Ereignisse zum Thema: Literatur
3. Januar 1518
Hermann von Weinsberg kommt in Köln zur Welt und wächst im namensgebenden Haus Weinsberg am Waidmarkt auf. Dreizehnmal sitzt er für die Gaffel Schwarzhaus im Rat, wirkt als Kirchmeister von St. Jakob und gelegentlich als Advokat. Vor allem aber hinterlässt er das nach ihm benannte „Buch Weinsberg", eine über 7.000 Seiten umfassende Selbstaufzeichnung, die bis heute als eine der wichtigsten Quellen zur Kölner Stadtgeschichte des 16. Jahrhunderts gilt.
29. Januar 1862
In der Großen Witschgasse in Köln kommt Wilhelm Schneider-Clauß zur Welt, der bedeutendste Vertreter der kölschen Mundartliteratur. Als Studienrat unterrichtet er in Lindenthal, verfaßt zugleich Gedichte, Erzählungen und Theaterstücke im Kölschen und schreibt mit „Alaaf Kölle" den einzigen vollständig in Mundart gehaltenen Roman. Er gründet die Schneider-Clauß-Bühne und prägt als Präsident der Kölschen Funke rut-wieß das närrische Brauchtum der Stadt.
5. März 1905
Der Forstwissenschaftler Fritz Schwerdtfeger wird in Köln geboren. In seinem Werk "Die Waldkrankheiten. Ein Lehrbuch der Forstpathologie und des Forstschutzes", herausgegeben 1944, beschrieb Fritz Schwerdtfeger den kranken Wald in seiner Gesamtheit. Er war Mitbegründer der Fachrichtung Populationsökologie.
19. März 1789
In Köln wird Eberhard von Groote geboren, Germanist, Schriftsteller und Politiker der Romantik. 1815 holt er im Auftrag Blüchers die von Frankreich geraubten rheinischen Kunstschätze zurück. Als Präsident der Kölner Armenverwaltung und Abgeordneter des Rheinischen Provinziallandtags prägt er über Jahrzehnte das städtische Leben; als Mediävist ediert er mittelalterliche Dichtung.
26. Mai 1799
Der schlesische Dichter und Maler August Kopisch wird in Breslau geboren. Sein 1836 erschienenes Gedicht „Die Heinzelmännchen zu Köln" macht die alte Kölner Sage von den heimlich werkelnden Hausgeistern weithin bekannt. Zu seinem hundertsten Geburtstag stiftet der Cölner Verschönerungsverein den Heinzelmännchenbrunnen Am Hof unweit des Doms, gestaltet von den Dombildhauern Edmund und Heinrich Renard.
11. Juli 1901
Der kölsche Buchautor und Stadtrat Peter Fröhlich wird in Köln geboren.
16. Juli 1985
Der in Köln geborene Literaturnobelpreisträger Heinrich Böll verstirbt in Kreuzau-Langenbroich.
23. August 1499
Eines der frühesten Werke des Kölner Druckwesens, die „Koelhoffsche Chronik“, wird veröffentlicht.
17. November 1587
Joost van den Vondel wird in Köln geboren. Er gilt als einer der bedeutendsten Dichter des Goldenen Zeitalters der Niederlande. Ihm zu Ehren ist in der Kölner Südstadt eine Straße benannt.
18. November 1929
Julius Eduard Bennert stirbt in Köln. Der Kaufmann und Wahlkonsul Uruguays sammelt historische Instrumente und veröffentlicht 1881 die erste umfassende Geschichte der Zither. Unter dem Pseudonym Erasmus Schleicher schreibt er zudem Bühnenstücke, und als Numismatiker verfasst er Schriften über Bismarck-Medaillen. Seine Instrumentensammlung ist bis heute in Museen erhalten.
18. November 2015
In seiner Wahlheimat Köln stirbt der Schriftsteller und Drehbuchautor Dieter Bongartz. Für Filme und Bücher wie den verfilmten Kinderroman „Der zehnte Sommer" wird er dreimal für den Grimme-Preis nominiert. An der SK Stiftung Kultur leitet er eine Schreibschule für Jugendliche. Sein Ehrengrab findet er auf dem Kölner Melaten-Friedhof.
25. November 1982
Heinrich Böll wird Ehrenbürger der Stadt Köln.
9. Dezember 1859
Dem Freiheitsdichter Ernst Moritz Arndt wird die Ehrenbürgerwürde verliehen.
21. Dezember 1917
Heinrich Böll wird in Köln geboren. Er ist einer der bedeutendsten deutschen Schriftsteller der Nachkriegszeit. Im Jahr 1972 erhielt Böll den Nobelpreis für Literatur. 1974 erschien sein bekanntestes Werk "Die verlorene Ehre der Katharina Blum".