltung und sitzt im Stadtrat. 1834 gibt er die Reimchronik der Stadt Köln heraus und zählt zu den Mitbegründern des Zentral-Dombau-Vereins.

19. April 2017

Der katholische Priester und Kirchenhistoriker Norbert Trippen stirbt in Köln. Von 1986 bis 2011 ist er residierender Domkapitular am Kölner Dom und Historiker des Erzbistums Köln. Er schreibt die grundlegenden Biographien der beiden Kölner Erzbischöfe Josef Frings und Joseph Höffner.

24. April 1271

Gerhard von Rile (Meister Gerhard), der erste Dombaumeister des Kölner Doms, stirbt; die genauen Todesumstände bleiben ungeklärt. Der Sturz vom Baugerüst gehört der Dombaumeisterlegende an. Von Gerhard von Rile stammt wahrscheinlich der Gesamtplan des Kölner Domes.

30. April 1248

Bauarbeiter zünden Holzstützen an, die bei den am 27. April 1248 begonnenen Abrissarbeiten des Hildebold-Doms unter den östlichen Kirchenmauern angebracht worden waren. Durch starken Wind angefacht, kommt es zu einem unkontrollierten Feuer, das den gesamten Dom zum Einsturz bringt.

2. Mai 1854

Der Förderer und Initiator des Weiterbaus des Kölner Domes, Sulpiz Boisserée, verstirbt in Bonn.

5. Mai 1922

Der Glockengießer Heinrich Ulrich beginnt mit dem Guß der Petersglocke für den Kölner Dom.

6. Mai 1899

Philipp Krementz, geboren 1819 in Koblenz, stirbt in Köln. Er ist zunächst Bischof von Ermland, bevor er 1885 Erzbischof von Köln wird. 1893 wird er zum Kardinal ernannt. Bis zu seinem Tod steht er an der Spitze des Erzbistums Köln.

24. Mai 1804

In Köln wird der Bankier Abraham Oppenheim geboren, der als Teilhaber des Bankhauses Sal. Oppenheim jr. & Cie. zu den einflussreichsten Finanziers des Rheinlands zählt. Er fördert die Vollendung des Kölner Doms und tritt als jüdischer Mäzen und Stifter hervor, unter anderem als Mitstifter einer Kölner Synagoge. In seiner Geburtsstadt stirbt er 1878.

24. Mai 1902

Hubert Theophil Simar, katholischer Theologe und seit 1899 Erzbischof von Köln, stirbt in Köln an einer Lungenentzündung, die er sich auf einer Visitationsreise zugezogen hat. Der 1835 geborene Kirchenmann bekleidet das Erzbischofsamt bis zu seinem Tod und wird in der Bischofsgruft des Kölner Doms beigesetzt.

29. Mai 1836

Clemens August von Droste zu Vischering wird als Erzbischof von Köln inthronisiert. Gewählt hat ihn das Kölner Domkapitel bereits im Dezember 1835. Sein kompromissloser Kurs in der Frage der konfessionsverschiedenen Ehen führt 1837 zu seiner Verhaftung und löst den Kölner Kirchenstreit mit der preußischen Regierung aus.

29. Juni 1893

Der Weihbischof Johann Anton Friedrich Baudri stirbt in Köln. Der 1804 in Elberfeld geborene Geistliche wird 1850 im Kölner Dom konsekriert und arbeitet als Domkapitular eng mit Erzbischof Johannes von Geissel zusammen. Über vier Jahrzehnte wirkt er im Erzbistum Köln. Tausende Kölner begleiten seinen Sarg vom Dom zur Grablege in der Minoritenkirche.

5. Juli 2004

Das UNESCO-Welterbekomitee setzt den Kölner Dom auf die Rote Liste des gefährdeten Welterbes. Auf seiner Sitzung im chinesischen Suzhou sieht es die geplanten Hochhäuser am rechtsrheinischen Deutzer Ufer als Bedrohung für die Sichtachsen und das Stadtbild rund um die Kathedrale. Erst nach einer Begrenzung der Bauhöhen wird der Dom zwei Jahre später wieder von der Liste gestrichen.

6. Juli 1402

Im Kölner Dom wird die "englische Heirat" zwischen Ludwig III., dem Sohn König Ruprechts und Blanca von England, Tochter von Henry IV., geschlossen.

7. Juli 1903

Der Architektur- und Landschaftsfotograf Johann Heinrich Schönscheidt stirbt in Köln. Seit 1869 betreibt er ein Atelier an der Ursulagartenstraße und setzt dort die von Johann Franz Michiels begonnene fotografische Dokumentation des Kölner Dombaus fort. 1881 wird er zum Königlichen Hoffotografen ernannt, 1886 lichtet er im Auftrag des städtischen Bauamts den Bau der Kölner Ringe ab.

16. Juli 1895

August Reichensperger verstirbt in Köln. Er war Mitinitiator des "Zentral-Dombau-Vereins zu Köln" und Ehrenbürger der Stadt Köln.

22. Juli 1600

Laurentius Fabritius kommt um 1535 in Uerdingen zur Welt. Seit dem Jahr 1588 wirkt er als Weihbischof von Köln und führt zugleich den Titel eines Titularbischofs von Kyrene. Am 22. Juli stirbt er in Köln und wird im Kölner Dom bestattet.

23. Juli 1880

Die Kreuzblume des Nordturmes wird fertiggestellt und aufgesetzt.

1. August 1998

Josef Zimmermann, geboren 1906 in Köln, ist von 1948 bis 1985 Organist am Kölner Dom. Ab 1960 gestaltet er die Domorgelfeierstunden und bringt nahezu alle Orgelwerke Hermann Schroeders zur Uraufführung. Am 1. August stirbt er im Alter von 91 Jahren.

2. August 1783

Der Kunstsammler Sulpiz Boisserée wird in Köln geboren. Er gilt als treibende Kraft der Domvollendung: Im Jahr 1816 entdeckt er Teile der originalen mittelalterlichen Baurisse wieder, nachdem der Bau über 300 Jahre geruht hat. Für seine Idee gewinnt er Goethe, die Brüder Schlegel und den späteren preußischen König Friedrich Wilhelm IV. Als Mitbegründer des Zentral-Dombau-Vereins erlebt er die Vollendung von 1880 nicht mehr. Er stirbt in Bonn.

2. August 1835

Ferdinand August Graf von Spiegel zum Desenberg und Canstein stirbt in Köln. Seit 1825 amtiert er als Erzbischof von Köln, ernannt wird er im Jahr zuvor. In seine Amtszeit fällt der Beginn des Kölner Kirchenstreits um die Mischehenfrage. Man setzt ihn in der erzbischöflichen Gruft des Kölner Doms bei.

4. August 1795

In Köln kommt Johann Peter Balthasar Kreuser zur Welt. Vier Jahrzehnte unterrichtet er am Gymnasium an Marzellen, doch sein öffentliches Wirken gehört dem Dom: Rund achtzehn Jahre sitzt er im Vorstand des Zentral-Dombau-Vereins, berät Dombaumeister Ernst Friedrich Zwirner und wirbt mit Schriften wie den „Kölner Dombriefen" und dem „Christlichen Kirchenbau" unermüdlich für die Vollendung des Kölner Doms.

13. August 1789

Johann Arnold von Schönheim, seit 1743 Domherr am Kölner Dom, stirbt in Köln. Geboren wird er 1715 in Bonn; von 1733 bis 1737 studiert er in Rom am Collegium Germanicum. 1753 ernennt ihn Kurfürst Clemens August zum Offizial des Erzbistums Köln und zum Präsidenten des geistlichen Hofgerichts; von diesem Amt tritt er 1787 zurück.

15. August 1248

Erzbischof Konrad von Hochstaden legt den Grundstein zum Neubau des Kölner Domes. Für die Gebeine der Heiligen Drei Könige, die sein Vorgänger Rainald von Dassel aus Mailand an den Rhein gebracht hatte, soll eine gewaltige gotische Kathedrale nach dem Vorbild Frankreichs entstehen. Unter Dombaumeister Gerhard beginnt ein Bauwerk, dessen Vollendung mehr als sechshundert Jahre auf sich warten läßt.

16. August 1620

Heinrich von Mering, in Köln getauft, schlägt die geistliche und juristische Laufbahn ein. Nach dem Studium am Collegium Germanicum in Rom promoviert er zum Doktor der Rechte und wird Domherr am Kölner Dom sowie Rechtsberater des Kurfürsten Maximilian Heinrich von Bayern. 1683 stiftet er den Marmoraltar für das Gero-Kreuz, das älteste monumentale Kruzifix des Abendlandes. Er stirbt hochbetagt in seiner Vaterstadt.

25. August 1864

Der Kölner Stadtbaumeister Johann Peter Weyer verstirbt in Köln.

25. August 2007

Das vom Kölner Künstler Gerhard Richter entworfene Südquerhausfenster des Kölner Doms, das sogenannte "Richterfenster" wird eingeweiht.

1. September 2012

Michael Hauck wird als Nachfolger von Barbara Schock-Werner Kölner Dombaumeister.

3. September 818

In St. Gereon stirbt Hildebold, der erste Erzbischof von Köln. Karl der Große hatte den gelehrten Geistlichen zum Vorsteher seiner Hofkapelle erhoben und Köln unter ihm zur Metropole erhoben; dem Erzbischof wird der Beginn des Alten Doms zugeschrieben. Bestattet wird er in derselben Kirche St. Gereon, deren Hochaltar er einst gestiftet hatte und die er zeitlebens besonders förderte.

4. September 1842

Der spätere Erzbischof Johannes von Geissel und der preußische König Friedrich Wilhelm IV. legen den Grundstein für den Weiterbau des Kölner Doms.

8. September 1864

Johannes von Geissel, geboren 1796 in Gimmeldingen in der Pfalz, stirbt in Köln an einem Krebsleiden. Vier Tage später wird er im Chor des Kölner Doms beigesetzt. Die Leitung des Erzbistums Köln übernimmt er 1842, ab 1845 ist er Erzbischof, 1850 erhält er als erster Kölner Erzbischof die Kardinalswürde. Unter ihm beginnt 1842 der Weiterbau des Doms mit der Grundsteinlegung in Anwesenheit König Friedrich Wilhelms IV.

13. September 1888

Der Dombildhauer Christian Mohr stirbt in Köln und wird auf Melaten bestattet. Ab 1845 führt er eine eigene Werkstatt in der Stadt und setzt als Erster die neugotischen Entwürfe für die Bauplastik des Kölner Doms um. Bis 1871 schafft er mindestens 333 Skulpturen im Zusammenhang mit dem Dom, darunter Arbeiten an den Querhausportalen und Wasserspeiern.

22. September 1861

Der aus Schlesien stammende Architekt Ernst Friedrich Zwirner übernimmt 1833 die Leitung der Kölner Dombauhütte und bereitet die Vollendung des Doms nach den mittelalterlichen Plänen vor. 1842 genehmigt König Friedrich Wilhelm IV. den Weiterbau. Zwirner stirbt am 22. September in Köln und wird auf Kosten der Stadt auf dem Friedhof Melaten beigesetzt. Die Fertigstellung des Doms 1880 erlebt er nicht mehr.

23. September 1873

Peter Joseph Mülhens, Kölner Unternehmer aus der 4711-Familie und Sohn des Firmengründers Wilhelm Mülhens, stirbt in seiner Geburtsstadt Köln. Er erweitert das Duftwasser-Geschäft und führt das kolorierte Etikett sowie die Molanus-Flasche ein. Von 1852 bis zu seinem Tod sitzt er im Kölner Stadtrat, wirkt im Verwaltungsausschuss des Dombauvereins und investiert früh in die Eisenbahn Köln-Bonn. Er wird auf Melaten beigesetzt.

27. September 1322

Am Tag der heiligen Cosmas und Damian wird der gotische Chor des Kölner Domes durch Erzbischof Heinrich II. von Virneburg feierlich geweiht. In einer großen Prozession durch die Stadt wird der Dreikönigenschrein aus den Westteilen des Alten Domes in die Achskapelle des Chorumgangs übertragen, begleitet von sechzehn weiteren Reliquienschreinen Kölner Kirchen. Damit endet nach einem Dreivierteljahrhundert Bauzeit der erste große Bauabschnitt – der Dom prägt von nun an das Kölner Stadtbild.

27. September 1829

Peter Dominicus Fuchs wird in Köln geboren, wo er später als Dombildhauer wirkt. Ab 1844 lernt er in der Kölner Dombauhütte das Steinmetzhandwerk. Von 1865 an schafft er nach dem Bildprogramm von Sulpiz Boisserée rund 700 neugotische Skulpturen für den Kölner Dom, unter anderem am südlichen Querhaus, an den Westtürmen sowie am West-, Nord- und Petersportal. Er stirbt 1898 in seiner Geburtsstadt.

28. September 1261

Todestag von Konrad von Hochstaden, der von 1238 bis 1261 Erzbischof von Köln war.

28. September 1902

Richard Voigtel, Kölner Dombaumeister, stirbt in Köln. Der 1829 in Magdeburg geborene Architekt kommt 1855 als Hilfsbaumeister an den Kölner Dom und folgt 1861 Ernst Friedrich Zwirner als Dombaumeister nach. Unter seiner Leitung wird der Dom 1880 vollendet; bis zu seinem Tod bleibt er Dombaumeister. Sein Grab liegt auf dem Melaten-Friedhof.

29. September 1847

Der aus Gangelt stammende Anton Gottfried Claessen stirbt in Köln, wo er als Weihbischof wirkt. Bereits 1844 wird er Kölner Dompropst und im selben Jahr Titularbischof von Gadara. Die Bischofsweihe empfängt er im Januar 1845 durch den Kölner Erzbischof Johannes von Geissel.

2. Oktober 1866

In Köln stirbt der Maler und Kunstsammler Johann Anton Ramboux an der Cholera. Der 1790 in Trier geborene Künstler wirkt seit 1843 als zweiter Konservator der Wallraf-Sammlung. Er erwirbt Kölner Tafelbilder, kopiert die mittelalterlichen Wandmalereien Kölner Kirchen und restauriert im Kölner Dom den Clarenaltar.

4. Oktober 1870

Carl Leibl, seit 1826 Domorganist und Domkapellmeister am Kölner Dom, stirbt in Köln. Er leitet den Verein der Dommusiken und Liebhaberkonzerte. 1863 wird sein Chor aufgelöst; im selben Jahr endet auch sein Amt am Dom. Neben Kirchenmusik komponiert Leibl Karnevalslieder und Karnevalstänze. Sein Sohn ist der Maler Wilhelm Leibl.

9. Oktober 1878

Der Bankier Abraham Freiherr von Oppenheim stirbt in Köln, wo er 1804 geboren wird. Seit 1828 führt er das väterliche Bankhaus Sal. Oppenheim und gründet Aktiengesellschaften im Bergbau, in der Schwerindustrie sowie im Eisenbahn- und Versicherungswesen, darunter die Rheinische und die Köln-Mindener Eisenbahn. 1856 stiftet er der wachsenden jüdischen Gemeinde Kölns eine neue Synagoge; mit seinem Bruder Simon gehört er zu den aktivsten bürgerlichen Förderern des Dombaus. 1868 wird er als erster Jude Preußens in den Freiherrenstand erhoben.

15. Oktober 1880

In Anwesenheit von Kaiser Wilhelm I. und Kaiserin Augusta begeht Köln auf dem Domhügel das Dombau-Vollendungsfest und feiert den Abschluss von 632 Jahren Bauzeit. Mit seinen 157 Meter hohen Türmen gilt der Kölner Dom nun als höchstes Gebäude der Welt — ein Rekord, den erst 1884 das Washington Monument bricht. Der Festakt fällt mitten in den Kulturkampf, weshalb sich das katholische Köln betont zurückhält.

18. Oktober 1837

Friedrich Wilhelm Mengelberg wird in Köln geboren. Der Bildhauer schuf unter anderem die Bronzeverkleidung der Türen des Mittelportals der Nordseite, sowie u.a. den Dreikönigenaltar und den Kreuzweg im Kölner Dom.

22. Oktober 1825

Die Leitung der Bauarbeiten am Kölner Dom wird dem Erzbischof von Köln und dem Oberpräsidenten der preußischen Rheinprovinz per Kabinettsorder des Preußischen Königs Friedrich-Wilhelm IV. übertragen.

28. Oktober 1925

Erstes feierliches Geläut der schwersten schwingenden Glocke der Welt, der Petersglocke, im Kölner Dom.

30. Oktober 1723

Am 30. Oktober stirbt Johann Werner von Veyder in Köln. Der 1657 in Neumagen an der Mosel geborene Jurist wird 1694 Kölner Domherr und 1695 Generalvikar unter Kurfürst Joseph Clemens. 1703 ernennt man ihn zum Titularbischof von Eleutheropolis und zum Weihbischof in Köln. Sein Epitaph steht im Kölner Dom.

2. November 1975

Drei Diebe dringen mit Strickleitern durch einen Lüftungsschacht in die Domschatzkammer ein und entwenden wertvolle Kreuze und Monstranzen.

5. November 1943

Der Kölner Bauunternehmer Wildermann erhält den Auftrag zur "Sicherung des Strebepfeilers" am Kölner Dom. Das war die Geburtsstunde der sogenannten "Plombe".

14. November 1924

Die Peterslocke trifft nach einem zweitägigen Transport auf einem Wagen der Reichsbahn im Kölner Hafen ein.

18. November 1874

Der in Köln geborene Dionysius Ortsiefer tritt jung dem Franziskanerorden bei und wird ein gefragter Kanzelredner. Von 1913 bis 1942 predigt er im Kölner Dom; der spätere Papst Pius XII. nennt ihn den größten Kanzelredner Deutschlands. Über den Rundfunk erreichen seine Predigten ein breites Publikum weit über Köln hinaus.

18. November 1892

Robert Esser übernimmt den Vorsitz des Zentral-Dombauvereins zu Köln, dessen Aufgabe die Erhaltung und Förderung des Domes ist. Der Jurist und Industrielle – Mitglied im Verwaltungsrat der Maschinenbauanstalt Humboldt – steht dem Verein ein Vierteljahrhundert lang vor, bis 1917. Er ist auf dem Melaten-Friedhof bestattet.

23. November 1840

Friedrich Wilhelm IV. erteilt die Erlaubnis zur Gründung des Zentral-Dombau-Verein zu Köln.

30. November 1924

Erzbischof Karl Joseph Kardinal Schulte weiht die St. Petersglocke ("Decke Pitter"), die größte freischwingende Glocke der Welt, vor 20.000 Menschen ein.

7. Dezember 2011

Die Peterglocke im Dom läutet erstmalig mit ihrem neuen 600 kg schweren Köppel.

8. Dezember 1841

Durch "Allerhöchste Kabinetsordre" genehmigt König Friedrich Wilhelm IV. die Statuten des Zentral-Dombau-Verein zu Köln.

15. Dezember 1851

Felix von Hartmann wird in Münster geboren und tritt 1912 das Amt des Erzbischofs von Köln an. Er leitet das Erzbistum durch die Jahre des Ersten Weltkriegs; Papst Pius X. erhebt ihn zum Kardinal. 1919 stirbt er in Köln und wird im Kölner Dom beigesetzt.

18. Dezember 1864

Johann Knauth wird am 18. Dezember in Köln geboren. Als Mitarbeiter von Franz Schmitz wirkt er am Kölner Dom mit und ist an der Fertigstellung des Westmassivs und der beiden Türme beteiligt. 1891 wechselt er nach Straßburg, wo er 1905 Dombaumeister des Straßburger Münsters wird und später den einsturzgefährdeten Münsterturm rettet.

18. Dezember 1906

In Köln wird der Organist Josef Zimmermann geboren. Nach dem Kirchenmusikstudium an der Musikhochschule seiner Heimatstadt wird er 1948 zum Organisten am Kölner Dom berufen und im selben Jahr zum Professor für Orgelspiel an der Kölner Musikhochschule ernannt. Das Amt am Dom hat er bis 1985 inne. Am Wiederaufbau der Domorgel ist er beteiligt.

20. Dezember 1859

Franz Egon Graf von Fürstenberg-Stammheim stirbt in Köln. Der Politiker, Großgrundbesitzer und Kunstmäzen unterstützt den Weiterbau des Kölner Doms und erhält dafür 1856 die erste offizielle Kölner Ehrenbürgerwürde, die der Rat der Stadt beschließt. Auch weitere Kirchenbauten wie die Apollinariskirche bei Remagen fördert er.

24. Dezember 2019

Arnold Wolff stirbt an Heiligabend in Köln. Der 1932 in Wevelinghoven Geborene ist von 1972 bis 1998 Dombaumeister des Kölner Doms und tritt die Nachfolge von Willy Weyres an. In seiner 26-jährigen Amtszeit lässt er die letzten großen Kriegsschäden am Dom beheben und setzt beim Erhalt des Steins auf naturwissenschaftliche Forschung.

25. Dezember 1764

Ferdinand August Graf von Spiegel zum Desenberg wird auf Schloss Canstein bei Marsberg geboren. 1824 wird er Erzbischof von Köln, ordnet das Erzbistum unter preußischer Herrschaft neu und treibt den Wiederaufbau des Kölner Doms voran. 1835 stirbt er in Köln und wird im Domchor beigesetzt.

27. Dezember 1895

Erzbischof Paulus Melchers wird in der bischöflichen Gruft des Kölner Doms beigesetzt.

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