Ereignisse zum Thema: Medien

1. Januar 1956

Der WDR beginnt nach der Trennung vom NDR mit der Ausstrahlung eigener Radiosendungen.

4. Januar 1888

In Köln kommt als Tochter des Hutfabrikanten Adolf Zirker eine spätere Stimme des politischen Journalismus zur Welt. Milly Zirker schreibt für das Berliner „8-Uhr-Abendblatt" und verfaßt für „Die Weltbühne" zahlreiche Beiträge, meist unter dem Pseudonym Johannes Bückler. Als Vertraute Hellmut von Gerlachs geht sie ins Pariser Exil und wirkt an der Nobelpreis-Kampagne für Carl von Ossietzky mit. 1936 wird die Jüdin ausgebürgert, 1941 flieht sie in die USA.

10. Januar 1784

In Köln kommt der Buchdrucker und Verleger Marcus DuMont zur Welt. Durch Heirat übernimmt er die Schauberg'sche Druckerei samt der „Kölnischen Zeitung" und gründet den Verlag M. DuMont Schauberg, die Keimzelle der bis heute bestehenden Kölner Verlagsdynastie. Unter seiner Leitung steigt die „Kölnische Zeitung" zum einflußreichsten Presseorgan des Rheinlands auf. Die Familiengrabstätte liegt auf dem Melatenfriedhof.

23. Januar 1940

Armin Maiwald, Autor und einer der Initiatoren der "Sendung mit der Maus", wird in Köln geboren.

25. Januar 1976

Im WDR-Studio Köln-Bocklemünd geht der „Kölner Treff" mit Dieter Thoma und Alfred Biolek erstmals auf Sendung. Die Talkshow gilt als eine der ersten ihrer Art, in der neben Prominenten auch Privatleute zu Wort kommen. Biolek bleibt bis 1980, Thoma bis 1982. Nach Jahren der Pause kehrt das Format 2006 zurück und läuft bis heute am Freitagabend.

26. Januar 1977

Die Zeitschrift "Emma" wird erstmalig von Alice Schwarzer veröffentlicht.

29. Januar 1979

Der Schauspieler René Deltgen verstirbt in Köln.

4. Februar 1923

In Köln wird der Sportreporter Kurt Brumme geboren. Er zählt zu den Pionieren der westdeutschen Fußball-Radioreportage nach 1945 und leitet von 1963 bis 1988 die Hörfunk-Sportredaktion des Westdeutschen Rundfunks in Köln. Am 9. Mai 2005 stirbt er in seiner Geburtsstadt.

11. Februar 1998

Der Schriftsteller, Essayist und Kunstkritiker Albrecht Fabri, geboren als Albrecht Schmitz, stirbt in seiner Geburtsstadt Köln. Er studiert in Köln und Bonn Germanistik, Philosophie und Musikwissenschaft und schreibt für Kulturzeitschriften sowie für Funk und Fernsehen, vor allem den WDR. Mit Essaybänden wie „Der schmutzige Daumen“ (1948) und „Interview mit Sisyphos“ (1952) wird er bekannt. Er lebt zeitlebens in der Stadt und wird auf dem Südfriedhof bestattet.

19. Februar 1987

Claudia Doren, bürgerlich Edith Strasser, stirbt in Köln. Ab Dezember 1957 arbeitet die Fernsehansagerin mehr als drei Jahrzehnte für den WDR in Köln, vor allem als Ansagerin im ARD-Abendprogramm. 1964 und 1965 verliest sie die deutschen Jury-Stimmen beim Eurovision Song Contest. 1971 tritt sie in „Monty Pythons Fliegender Zirkus“ auf.

19. Februar 2013

Der Komponist, Bratschist und Rundfunkredakteur Manfred Niehaus stirbt in Köln, wo er auch geboren wird. Er studiert bei Bernd Alois Zimmermann und gehört der Gruppe 8 rheinischer Komponisten an. Von 1971 bis 1989 ist er Redakteur für Neue Musik in der Musikredaktion des WDR in Köln, ab 1978 leitet er die Jazz-Redaktion. Am Kölner Theater „Der Keller" arbeitet er als Regisseur.

20. Februar 2025

Der Schauspieler und Kabarettist Ernst H. Hilbich stirbt mit 93 Jahren in seinem Haus in Köln-Marienburg. Seit den 1970er Jahren lebt der in Siegburg geborene Künstler in Köln, spielt 1978 den Schneider Wibbel am Millowitsch-Theater und verkörpert von 1998 bis 2010 den Jupp Adamski in der WDR-Serie „Die Anrheiner". Verheiratet ist er mit der Kölner Schauspielerin Lotti Krekel. Bestattet wird er im Familiengrab auf dem Melaten-Friedhof.

25. Februar 1999

Els Vordemberge, geboren als Else Tintner in Wien, stirbt in Köln, wo sie seit 1926 lebt. 1927 wird sie bei der Westdeutschen Rundfunk AG angestellt und leitet den Kinderfunk. 1933 als Jüdin entlassen, überlebt sie die NS-Zeit in einer Mischehe und ab 1944 im Versteck. Nach dem Krieg übernimmt sie erneut die Leitung des Kinderfunks beim WDR. Beigesetzt wird sie auf Melaten.

2. März 1964

Die erste Ausgabe des Kölner "Express" wird veröffentlicht.

7. März 1971

Die "Lach- und Sachgeschichten für Fernsehanfänger" flimmern das erste Mal über den Bildschirm. Ein Jahr später wird der Titel zu "Die Sendung mit der Maus" umbenannt.

10. März 1920

Der Pianist, Komponist und Musikschriftsteller Otto Neitzel stirbt in Köln, wo er seit mehr als drei Jahrzehnten wirkt. Ab 1885 lehrt er am Kölner Konservatorium, 1887 übernimmt er zusätzlich den Musikteil der 'Kölnischen Zeitung' und schreibt fortan als deren Musikkritiker.

13. März 1912

Wilhelm Kweksilber kommt in Köln zur Welt; seine Eltern sind staatenlose Juden aus Russisch-Polen, die sich in der Stadt niedergelassen haben. Im April 1933 verläßt er Köln und geht nach Amsterdam, wo er ab 1935 unter dem Namen H. Wielek als Publizist und Kritiker arbeitet. Seine Eltern und seine Schwester werden 1943 verhaftet und in Sobibor beziehungsweise Auschwitz ermordet. 1948 wird er niederländischer Staatsbürger; von 1973 bis 1978 sitzt er in der Ersten Kammer.

19. März 1946

Die Erstausgabe der "Kölnischen Rundschau" erscheint.

20. März 1974

Janine Kunze kommt am 20. März in Köln zur Welt. Sie absolviert ihre Schauspielausbildung an der Arturo-Schauspielschule in Köln und München und wird durch ihre Rolle in der Comedyserie „Hausmeister Krause – Ordnung muss sein“ (1999–2010) bekannt. Von 2004 bis 2015 moderiert sie die Karnevalssendung „Karnevalissimo“.

21. März 1998

Tommy Engel ist zum ersten Mal als Jaco Kließ in der WDR-Serie "Die Anrheiner" zu sehen.

22. März 1920

Der Schauspieler Werner Klemperer wird in Köln geboren. Bekannt wurde er durch die Rolle des trotteligen Oberst Wilhelm Klink in der US-Serie "Ein Käfig voller Helden" (Hogan’s Heroes). Diese Rolle spielte er von 1965 bis 1971 und wurde dafür fünfmal für den Emmy nominiert, den er 1968 und 1969 gewann. Werner Klemperer verstarb am 6. Dezember 2000 in New York.

29. März 1927

In Köln kommt der Verleger Alfred Neven DuMont zur Welt, der das Kölner Pressewesen über Jahrzehnte prägt. Als Herausgeber des Kölner Stadt-Anzeigers und Gründer der Boulevardzeitung „Express" führt er das Familienhaus M. DuMont Schauberg an verantwortlicher Stelle. Für seine Verdienste ernennt ihn die Stadt zum Ehrenbürger.

30. März 2005

L. Fritz Gruber, 1908 in Köln geboren, stirbt in seiner Geburtsstadt. Mit Bruno Uhl begründet er die Photokina und leitet von 1950 bis 1980 deren Bilderschauen, in denen er Werke von Fotografen wie August Sander zeigt. Außerdem gehört er zu den Mitbegründern der Deutschen Gesellschaft für Photographie.

31. März 2022

Norman Junge, Bildhauer und Kinderbuch-Illustrator, stirbt in Köln, wo er seit 1967 lebt und arbeitet, und wird auf dem Melaten-Friedhof bestattet. Für die beim Kölner WDR produzierte „Sendung mit der Maus" zeichnet er viele Trickfilme. Bekannt wird er durch die Illustrationen zu „fünfter sein", die 1998 den Bologna Ragazzi Award erhalten; 2012 folgt der Sonderpreis des Deutschen Jugendliteraturpreises für sein illustratorisches Gesamtwerk.

1. April 1995

Start des Senders "Eins Live".

2. April 1954

In Köln wird Lutz Marmor geboren, Betriebswirt und Rundfunkmanager. Nach einem Betriebswirtschaftsstudium an der Universität zu Köln arbeitet er beim Kölner WDR als Verwaltungsdirektor und stellvertretender Intendant, in zwei Abschnitten zwischen 1983 und 2008. Anschließend wird er Intendant des NDR, den er bis 2020 leitet, und von 2013 bis 2015 Vorsitzender der ARD.

3. April 1950

Der Sender WDR 2 geht auf Sendung

7. April 1977

In Köln wird Markus Sehr geboren, ein deutscher Filmregisseur und Drehbuchautor. Er studiert Theater-, Film- und Fernsehwissenschaft an der Universität zu Köln und lernt anschließend Regie an der ifs internationale filmschule köln. Später arbeitet er als Regisseur in Köln; zu seinen Kinofilmen zählen „Eine Insel namens Udo“ (2011) und „Die Kleinen und die Bösen“ (2015).

8. April 1945

Die letzte Ausgabe der Kölnischen Zeitung erscheint.

11. April 1848

Karl Marx trifft in Köln ein und lässt sich im Revolutionsjahr hier nieder. Ab Juni gibt er die „Neue Rheinische Zeitung“ heraus und macht sie bis Mai 1849 zum wichtigsten Sprachrohr der demokratischen Bewegung in Deutschland.

11. April 1927

In Paderborn wird Dieter Thoma geboren, der ab 1963 beim Westdeutschen Rundfunk in Köln arbeitet. Dort erfindet er das WDR-Mittagsmagazin auf WDR 2. Von 1978 bis 1992 leitet er den Hörfunk des Senders; in diese Zeit fallen die Sendestarts von WDR 4 und WDR 5. Im Fernsehen moderiert er den „Kölner Treff“ zusammen mit Alfred Biolek. Thoma stirbt am 5. Mai 2017 in Köln.

11. April 2023

Lotti Krekel stirbt mit 81 Jahren in Köln, wo sie 1941 geboren wurde. Ab 1958 gehört sie zum Ensemble des Millowitsch-Theaters, ab 1969 singt sie auch auf Kölsch. Einem breiten Publikum ist sie aus der WDR-Serie „Die Anrheiner“ bekannt, in der sie in fast 400 Folgen spielt. Ihr Grab liegt auf dem Melaten-Friedhof.

12. April 1922

Die "Schauburg", seinerzeit mit 1.868 Plätzen das größte Kino Deutschlands, wird in der Breite Straße 90 eröffnet.

30. April 1964

Der WDR geht mit seinem 3. Hörfunkprogramm "WDR 3" auf Sendung.

30. April 2002

Das Radio der Hochschulen in Köln "Kölncampus" geht auf Sendung.

2. Mai 1973

Florian Henckel von Donnersmarck wird in Köln geboren und wächst später unter anderem in New York, Brüssel, Frankfurt und Berlin auf. Sein Spielfilm Das Leben der Anderen aus dem Jahr 2006 gewinnt den Oscar als bester fremdsprachiger Film. Danach inszeniert er The Tourist (2010) und Werk ohne Autor (2018).

3. Mai 1953

Von Köln aus geht die Deutsche Welle erstmals auf Kurzwelle auf Sendung. Mit den Worten „Sie hören uns aus Köln über Richtstrahler nach Fernost" wendet sich der deutschsprachige Auslandsrundfunk an die Auslandsdeutschen; zur Premiere ist eine Ansprache von Bundespräsident Theodor Heuss zu hören. Wenige Wochen später besiegeln die ARD-Anstalten den gemeinsamen Sender vertraglich.

4. Mai 1991

Radio Köln geht erstmals auf Sendung.

7. Mai 1936

In Köln wird Georg Jappe geboren, der später als Kunstkritiker und Publizist arbeitet. Von 1964 bis 1966 schreibt er beim Kölner Stadt-Anzeiger, danach für die FAZ und Die Zeit, und wird Professor für Kunsttheorie in Hamburg. Sein Buch „Der Traum von der Metropole" behandelt die Kölner Kunstszene der 1960er Jahre.

7. Mai 2020

Charly Wagner, gebürtiger Kölner und langjähriger Hörfunksprecher beim WDR, stirbt in seiner Heimatstadt. Ab 1965 arbeitet er beim Sender, wo er mit Sendungen wie „Musikpavillon" und „Swing und Balladen" zur „Stimme von WDR 4" wird. Nach 39 Jahren beim WDR geht er 2004 in den Ruhestand. Fast seine gesamte Rundfunklaufbahn verbringt er in Köln.

11. Mai 1964

Die Fernsehjournalistin Tina Hassel wird am 11. Mai in Köln geboren. Sie studiert Geschichte, Germanistik und Politikwissenschaft in Köln und Bordeaux und beginnt 1990 ihre Laufbahn als Volontärin beim Kölner WDR. Ab 1992 arbeitet sie dort als Redakteurin und Moderatorin. Später leitet sie das ARD-Hauptstadtstudio in Berlin.

12. Mai 1928

Am 12. Mai eröffnet Oberbürgermeister Konrad Adenauer in Köln-Deutz die Internationale Presse-Ausstellung Pressa. Auf dem Kölner Messegelände zeigen 1.500 Aussteller aus 43 Nationen das Zeitungs- und Kommunikationswesen. Rund fünf Millionen Besucher kommen zur Schau, die das Messegelände international bekannt macht.

12. Mai 1955

Der Historiker und Heraldiker Wilhelm Ewald stirbt in seiner Geburtsstadt Köln. Sein Standardwerk zur Siegelkunde erscheint 1914. Ab 1925 leitet er das Historische Museum und wird erster Direktor des Rheinischen Museums. Auf sein Betreiben führt die Stadt ihre Fotosammlungen im Rheinischen Bildarchiv zusammen.

16. Mai 1849

Die von Karl Marx in Köln herausgegebene Neue Rheinische Zeitung stellt ihr Erscheinen ein.

21. Mai 1743

Nikolaus DuMont wird in Köln geboren. Der Kaufmann und Schieferfabrikant wird 1795 zum letzten vom Rat der Freien Reichsstadt gewählten Bürgermeister Kölns. Unter französischer Herrschaft ist er ab 1804 Präfekturrat des Roer-Departements in Aachen und erhält 1807 die Genehmigung zur Herausgabe der „Gazette française de Cologne". Er entstammt der später als Verlegerdynastie bekannten Kölner Familie DuMont.

22. Mai 1926

Der Autor und Redakteur Heinz Linnerz wird am 22. Mai in Köln geboren. Er arbeitet als Verlags- und Hörfunkredakteur und wechselt 1967 zum Westdeutschen Rundfunk, wo er die Kölner Hörfunk-Kulturredaktion leitet. Damit bleibt er auch beruflich in seiner Geburtsstadt, in der er 2007 stirbt.

22. Mai 1951

In Köln wird der spätere Sportmoderator Wolf-Dieter Poschmann geboren. Zunächst ist er als Leichtathlet aktiv, ehe er zum Fernsehen wechselt. Von 1995 bis 2005 leitet er die Sportredaktion des ZDF und moderiert dort Übertragungen von Olympischen Spielen und Fußball-Weltmeisterschaften. Er stirbt 2021 in Mainz.

28. Mai 2015

Der Schriftsteller Hans Bender stirbt im Alter von 95 Jahren in Köln, seinem langjährigen Wohnort. Seit 1969 lebt er in einer Wohnung in der Taubengasse unweit des Zülpicher Platzes. Von Köln aus gibt er die Literaturzeitschrift 'Akzente' heraus, die er von 1953 bis 1980 betreut, anfangs gemeinsam mit Walter Höllerer.

31. Mai 1922

Der Fotojournalist und Blattmacher Rolf Gillhausen wird in Köln geboren. Er absolviert dort eine Maschinenbaulehre, arbeitet nach dem Krieg als Bergmann im Kölner Raum und wird als autodidaktischer Fotograf aktiv. Ab 1956 berichtet er als Stern-Fotoreporter unter anderem vom Ungarn-Aufstand, aus China und der DDR. Später ist er Gründungs-Chefredakteur von GEO und von 1980 bis 1983 Chefredakteur des Stern.

1. Juni 1848

Die von Karl Marx in Köln gegründete und herausgegebene Neue Rheinische Zeitung erscheint mit ihrer ersten Ausgabe.

2. Juni 1952

In Köln wird die Schauspielerin und Synchronsprecherin Hildegard Krekel geboren. Bekannt wird sie als Tochter Rita in der Fernsehserie „Ein Herz und eine Seele“. Ab 1998 spielt sie über zehn Jahre die Kneipenwirtin Uschi Schmitz in der WDR-Serie „Die Anrheiner“ und deren Nachfolgeserie „Ein Fall für die Anrheiner“. Am 26. Mai 2013 stirbt sie in Köln.

14. Juni 1897

Karl Schnog wird am 14. Juni als Sohn eines Handwerkers in Köln geboren; hier besucht er die Volksschule und macht eine kaufmännische Lehre. Später arbeitet er als Schauspieler und Conférencier an literarischen Kabaretts, ab 1925 als freier Schriftsteller, ab 1927 als Rundfunksprecher. 1933 flieht er in die Schweiz, dann über Frankreich nach Luxemburg. Nach der deutschen Besetzung wird er in die Konzentrationslager Dachau, Buchenwald und Sachsenhausen verschleppt, wo er Texte für ein illegales Lagerkabarett schreibt.

14. Juni 1925

Hermann Cardauns, 1847 in Köln geboren, leitet von 1876 bis 1907 die Redaktion der Kölnischen Volkszeitung. Von 1894 bis 1901 gehört er als Stadtverordneter dem Kölner Rat an, von 1891 bis 1913 ist er Generalsekretär der Görres-Gesellschaft. 1920 erscheinen seine „Geschichten aus dem alten Köln". Er stirbt am 14. Juni in Bonn und wird auf dem Kölner Melaten-Friedhof beigesetzt.

17. Juni 1862

In Köln wird Franz Servaes geboren. Er arbeitet als Journalist, Kunstkritiker und Schriftsteller, zunächst in Berlin und ab 1899 in Wien. In der österreichischen Hauptstadt nennt man ihn später den „Nestor der Wiener Journalisten“. Dort stirbt er im Jahr 1947.

19. Juni 1971

Jürgen Trimborn wird am 19. Juni in Köln geboren. An der Universität zu Köln studiert er Theater-, Film- und Fernsehwissenschaft und promoviert 1997. Bekannt wird er als Biograf, vor allem durch seine 2002 erschienene Riefenstahl-Biografie „Riefenstahl. Eine deutsche Karriere", die für den Deutschen Buchpreis nominiert wird. Trimborn stirbt 2012 in Bad Münstereifel.

21. Juni 1952

Das Funkhaus des WDR am Wallrafplatz wird eröffnet, aus dem am 25. Dezember 1952 das erste Fernsehprogramm ausgestrahlt wird.

1. Juli 1887

Der Nationalökonom, Publizist und Journalist Karl Heinrich Brüggemann stirbt in Köln. Fast ein Jahrzehnt lang, von 1845 bis 1854, leitet er als Direktor die Kölnische Zeitung. Das Blatt zählt in dieser Zeit zu den führenden deutschen Zeitungen des 19. Jahrhunderts.

1. Juli 1914

Hermann Joseph Klein, in Köln geboren, stirbt in seiner Heimatstadt. Der Astronom und Meteorologe richtet hier eine Privatsternwarte ein und wird als Mondbeobachter bekannt. Ab 1880 leitet er die von der Kölnischen Zeitung getragene meteorologisch-astronomische Station in Köln-Lindenthal und gibt die populären Zeitschriften Sirius und Gaea heraus. Nach ihm ist der Mondkrater Klein benannt.

2. Juli 1921

Wilhelm Maria Lenz wird in Köln geboren. 1958 zieht er über den Wahlkreis Köln-Stadt VI in den Landtag Nordrhein-Westfalen ein, dessen Präsident er von 1970 bis 1980 ist. Von 1963 bis 1972 führt er den CDU-Kreisverband Köln, von 1971 bis 1977 steht er dem Verwaltungsrat des Westdeutschen Rundfunks vor. Er stirbt 2015 in Köln.

4. Juli 2010

In Köln stirbt der Journalist und Publizist Heiner Lichtenstein, geboren als Carl-Heinrich Lichtenstein 1932 in Chemnitz. Von 1961 bis 1995 arbeitet er als politischer Redakteur beim Westdeutschen Rundfunk in Köln. Rund fünfzig Jahre lang berichtet er von hier aus über NS-Prozesse im In- und Ausland, darunter die Verfahren zu Majdanek und Sobibor sowie den Barbie-Prozess. 1990 erhält er den Leo-Baeck-Preis des Zentralrats der Juden in Deutschland.

7. Juli 1903

Der Architektur- und Landschaftsfotograf Johann Heinrich Schönscheidt stirbt in Köln. Seit 1869 betreibt er ein Atelier an der Ursulagartenstraße und setzt dort die von Johann Franz Michiels begonnene fotografische Dokumentation des Kölner Dombaus fort. 1881 wird er zum Königlichen Hoffotografen ernannt, 1886 lichtet er im Auftrag des städtischen Bauamts den Bau der Kölner Ringe ab.

7. Juli 1953

In Köln wird Marcel Odenbach geboren, Videokünstler und Collagist, der im Kölner Raum lebt und arbeitet. 1987 nimmt er an der documenta 8 teil, 2020/21 erhält er den Wolfgang-Hahn-Preis. Odenbach ist Mitglied der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste sowie der Akademie der Künste Berlin.

9. Juli 2004

In Köln stirbt Heinrich Vormweg, Literatur- und Theaterkritiker, Essayist und Hörfunkautor. Seit 1964 lebt er als freier Autor in der Stadt und schreibt Monographien über Peter Weiss und Günter Grass. Zudem verfasst er die erste große Biographie seines Freundes Heinrich Böll. Bestattet wird er in Köln-Longerich.

11. Juli 1995

Helma Seitz stirbt in Köln und wird auf dem Friedhof Melaten beigesetzt. Geboren 1913 in Offenbach am Main, spielt sie zunächst an Bühnen in Frankfurt, Hannover und Oldenburg. Nach dem Zweiten Weltkrieg geht sie nach Nordamerika. Ab 1967 arbeitet sie überwiegend fürs Fernsehen; bekannt wird sie als Sekretärin Fräulein Rehbein in der Krimiserie „Der Kommissar“.

11. Juli 2001

Die letzte Ausgabe der Zeitung "20 Minuten Köln" erscheint. Damit wird faktisch der Kölner "Zeitungskrieg" beendet.

14. Juli 1859

Der Architekt Albert Hofmann kommt am 14. Juli in Köln zur Welt. Über Jahrzehnte ist er Redakteur und Herausgeber der Deutschen Bauzeitung, der ältesten deutschen Architekturzeitschrift. Er stirbt 1926 in Karlsruhe.

14. Juli 1955

Der 1931 eröffnete Ufa-Palast, eines der großen Kölner Kinos, wird 1943 durch Bomben zerstört. Nach dem Wiederaufbau öffnet er an diesem Tag erneut seine Türen. Als Eröffnungsfilm läuft die Verwechslungskomödie „Drei Männer im Schnee" von Kurt Hoffmann nach Erich Kästner.

21. Juli 1811

In Köln wird Karl Joseph Daniel DuMont geboren, genannt Joseph, späterer Verleger und Herausgeber der Kölnischen Zeitung. Mit zwanzig Jahren übernimmt er den väterlichen Verlag und baut das Blatt zur reichweitenstarken rheinischen Zeitung aus. Nach ihm ist das Verlagshaus DuMont benannt.

23. Juli 2021

In seiner Kölner Wohnung stirbt der Fernsehmoderator und Jurist Alfred Biolek im Alter von 87 Jahren. Von Köln aus gestaltet er über den WDR das deutsche Unterhaltungsfernsehen: Ab 1976 moderiert er den „Kölner Treff", später folgen „Bio's Bahnhof" und „Boulevard Bio" (1991 bis 2003). Biolek gehört zum Gründungsvorstand der Kunsthochschule für Medien Köln.

1. August 2012

Hanns Grössel, 1932 in Leipzig geboren, arbeitet von 1966 bis 1997 als Literaturredakteur und Kritiker beim Westdeutschen Rundfunk in Köln und bleibt danach in der Stadt. Er überträgt unter anderem die gesammelten Gedichte des Nobelpreisträgers Tomas Tranströmer sowie Werke von Inger Christensen und Raymond Roussel ins Deutsche. Am 1. August stirbt er in Köln.

6. August 1967

In Köln wird der Radrennfahrer Marcel Wüst geboren. Als Sprinter gewinnt er zwölf Etappen der Vuelta a España sowie je eine Etappe des Giro d'Italia und der Tour de France. Nach einem Sturz im August 2000, bei dem er ein Auge verliert, beendet er seine Laufbahn. Von 2001 bis 2007 arbeitet er als Radsportexperte für die ARD.

7. August 1936

Franz Xaver Bachem übernimmt 1893 nach dem Tod seines Vaters Joseph die Leitung des Kölner J. P. Bachem-Verlages mit Buch- und Zeitungsverlag sowie der „Kölnischen Volkszeitung“, des führenden katholischen Blattes im Rheinland. Geboren wird er 1857 in Köln und in St. Maria Himmelfahrt nahe dem Dom getauft. Die Realschule erster Ordnung besucht er mit seinen Brüdern in der Kölner Kreuzgasse. Er stirbt mit 79 Jahren in Bonn; die Verlagsleitung geht an seinen jüngsten Sohn Franz Carl Bachem.

8. August 1847

Bernhard Hermann Cardauns wird in Köln in einer Juristenfamilie geboren. Nach der Habilitation für mittelalterliche Geschichte in Bonn gibt er die Universitätslaufbahn auf und geht 1876 als Redakteur zur „Kölnischen Volkszeitung“, der führenden katholischen Zeitung im Rheinland. Von 1878 bis 1907 ist er dort Chefredakteur. Neben Biographien von Zentrumspolitikern schreibt er Arbeiten zur Kölner Stadtgeschichte. Er stirbt 1925 in Bonn.

11. August 1909

Alphons Silbermann wird am 11. August in Köln geboren, als Sohn eines Kölner Druckereibesitzers. Er studiert Jura in Köln und Freiburg und flieht 1935 als Jude über Utrecht und Paris nach Sydney. In den 1950er Jahren kehrt er nach Europa zurück. 1969 wird er Professor am Forschungsinstitut für Soziologie der Universität zu Köln und baut dort die Abteilung Massenkommunikation auf; er stirbt am 4. März 2000 in Köln.

13. August 1857

Josef Neven DuMont wird in Köln geboren. Nach dem Tod des Vaters führt er zusammen mit seinem jüngeren Bruder Alfred den Verlag der Kölnischen Zeitung (M. DuMont Schauberg). Für die Nationalliberalen sitzt er im Kölner Stadtrat. 1906 gehört er zu den Gründern des Rheinisch-Westfälischen Wirtschaftsarchivs, ab 1909 leitet er die Kölner Handelskammer. Er stirbt 1915 in Köln-Marienburg.

16. August 1954

Ossi Urchs kommt in Köln zur Welt und wird zu einem der frühen Verfechter des Internets in Deutschland. Nach dem Studium der Philosophie und Theaterwissenschaft in seiner Heimatstadt und in München baut er ab den 1980er Jahren eine Medienagentur auf und berät Unternehmen bei ihren Online-Strategien. Als Autor, Redner und Fernsehmoderator erklärt er einem breiten Publikum das noch junge Netz und gilt vielen als deutscher Internet-Pionier.

19. August 1955

In Köln wird der Zeitungsverleger Helmut Heinen geboren, ein Enkel von Reinhold Heinen. Sein Abitur legt er am Friedrich-Wilhelm-Gymnasium in Köln ab, seit 1991 ist er Herausgeber der Kölnischen Rundschau. Von 2000 bis 2016 steht er dem Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger als Präsident vor.

19. August 2009

Auf dem Kölner Messegelände in Köln-Deutz öffnet die erste gamescom ihre Tore. Der Auftakttag bleibt Fach- und Pressebesuchern vorbehalten, ab dem 20. August strömt das Publikum in die Hallen. Aus der von Leipzig nach Köln verlegten Games Convention hervorgegangen, versammelt die Messe mehr als 450 Aussteller aus 31 Ländern und wächst in den Folgejahren zur weltgrößten Messe für Computer- und Videospiele.

27. August 1959

Der Kabarettist, Autor und Fernsehmoderator Jürgen Becker wird in seiner Heimatstadt Köln geboren. Er gehört 1983 zu den Mitgründern der Kölner Stunksitzung und ist von 1984 bis 1995 deren Präsident. Ab 1991 moderiert er beim Westdeutschen Rundfunk 28 Jahre lang die Sendung „Mitternachtsspitzen“, die weiterhin monatlich aus dem Alten Wartesaal in Köln kommt.

28. August 1954

Die Bildergeschichte "Oskar, der freundliche Polizist" von Otto Schwalge erscheint erstmalig im Kölner Stadt-Anzeiger. Am 28. August 1954 wird die Figur vorgestellt, die erste Folge folgt eine Woche später.

31. August 1967

Der Film "Heißes Pflaster Köln" von Ernst Hofbauer und Claus Tinney feiert Premiere. Einer der Rollennamen lautet übrigens "Poldi".

6. September 1814

Levin Schücking wird in Meppen im Emsland geboren. Im Herbst 1845 übernimmt er die Redaktion des Feuilletons der Kölnischen Zeitung und lebt bis 1852 in Köln. Bekannt ist er auch als Weggefährte von Annette von Droste-Hülshoff. Er stirbt 1883 in Bad Pyrmont.

12. September 1945

Geburt der fiktiven Erika Mustermann, die seit 2007 bis 2008 in der Heidestraße 17 in Köln wohnte.

16. September 1888

Carl Salm wird am 16. September in Köln geboren. Ohne beide Hände bildet er sich weitgehend im Selbststudium und wird Schriftsteller und Journalist. Er leitet die illustrierte Zeitschrift 'Kölner Leben' als Chefredakteur und gibt zwischen 1913 und 1918 die 'Flugblätter rheinischer Dichtung' heraus. Er stirbt 1938 in seiner Geburtsstadt Köln.

18. September 1933

Der Komponist und Bratschist Manfred Niehaus wird in Köln geboren. Von 1967 bis 1989 arbeitet er beim Westdeutschen Rundfunk in Köln, zunächst als Redakteur für Neue Musik, ab 1978 als Leiter der Jazzredaktion. Nach seinem Tod wird er auf dem Kölner Melaten-Friedhof beigesetzt.

18. September 1934

In Köln wird Dieter Stolte geboren, der spätere deutsche Journalist und Rundfunkintendant. Seine frühe Kindheit verbringt er in der Stadt, bevor die Familie fortzieht. Von 1982 bis 2002 steht er als Intendant an der Spitze des ZDF. Er stirbt 2023.

21. September 1936

In Köln wird der Wissenschaftsjournalist und Fernsehmoderator Jean Pütz geboren. Von 1970 bis 2001 arbeitet er als festangestellter Redakteur beim WDR in Köln, wo er die Redaktion Wissenschaft und Technik leitet. Für den Sender entwickelt er die Sendung „Hobbythek“, die 1974 erstmals ausgestrahlt wird.

22. September 1858

Als Sohn des Kölner Verlegers Joseph Bachem wird Karl Bachem am 22. September in Köln geboren. Der Jurist schlägt die Laufbahn eines Zentrumspolitikers ein und sitzt im preußischen Abgeordnetenhaus wie im Reichstag. Von 1915 bis 1920 ist er Redakteur der Kölnischen Volkszeitung. Sein neunbändiges Werk zur Geschichte der Zentrumspartei, abgeschlossen 1932, gilt bis heute als Standardwerk.

24. September 1890

Der Journalist und Dichter Hermann Grieben stirbt in Köln, wo er als Redakteur der Kölnischen Zeitung arbeitet. 1822 in Köslin geboren, wird er 1859 in deren Redaktion berufen, der er drei Jahrzehnte bis zu seinem Tod angehört. Beigesetzt wird er auf dem Melaten-Friedhof.

25. September 1956

Der Popsänger und Songschreiber Rüdiger „Purple" Schulz wird in Köln geboren. In seiner Heimatstadt wächst er auf und erhält Klavier- und Orgelunterricht. Er ist außerdem Multiinstrumentalist und Radiomoderator. Seine größten Erfolge hat er in den 1980er Jahren mit Titeln wie „Sehnsucht" (1985) und „Verliebte Jungs".

27. September 1947

In Köln wird der spätere Schlagzeuger Jürgen Zöller geboren. Von 1987 bis 2014 spielt er in der Kölschrock-Band BAP und ist dort nach dem Gründer Wolfgang Niedecken das am längsten durchgehend aktive Bandmitglied. Sein letztes Konzert mit BAP gibt er im Jahr 2014.

5. Oktober 1997

Der erste Tatort "Willkommen in Köln" mit den Ermittlern Freddy Schenk (Dietmar Bär) und Max Ballauf (Klaus J. Behrend) geht auf Sendung.

7. Oktober 1991

WDR Radio 5 geht auf Sendung.

14. Oktober 1944

In Köln-Mülheim wird Udo Kier als Udo Kierspe geboren. Mit den Kultfilmen Flesh for Frankenstein und Blood for Dracula wird er bekannt und spielt in über 200 Filmen, darunter Hollywood-Produktionen wie Armageddon und Blade. Am 23. November 2025 stirbt er in Palm Springs.

15. Oktober 1842

In Köln übernimmt der 24-jährige Karl Marx die Redaktionsleitung der Rheinischen Zeitung für Politik, Handel und Gewerbe, deren Räume in der Schildergasse 99 liegen. Im Herbst zieht er nach Köln. Unter seiner Leitung verschärft das Blatt seinen radikaldemokratischen Kurs; die preußische Zensur verbietet die Zeitung im März 1843.

17. Oktober 1931

Gina Ruck-Pauquèt wird in Köln geboren. Sie besucht die Kölner Werkschule und arbeitet zunächst in Köln, unter anderem als Gerichts- und Bildreporterin. 1958 lässt sie sich als freie Schriftstellerin in Bad Tölz nieder und schreibt vor allem Kinder- und Jugendbücher sowie Musical- und Liedtexte. Sie stirbt 2018 in Wackersberg in Oberbayern.

19. Oktober 2019

Der in Berlin geborene afrodeutsche Schauspieler und Journalist Theodor Wonja Michael stirbt im Alter von 94 Jahren in Köln. Als Kind wird er in einer Völkerschau vorgeführt, in der NS-Zeit entrechtet und zur Zwangsarbeit gezwungen. Später arbeitet er als Journalist und Beamter des Bundesnachrichtendienstes; 2013 erscheint seine Autobiografie „Deutsch sein und schwarz dazu“. Bestattet wird er im Kölner Stadtteil Volkhoven/Weiler.

21. Oktober 1821

Josef Bachem wird am 21. Oktober in Köln geboren. Er führt den väterlichen Kölner Verlag J. P. Bachem weiter und gründet 1860 die Kölnischen Blätter, aus denen 1868 die Kölnische Volkszeitung hervorgeht, ein Zentrum des katholischen Journalismus. Er stirbt am 21. August 1893 in Honnef am Rhein.

22. Oktober 2000

Rudolf Jürgen Bartsch, Schriftsteller und Hörspielsprecher, stirbt in Köln. Geboren 1921 in Köslin in Pommern, studiert er nach dem Krieg in Mainz Literatur- und Theaterwissenschaft und gründet mit Hanns Dieter Hüsch das Mainzer Zimmertheater, das er zehn Jahre leitet. Ab 1960 führt er die Theaterabteilung des Kölner Verlags Kiepenheuer & Witsch und schreibt Rundfunkfeatures zur Kultur- und Literaturgeschichte.

24. Oktober 1956

Der Hörfunkjournalist und Autor Karl Karst wird am 24. Oktober in Köln geboren. Von 1999 bis 2019 leitet er als Programmchef das Kulturradio WDR 3 in Köln, das zum Westdeutschen Rundfunk gehört. Bereits 1996 gründet er die Schule des Hörens.

26. Oktober 1884

In Köln kommt Paul Heidemann zur Welt. Ab 1906 steht der Schauspieler, Filmregisseur und Filmproduzent auf der Bühne und arbeitet zugleich für den Film. In der Stummfilmzeit spielt er in über 80 Filmen mit, bevor er 1968 in Berlin stirbt.

27. Oktober 1953

Mit der Ausstrahlung des Stücks "Der Etappenhase" aus dem Kölner Millowitsch-Theater findet die erste Live-Übertragung eines Bühnenstücks im Fernsehen statt.

7. November 1812

In Köln wird der Publizist und Kommunist Ferdinand Wolff geboren. Er gehört zur Redaktion der 1848/49 in Köln erscheinenden Neuen Rheinischen Zeitung, die Karl Marx herausgibt, und trägt dort den Beinamen „Roter Wolff". Nach dem Ende der Zeitung geht er ins Exil und stirbt 1905 in London.

9. November 1922

Der Synchronsprecher und Schauspieler Erich Ebert, der vor allem als Synchronstimme des Inspektors in der Zeichentrickserie "Der rosarote Panther" bekannt wurde, wird in Köln geboren. Er synchronisierte u.a. Leonard Nimoy (Mister Spock) und Humphrey Bogart. Er verstarb am 25. November 2000 in München.

13. November 1920

Gisela Eva Fackeldey wird in Rodenkirchen bei Köln geboren, das heute zum Kölner Stadtgebiet gehört. Sie wird Schauspielerin und steht im Lauf ihrer Karriere auf der Theaterbühne wie in Filmen. Später verlässt sie Köln und stirbt schließlich 1986 in Berlin.

14. November 1876

Die erste Ausgabe des Kölner Stadt-Anzeigers wird veröffentlicht.

16. November 1976

Drei Tage nach seinem Konzert in der Kölner Sporthalle beschließt das SED-Politbüro die Ausbürgerung des Liedermachers Wolf Biermann aus der DDR. Auf Einladung der IG Metall singt er dort vor rund 7.000 Zuhörern; der Kölner WDR überträgt den Abend live. Die Führung begründet den Schritt mit einer angeblich groben Verletzung staatsbürgerlicher Pflichten und markiert damit eine Zäsur für die DDR-Kulturszene.

18. November 1957

Der Komponist und Kontrabassist Andreas Schilling kommt in Köln zur Welt. Nach dem Studium an der Kölner Musikhochschule schreibt er Filmmusik für über vierzig Kino- und Fernsehproduktionen und erhält 1995 den Filmmusikpreis der Deutschen Phono-Akademie. Über Jahre spielt er im Markus-Reinhardt-Ensemble und ist am Kölner Schauspielhaus tätig.

18. November 2015

In seiner Wahlheimat Köln stirbt der Schriftsteller und Drehbuchautor Dieter Bongartz. Für Filme und Bücher wie den verfilmten Kinderroman „Der zehnte Sommer" wird er dreimal für den Grimme-Preis nominiert. An der SK Stiftung Kultur leitet er eine Schreibschule für Jugendliche. Sein Ehrengrab findet er auf dem Kölner Melaten-Friedhof.

22. November 2018

Baha Güngör, deutsch-türkischer Journalist, stirbt in Köln. In dieser Stadt beginnt auch seine journalistische Laufbahn, mit einem Volontariat bei der Kölnischen Rundschau; er ist der erste türkische Zeitungsvolontär, der in Deutschland ausgebildet wird. Später leitet er die türkischsprachige Redaktion der Deutschen Welle.

23. November 1955

Mariele Millowitsch kommt in Köln als jüngste Tochter des Volksschauspielers Willy Millowitsch zur Welt und steht schon als Kind am Millowitsch-Theater an der Aachener Straße auf der Bühne. Nach einem Studium der Veterinärmedizin wird sie ab den 1990er Jahren durch die Fernsehserien „Girlfriends“ und „Nikola“ bekannt. Seit 2008 spielt sie die Kommissarin Marie Brand.

24. November 1885

Der Schauspieler Rudolf Klein-Rogge wird in Köln geboren. Er verkörpert in Fritz Langs Filmklassikern die Titelrolle des Dr. Mabuse und den Erfinder Rotwang in „Metropolis" — eine der ikonischsten Figuren der Filmgeschichte. Heute ist der Kölner Filmstar weitgehend vergessen.

30. November 2000

Die Landesanstalt für Rundfunk erteilt dem Sender "Kölncampus" die Sendelizenz.

3. Dezember 1877

Hubert Moest, Sohn des Bildhauers Richard Moest, wird in Köln geboren. In seiner Heimatstadt besucht er das Gymnasium. Später arbeitet er als Filmregisseur, Drehbuchautor und Produzent und dreht zwischen 1913 und um 1930 zahlreiche Stummfilme. 1953 stirbt er.

5. Dezember 1922

Marlene Riphahn kommt in Köln zur Welt, als Tochter des Architekten Wilhelm Riphahn, der die Oper Köln entwirft und am Wiederaufbau der Innenstadt beteiligt ist. Von 1940 bis 1942 macht sie ihre Schauspielausbildung in Düsseldorf, danach arbeitet sie an Theatern, beim Film und als Synchronsprecherin. Ab 1996 spielt sie Tante Betty in der ARD-Serie Lindenstraße. Sie stirbt 2004 in Bergisch Gladbach.

10. Dezember 1966

In Köln wird die Schauspielerin Jennifer Nitsch geboren, Tochter von Wolfgang und Barbara Nitsch-Nedjabat. Sie arbeitet für Film und Fernsehen und wird durch „Allein unter Frauen" (1991) bekannt. Für die Fernsehreihe „Nur eine kleine Affäre" (1994) erhält sie den Bayerischen Fernsehpreis und den Adolf-Grimme-Preis.

12. Dezember 1956

In Köln wird Tom Gerhardt geboren, Komiker, Schauspieler und Regisseur. Nach dem Germanistik- und Philosophiestudium arbeitet er als freier Mitarbeiter beim Kölner 'Express' und tritt ab 1988 als Bühnenkomiker auf. Mit dem Kinofilm 'Voll normaaal' gelingt ihm 1994 ein Erfolg, später folgt die Serie 'Hausmeister Krause'.

13. Dezember 1886

Am 13. Dezember wird Wilhelm Bitter in Köln geboren und wächst in Deutz und Kalk auf. Ab 1904 ist er stellvertretender Vorsitzender des Windthorst-Bundes, der Kölner Jugendorganisation des Zentrums. Später verlegt er die Recklinghäuser Volkszeitung, wird im Nationalsozialismus mehrfach von der Gestapo verhaftet und aus der Reichsschrifttumskammer ausgeschlossen. Nach 1945 wird er Bürgermeister von Recklinghausen.

15. Dezember 1925

Der Schauspieler und Synchronsprecher Günther Ungeheuer wird in Köln geboren. Mit 17 Jahren beginnt er 1942 eine Ausbildung an der Schauspielschule der Städtischen Bühnen in Köln; nach dem Krieg spielt er Theater in Köln und Bonn. Später wird er mit Bösewicht-Rollen in Reihen wie „Der Kommissar“, „Derrick“ und „Tatort“ bekannt. Er stirbt 1989 in Bonn.

17. Dezember 1965

Der WDR startet als "Westdeutsches Fernsehen". Ab 1988 wird er als West 3 und seit 1994 als WDR-Fernsehen geführt.

22. Dezember 1974

Die erste Folge der Hobbythek mit Jean Pütz und Wolfgang Back geht auf Sendung.

25. Dezember 1952

Aus dem Funkhaus am Wallrafplatz strahlt der Nordwestdeutsche Rundfunk das erste regelmäßige Fernsehprogramm der Bundesrepublik aus. Nur rund zweihundert Empfänger im Kölner Raum zeigen am Weihnachtsabend ein zweistündiges Programm, darunter ein kölsches „Kreppespillche" des Altermarktspielkreises. Von nun an sendet der Sender täglich – natürlich in Schwarzweiß.

28. Dezember 1928

Der Fotograf und Bildjournalist Max Scheler wird am 28. Dezember in Köln geboren, ein halbes Jahr nach dem Tod seines Vaters, des Philosophen Max Scheler, der bis dahin an der Universität Köln lehrte. Er arbeitet zunächst für die Agentur Magnum Photos und fotografiert ab 1959 für den „Stern“. Er stirbt 2003 in Hamburg.

28. Dezember 1998

Der Komponist, Arrangeur und Bandleader Werner Müller stirbt am 28. Dezember in Köln. Geboren 1920 in Berlin, leitet er zunächst das RIAS-Tanzorchester und wechselt 1967 nach Köln. Dort übernimmt er das Kölner Tanz- und Unterhaltungsorchester und führt es als WDR-Tanzorchester Werner Müller durch viele Fernsehshows.

29. Dezember 1955

Im Kölner Filmtheater Rex am Ring am Hohenzollernring wird der von Kurt Hoffmann inszenierte Spielfilm „Ich denke oft an Piroschka" uraufgeführt. Die Titelrolle spielt Liselotte Pulver. Er verfilmt den gleichnamigen Roman von Hugo Hartung und zählt zu den erfolgreichsten deutschen Nachkriegsproduktionen.

31. Dezember 1911

Franz Wilhelm Mai, der von 1958 bis 1977 erster Intendant des Saarländischen Rundfunks war, wird in Köln geboren.

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