Ereignisse zum Thema: Musik

12. Januar 1989

Der Sänger Willy Schneider ("Schütt die Sorgen in ein Gläschen Wein") verstirbt in Köln.

13. Januar 1901

Im Restaurant Vogel „Ossendorfer Hof" in Köln-Ossendorf gründen vierzehn Stammtischfreunde auf Vorschlag von Christian Lansen die Alte Kölner Karnevalsgesellschaft „Schnüsse Tring". Ihren Namen entlehnen sie dem seit 1859 in den Sitzungen gesungenen Lied von Joseph Roesberg über ein selbstbewusstes Ossendorfer Dienstmädchen. Als elftälteste Karnevalsgesellschaft der Stadt widmet sie sich bis heute besonders der Pflege kölscher Lieder und der Mundart.

14. Januar 1858

Max Bruchs Oper "Scherz, List und Rache" wird in Köln uraufgeführt.

20. Januar 1966

Floh de Cologne wird von Kölner Studenten als Politkabarett gegründet.

24. Januar 1909

Der Komponist, Kapellmeister und Sänger Fritz Weber wird in Köln geboren. Er komponierte u.a. "Ach, wär ich nur ein einzig Mal ein schmucker Prinz im Karnevall", "Ich bin ene kölsche Jung" und "Nüngzehnhundert Johr steiht uns Kölle am Rhing".

24. Januar 1975

Die meistverkaufte Jazz-Soloplatte, "The Köln Concert" von Keith Jarrett, wird bei einem Konzert in der Kölner Oper mitgeschnitten.

27. Januar 1845

Der Kölner Rat beschließt die Gründung der Rheinischen Musikschule in Köln.

28. Januar 1867

In Köln erblickt Franz Maria Hubert Albert Ahn das Licht der Welt und bleibt der Stadt zeitlebens eng verbunden. Als Verleger und Jurist führt er das Musik- und Bühnenverlagshaus Ahn & Simrock, das sich der Verbreitung französischer Opern und Bühnenwerke in Deutschland widmet, und übernimmt Leitungsposten in Zeitungs- und Industrieunternehmen. Wegen der jüdischen Herkunft seiner Frau emigriert er in die Schweiz; auf dem Kölner Melaten-Friedhof findet er schließlich seine letzte Ruhe.

30. Januar 1911

Im Kölner Severinsviertel kommt der Komponist und Musikverleger Gerhard Jussenhoven zur Welt, der zugleich als promovierter Jurist eine Doppelkarriere führt. Mit über tausend Liedern prägt er das kölsche Liedgut wie kaum ein Zweiter; seine Welterfolge „Kornblumenblau" und „Man müßte nochmal zwanzig sein" entstehen neben „Die Hüsjer bunt om Aldermaat" und der Operette „Eau de Cologne". Bis heute gehören seine Melodien zum festen Bestand kölscher Bühnen.

1. Februar 1979

Queen geben ihr erstes Konzert in der Kölner Sporthalle.

3. Februar 1896

In Köln als Tochter des Musikkritikers Karl Wolff geboren, wächst Henny Wolff in einem musikalischen Elternhaus auf und besucht das Kölner Konservatorium. Bei einem Gürzenich-Konzert tritt sie erstmals öffentlich auf und wird zur gefeierten Konzertsopranistin, die vor allem als Interpretin der Oratorien Bachs und Händels sowie der Lieder von Brahms internationalen Ruf erlangt.

3. Februar 1977

Die Gruppe Abba gibt ihr einziges Konzert in der Kölner Sporthalle.

8. Februar 1982

Der Bigband-Leader Kurt Edelhagen verstirbt in Köln. Berühmt wurde Edelhagen für seine Musik zur Eröffnung der Olympischen Spiele 1972 in München.

15. Februar 1901

Der Komponist und Sänger Jupp Schmitz wird in Köln geboren. Er komponierte u.a. "Wer soll das bezahlen", "Am Aschermittwoch ist alles vorbei" und "Es ist noch Suppe da". Ihm zu Ehren wurden in Köln eine Skulptur, die ihn sitzend am Klavier darstellt, errichtet und ein Platz nach ihm benannt.

15. Februar 1965

Die Oper "Die Soldaten" von Bernd Alois Zimmermann wird im Kölner Opernhaus uraufgeführt.

16. Februar 1860

Carl Venth wird in Köln geboren und studiert am Kölner Konservatorium Violine und Komposition, letztere bei Ferdinand Hiller. Mit zwanzig wandert er nach Amerika aus, wird Konzertmeister der Metropolitan Opera in New York und später Symphonie-Pionier in Texas: Er erweckt das Dallas Symphony Orchestra zu neuem Leben und gründet 1913 das Fort Worth Symphony Orchestra. Über hundert Kompositionen stammen aus seiner Feder.

17. Februar 1865

In Köln wird die Oper „Der Deserteur" von Ferdinand Hiller uraufgeführt. Der gebürtige Frankfurter wirkt seit anderthalb Jahrzehnten als Kölner städtischer Musikdirektor, leitet die Gürzenich-Konzerte, das Konservatorium und zwölf Niederrheinische Musikfeste. Das Libretto der dreiaktigen Oper stammt von Ernst Pasqué; Hiller verbringt die letzten Jahrzehnte seines Lebens in der Stadt.

1. März 1936

Die Staatliche Hochschule für Musik in Köln beginnt ihre Zusammenarbeit mit dem "Reichssender Köln".

3. März 1970

Erstes Konzert von Led Zeppelin in der Kölner Sporthalle.

6. März 1793

In Köln wird der Komponist Bernhard Klein geboren. Nach einer Ausbildung, die ihn zu Cherubini nach Paris führt, wirkt er zunächst als Musikdirektor am Kölner Dom, bevor er nach Berlin geht und dort Professor für Komposition wird. Sein Schaffen umfaßt Oratorien, geistliche Musik und Lieder; er zählt zu den Mitbegründern der Berliner Liedertafel.

8. März 1898

Unter der Leitung des Dirigenten Franz Wüllner wird die Komposition "Don Quixote" von Richard Strauss im Kölner Gürzenich uraufgeführt.

25. März 1911

Im Metropol Theater in Köln findet die Uraufführung der Operette "Grigri" von Paul Lincke statt.

27. März 1924

Die Oper "Irrelohe" von Franz Schreker wird in Köln uraufgeführt.

30. März 1967

Die Rolling Stones geben ihr erstes Konzert in der Kölner Sporthalle.

7. April 1983

Die Kölner Band Floh de Cologne verabschiedet sich mit einem 14-stündigen Konzert in der Kölner Sporthalle.

15. April 1789

Der Orgelbauer Christian Ludwig König verstirbt in Köln. Er stattete zahlreiche Kirchen in Köln mit seinen Orgeln aus.

27. April 1842

In der Privatwohnung des Gastwirts Josef Wessel in der Georgstraße 7 findet auf Initiative von Kaspar Krahe, dem Verwalter des städtischen Waisenhauses am nahe gelegenen Perlengraben, die Gründungsversammlung des Kölner Männer-Gesang-Vereins statt. Am Folgetag verabschieden zwanzig Freunde des unbegleiteten Männergesangs im Bönn'schen Hof am Waidmarkt die Statuten und wählen Domorganist Franz Weber einstimmig zum Musikdirektor. Erstes Probenlokal wird die Musikalienhandlung Eck & Comp. in der Hohestraße 113.

8. Mai 1957

Als "Großes Haus für Oper und Schauspiel" wird die neue Oper in Köln in Anwesenheit des damaligen Bundeskanzlers und Alt-Oberbürgermeisters von Köln, Konrad Adenauer, eingeweiht.

10. Mai 1914

Uraufführung der Oper "Die Marketenderin" von Engelbert Humperdinck mit dem Libretto von Robert Misch.

17. Mai 1967

In der Kölner Sporthalle stellen die "Beat Stones" ihre erste Single "What? Am I in Love?" im Vorprogramm eines Beach-Boys-Konzerts vor. Aus den Beat Stones werden drei Jahre später die "Bläck Fööss"

28. Mai 1922

Uraufführung der Oper "Der Zwerg" von Alexander von Zemlinsky.

6. Juni 1993

Frank Sinatra gibt ein Konzert auf dem Kölner Roncalliplatz.

8. Juni 1957

Uraufführung der Tragödie "Bluthochzeit" von Wolfgang Fortner in Köln.

10. Juni 2001

Der Dirigent Markus Stenz debütiert als Leiter des Gürzenich-Orchesters.

20. Juni 1819

Am Großen Griechenmarkt in der Altstadt-Süd kommt Jacques Offenbach als Jakob Eberst zur Welt, Sohn des Synagogen-Kantors Isaac Offenbach. Mit vierzehn zieht er nach Paris, wo er zum Begründer der modernen Operette wird; „Orphée aux enfers" und „La Belle Hélène" begründen seinen Weltruhm. Eine Gedenktafel am heutigen Neubau erinnert an das längst abgerissene Geburtshaus des größten Sohnes der Stadt.

23. Juni 1954

Uraufführung der Oper "Die Witwe von Ephesus" von Hermann Reutter in Köln.

10. Juli 1905

Der Komponist Hans Ottens wird in Köln geboren. Aus seiner Feder stammt der Karnevalsklassiker "Du kannst nicht treu sein".

18. Juli 1988

Die 1938 in Köln als Christa Päffgen geborene Sängerin Nico stirbt auf Ibiza an den Folgen eines Fahrradunfalls. Als Model und Schauspielerin in Europa bekannt geworden, wirkte sie am Album „The Velvet Underground & Nico" mit und arbeitete danach jahrzehntelang als Solokünstlerin. Ihre tiefe, dunkle Stimme wurde zum Markenzeichen des Avantgarde-Pop.

20. Juli 1970

Todestag des Krätzchensängers und Büttenredners Horst Muys. Er war bekannt als das "'enfant terrible" in den Kölner Sitzungssälen seiner Zeit, da er mit seinen weit unter die Gürtellinie zielenden Zoten den Unmut der Offiziellen auf sich zog, weswegen er 1968 mit einem Redeverbot belegt wurde. Doch schon 1969 durfte er wieder in den Kölner Sitzungssälen auftreten. Seinen größten Hit hatte er 1969 mit "Ene Besuch em Zoo" (Ein Besuch im Zoo). Sein Grab befindet sich auf dem Kölner Melatenfriedhof.

26. Juli 1900

Der Komponist und Sänger Karl Berbuer wird in Köln geboren. Aus seiner Feder stammen Karnevalsklassiker wie "Heidewitzka, Herr Kapitän" (1936), das "Trizonesien-Lied" (1948) und "Un et Arnöldche fleut "(1950), Bundeskanzler Konrad Adenauer wurde im Jahre 1950 bei seiner Ankunft in Chicago mangels einer offiziellen Hymne mit "Heidewitzka, Herr Kapitän" empfangen und bei Sportehrungen spielte man oft das "Trizonesien-Lied", welches sich mit der Aufteilung Deutschlands in Zonen nach dem 2. Weltkrieg befasste und englische Zeitungen zu dem Ausspruch "Sie werden wieder frech" verleitete. Zu Ehren Karl Berbuers steht in der Kölner Südstadt ein Brunnen in Form eines Narrenschiffes.

6. August 1936

Willi Ostermann stirbt im Krankenhaus Lindenburg. Zehntausende säumen die Straßen Kölns auf dem Trauerzug vom Neumarkt zum Melatenfriedhof am 10.8.1936.

16. August 1869

In Köln geboren, macht Rainer Simons als Sänger und Theaterleiter in Wien Karriere. 1903 übernimmt er die Direktion des Kaiser-Jubiläums-Stadttheaters, aus dem unter seiner Leitung ab 1905 die Wiener Volksoper hervorgeht. Er holt den Dirigenten Alexander Zemlinsky ans Haus und fördert junge Sängerinnen wie Maria Jeritza. Später lehrt er als Professor an der Wiener Musikakademie.

20. August 1908

Gründung des "Männergesangvereins Kölner Straßenbahner".

5. September 1905

Der Volkssänger Willy Schneider wird in Köln geboren. Er sang u.a. "Man müßte nochmal 20 sein" und "Schütt die Sorgen in ein Gläschen Wein".

14. September 1986

Die Kölner Philharmonie wird eröffnet.

1. Oktober 1876

Der Komponist der berühmtesten Karnevalslieder, Willi Ostermann, wird in Mülheim (heute Köln) geboren. Aus seiner Feder stammen so bekannte Titel wie "Och wat wor dat fröher schön doch en Colonia", "Et Stina muß 'ne Mann han!", "Kut erop! Kut erop! Kut erop!" und natürlich "Heimweh nach Köln - Ich mööch zo Foß noh Kölle jonn",sein bekanntestes Werk, welches er auf dem Totenbett komponierte. Zu seinen Ehren wurde am 16. Februar 1939 in der Kölner Altstadt der Willi-Ostermann-Brunnen eingeweiht.

16. Oktober 1938

Die Sängerin Christa Päffgen ("Nico") wird in Köln geboren.

17. Oktober 1998

Mit einem Konzert des Tenors Luciano Pavarotti wird die Kölnarena eröffnet.

18. Oktober 1887

Das "Doppelkonzert a-Moll für Violine, Violoncello und Orchester op. 102" von Johannes Brahms wird im Kölner Gürzenich uraufgeführt.

18. Oktober 1904

Uraufführung der 5. Sinfonie von Gustav Mahler in Köln. Mahler dirigiert persönlich.

22. Oktober 1970

Die "Bläck Fööss" veröffentlichen ihre erste Single "Rievkooche-Walzer / Selverhuhzick".

5. November 1895

Franz Wüllner dirigiert die Uraufführung der symphonischen Dichtung "Till Eulenspiegels lustige Streiche für Orchester, op. 28" von Richard Strauss im Gürzenich in Köln.

8. November 1929

Uraufführung des Hörspiels von Friedrich Wolf "SOS … rao rao … Foyn" in Köln. Es ist die älteste komplett erhaltene Hörspielproduktion in deutscher Sprache und hat eine Länge von ca. 65 Minuten.

15. November 1632

In Köln wird Johann Heinrich Mundt getauft. Sein Handwerk erlernt der Orgelbauer in Prag, wo er zu einem der markantesten Orgelbaumeister des 17. Jahrhunderts in Böhmen aufsteigt: Seine 1673 vollendete Orgel der Teynkirche gilt als Hauptwerk des böhmischen Hochbarock und ist die älteste erhaltene Orgel Prags. Um die Jahrtausendwende schlägt die Restaurierung durch die Bonner Werkstatt Klais den Bogen zurück ins Rheinland.

18. November 1929

Julius Eduard Bennert stirbt in Köln. Der Kaufmann und Wahlkonsul Uruguays sammelt historische Instrumente und veröffentlicht 1881 die erste umfassende Geschichte der Zither. Unter dem Pseudonym Erasmus Schleicher schreibt er zudem Bühnenstücke, und als Numismatiker verfasst er Schriften über Bismarck-Medaillen. Seine Instrumentensammlung ist bis heute in Museen erhalten.

18. November 1957

Der Komponist und Kontrabassist Andreas Schilling kommt in Köln zur Welt. Nach dem Studium an der Kölner Musikhochschule schreibt er Filmmusik für über vierzig Kino- und Fernsehproduktionen und erhält 1995 den Filmmusikpreis der Deutschen Phono-Akademie. Über Jahre spielt er im Markus-Reinhardt-Ensemble und ist am Kölner Schauspielhaus tätig.

28. November 1949

Thomas Richard „Tommy“ Engel wird in Köln geboren. Er wird als Sänger der Kölner Band Bläck Fööss bekannt.

29. November 1916

Der Komponist Karl Bette wird in Köln geboren.

21. Dezember 1854

Uraufführung der komischen Oper "Der Advokat" von Ferdinand Hiller in Köln.

24. Dezember 1989

Der Komponist und Liedtexter Heinz Gietz verstirbt in Köln.

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