Ereignisse zum Thema: Kölner Karneval

12. Januar 1989

Der Sänger Willy Schneider ("Schütt die Sorgen in ein Gläschen Wein") verstirbt in Köln.

13. Januar 1901

Im Restaurant Vogel „Ossendorfer Hof" in Köln-Ossendorf gründen vierzehn Stammtischfreunde auf Vorschlag von Christian Lansen die Alte Kölner Karnevalsgesellschaft „Schnüsse Tring". Ihren Namen entlehnen sie dem seit 1859 in den Sitzungen gesungenen Lied von Joseph Roesberg über ein selbstbewusstes Ossendorfer Dienstmädchen. Als elftälteste Karnevalsgesellschaft der Stadt widmet sie sich bis heute besonders der Pflege kölscher Lieder und der Mundart.

14. Januar 1923

Der Gründer des Eilemann-Trios, Günter Eilemann, wird in Köln geboren. Zu den Gründungsmitgliedern des Eilemann-Trios zählen Karl-Heinz Nettesheim an der Rhythmusgitarre und Horst Muys am Kontrabass.

17. Januar 2012

Toni Geller stirbt in Köln, seiner Geburtsstadt. Von 1952 bis 1995 gehört der Büttenredner zu den bekanntesten Rednern des Kölner Karnevals. Als „Mann von der Blauen Partei" tritt er im grauen Anzug mit Melone und blauer Schärpe auf, sein Slogan lautet: „Wir von der Blauen Partei versprechen nichts - aber das halten wir auch."

24. Januar 1909

Der Komponist, Kapellmeister und Sänger Fritz Weber wird in Köln geboren. Er komponierte u.a. "Ach, wär ich nur ein einzig Mal ein schmucker Prinz im Karnevall", "Ich bin ene kölsche Jung" und "Nüngzehnhundert Johr steiht uns Kölle am Rhing".

26. Januar 1991

Der Sänger und Komponist Jupp Schmitz verstirbt in Köln.

30. Januar 1911

Im Kölner Severinsviertel kommt der Komponist und Musikverleger Gerhard Jussenhoven zur Welt, der zugleich als promovierter Jurist eine Doppelkarriere führt. Mit über tausend Liedern prägt er das kölsche Liedgut wie kaum ein Zweiter; seine Welterfolge „Kornblumenblau" und „Man müßte nochmal zwanzig sein" entstehen neben „Die Hüsjer bunt om Aldermaat" und der Operette „Eau de Cologne". Bis heute gehören seine Melodien zum festen Bestand kölscher Bühnen.

31. Januar 1901

Der aus Bonn stammende Lithograph und Zeichner Tony Avenarius betreibt ab 1861 in Köln eine lithographische Werkstatt. Für die Feier zur Vollendung des Kölner Doms am 16. Oktober 1880 schafft er die Original-Aquarellen des Historischen Festzugs sowie Lithographien zum Kölner Karneval. Er stirbt am 31. Januar in Köln.

2. Februar 1818

Zum frühest möglichen Termin findet der Rosenmontagszug statt. Dies wird erst wieder im Jahre 2285 der Fall sein.

6. Februar 1758

Johann Baptist Farina, Enkel des Eau-de-Cologne-Erfinders Johann Maria Farina, wird in Köln geboren. Er erbt das berühmte Stammhaus „Farina gegenüber dem Jülichs-Platz" und führt die 1709 gegründete Duftwasserfabrik als Fabrikant des Kölnisch Wassers fort. Als Mitglied des bürgerlichen Literaturkränzchens gehört er später zum Kreis um Ferdinand Franz Wallraf und Matthias Joseph de Noël, aus dem 1823 die Reform des Kölner Karnevals und der erste Rosenmontagszug hervorgehen.

10. Februar 1823

Unter dem Motto „Thronbesteigung des Helden Carneval" zieht der erste organisierte Kölner Rosenmontagszug in fünfzehn Gruppen rund um den Neumarkt. Ausgerichtet von der frisch gegründeten Grossen Karnevalsgesellschaft unter Präsident Heinrich von Wittgenstein, gibt der Umzug dem Brauchtum erstmals feste Form. Den „Held Carneval", Vorläufer des heutigen Prinzen, verkörpert der Kaufmann Emanuel Zanoli — Geburtsstunde des organisierten Kölner Karnevals.

11. Februar 1991

In Köln fällt der Rosenmontagszug aus, weil die Karnevalsvereine den Straßenkarneval wegen des Zweiten Golfkriegs absagen. Statt des Zuges ziehen Mitglieder der Kölner Stunksitzung und tausende Menschen in einem spontanen Geisterzug durch die verschneite Innenstadt. Der WDR nennt die Aktion „Woodstock der Pappnasen". Aus ihr geht der wiederbelebte Kölner Geisterzug hervor.

15. Februar 1901

Der Komponist und Sänger Jupp Schmitz wird in Köln geboren. Er komponierte u.a. "Wer soll das bezahlen", "Am Aschermittwoch ist alles vorbei" und "Es ist noch Suppe da". Ihm zu Ehren wurden in Köln eine Skulptur, die ihn sitzend am Klavier darstellt, errichtet und ein Platz nach ihm benannt.

16. Februar 1939

In der Kölner Altstadt wird der Willi-Ostermann-Brunnen eingeweiht.

25. Februar 2020

Marie-Luise Nikuta, geboren als Marie-Luise Oberbrinkmann in Köln-Nippes, stirbt am Karnevalsdienstag in Köln. Die Mundartsängerin, Texterin und Komponistin schreibt über 160 Karnevalslieder und liefert jahrzehntelang das jährliche Mottolied für den Kölner Karneval. Als „Königin des Mottolieds" prägt sie den Kölner Karneval. Sie wird auf dem Melaten-Friedhof beigesetzt.

28. Februar 1927

In Köln wird erstmals seit Ende des Ersten Weltkriegs wieder ein Rosenmontagszug veranstaltet.

29. Februar 1992

Der erste Kölner Geisterzug findet statt.

5. März 1341

Der Karneval wird im Eidbuch des Kölner Rats erstmals erwähnt.

10. März 1922

Das Traditionskorps "Die Altstädter Köln 1922" wird gegründet.

15. März 1936

Hans Süper wird in Köln geboren. Er bildete von 1975 bis 1990 zusammen mit Hans Zimmermann ("du EI") das "Colonia-Duett". Das Instrument, das Hans Süper auf der Bühne spielte, war die "Flitsch", eine Mandoline.

11. April 2023

Lotti Krekel stirbt mit 81 Jahren in Köln, wo sie 1941 geboren wurde. Ab 1958 gehört sie zum Ensemble des Millowitsch-Theaters, ab 1969 singt sie auch auf Kölsch. Einem breiten Publikum ist sie aus der WDR-Serie „Die Anrheiner“ bekannt, in der sie in fast 400 Folgen spielt. Ihr Grab liegt auf dem Melaten-Friedhof.

13. April 1921

Nahe dem Friesenplatz wird Toni Steingass geboren, der später als Komponist und Texter des Kölner Karnevals bekannt wird. 1946 gründet er das Steingass-Terzett und schreibt überwiegend kölsche Mundartlieder; sein Werkverzeichnis umfasst 419 Titel. 1977 erhält er die Willi-Ostermann-Medaille in Gold.

13. April 2005

Johann Maria Wolfgang Farina stirbt in Köln. Der Eau-de-Cologne-Fabrikant ist ein Nachfahre des Gründers der ältesten Eau-de-Cologne-Fabrik, Johann Maria Farina gegenüber dem Jülichs-Platz, gegründet 1709. 1952 wird er als Johann Maria I. mit 24 Jahren der bis heute jüngste Prinz Karneval von Köln und wirft 120.000 Fläschchen Kölnisch Wasser in den Rosenmontagszug.

20. April 1797

Heinrich von Wittgenstein wird geboren. Er war der erste Präsident des Festkomitees Kölner Karneval von 1823 e.V. in Köln sowie im Jahre 1842 der erste Präsident des Zentral-Dombau-Verein zu Köln. Im Jahr 1848 wurde er Regierungspräsident in Köln.

10. Mai 1946

Der Texter und Liedermacher in Kölner Liedern, Hans Knipp, wird in Köln-Mülheim geboren. Er verfasste u.a. zahlreiche Texte für die Gruppe Bläck Fööss.

26. Mai 1970

Der Karnevalist und Büttenredner Karl Küpper ("D´r Verdötschte") verstirbt in Köln.

3. Juni 1886

In Köln wird Max Salomon geboren, Karnevalist und Kabarettist. 1922 gründet er mit seinem Bruder Willi den Kleinen Kölner Klub, den einzigen jüdischen Karnevalsverein der Stadt. Als Büttenredner tritt er mit der Figur der „Kölsche Marktfrau“ auf. 1977 stirbt er im US-Exil in Los Angeles.

7. Juni 1935

Der Lehrer Heinrich Welsch verstirbt in Köln. Zeit seines Lebens setzt sich Welsch für die Mittellosen und Benachteiligten in Köln ein und gründet im Jahre 1905 in Köln-Kalk eine Hilfsschule. Verewigt wird er in dem Karnevalslied "In d'r Kayjass Nummer Null".

19. Juni 2005

Das Kölner Karnevalsmuseum wird in Köln-Braunsfeld eröffnet.

12. Juli 1921

Geburt des Politikers Jan Brügelmann. Er war von 1979 bis 1984 Bürgermeister der Stadt Köln. Er war Mitgründer des Kölner Karnevalsmuseums und Vorsitzender im "Verein der Freunde des Kölnischen Stadtmuseums e.V.".

20. Juli 1970

Todestag des Krätzchensängers und Büttenredners Horst Muys. Er war bekannt als das "'enfant terrible" in den Kölner Sitzungssälen seiner Zeit, da er mit seinen weit unter die Gürtellinie zielenden Zoten den Unmut der Offiziellen auf sich zog, weswegen er 1968 mit einem Redeverbot belegt wurde. Doch schon 1969 durfte er wieder in den Kölner Sitzungssälen auftreten. Seinen größten Hit hatte er 1969 mit "Ene Besuch em Zoo" (Ein Besuch im Zoo). Sein Grab befindet sich auf dem Kölner Melatenfriedhof.

29. Juli 1938

Die Puppenspiele der Stadt Köln beziehen mit ihrem „Hänneschen"-Theater das neu errichtete Domizil am Eisenmarkt 2–4 in der Altstadt-Nord. Die 1802 von Johann Christoph Winters gegründete und 1925 verstädtlichte Stockpuppenbühne findet damit ihre bis heute gespielte Heimat. Als älteste fest bespielte Puppenbühne im deutschsprachigen Raum gehören Hänneschen, Bärbelchen und Tünnes längst zum kölschen Selbstverständnis.

1. August 1902

Der 1833 in Aachen geborene Karl Ferdinand Thewalt ist von 1865 bis 1901 Beigeordneter der Stadt Köln und dort für Handels-, Technik- und Kulturfragen zuständig. Als Vorsitzender der Gürzenich-Kommission vermittelt er 1888 zwischen den zerstrittenen Karnevalsgesellschaften; aus dem dabei gebildeten Maskenzug-Comité geht das heutige Festkomitee hervor. Seine Kunstsammlung wird 1903 bei Lempertz versteigert. Er stirbt am 1. August in Köln.

5. August 1862

Der in Bonn getaufte Schneider Johann Christoph Winters gründet 1802 in der Kölner Lintgasse ein Puppentheater, aus dem das Hänneschen-Theater mit den Figuren Hänneschen, Bärbelchen, Tünnes und Schäl hervorgeht. Das Haus gilt als erste feste Bühne Kölns. Winters stirbt mittellos in Köln und wird in einem Armengrab auf dem Melatenfriedhof beigesetzt; die genaue Grabstelle ist nicht mehr bekannt. 2002, zum 200-jährigen Bestehen des Theaters, wird ihm dort eine Gedenkstele gesetzt.

6. August 1936

Willi Ostermann stirbt im Krankenhaus Lindenburg. Zehntausende säumen die Straßen Kölns auf dem Trauerzug vom Neumarkt zum Melatenfriedhof am 10.8.1936.

8. August 1865

Wilhelm Räderscheidt wird in Köln geboren. Er arbeitet als Lehrer, leitet zuletzt die Kölner Handelsschule und gehört zeitweise der Stadtverordnetenversammlung an. Daneben schreibt er kölsche Gedichte, Karnevalslieder und Stücke für das Hänneschen-Puppenspiel. 1913 wird er Ehrenmitglied des Heimatvereins Alt-Köln, 1925 erscheint seine Gedichtsammlung „Ohm Will“. Er stirbt 1926 in Köln.

13. August 2005

Der berühmte Kölner Karnevalist und Büttenredner Hans Bolz ("Et Botterblömche") verstirbt in Krefeld.

14. August 1880

Die Kreuzblume des Südturmes wird fertiggestellt. Der Schlussstein wird aber erst zur Feier der Vollendung des Domes am 15. Oktober 1880 eingesetzt.

27. August 1959

Der Kabarettist, Autor und Fernsehmoderator Jürgen Becker wird in seiner Heimatstadt Köln geboren. Er gehört 1983 zu den Mitgründern der Kölner Stunksitzung und ist von 1984 bis 1995 deren Präsident. Ab 1991 moderiert er beim Westdeutschen Rundfunk 28 Jahre lang die Sendung „Mitternachtsspitzen“, die weiterhin monatlich aus dem Alten Wartesaal in Köln kommt.

2. September 1937

Der berühmte Kölner Karnevalist und Büttenredner Hans Bolz ("Et Botterblömche") wird in Krefeld geboren.

5. September 1905

Der Volkssänger Willy Schneider wird in Köln geboren. Er sang u.a. "Man müßte nochmal 20 sein" und "Schütt die Sorgen in ein Gläschen Wein".

9. September 1835

Der Karnevalist und Büttenredner Maria Heinrich Hoster wird in Köln geboren. Er war Mitbegründer der "Kölner Narrenzunft von 1880". Maria Heinrich Hoster wurde vor allem weit über die Grenzen Kölns hinaus bekannt für seine Büttenreden als "Tillekatessenhändler Här Antun Meis".

12. September 1650

Der Kölner Volksheld Jan von Werth verstirbt im böhmischen Benatek, wo er auch beerdigt ist.

1. Oktober 1876

Der Komponist der berühmtesten Karnevalslieder, Willi Ostermann, wird in Mülheim (heute Köln) geboren. Aus seiner Feder stammen so bekannte Titel wie "Och wat wor dat fröher schön doch en Colonia", "Et Stina muß 'ne Mann han!", "Kut erop! Kut erop! Kut erop!" und natürlich "Heimweh nach Köln - Ich mööch zo Foß noh Kölle jonn",sein bekanntestes Werk, welches er auf dem Totenbett komponierte. Zu seinen Ehren wurde am 16. Februar 1939 in der Kölner Altstadt der Willi-Ostermann-Brunnen eingeweiht.

19. Oktober 2011

In Köln stirbt Jean Jülich, Edelweißpirat der Ehrenfelder Gruppe und späterer Gastronom. Mit 13 Jahren schließt er sich der Kölner Jugendgruppe im Widerstand gegen das NS-Regime an; 1944 verhaftet ihn die Gestapo und sperrt ihn ins EL-DE-Haus, aus dem er erst im März 1945 freikommt. Nach dem Krieg betreibt er die Musikkneipe Blomekörvge, in der die Bläck Fööss und BAP auftreten. 1984 ehrt ihn Yad Vashem als Gerechten unter den Völkern, 1991 erhält er das Bundesverdienstkreuz.

31. Oktober 1942

Der Komponist Hans Otten ("Du kannst nicht treu sein") verstirbt in Köln.

2. November 1905

Der Kölner Büttenredner Karl Küpper ("D´r Verdötschte"- etwa "Der Bekloppte") wird in Köln geboren. Karl Küpper machte sich oft über die Nationalsozialisten lustig, so hob er z.B. die rechte Hand zum Hitlergruß und fragte das Publikum "Es et am rähne?" (regnet es?) oder attestierte: "Su huh litt bei uns dr Dreck em Keller." ( So hoch liegt bei uns der Dreck im Keller). Das Regime belegte Karl Küpper mit einem lebenslangen Redeverbot und er mußte sich täglich bei der Gestapo melden. Um der drohenden Verhaftung zuvorzukommen, meldete sich Küpper freiwillig zum Dienst in der Wehrmacht. Nach Aufhebung seines Redeverbots wurde er im Fronttheater eingesetzt. Nach dem Krieg war Karl Küpper wieder als Büttenredner im Karneval tätig. Er verstarb am 26. Mai 1970 in Köln.

7. November 1949

In Köln-Junkersdorf stirbt Wilhelm Schneider-Clauß, Kölner Mundartdichter, geboren als Wilhelm Schneider am 29. Januar 1862 in Köln. 1908 erscheint sein Roman „Alaaf Kölle", der einzige vollständig auf Kölsch verfasste Roman. Zweimal steht er der Karnevalsgesellschaft Kölsche Funke rut-wieß vun 1823 als Präsident vor.

11. November 1749

Caspar Josef Carl von Mylius zum Kommandanten der Stadtsoldaten ernannt. Nach seinem Tod 1831 fand man in seinem Nachlass die nachweislich älteste handgeschriebene Textfassung des "Treuen Husars".

12. November 1381

Graf Adolph von Kleve gründet gemeinsam mit 35 Rittern die „Geselschap van den Gecken“, die als erste Karnevalsgesellschaft der Welt gilt.

18. November 1849

Der Kunstsammler und Mundartdichter Matthias Joseph de Noël stirbt in Köln. Als Nachlassverwalter Ferdinand Franz Wallrafs betreut er dessen Sammlungen und bereitet damit das spätere Wallraf-Richartz-Museum vor. Daneben schreibt er Gedichte und Schwänke im Kölner Dialekt und wirkt 1823 an der Wiederbelebung des Kölner Karnevals mit. Seine eigenen Sammlungen gehen nach seinem Tod an die Stadt.

3. Dezember 2022

Hans Süper junior, 1936 in Köln geboren, stirbt am 3. Dezember im Alter von 86 Jahren in seiner Heimatstadt. Von 1974 bis 1990 tritt der Musiker und Komiker mit seiner „Flitsch", der kölschen Mandoline, zusammen mit Hans Zimmermann als Colonia Duett im Kölner Karneval auf.

11. Dezember 1832

Emanuel Ciolina Zanoli stirbt in Köln, wo er 1796 auch getauft wird. Ab 1823 übernimmt er im Maskenzug erstmals die neu geschaffene Rolle des „Helden Carneval" und füllt sie bis 1829 aus; damit gilt er als erster Kölner Karnevalsprinz. Zugleich leitet er seit 1818 das Familienunternehmen seines Onkels Carl Arnold Zanoli, einen führenden Hersteller von Kölnisch Wasser.

16. Dezember 1905

Gründung der Prinzen-Garde, die wegen ihrer Uniformen in Köln "Mählsäck" ("Mehlsäcke") genannt werden.

28. Dezember 1782

Matthias Joseph de Noël wird am 28. Dezember in Köln geboren, wo er als Kaufmann arbeitet, malt und Altertümer sowie Kunsthandwerk sammelt. 1828 bestellt ihn der Stadtrat zum ersten Konservator des städtischen Museums Wallrafianum. Als Nachlassverwalter Ferdinand Franz Wallrafs und Mitglied des Festkomitees gehört er zu den Männern, die 1823 den Kölner Karneval neu ordnen. Nach seinem Tod 1849 kommen seine Sammlungen an die Stadt Köln.

28. Dezember 1924

Von den Kanzeln des Erzbistums Köln wird an diesem Sonntag ein Hirtenwort von Erzbischof Karl Joseph Kardinal Schulte verlesen, das sich gegen die Wiederbelebung des seit dem Ersten Weltkrieg ruhenden Kölner Karnevals richtet. Der Text verwirft das jecke Treiben als „Neuheidentum“ und Hedonismus. Viele Priester geben ihn schon vor dem angeordneten Termin bekannt. Aufhalten läßt sich die Rückkehr nicht: Im Jahr darauf laufen die Sitzungen wieder an, 1927 zieht der Zoch erneut durch die Straßen.

29. Dezember 1942

Am 29. Dezember kommt in Köln der Musiker Heinz Ganss zur Welt, der später unter dem Namen King Size Dick bekannt wird. Er singt in kölscher Mundart und gehört zum Umfeld der Bläck Fööss. Für sein Schaffen wird ihm die Willi-Ostermann-Medaille des Kölner Karnevals verliehen.

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