Ereignisse zum Thema: Kriege Aufstände
6. Januar 1945
Im Zweiten Weltkrieg wird die Kölner Südbrücke durch Bomben zerstört.
14. Januar 1814
Nach 20 Jahren Besatzungszeit verlassen die französischen Truppen Köln.
15. Januar 1814
Preußische Truppen marschieren in Köln ein. Die Stadt wird kampflos übergeben.
26. Januar 1398
Der Anführer der patrizischen Partei der Greifen, Hilger Quattermart von der Stesse, der im Kölner Schöffenkrieg gegen die erzbischöflichen Schöffen des Hochgerichts vorging, wird in Köln zum Schafott geführt und enthauptet.
31. Januar 1926
In der Nacht zum 1. Februar wird die Räumung der 1. alliierten Besatzungszone, des Kölner Brückenkopfs, abgeschlossen. Nach gut sieben Jahren verlassen die letzten Besatzungstruppen das Kölner Gebiet. Köln bildet nach dem Ersten Weltkrieg das Zentrum der britischen Besatzungszone; der Abzug wird mit Befreiungsfeiern auf dem Vorplatz des Doms begangen.
2. Februar 1189
Der dritte Kreuzzug bricht in Köln Richtung Jerusalem auf.
14. Februar 1943
Brandbomben eines alliierten Luftangriffs setzen die Baracken des Deportationslagers am Fort V in Köln-Müngersdorf in Brand. 25 französische Zwangsarbeiter kommen dabei ums Leben. Das Fort V nutzen die Nationalsozialisten seit 1941 als zentrales Sammel- und Deportationslager für die Juden Kölns und des Rheinlands. Der Angriff trifft damit einen Ort der Kölner Verfolgungsgeschichte.
16. Februar 1377
Der Schöffenkrieg zwischen der Stadt Köln und Erzbischof Friedrich von Saarwerden wird beendet. Während des Konflikts verhängte Kaiser Karl IV. die Reichsacht über Köln.
21. Februar 1388
Der Kölner Erzbischof Friedrich III. von Saarwerden übersendet Dortmund einen Fehdebrief, der zum großen Dortmunder Fehdekrieg führt.
26. Februar 1943
Britische Bomber werfen 1014 Tonnen Bomben auf Köln.
28. Februar 1945
Die Hindenburgbrücke, auch "Deutzer Hängebrücke" genannt, bricht bei der Reparatur von Kriegsschäden zusammen.
1. März 1915
Wegen des 1. Weltkrieges werden erstmals Frauen als Schaffnerinnen bei den Kölner Verkehrs-Betrieben zugelassen.
1. März 1945
Die Nazis ordnen die Evakuierung Kölns an.
2. März 1945
Die Royal Air Force (RAF) greift Köln zum letzten Mal an. Dabei werden 858 Bomber eingesetzt.
2. März 1945
Letzter Bombenangriff der Royal Air Force auf Köln mit 858 Bombern in zwei Wellen.
3. März 1848
Eine vor preußischen Truppen Schutz suchende Menschenmenge versammelt sich vor dem Kölner Rathaus. Von Panik ergriffen springen zwei Stadträte aus dem Fenster. Dies ist als "Kölner Fenstersturz" in die Geschichte eingegangen.
6. März 1945
Die 3. U.S. Panzerdivision erobert das linksrheinische Köln. Einmarsch des VII. Korps der 1. amerikanischen Armee.
6. März 1945
Deutsche Pioniere sprengen die letzte intakte Kölner Rheinbrücke, die Hohenzollernbrücke.
6. März 1945
Einnahme des linksrheinischen Kölns durch die 3. US-Panzerdivision. Bis März 1945 hatten die Kölnerinnen und Kölner 1.122 Fliegeralarme durchgestanden, die mindestens 20.000 Tote forderten.
7. März 1936
Wehrmachtstruppen marschieren über die Hohenzollernbrücke in Köln ein. Die "Rheinlandbefreiung" stellt einen Bruch des Vertrags von Versailles dar.
9. März 1945
Die US-amerikanische Militärregierung wird in Köln etabliert.
21. März 1745
Im Reichskrieg gegen den Herzog von Burgund läßt Kaiser Friedrich III seine Armee in Köln einrücken.
1. April 1583
Der Kölner Erzbischof Gebhard Truchsess von Waldburg-Trauchburg wird nach seiner Heirat mit der evangelischen Gräfin Agnes von Mansfeld von Papst Gregor XIII. exkommuniziert. Die Heirat ist der Auslöser für den Truchsessischen Krieg.
5. April 1642
Jan von Werth wird aus französischer Gefangenschaft, die 4 Jahre dauerte, entlassen. Er wird gegen den schwedischen General Gustaf Graf Horn ausgetauscht.
5. April 1795
Frankreich annektiert das linke Rheinufer, wodurch u.a. die Reichsstädte Köln und Aachen französisch werden.
10. April 1945
Nach Artilleriekämpfen und dem Bau von Panzersperren durch den Volkssturm ziehen sich die letzten deutschen Soldaten aus Köln-Höhenhaus zurück. Vier Tage später marschieren amerikanische Truppen in den rechtsrheinischen Vorort ein. Das linksrheinische Köln ist seit Anfang März besetzt; rechts des Rheins dauern die Kampfhandlungen gut fünf Wochen länger.
12. April 1074
Der Aufstand gegen Erzbischof Anno II. beginnt. Anno II mußte durch eine Lücke in der Kölner Stadtmauer fliehen ("Annoloch"). Wenige Tage später startet er von Neuss kommend einen Gegenschlag und nahm furchtbare Rache an den Aufständischen.
12. April 1096
Der Mönch Peter der Einsiedler aus Amiens versammelt seine Kreuzzugsarmee in Köln, wo er weitere Teilnehmer gewinnen will. Als er Köln verläßt folgen ihm ca. 20.000 Mann.
12. April 1945
Köln wird vollständig von den Amerikanern eingenommen.
14. April 1945
Vollständige Besetzung der rechtsrheinischen Stadtteile durch US-Truppen.
18. April 1929
In einer ehemaligen Kaserne an der Barbarastraße in Köln-Riehl wird der Widerstandskämpfer Jean Jülich geboren. Als Jugendlicher gehört er zu den Edelweißpiraten, einer nonkonformen Gruppe rund um den Manderscheider Platz in Sülz. Die Gestapo verhaftet ihn 1944. Die Gedenkstätte Yad Vashem ehrt ihn später als Gerechten unter den Völkern; nach dem Krieg bleibt er als Karnevalist und Zeitzeuge eine bekannte Kölner Stimme.
21. April 1945
Kaum im rechtsrheinischen Köln angekommen, beginnen Pioniere des US Army Corps of Engineers mit dem Bau einer Pontonbrücke in der Verlängerung der Schönhauser Straße in Bayenthal hinüber zu den Poller Wiesen, südlich der zerstörten Südbrücke. Der neun Meter breite Notübergang ersetzt provisorisch die gesprengten Rheinbrücken und geht im Juni in Betrieb. Im Volksmund heißt er bald schlicht „Amerikaner-Brücke".
12. Mai 1940
Erster alliierter Luftangriff auf Köln durch britische Bomber.
13. Mai 1940
Der erste Luftangriff britischer Bomber auf Köln.
18. Mai 1918
Am Pfingstsamstag greifen britische Flugzeuge bei Tag die Kölner Innenstadt an und werfen Bomben auf die Stadt. Mit über 40 Toten zählt der Angriff zu den schwersten Luftangriffen auf Köln im Ersten Weltkrieg. Oberbürgermeister Konrad Adenauer besucht die Verletzten im Krankenhaus.
20. Mai 1369
Nachdem 3 Ratsherren sich dem Druck beugen und in Haft begeben, werden 8 weitere Ratsmitglieder zum gleichen Schritt aufgefordert: In Köln beginnt am Pfingsttag der erste Weberaufstand.
22. Mai 1945
Neben der zerstörten Deutzer Hängebrücke eröffnet eine hölzerne US-Behelfsbrücke über den Rhein, die Kölns Altstadt mit dem rechtsrheinischen Deutz verbindet. Wegen der vielen Pfähle im Rheinbett heißt sie im Volksmund Tausendfüßler-Brücke; benannt ist sie nach dem in Frankreich gefallenen US-General Lesley J. McNair. Über sie fließen zugleich Wasser und Strom in die Altstadt. Schon Anfang 1946 muss sie wegen Auskolkung der Holzpfähle für den Fahrverkehr gesperrt werden.
24. Mai 1805
In Köln kommt der Schriftsteller und Politiker Jacob Venedey zur Welt. Sein Vater Michel Venedey wirbt in der französisch beherrschten Stadt für die Freiheitsideen der Zeit. Der Sohn wird später Demokrat, gehört zu den Wortführern der Revolution von 1848/49 und sitzt in der Frankfurter Nationalversammlung.
29. Mai 1288
Am 29. Mai beginnt die Belagerung der Burg Worringen, die heute ein Kölner Stadtteil ist. Verbündete unter Herzog Johann I. von Brabant schließen die Burg ein; das Belagerungsgerät stammt vor allem aus Köln, dessen Bürger unter eigener Standarte mitziehen. Wenige Tage später beendet die Schlacht die Vormacht der Kölner Erzbischöfe im Nordwesten des Reichs und begründet die faktische Unabhängigkeit der Stadt.
31. Mai 1942
Der 1000 Bomber Angriff auf Köln (Operation Millennium). In der Nacht vom 30. auf den 31. Mai 1942, bei dem die Royal Air Force (RAF) erstmals über 1000 Bomber (exakt 1047) gleichzeitig einsetzt, werden weite Teile der Stadt zerstört. Die ersten Flugzeuge sind um 00:47 Uhr am Kölner Nachthimmel zu sehen. Insgesamt werden 1455 Tonnen Bomben abgeworfen.
2. Juni 1683
Kölner Bürgerwehren und Gaffeln greifen zu den Waffen und besetzen das Rathaus.
5. Juni 1288
Im Streit um die Limburger Erbfolge kommt es zwischen Siegfried von Westerburg, Erzbischof von Köln, und Herzog Johann I. von Brabant auf der Fühlinger Heide zur Schlacht von Worringen, in der die Kölner Bürger sich auf die Seite des Herzogs schlagen und sich ihre Freiheit von der erzbischöflichen Stadtherrschaft erkämpfen.
9. Juni 1815
Der Wiener Kongress beschließt die Besetzung Kölns durch preußische Truppen.
18. Juni 1940
Im Zweiten Weltkrieg fallen die ersten Bomben auf Kölner Stadtgebiet.
21. Juni 1945
Die Militärregierung der Amerikaner übergibt das Kommando an die Briten.
28. Juni 1943
Beginn des sogenannten „Peter-und-Paul-Angriffs“ auf Köln.
29. Juni 1943
Bei einem Bomberangriff werden über 4000 Kölner getötet.
30. Juni 1641
Der spätere General und Heerführer Meinhard von Schomberg wird in Köln geboren. Als Duke of Schomberg and Leinster in englischen Diensten verstirbt er am 15. Juli 1719 in Hillingdon, Middlesex. Er ist ein direkter Vorfahr der britischen Prinzessin Lady Diana Spencer.
25. Juli 1205
Die welfische Partei erhebt Bruno von Sayn, zuvor Propst von St. Mariengraden in Köln, zum Erzbischof von Köln; Papst Innozenz III. hatte seinen Vorgänger Adolf von Altena abgesetzt. Im staufisch-welfischen Thronstreit hält allein die belagerte Stadt Köln zu ihm; 1206 gerät er in Gefangenschaft. Er stirbt 1208 auf Burg Blankenberg an der Sieg und wird im Kölner Dom bestattet.
27. Juli 1180
Durch einen Vergleich mit Erzbischof Philipp wird dem Bau der Stadtbefestigung der Weg geebnet. Der Vertrag wird am 11. August von Kaiser Friedrich I. bestätigt.
9. August 1843
Die Unternehmerin Maria Clementine Martin, Erfinderin des "Klosterfrau-Melissengeist", verstirbt in Köln. Sie war bis zur Auflösung ihres Klosters Nonne und 1815 im Dienste von Feldmarschalls Blücher bei der Schlacht von Waterloo als Krankenschwester tätig. Im Jahre 1826 gründete sie ein Unternehmen mit dem Namen "Maria Clementine Martin Klosterfrau" und bezog ihre Räume am Kölner Dom.
13. August 1583
Das damals noch zum Herzogtum Berg gehörige Dünnwald wird im Truchsessischen Krieg geplündert und niedergebrannt.
24. August 1349
Die Kölner Judengemeinde wird bei einem Pestpogrom ausgelöscht.
28. August 1914
Der Kleine Kreuzer "SMS Cöln" wird beim Seegefecht bei Helgoland versenkt. Dabei sterben der erste Führer der Torpedoboote, Konteradmiral Leberecht Maaß; der Kommandant, Fregattenkapitän Hans Meidinger sowie 21 Offiziere und 484 Unteroffiziere und Mannschaften. Der einzige Überlebende, Oberheizer Neumann, wird aus dem Kutter, der jetzt in der Eigelsteintorburg hängt, durch ein Torpedoboot gerettet.
2. September 1875
Auf dem Melaten-Friedhof wird das Kriegerdenkmal und Soldaten-Grabmal für rund 250 deutsche Soldaten eingeweiht, die während des Deutsch-Französischen Krieges 1870/71 in Kölner Lazaretten sterben. Der etwa zehn Meter hohe Bau im Neorenaissance-Stil geht auf den Kölner Bildhauer Johann Nothen zurück; die bis zum Zweiten Weltkrieg aufgesetzte Germania-Figur stammt von Anton Werres. Die Inschrift lautet: „Zum Andenken an die zu Cöln in Folge des Krieges 1870/71 verstorbenen Söhne Deutschlands".
12. September 1650
Der Kölner Volksheld Jan von Werth verstirbt im böhmischen Benatek, wo er auch beerdigt ist.
21. September 1914
Der Kutter des "Kleinen Kreuzer SMS Cöln", der jetzt in der Eigelsteintorburg hängt, wird im Hofraum des Neuen Rathauses am Elogiusplatz ausgestellt.
27. September 1927
In Köln wird Fritz Theilen geboren, der als Jugendlicher zur Ehrenfelder Gruppe der Kölner Edelweißpiraten gehört. Er gründet eine eigene Gruppe, die sich am Takuplatz in Köln-Ehrenfeld trifft. 1943 sperrt ihn die Gestapo im EL-DE-Haus ein; nach der Flucht überlebt er im Untergrund und entkommt später aus einem Außenlager des KZ Dachau. Als Zeitzeuge berichtet er jahrzehntelang über die Edelweißpiraten.
1. Oktober 1944
Auf Anordnung der Nazis werden in Köln die Schulen geschlossen.
6. Oktober 1794
Einzug der französischen Truppen in Köln. Die Stadt wird kampflos an den Befehlshaber des linken Flügels der Rheinarmee, Jean-Étienne Championnet, übergeben. Ungefähr 12.000 französische Soldaten marschierten durch die Hahnen-Pforte ein.
8. Oktober 1914
Erstmals fallen Bomben auf Köln: Der britische Pilot Spenser Grey wirft im Ersten Weltkrieg zwei Sprengkörper über der Stadt ab. Eine detoniert nahe der Gasanstalt in Ehrenfeld, die andere bleibt ein Blindgänger; der anvisierte Luftschiffhangar wird verfehlt. Es ist der erste Luftangriff der Geschichte auf Köln.
14. Oktober 1268
In der Nacht auf den 15. Oktober versuchen die aus Köln verbannten Patrizier der Weisen, mit Söldnern durch einen unter die Stadtmauer gegrabenen Stollen bei der Ulrepforte in die Stadt einzudringen. Am Abend wird der Angriff bemerkt; die Bürger unter Führung der Overstolzen schlagen ihn zurück. Der Sieg an der Ulrepforte, einem bis heute erhaltenen Tor der Stadtmauer, sichert die städtische Selbständigkeit gegen Erzbischof Engelbert von Falkenburg.
24. Oktober 1642
Im Dienste des Kölner Kurfürsten Erzbischofs Ferdinand von Bayern nimmt Jan von Werth mit seinen Truppen Düren ein.
26. Oktober 1946
Bei der ersten Volkszählung nach dem Krieg wird eine Einwohnerzahl von 490.000 Personen ermittelt.
30. Oktober 1944
In der Nacht zum 31. Oktober wird Köln erneut schwer bombardiert. Kloster und Kirche des Karmel Maria vom Frieden an der Dürener Straße in Lindenthal werden restlos zerstört; dabei stirbt Schwester Johanna a cruce. In diesen Karmel war Edith Stein 1933 eingetreten. Auch die Ehrenfelder Kirche St. Mechtern brennt bis auf Turm- und Malereireste aus, und das Chemische Institut der Universität im Fort I bleibt als offene Ruine zurück.
20. November 1371
Schlacht zwischen dem engen Rat, der Richerzeche und der Gaffeln einerseits und den Webern auf der gegnerischen Seite. Der als "Weberschlacht" am Waidmarkt ausgetragene Konflikt endet mit der Niederlage der Weber.
27. November 1927
Bartholomäus „Barthel“ Schink wird in Köln geboren. Als 16-Jähriger gehört er der Ehrenfelder Gruppe an, einem Kölner Widerstandskreis aus dem Umfeld der Edelweißpiraten, der untergetauchte Zwangsarbeiter, Juden und Deserteure versteckt und Sabotageaktionen verübt. Am 10. November 1944 wird er mit zwölf weiteren Mitgliedern der Gruppe am Bahnhof Köln-Ehrenfeld ohne Gerichtsverfahren öffentlich gehängt.
28. November 1263
Die Bürger Kölns unter der Führung der Familie Overstolz schlagen Einheiten des Erzbischofs Engelbert II. von Falkenburg bei einer Schlacht an der Ulrepforte in Köln.
10. Dezember 1918
Die 1. und 2. Kanadische Division erreicht Köln.
19. Dezember 1918
In Köln wird das Hauptquartier der britischen Besatzung errichtet.
22. Dezember 1632
Schwedische Truppen dringen in Deutz ein. Bei einem Unfall explodieren die Pulvervorräte in der Pfarrkirche St. Urban. Die zuvor noch neutralen Kölner wehren sich. Überrascht vom Widerstand der Kölner ziehen die Schweden noch am selben Tag ab.