Ereignisse zum Thema: Medizin Krankenhäuser
15. Januar 1870
Gründung einer Heil- und Pflegeanstalt in der Severinstraße 53, die Geburtsstunde des "Severinsklösterchens".
18. Januar 1595
Matthias Glandorp wird in Köln geboren; sein Vater praktiziert hier als Wundarzt. Nach dem Medizinstudium an der alten Kölner Universität und der Promotion in Padua wirkt er als Stadtphysikus und erzbischöflicher Leibarzt in Bremen und zählt mit Schriften wie dem „Speculum chirurgorum" zu den bedeutenden deutschen Chirurgen seiner Zeit. Noch 1729 erscheint in London eine Gesamtausgabe seiner Werke.
18. Januar 1920
In Köln wird der Mediziner Hans Frangenheim geboren, Sohn des Kölner Chirurgie-Ordinarius Paul Frangenheim. Er gilt als Begründer der gynäkologischen Laparoskopie: Ab den fünfziger Jahren passt er die Bauchspiegelung für die Frauenheilkunde an und verhilft dem minimalinvasiven Eingriff zum Durchbruch. Sein erstes Lehrbuch wird in sechzehn Sprachen übersetzt.
25. April 1243
Als "hoff to Malaten buyten Colne" wird das Siechenhaus (Leprosorium) auf Melaten erstmals urkundlich erwähnt.
25. April 1874
Der Grundstein für das "Krankenhaus der Augustinerinnen", dem "Severinsklösterchen", wird gelegt. 5 Jahre zuvor, im Jahre 1869, erwarb eine Schwesterngemeinschaft den Mommerslocher Hof in der Severinstraße 63 und gründete ein eigenes Mutterhaus und ein Noviziat. Daraus entstand das "Severinsklösterchen".
23. Juni 1909
Das St. Antonius - Krankenhaus in Köln - Bayenthal nimmt seinen Betrieb auf.
27. Juni 1245
Der Kölner Erzbischof Konrad von Hochstaden erteilt allen Wohltätern des Siechenhofs Melaten einen Ablass. Das Leprosenhaus liegt rund einen Kilometer westlich der Stadtmauern an der Aachener Straße im heutigen Lindenthal und gilt als größtes seiner Art in Deutschland; Urkunden zählen bald an die hundert Bewohner. Der Ablass sichert die Pflege der Kranken durch fromme Spenden. Auf dem Gelände erstreckt sich heute der Melaten-Friedhof.
29. August 1247
Papst Innozenz IV. nimmt den Siechenhof Melaten unter seinen besonderen Schutz. Das vor den Stadtmauern gelegene Leprosenhaus – sein Name leitet sich vom französischen „malade" für krank ab – ist das größte seiner Art in Deutschland und beherbergt rund hundert Aussätzige samt Gesinde. Zwei Jahre zuvor hatte schon Erzbischof Konrad von Hochstaden seinen Wohltätern Ablässe gewährt.
4. September 1785
Carl Anton Werres wird in Köln geboren und wirkt sein Leben lang in seiner Vaterstadt: Nach dem Medizinstudium läßt er sich als praktischer Arzt nieder, versieht von 1810 bis 1819 den Dienst als Armen- und Gefängnisarzt und steigt zum Physikus des Landkreises Köln auf. Als Augenarzt bekämpft er die grassierende ansteckende Augenentzündung am Niederrhein; seine medizinische Topographie des Kölner Landes von 1825 gilt heute als aufschlußreiche Quelle zu Lebensverhältnissen und Gesundheitswesen der frühen Preußenzeit.
11. November 1908
Die Uniklinik wird als "Krankenanstalten Lindenburg" gegründet.
28. November 1975
Das Dreikönigen-Krankenhaus in Köln-Mülheim wird geschlossen.
10. Dezember 1898
Einweihung des St. Anna-Hospitals durch den Kölner Weihbischof Fischer.
31. Dezember 1932
Mildred Scheel, die spätere Ehefrau des Bundespräsidenten Walter Scheel und Begründerin der Deutschen Krebshilfe, wird in Köln geboren.