Ereignisse zum Thema: Musik

2. Januar 1937

In Köln-Kalk wird Martin Lauer geboren. Der Leichtathlet stellt 1959 einen Hürden-Weltrekord auf und wird im selben Jahr zum Sportler des Jahres gewählt. 1960 gewinnt er bei den Olympischen Spielen in Rom Gold mit der 4-mal-100-Meter-Staffel. Später ist er als Schlagersänger erfolgreich.

5. Januar 1974

Der Bariton Wolfgang Anheisser stirbt in Köln. Am Neujahrstag ist er während einer Aufführung des „Bettelstudenten" an der Kölner Oper von einer Kulisse auf die Bühne gestürzt. Der 1929 in Köln geborene Sänger erliegt wenige Tage darauf den Folgen seiner Verletzungen.

8. Januar 2008

Henner Berzau kommt nach dem Krieg nach Köln, studiert hier Medizin und eröffnet 1954 eine Kinderarztpraxis in Köln-Riehl. Über vier Jahrzehnte behandelt er dort seine Patienten. Als „Doktor mit der Quetsch" schreibt er über 250 Lieder und Texte auf Kölsch. In Köln stirbt er am 8. Januar.

12. Januar 1989

Der Sänger Willy Schneider ("Schütt die Sorgen in ein Gläschen Wein") verstirbt in Köln.

13. Januar 1901

Im Restaurant Vogel „Ossendorfer Hof" in Köln-Ossendorf gründen vierzehn Stammtischfreunde auf Vorschlag von Christian Lansen die Alte Kölner Karnevalsgesellschaft „Schnüsse Tring". Ihren Namen entlehnen sie dem seit 1859 in den Sitzungen gesungenen Lied von Joseph Roesberg über ein selbstbewusstes Ossendorfer Dienstmädchen. Als elftälteste Karnevalsgesellschaft der Stadt widmet sie sich bis heute besonders der Pflege kölscher Lieder und der Mundart.

14. Januar 1858

Max Bruchs Oper "Scherz, List und Rache" wird in Köln uraufgeführt.

20. Januar 1966

Floh de Cologne wird von Kölner Studenten als Politkabarett gegründet.

24. Januar 1909

Der Komponist, Kapellmeister und Sänger Fritz Weber wird in Köln geboren. Er komponierte u.a. "Ach, wär ich nur ein einzig Mal ein schmucker Prinz im Karnevall", "Ich bin ene kölsche Jung" und "Nüngzehnhundert Johr steiht uns Kölle am Rhing".

24. Januar 1975

Die meistverkaufte Jazz-Soloplatte, "The Köln Concert" von Keith Jarrett, wird bei einem Konzert in der Kölner Oper mitgeschnitten.

27. Januar 1845

Der Kölner Rat beschließt die Gründung der Rheinischen Musikschule in Köln.

28. Januar 1867

In Köln erblickt Franz Maria Hubert Albert Ahn das Licht der Welt und bleibt der Stadt zeitlebens eng verbunden. Als Verleger und Jurist führt er das Musik- und Bühnenverlagshaus Ahn & Simrock, das sich der Verbreitung französischer Opern und Bühnenwerke in Deutschland widmet, und übernimmt Leitungsposten in Zeitungs- und Industrieunternehmen. Wegen der jüdischen Herkunft seiner Frau emigriert er in die Schweiz; auf dem Kölner Melaten-Friedhof findet er schließlich seine letzte Ruhe.

30. Januar 1911

Im Kölner Severinsviertel kommt der Komponist und Musikverleger Gerhard Jussenhoven zur Welt, der zugleich als promovierter Jurist eine Doppelkarriere führt. Mit über tausend Liedern prägt er das kölsche Liedgut wie kaum ein Zweiter; seine Welterfolge „Kornblumenblau" und „Man müßte nochmal zwanzig sein" entstehen neben „Die Hüsjer bunt om Aldermaat" und der Operette „Eau de Cologne". Bis heute gehören seine Melodien zum festen Bestand kölscher Bühnen.

1. Februar 1979

Queen geben ihr erstes Konzert in der Kölner Sporthalle.

3. Februar 1896

In Köln als Tochter des Musikkritikers Karl Wolff geboren, wächst Henny Wolff in einem musikalischen Elternhaus auf und besucht das Kölner Konservatorium. Bei einem Gürzenich-Konzert tritt sie erstmals öffentlich auf und wird zur gefeierten Konzertsopranistin, die vor allem als Interpretin der Oratorien Bachs und Händels sowie der Lieder von Brahms internationalen Ruf erlangt.

3. Februar 1977

Die Gruppe Abba gibt ihr einziges Konzert in der Kölner Sporthalle.

8. Februar 1982

Der Bigband-Leader Kurt Edelhagen verstirbt in Köln. Berühmt wurde Edelhagen für seine Musik zur Eröffnung der Olympischen Spiele 1972 in München.

15. Februar 1901

Der Komponist und Sänger Jupp Schmitz wird in Köln geboren. Er komponierte u.a. "Wer soll das bezahlen", "Am Aschermittwoch ist alles vorbei" und "Es ist noch Suppe da". Ihm zu Ehren wurden in Köln eine Skulptur, die ihn sitzend am Klavier darstellt, errichtet und ein Platz nach ihm benannt.

15. Februar 1965

Die Oper "Die Soldaten" von Bernd Alois Zimmermann wird im Kölner Opernhaus uraufgeführt.

16. Februar 1860

Carl Venth wird in Köln geboren und studiert am Kölner Konservatorium Violine und Komposition, letztere bei Ferdinand Hiller. Mit zwanzig wandert er nach Amerika aus, wird Konzertmeister der Metropolitan Opera in New York und später Symphonie-Pionier in Texas: Er erweckt das Dallas Symphony Orchestra zu neuem Leben und gründet 1913 das Fort Worth Symphony Orchestra. Über hundert Kompositionen stammen aus seiner Feder.

17. Februar 1865

In Köln wird die Oper „Der Deserteur" von Ferdinand Hiller uraufgeführt. Der gebürtige Frankfurter wirkt seit anderthalb Jahrzehnten als Kölner städtischer Musikdirektor, leitet die Gürzenich-Konzerte, das Konservatorium und zwölf Niederrheinische Musikfeste. Das Libretto der dreiaktigen Oper stammt von Ernst Pasqué; Hiller verbringt die letzten Jahrzehnte seines Lebens in der Stadt.

19. Februar 2013

Der Komponist, Bratschist und Rundfunkredakteur Manfred Niehaus stirbt in Köln, wo er auch geboren wird. Er studiert bei Bernd Alois Zimmermann und gehört der Gruppe 8 rheinischer Komponisten an. Von 1971 bis 1989 ist er Redakteur für Neue Musik in der Musikredaktion des WDR in Köln, ab 1978 leitet er die Jazz-Redaktion. Am Kölner Theater „Der Keller" arbeitet er als Regisseur.

19. Februar 2023

Christoph Caskel, Schlagzeuger und Perkussionist der Neuen Musik, stirbt in Köln. Von 1949 bis 1953 studiert er an der Kölner Musikhochschule und wirkt später an Uraufführungen von Stockhausen (Zyklus, Kontakte) und Kagel mit. Er lehrt an der Rheinischen Musikschule und als Professor an der Hochschule für Musik und Tanz Köln.

25. Februar 2020

Marie-Luise Nikuta, geboren als Marie-Luise Oberbrinkmann in Köln-Nippes, stirbt am Karnevalsdienstag in Köln. Die Mundartsängerin, Texterin und Komponistin schreibt über 160 Karnevalslieder und liefert jahrzehntelang das jährliche Mottolied für den Kölner Karneval. Als „Königin des Mottolieds" prägt sie den Kölner Karneval. Sie wird auf dem Melaten-Friedhof beigesetzt.

1. März 1936

Die Staatliche Hochschule für Musik in Köln beginnt ihre Zusammenarbeit mit dem "Reichssender Köln".

3. März 1970

Erstes Konzert von Led Zeppelin in der Kölner Sporthalle.

6. März 1793

In Köln wird der Komponist Bernhard Klein geboren. Nach einer Ausbildung, die ihn zu Cherubini nach Paris führt, wirkt er zunächst als Musikdirektor am Kölner Dom, bevor er nach Berlin geht und dort Professor für Komposition wird. Sein Schaffen umfaßt Oratorien, geistliche Musik und Lieder; er zählt zu den Mitbegründern der Berliner Liedertafel.

8. März 1898

Unter der Leitung des Dirigenten Franz Wüllner wird die Komposition "Don Quixote" von Richard Strauss im Kölner Gürzenich uraufgeführt.

10. März 1920

Der Pianist, Komponist und Musikschriftsteller Otto Neitzel stirbt in Köln, wo er seit mehr als drei Jahrzehnten wirkt. Ab 1885 lehrt er am Kölner Konservatorium, 1887 übernimmt er zusätzlich den Musikteil der 'Kölnischen Zeitung' und schreibt fortan als deren Musikkritiker.

18. März 2000

Der Schlagerkomponist Rudi von der Dovenmühle stirbt in Köln, wo er am 19. September 1920 geboren wurde. In den 1960er und 1970er Jahren schreibt er Schlager, darunter gemeinsam mit Nils Nobach „Ich will 'nen Cowboy als Mann“ für Gitte Hænning. Viele seiner Titel veröffentlicht er unter dem Pseudonym Rudi Lindt.

25. März 1911

Im Metropol Theater in Köln findet die Uraufführung der Operette "Grigri" von Paul Lincke statt.

27. März 1924

Die Oper "Irrelohe" von Franz Schreker wird in Köln uraufgeführt.

30. März 1849

Wilhelm Heyer wird am 30. März in Köln geboren. Der Papierhändler und Sammler baut eine der größten Sammlungen historischer Musikinstrumente auf und gründet in Köln das nach ihm benannte Musikhistorische Museum mit über 2.600 Instrumenten und rund 20.000 Musiker-Autographen. Er stirbt am 20. März 1913 in Köln.

30. März 1951

Wolfgang Niedecken wird in Köln geboren. Er wird Musiker und Maler und gründet 1976 die Kölschrock-Band BAP, deren Frontmann, Sänger und Texter er ist. Seine Lieder schreibt er auf Kölsch. Von den Gründungsmitgliedern ist er heute als einziger verblieben.

30. März 1967

Die Rolling Stones geben ihr erstes Konzert in der Kölner Sporthalle.

7. April 1983

Die Kölner Band Floh de Cologne verabschiedet sich mit einem 14-stündigen Konzert in der Kölner Sporthalle.

8. April 1890

In Köln kommt Cordy Millowitsch, geborene Ducque, zur Welt. Sie wird Operettensängerin und Schauspielerin, erhält nach ihrem Wechsel nach Berlin eine Gesangsausbildung und tritt vor dem Ersten Weltkrieg am Metropol-Theater auf. 1909 heiratet sie in Köln Wilhelm Millowitsch und wird so Teil der Kölner Theaterfamilie Millowitsch, als Tante von Willy und Lucy.

11. April 1938

Der Opernsänger Kurt Moll wird am 11. April in Buir bei Kerpen geboren. Er studiert an der Kölner Musikhochschule und beginnt seine Bühnenlaufbahn an der Oper Köln. Später ist er als Bass an den großen Häusern in München, Wien und New York gefragt und unterrichtet als Gesangsprofessor an der Hochschule für Musik und Tanz Köln. 2017 stirbt er in Köln.

11. April 2023

Lotti Krekel stirbt mit 81 Jahren in Köln, wo sie 1941 geboren wurde. Ab 1958 gehört sie zum Ensemble des Millowitsch-Theaters, ab 1969 singt sie auch auf Kölsch. Einem breiten Publikum ist sie aus der WDR-Serie „Die Anrheiner“ bekannt, in der sie in fast 400 Folgen spielt. Ihr Grab liegt auf dem Melaten-Friedhof.

13. April 1921

Nahe dem Friesenplatz wird Toni Steingass geboren, der später als Komponist und Texter des Kölner Karnevals bekannt wird. 1946 gründet er das Steingass-Terzett und schreibt überwiegend kölsche Mundartlieder; sein Werkverzeichnis umfasst 419 Titel. 1977 erhält er die Willi-Ostermann-Medaille in Gold.

15. April 1789

Der Orgelbauer Christian Ludwig König verstirbt in Köln. Er stattete zahlreiche Kirchen in Köln mit seinen Orgeln aus.

27. April 1842

In der Privatwohnung des Gastwirts Josef Wessel in der Georgstraße 7 findet auf Initiative von Kaspar Krahe, dem Verwalter des städtischen Waisenhauses am nahe gelegenen Perlengraben, die Gründungsversammlung des Kölner Männer-Gesang-Vereins statt. Am Folgetag verabschieden zwanzig Freunde des unbegleiteten Männergesangs im Bönn'schen Hof am Waidmarkt die Statuten und wählen Domorganist Franz Weber einstimmig zum Musikdirektor. Erstes Probenlokal wird die Musikalienhandlung Eck & Comp. in der Hohestraße 113.

27. April 1928

Der Orgelbauer Ernst Hubert Seifert stirbt am 27. April in Köln. 1855 in Sülzdorf geboren, gründet er 1885 im Kölner Raum seine selbständige Orgelbauwerkstatt und baut von Köln aus sein Unternehmen auf. Im Lauf der Jahre gründet er mehrere Orgelbaufirmen.

2. Mai 1887

Michael Bohnen wird am 2. Mai in Köln geboren und am 26. Mai in St. Gereon getauft. An der Hochschule für Musik Köln erhält er seine Ausbildung. Der Bassbariton wird in den 1920er und 1930er Jahren zum Weltstar, singt von 1922 bis 1933 an der Metropolitan Opera in New York und tritt auch als Filmschauspieler auf. Nach 1945 ist er Intendant der Städtischen Oper Berlin, wo er am 26. April 1965 stirbt.

2. Mai 1957

Markus Stockhausen wird in Köln geboren, als Sohn des Komponisten Karlheinz Stockhausen. Er besucht das Kölner Musikgymnasium und studiert von 1974 bis 1982 an der Hochschule für Musik Köln klassische und Jazz-Trompete. Als Trompeter und Komponist wirkt er an Uraufführungen von Werken seines Vaters mit und bewegt sich zwischen zeitgenössischer Musik, Klassik und Jazz.

4. Mai 1927

Trude Herr wird in Köln-Kalk geboren und wächst in Kalk und Mülheim auf. Sie wird zur Kölner Volksschauspielerin und Sängerin; bekannt macht sie 1960 der Schlager „Ich will keine Schokolade“. Von 1977 bis 1986 führt sie ihr eigenes Theater im Vringsveedel.

7. Mai 2020

Charly Wagner, gebürtiger Kölner und langjähriger Hörfunksprecher beim WDR, stirbt in seiner Heimatstadt. Ab 1965 arbeitet er beim Sender, wo er mit Sendungen wie „Musikpavillon" und „Swing und Balladen" zur „Stimme von WDR 4" wird. Nach 39 Jahren beim WDR geht er 2004 in den Ruhestand. Fast seine gesamte Rundfunklaufbahn verbringt er in Köln.

8. Mai 1957

Als "Großes Haus für Oper und Schauspiel" wird die neue Oper in Köln in Anwesenheit des damaligen Bundeskanzlers und Alt-Oberbürgermeisters von Köln, Konrad Adenauer, eingeweiht.

10. Mai 1914

Uraufführung der Oper "Die Marketenderin" von Engelbert Humperdinck mit dem Libretto von Robert Misch.

11. Mai 1885

Der 1811 in Frankfurt am Main geborene Komponist und Dirigent Ferdinand Hiller stirbt in Köln, wo er seit 1850 als Städtischer Musikdirektor wirkt. Er leitet die Konzertgesellschaft und den Konzertchor der Gürzenich-Konzerte, übernimmt das Kölner Konservatorium und dirigiert zwölf Niederrheinische Musikfeste. Beigesetzt wird er auf dem Melaten-Friedhof.

11. Mai 1917

Der aus Langensalza stammende Komponist und Musikschriftsteller Otto Klauwell wird 1875 als Lehrer für Komposition und Musikgeschichte an das Kölner Konservatorium berufen. Neben Kammermusik und zwei Opern verfasst er mehrere musiktheoretische und musikhistorische Werke. In Köln, wo er lange lehrt und komponiert, stirbt er am 11. Mai.

17. Mai 1967

In der Kölner Sporthalle stellen die "Beat Stones" ihre erste Single "What? Am I in Love?" im Vorprogramm eines Beach-Boys-Konzerts vor. Aus den Beat Stones werden drei Jahre später die "Bläck Fööss"

22. Mai 1956

Die Musikproduzentin Vera Brandes wird am 22. Mai in Köln geboren. Noch als Teenagerin organisiert sie in der Reihe „New Jazz in Cologne“ das Solokonzert von Keith Jarrett in der Kölner Oper, das am 24. Januar 1975 stattfindet. Der Mitschnitt erscheint als „Köln Concert“ und wird zum meistverkauften Solo-Jazzalbum der Geschichte.

28. Mai 1922

Uraufführung der Oper "Der Zwerg" von Alexander von Zemlinsky.

29. Mai 1907

Der österreichische Opernsänger Eugen Guszalewicz stirbt mit rund 40 Jahren in Köln. Der lyrische Tenor, gebürtig aus Lemberg, gehört seit 1905 dem Kölner Opernhaus an, nachdem er zuvor in Aachen, Brünn und am Deutschen Theater Prag gesungen hat. Er wird auf dem Melaten-Friedhof bestattet. Seine Tochter Genia wird ebenfalls Opernsängerin.

6. Juni 1993

Frank Sinatra gibt ein Konzert auf dem Kölner Roncalliplatz.

8. Juni 1957

Uraufführung der Tragödie "Bluthochzeit" von Wolfgang Fortner in Köln.

10. Juni 1881

Albert Gereon Stein stirbt in Köln, wo er 1809 zur Welt kommt. Als Priester wirkt er an St. Johann, ab 1862 an St. Ursula, und unterrichtet Gesang am Kölner Priesterseminar. Das von ihm herausgegebene Kölnische Gesangbuch und sein Kölnisches Andachtsbuch erreichen bis zu seinem Tod je 26 Auflagen.

10. Juni 2001

Der Dirigent Markus Stenz debütiert als Leiter des Gürzenich-Orchesters.

20. Juni 1819

Am Großen Griechenmarkt in der Altstadt-Süd kommt Jacques Offenbach als Jakob Eberst zur Welt, Sohn des Synagogen-Kantors Isaac Offenbach. Mit vierzehn zieht er nach Paris, wo er zum Begründer der modernen Operette wird; „Orphée aux enfers" und „La Belle Hélène" begründen seinen Weltruhm. Eine Gedenktafel am heutigen Neubau erinnert an das längst abgerissene Geburtshaus des größten Sohnes der Stadt.

23. Juni 1954

Uraufführung der Oper "Die Witwe von Ephesus" von Hermann Reutter in Köln.

5. Juli 1847

In Köln wird die spätere Pianistin und Komponistin Agnes Zimmermann geboren. Ihre Familie siedelt nach England über, wo sie den Großteil ihrer Laufbahn verbringt. Mit neun Jahren wird sie an der Royal Academy of Music in London aufgenommen, gibt dort Konzerte und ediert unter anderem die Klavierwerke Schumanns sowie Sonaten von Mozart und Beethoven. Daneben komponiert sie Kammermusik, darunter ein Klaviertrio und mehrere Violinsonaten.

9. Juli 1979

In Köln wird Patrice Bart-Williams als Sohn des sierra-leonischen Schriftstellers Gaston Bart-Williams und einer Deutschen geboren. Unter dem Künstlernamen Patrice macht er als Musiker zwischen Reggae und Soul auf sich aufmerksam. Seine Alben „Nile“ (2005) und „The Rising Of The Son“ (2013) platzieren sich in den deutschen Top Ten.

10. Juli 1905

Der Komponist Hans Ottens wird in Köln geboren. Aus seiner Feder stammt der Karnevalsklassiker "Du kannst nicht treu sein".

14. Juli 1934

Der niederländische Pianist Max van de Sandt lehrt von 1896 bis 1906 am Kölner Konservatorium und lebt in Köln-Lindenthal. Noch im letzten Lebensjahr Franz Liszts gehört er zu den Schülern des Komponisten. Nach seiner Kölner Lehrzeit stirbt er am 14. Juli in Köln.

18. Juli 1988

Die 1938 in Köln als Christa Päffgen geborene Sängerin Nico stirbt auf Ibiza an den Folgen eines Fahrradunfalls. Als Model und Schauspielerin in Europa bekannt geworden, wirkte sie am Album „The Velvet Underground & Nico" mit und arbeitete danach jahrzehntelang als Solokünstlerin. Ihre tiefe, dunkle Stimme wurde zum Markenzeichen des Avantgarde-Pop.

19. Juli 1861

Gustav Lazarus wird am 19. Juli in Köln geboren. Aus der Domstadt stammt ein Musiker, der als Pianist, Komponist und Dirigent arbeitet. Zu seinem Werk zählen vor allem Klavier- und Kammermusik. Später lebt er in Berlin, wo er 1920 stirbt.

19. Juli 1946

Monika Kampmann wird am 19. Juli in Köln geboren. Sie wird Liedermacherin und trägt ihre Lieder auf Hochdeutsch und in Kölner Mundart vor. Ihre Bühnenlaufbahn beginnt 1976 mit einer Talentprobe am Kölner Tanzbrunnen. Für ihr Engagement um die kölsche Mundart erhält sie 2004 die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik.

20. Juli 1970

Todestag des Krätzchensängers und Büttenredners Horst Muys. Er war bekannt als das "'enfant terrible" in den Kölner Sitzungssälen seiner Zeit, da er mit seinen weit unter die Gürtellinie zielenden Zoten den Unmut der Offiziellen auf sich zog, weswegen er 1968 mit einem Redeverbot belegt wurde. Doch schon 1969 durfte er wieder in den Kölner Sitzungssälen auftreten. Seinen größten Hit hatte er 1969 mit "Ene Besuch em Zoo" (Ein Besuch im Zoo). Sein Grab befindet sich auf dem Kölner Melatenfriedhof.

23. Juli 2014

Heinz Martin Lonquich, Komponist, Pianist und Kirchenmusiker, stirbt mit 77 Jahren in Köln. Von 1973 bis 2002 lehrt er als Repetitor an der Kölner Musikhochschule. Zugleich ist er Kantor an St. Nikolaus in Köln-Sülz, ab 1976 auch ständiger Diakon der Gemeinde. Er schafft viele geistliche Werke.

26. Juli 1900

Der Komponist und Sänger Karl Berbuer wird in Köln geboren. Aus seiner Feder stammen Karnevalsklassiker wie "Heidewitzka, Herr Kapitän" (1936), das "Trizonesien-Lied" (1948) und "Un et Arnöldche fleut "(1950), Bundeskanzler Konrad Adenauer wurde im Jahre 1950 bei seiner Ankunft in Chicago mangels einer offiziellen Hymne mit "Heidewitzka, Herr Kapitän" empfangen und bei Sportehrungen spielte man oft das "Trizonesien-Lied", welches sich mit der Aufteilung Deutschlands in Zonen nach dem 2. Weltkrieg befasste und englische Zeitungen zu dem Ausspruch "Sie werden wieder frech" verleitete. Zu Ehren Karl Berbuers steht in der Kölner Südstadt ein Brunnen in Form eines Narrenschiffes.

1. August 1899

Am 1. August wird Hans Wilhelm Steinberg in Köln in eine jüdische Familie geboren. Er studiert am Kölner Konservatorium bei Hermann Abendroth und beginnt als Assistent Otto Klemperers an der Kölner Oper. 1933 wird er als Jude aus dem Amt gedrängt und leitet das Orchester des Jüdischen Kulturbunds. 1936 baut er mit Bronisław Huberman das Palestine Symphony Orchestra auf; in den USA wird er Chefdirigent unter anderem in Pittsburgh und Boston.

1. August 1998

Josef Zimmermann, geboren 1906 in Köln, ist von 1948 bis 1985 Organist am Kölner Dom. Ab 1960 gestaltet er die Domorgelfeierstunden und bringt nahezu alle Orgelwerke Hermann Schroeders zur Uraufführung. Am 1. August stirbt er im Alter von 91 Jahren.

6. August 1936

Willi Ostermann stirbt im Krankenhaus Lindenburg. Zehntausende säumen die Straßen Kölns auf dem Trauerzug vom Neumarkt zum Melatenfriedhof am 10.8.1936.

11. August 1881

Augustin Josef Tonger, am 13. Juni 1801 in Köln geboren, stirbt in seiner Heimatstadt. 1822 gründet er in Köln eine Buchhandlung, aus der das spätere Kölner Musikhaus hervorgeht. Sein Sohn Peter Josef Tonger macht aus dem Geschäft einen Musikverlag, der über Generationen zum Kölner Musikhandel gehört.

16. August 1869

In Köln geboren, macht Rainer Simons als Sänger und Theaterleiter in Wien Karriere. 1903 übernimmt er die Direktion des Kaiser-Jubiläums-Stadttheaters, aus dem unter seiner Leitung ab 1905 die Wiener Volksoper hervorgeht. Er holt den Dirigenten Alexander Zemlinsky ans Haus und fördert junge Sängerinnen wie Maria Jeritza. Später lehrt er als Professor an der Wiener Musikakademie.

17. August 1991

Der Jazz-Harfenist und Komponist Jonny Teupen stirbt am 17. August in Köln. 1923 in Berlin geboren, zählt er zu den wenigen Harfenisten des deutschen Jazz. In Köln wirkt er über viele Jahre als Musiker, unter anderem im Umfeld des Kurt-Edelhagen-Orchesters beim WDR.

19. August 1878

Als Tochter der jüdischen Kaufmannsfamilie Bing wird Maria Herz in Köln geboren. Sie erhält ihre musikalische Ausbildung unter anderem bei Lehrern des Kölner Konservatoriums und wird Komponistin und Pianistin. Bis 1934 entstehen rund 30 Werke; als Jüdin von der NS-Diktatur verfolgt und mit einem Aufführungsverbot belegt, emigriert sie über England in die USA, wo sie 1950 in New York stirbt.

20. August 1908

Gründung des "Männergesangvereins Kölner Straßenbahner".

22. August 2017

Der Pianist Aloys Kontarsky stirbt am 22. August in Köln. Von 1969 bis 1994 lehrt er als Professor an der Kölner Hochschule für Musik und Tanz und prägt die Interpretation Neuer Musik. Mit seinem Bruder Alfons bildet er über Jahrzehnte ein Klavierduo für zeitgenössisches Repertoire; 1955 gewinnen die Brüder den ARD-Wettbewerb. Er wird auf dem Melaten-Friedhof beigesetzt.

1. September 1789

Franz Anton Adam Stockhausen wird in Köln geboren. Er wirkt als Harfenist und Komponist und gehört zur Musikerfamilie Stockhausen, aus der mehrere Musiker hervorgehen. Auch sein Sohn Julius Stockhausen schlägt eine musikalische Laufbahn ein und wird ein bekannter Bariton und Gesangspädagoge.

2. September 1940

Der Musikproduzent und Komponist Jack White, bürgerlich Horst Nussbaum, wird in Köln geboren. Vor seiner Musiklaufbahn spielt er als Fußballer im Kölner Raum. Als Produzent schreibt er Titel unter anderem für Laura Branigan und David Hasselhoff und zählt zu den erfolgreichsten Deutschlands. Er stirbt im Oktober 2025 in Berlin.

3. September 1821

Ernst Pasqué wird am 3. September in Köln geboren. Er tritt zunächst als Opernsänger im Bariton-Fach auf und wird später Regisseur am Hoftheater in Darmstadt. Daneben arbeitet er als Schriftsteller und schreibt als Librettist Operntexte. Er stirbt 1892 in Alsbach-Hähnlein.

3. September 1983

In Köln wird Ekrem Bora geboren, der als Rapper unter dem Namen Eko Fresh auftritt. Er zählt zu den bekannten Vertretern des deutschen Hip-Hop und gründet das Kölner Label German Dream. Sein Album „Eksodus“ erreicht 2013 Platz eins der deutschen Charts.

5. September 1905

Der Volkssänger Willy Schneider wird in Köln geboren. Er sang u.a. "Man müßte nochmal 20 sein" und "Schütt die Sorgen in ein Gläschen Wein".

14. September 1986

Die Kölner Philharmonie wird eröffnet.

18. September 1933

Der Komponist und Bratschist Manfred Niehaus wird in Köln geboren. Von 1967 bis 1989 arbeitet er beim Westdeutschen Rundfunk in Köln, zunächst als Redakteur für Neue Musik, ab 1978 als Leiter der Jazzredaktion. Nach seinem Tod wird er auf dem Kölner Melaten-Friedhof beigesetzt.

18. September 2008

Mauricio Kagel stirbt in Köln, wo er über vier Jahrzehnte gewirkt hat. Der 1931 in Buenos Aires geborene argentinisch-deutsche Komponist, Dirigent und Regisseur kommt in den 1950er Jahren an den Rhein und leitet ab 1969 als Nachfolger Stockhausens die Kölner Kurse für Neue Musik. 1974 wird er Professor für Musiktheater an der Kölner Musikhochschule und lebt bis zuletzt in der Stadt.

25. September 1905

Der Pianist, Klavierpädagoge und Komponist Isidor Wilhelm Seiss stirbt in Köln. Seit 1871 wirkt er als Klavierlehrer am Kölner Konservatorium und bleibt dort bis zu seinem Tod. Zu seinen Schülern am Konservatorium zählen Engelbert Humperdinck und Elly Ney.

25. September 1956

Der Popsänger und Songschreiber Rüdiger „Purple" Schulz wird in Köln geboren. In seiner Heimatstadt wächst er auf und erhält Klavier- und Orgelunterricht. Er ist außerdem Multiinstrumentalist und Radiomoderator. Seine größten Erfolge hat er in den 1980er Jahren mit Titeln wie „Sehnsucht" (1985) und „Verliebte Jungs".

27. September 1947

In Köln wird der spätere Schlagzeuger Jürgen Zöller geboren. Von 1987 bis 2014 spielt er in der Kölschrock-Band BAP und ist dort nach dem Gründer Wolfgang Niedecken das am längsten durchgehend aktive Bandmitglied. Sein letztes Konzert mit BAP gibt er im Jahr 2014.

29. September 1809

Albert Gereon Stein wird in Köln geboren. Als katholischer Priester und Kirchenmusiker wirkt er als Pfarrer an St. Johann und St. Ursula und unterrichtet Gesang am Kölner Priesterseminar. Daneben ist er als Schriftsteller tätig. Er stirbt 1881 in seiner Geburtsstadt.

29. September 1929

Rolf Kühn kommt in Köln zur Welt und wird Jazzklarinettist, Komponist und Orchesterleiter. Auf der Klarinette macht er sich einen Namen. In den 1950er Jahren zeichnen ihn europäische Jazz-Wettbewerbe mehrfach als besten Klarinettisten aus. Am 18. August 2022 stirbt er in Berlin.

30. September 1875

In Köln kommt Alfred Breitenbach zur Welt, der als Fred Fisher zum US-amerikanischen Songschreiber und Musikverleger der Tin-Pan-Alley-Ära wird. Um 1900 wandert er in die USA aus. Dort schreibt er Erfolgstitel wie „Peg o' My Heart", „Dardanella", „Chicago" und „Come Josephine in My Flying Machine".

1. Oktober 1876

Der Komponist der berühmtesten Karnevalslieder, Willi Ostermann, wird in Mülheim (heute Köln) geboren. Aus seiner Feder stammen so bekannte Titel wie "Och wat wor dat fröher schön doch en Colonia", "Et Stina muß 'ne Mann han!", "Kut erop! Kut erop! Kut erop!" und natürlich "Heimweh nach Köln - Ich mööch zo Foß noh Kölle jonn",sein bekanntestes Werk, welches er auf dem Totenbett komponierte. Zu seinen Ehren wurde am 16. Februar 1939 in der Kölner Altstadt der Willi-Ostermann-Brunnen eingeweiht.

4. Oktober 1865

Der Tenor Wilhelm Birrenkoven wird in Köln geboren. Von 1884 bis 1888 studiert er mit einem Stipendium am Kölner Konservatorium bei Franz Wüllner, ab 1890 singt er an der Kölner Oper. 1893 holt ihn Bernhard Pollini ans Hamburger Stadttheater, wo er zu den führenden Wagner-Tenören seiner Zeit zählt.

4. Oktober 1870

Carl Leibl, seit 1826 Domorganist und Domkapellmeister am Kölner Dom, stirbt in Köln. Er leitet den Verein der Dommusiken und Liebhaberkonzerte. 1863 wird sein Chor aufgelöst; im selben Jahr endet auch sein Amt am Dom. Neben Kirchenmusik komponiert Leibl Karnevalslieder und Karnevalstänze. Sein Sohn ist der Maler Wilhelm Leibl.

12. Oktober 1909

Ernest Berk wird in Köln geboren und erhält seine Ausbildung an der Rheinischen Musikschule. Als Tänzer und Choreograph des Ausdruckstanzes gibt er 1929 sein Debüt und arbeitet später mit Max Reinhardt; zugleich ist er ein Pionier der Musique concrète. 1934 muss er Deutschland verlassen und wirkt danach überwiegend in London, wo er ein eigenes Studio für elektronische Musik aufbaut.

16. Oktober 1938

Die Sängerin Christa Päffgen ("Nico") wird in Köln geboren.

17. Oktober 1998

Mit einem Konzert des Tenors Luciano Pavarotti wird die Kölnarena eröffnet.

18. Oktober 1887

Das "Doppelkonzert a-Moll für Violine, Violoncello und Orchester op. 102" von Johannes Brahms wird im Kölner Gürzenich uraufgeführt.

18. Oktober 1904

Uraufführung der 5. Sinfonie von Gustav Mahler in Köln. Mahler dirigiert persönlich.

22. Oktober 1970

Die "Bläck Fööss" veröffentlichen ihre erste Single "Rievkooche-Walzer / Selverhuhzick".

4. November 1898

In Köln wird die Musikwissenschaftlerin Else Thalheimer geboren. Ab etwa 1924 leitet sie das Programm der 1921 gegründeten Kölner Gesellschaft für Neue Musik und holt unter anderem Sergej Prokofjew und Kurt Weill in die Stadt. 1933 verliert sie als Jüdin diesen Posten und arbeitet danach für den Jüdischen Kulturbund Rhein-Ruhr. Im Dezember 1935 emigriert sie mit ihrem Mann Salomon Lewertoff nach Tel Aviv, wo sie am Aufbau des späteren Israel Philharmonic Orchestra mitwirkt.

5. November 1895

Franz Wüllner dirigiert die Uraufführung der symphonischen Dichtung "Till Eulenspiegels lustige Streiche für Orchester, op. 28" von Richard Strauss im Gürzenich in Köln.

8. November 1929

Uraufführung des Hörspiels von Friedrich Wolf "SOS … rao rao … Foyn" in Köln. Es ist die älteste komplett erhaltene Hörspielproduktion in deutscher Sprache und hat eine Länge von ca. 65 Minuten.

14. November 2023

Der Kulturmanager Franz Xaver Ohnesorg kommt in den 1980er Jahren nach Köln, zunächst als Direktor, dann als Intendant der 1986 eröffneten Kölner Philharmonie. Rund 16 Jahre leitet er das Haus, bis er 1999 an die New Yorker Carnegie Hall wechselt. Auf ihn geht das Weihnachtsformat „Wir warten aufs Christkind“ in der Philharmonie zurück. Er stirbt im Alter von 75 Jahren.

15. November 1632

In Köln wird Johann Heinrich Mundt getauft. Sein Handwerk erlernt der Orgelbauer in Prag, wo er zu einem der markantesten Orgelbaumeister des 17. Jahrhunderts in Böhmen aufsteigt: Seine 1673 vollendete Orgel der Teynkirche gilt als Hauptwerk des böhmischen Hochbarock und ist die älteste erhaltene Orgel Prags. Um die Jahrtausendwende schlägt die Restaurierung durch die Bonner Werkstatt Klais den Bogen zurück ins Rheinland.

16. November 1976

Drei Tage nach seinem Konzert in der Kölner Sporthalle beschließt das SED-Politbüro die Ausbürgerung des Liedermachers Wolf Biermann aus der DDR. Auf Einladung der IG Metall singt er dort vor rund 7.000 Zuhörern; der Kölner WDR überträgt den Abend live. Die Führung begründet den Schritt mit einer angeblich groben Verletzung staatsbürgerlicher Pflichten und markiert damit eine Zäsur für die DDR-Kulturszene.

18. November 1929

Julius Eduard Bennert stirbt in Köln. Der Kaufmann und Wahlkonsul Uruguays sammelt historische Instrumente und veröffentlicht 1881 die erste umfassende Geschichte der Zither. Unter dem Pseudonym Erasmus Schleicher schreibt er zudem Bühnenstücke, und als Numismatiker verfasst er Schriften über Bismarck-Medaillen. Seine Instrumentensammlung ist bis heute in Museen erhalten.

18. November 1957

Der Komponist und Kontrabassist Andreas Schilling kommt in Köln zur Welt. Nach dem Studium an der Kölner Musikhochschule schreibt er Filmmusik für über vierzig Kino- und Fernsehproduktionen und erhält 1995 den Filmmusikpreis der Deutschen Phono-Akademie. Über Jahre spielt er im Markus-Reinhardt-Ensemble und ist am Kölner Schauspielhaus tätig.

23. November 2008

Der Schlagersänger, Komponist und Produzent Erik Silvester, bürgerlich Erik Herschmann, stirbt an Herzversagen in Köln-Rodenkirchen, wo er zuletzt lebt. Bereits Ende der 1960er und in den 1970er Jahren landet er Charterfolge wie „Zucker im Kaffee“ und „Wenn die Trommel ruft“.

28. November 1949

Thomas Richard „Tommy“ Engel wird in Köln geboren. Er wird als Sänger der Kölner Band Bläck Fööss bekannt.

29. November 1916

Der Komponist Karl Bette wird in Köln geboren.

1. Dezember 1929

In Köln wird Wolfgang Anheisser geboren, der als lyrischer Bariton Karriere macht. Ab 1965 gehört er fest zum Ensemble des Kölner Opernhauses und tritt international auf. 1974 stürzt er dort während einer Vorstellung des „Bettelstudent“ von einem Balkon in die Tiefe, weil das Halteseil nicht richtig befestigt ist, und kommt ums Leben. Bestattet wird er auf dem Kölner Melaten-Friedhof.

3. Dezember 2022

Hans Süper junior, 1936 in Köln geboren, stirbt am 3. Dezember im Alter von 86 Jahren in seiner Heimatstadt. Von 1974 bis 1990 tritt der Musiker und Komiker mit seiner „Flitsch", der kölschen Mandoline, zusammen mit Hans Zimmermann als Colonia Duett im Kölner Karneval auf.

10. Dezember 1899

In Köln wird Lili Wieruszowski geboren, Tochter des jüdischen Juristen Alfred Ludwig Wieruszowski. Sie ist Organistin, Komponistin und Kirchenmusikerin. Nach 1933 wird sie aufgrund der nationalsozialistischen Rassenpolitik mit einem Berufsverbot belegt. Im September emigriert sie in die Schweiz, wo sie 1971 in Basel stirbt.

11. Dezember 1960

In Köln wird Uwe Eric Laufenberg geboren, Schauspieler sowie Schauspiel- und Opernregisseur. Von 2009 bis 2012 leitet er die Oper Köln als Intendant. Zuvor steht er dem Hans Otto Theater in Potsdam vor, ab 2014 dem Hessischen Staatstheater Wiesbaden. Als Regisseur inszeniert er unter anderem 'Parsifal' bei den Bayreuther Festspielen.

12. Dezember 1921

In Köln wird der Bariton Toni Blankenheim geboren. 1947 debütiert er an der Frankfurter Oper, ab 1950 gehört er fest zum Ensemble der Hamburgischen Staatsoper, wo man ihn 1961 zum Hamburger Kammersänger ernennt. Bekannt wird er unter anderem für die Titelrolle in Alban Bergs 'Wozzeck'.

13. Dezember 1868

In Köln stirbt der Musikverleger Peter Joseph Simrock. Er stammt aus der Verlegerfamilie Simrock und gründet 1812 eine Kölner Niederlassung des Verlags, deren Leitung er 1832 übernimmt. In seinem Haus erscheinen unter anderem Werke von Felix Mendelssohn Bartholdy und Robert Schumann.

15. Dezember 1928

Pierluigi „Gigi“ Campi wird als Sohn italienischer Eltern in Köln geboren. Von 1948 bis 1980 führt er auf der Hohen Straße das Eiscafé Campis Eis-Diele, das über die dort gespielte Jazzmusik zum Treffpunkt von Künstlern wird. 1954 gründet er mit Mod Records das erste europäische Label für Modern Jazz und veranstaltet über 400 Konzerte, zunächst vor allem in Köln. Er stirbt 2010 in Köln.

16. Dezember 1838

In Köln wird Baruch Pohl in einer jüdischen Familie geboren; später nennt er sich Bernhard Pollini. Sein Bühnendebüt als Sänger gibt er 1857 am Kölner Theater. Danach wechselt er vom Tenor- ins Baritonfach und geht nach Hamburg. Dort übernimmt er 1874 die Leitung des Stadttheaters und behält sie bis zu seinem Tod 1897.

18. Dezember 1906

In Köln wird der Organist Josef Zimmermann geboren. Nach dem Kirchenmusikstudium an der Musikhochschule seiner Heimatstadt wird er 1948 zum Organisten am Kölner Dom berufen und im selben Jahr zum Professor für Orgelspiel an der Kölner Musikhochschule ernannt. Das Amt am Dom hat er bis 1985 inne. Am Wiederaufbau der Domorgel ist er beteiligt.

21. Dezember 1854

Uraufführung der komischen Oper "Der Advokat" von Ferdinand Hiller in Köln.

24. Dezember 1923

In Horrem wird die Pianistin Katharina „Tiny“ Wirtz geboren. Ab 1946 studiert sie an der Kölner Musikhochschule, an der sie von 1963 bis 1994 lehrt, ab 1968 als Professorin. Sie gilt als Wegbereiterin der Neuen Musik nach 1945. Sie stirbt 2023 in Köln und wird auf dem Melaten-Friedhof bestattet.

24. Dezember 1989

Der Komponist und Liedtexter Heinz Gietz verstirbt in Köln.

28. Dezember 1998

Der Komponist, Arrangeur und Bandleader Werner Müller stirbt am 28. Dezember in Köln. Geboren 1920 in Berlin, leitet er zunächst das RIAS-Tanzorchester und wechselt 1967 nach Köln. Dort übernimmt er das Kölner Tanz- und Unterhaltungsorchester und führt es als WDR-Tanzorchester Werner Müller durch viele Fernsehshows.

29. Dezember 1942

Am 29. Dezember kommt in Köln der Musiker Heinz Ganss zur Welt, der später unter dem Namen King Size Dick bekannt wird. Er singt in kölscher Mundart und gehört zum Umfeld der Bläck Fööss. Für sein Schaffen wird ihm die Willi-Ostermann-Medaille des Kölner Karnevals verliehen.

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