Ereignisse zum Thema: Recht und Justiz
9. Januar 1627
Nach Aufforderung durch Greve und Schöffen verhaftet der Stadtrat Katharina Henot. Ohne Vorermittlungen überstellt man sie dem Hohen Weltlichen Gericht.
10. Januar 1627
Katharina Henot wird unter dem Vorwurf der Hexerei verhaftet.
10. Januar 1946
Mit einer feierlichen Zeremonie im Sitzungssaal des Strafsenats wird das Oberlandesgerichts Köln wiedereröffnet.
16. Januar 1630
Christina Plum wird wegen Hexerei verurteilt und hingerichtet.
26. Januar 1398
Der Anführer der patrizischen Partei der Greifen, Hilger Quattermart von der Stesse, der im Kölner Schöffenkrieg gegen die erzbischöflichen Schöffen des Hochgerichts vorging, wird in Köln zum Schafott geführt und enthauptet.
18. Februar 1655
Die letzte Person, die wegen Hexerei hingerichtet wird, ist Entgen Lenart. Sie wird enthauptet und verbrannt. Zum Zeitpunkt ihrer Hinrichtung ist sie 12 Jahre alt.
23. Februar 1686
Nikolaus Güllich wird zum Tod durch das Schwert verurteilt und hingerichtet.
26. Februar 1446
In Köln findet der erste Hexenprozess statt.
13. März 1628
Agnes Solden wird wegen Hexerei inhaftiert und an das Hohe Weltliche Gericht ausgeliefert.
28. März 1827
In seiner Geburtsstadt Köln stirbt der Jurist Heinrich Gottfried Wilhelm Daniels. Über drei politische Epochen hinweg – Kurköln, französische Zeit und preußische Rheinprovinz – wirkt er als Hochschullehrer, Richter und Verwaltungsmann. Als erster Präsident des Rheinischen Appellationsgerichtshofs setzt er durch, daß im Rheinland das französische Zivilrecht erhalten bleibt – eine Weichenstellung, die bis zur Reichsgründung Bestand hat.
3. April 1528
Adolph Clarenbach wird in Köln verhaftet. Zusammen mit dem "Gotteslästerer" Peter Fliesteden wird er am 28. September 1529 verbrannt.
29. April 1628
Die Hebamme Giertgen Sesenschmidt wird wegen Hexerei auf Melaten hingerichtet. Zuvor war sie mit glühenden Zangen gefoltert worden.\r\n
16. Mai 1945
Mit sechs Richtern nimmt das Kölner Amtsgericht seine Tätigkeit wieder auf.
20. Mai 1367
Das adeligen Kölner Ratsmitglied Rütger Hirzelin vom Grin, der städtische Gelder unterschlagen hatte, wird hingerichtet.
23. Mai 1629
Die als Hexe angeklagte Christina Plum wird erstmals an das Hohe Weltliche Gericht überstellt.
4. Juni 1969
Das alte Gefängnis Kölns, der "Klingelpütz", wird gesprengt.
11. Juni 1445
Der Kölner Rat beschließt, daß bis auf wenige Ausnahmen alle Ferkel innerhalb der Stadt abzuschaffen sind.
13. Juni 2002
Die SPD-Politiker Karl Wienand und Norbert Rüther und der Müllunternehmer Hellmut Trienekens werden im Zuge des Kölner Müllskandals verhaftet.
18. Juni 1396
Konstantin von Lyskirchen versucht verlorengegangene patrizische Rechte wiederherzustellen, kann sich aber gegen die Handwerker- und Kaufleutezünfte nicht durchsetzen.
21. Juni 1819
Das Oberlandesgericht Köln wird durch König Friedrich Wilhelm III. von Preußen als "Rheinischer Appellationsgerichtshof" gegründet.
28. Juni 1258
Mit dem Großen Schied wird die oberste Gerichtsgewalt dem Erzbischof Konrad von Hochstaden zugesprochen. Gleichzeitig bestätigt der Spruch aber auch der Stadt eine eigene Gerichtsbarkeit mit Richtern und Amtsleuten.
28. Juni 2012
Der Rat der Stadt Köln rehabilitiert einstimmig Katharina Henot und andere Opfer der Hexenprozesse.
2. Juli 1931
Im Kölner Gefängnis Klingelpütz wird der Serienmöder Peter Kürten mit dem Fallbeil hingerichtet.
13. Juli 1797
Vor einer großen Menschenmenge wird der Kirchenräuber Peter Eick hingerichtet. Es ist die letzte Hinrichtung die auf dem Rabenstein beim Hof Melaten, dem heutigen Melatenfriedhof, stattfindet.
17. Juli 1815
Der Rheinische Appelationsgerichtshof wird in Köln eröffnet.
22. Juli 1968
Sieben Verbrecher brechen aus dem Kölner Gefängnis, dem "Klingelpütz", aus und lösen damit eine der bis dahin größten Fahndungen in der Kriminalgeschichte der Bundesrepubik Deutschland aus.
7. August 1635
Todestag des Verfassers von Schriften und Büchern gegen die Hexenverfolgungen, Friedrich Spee von Langenfeld.
7. August 2008
Der frühere Oberstadtdirektor von Köln, Klaus Heugel, wird im Zusammenhang mit dem Kölner Müll- und Spendenskandal vom Kölner Landgericht wegen Bestechlichkeit zu einer Haftstrafe von einem Jahr und neun Monaten auf Bewährung verurteilt.
14. August 1629
Kaiser Ferdinand II. ordnet die Einsetzung einer Kommission an, die überprüfen soll, ob das Hohe Weltliche Gericht der Stadt Köln im Zuge der Hexenverfolgungen gegen die Constitutio Criminalis Carolina verstoße.
21. August 1946
Der Gauleiter der NSDAP in Köln, Josef Grohé, wird von den Briten verhaftet. Er wird am 18. September 1950 in Bielefeld zu 4½ Jahren Haft verurteilt.
4. September 1662
Mit der Überlieferung der 22-jährigen Anne Toer an das Hohe Weltliche Gericht findet der letzte Hexenprozess in Köln statt. Trotz Selbstbezichtigung wird sie später freigelassen.
6. September 1680
Nikolaus Gülich reicht eine Klageschrift gegen innerstädtische Missstände ein.
28. September 1529
Wegen ihres Bekenntnisses zu Luthers Lehren werden Peter Fliesteden und Adolf Clarenbach auf dem Rabenstein beim Hof Melaten, dem heutigen Melatenfriedhof, hingerichtet.
4. Oktober 1852
Beginn des Kölner Kommunistenprozesses.
7. Oktober 1911
Das nach Plänen des Geheimen Oberbaurats Paul Thoemer gebaute Justizgebäude Reichenspergerplatz wird in Köln eingeweiht.
3. November 1961
Im Stadtteil Ossendorf wird der Grundstein für die neue Kölner Justizvollzugsanstalt gelegt. Auf rund 25 Hektar – dem Zehnfachen des alten Gefängnisses am Gereonswall in der Innenstadt – entsteht der Nachfolgebau. In rationeller „Korpusbauweise" mit vorgefertigten Zellen errichtet, wird die Anstalt erst Ende der sechziger Jahre bezogen.
6. November 1826
Das erste Gerichtsgebäude am Appellhofplatz wird eröffnet.
12. November 1852
In Köln endet der sogenannte "Kölner Kommunistenprozess".
14. November 1226
Graf Friedrich von Isenberg wird beim Siechenhaus am Judenbüchel für die Ermordung des Erzbischofs von Köln, Engelbert von Berg, hingerichtet.
21. November 1968
Der erste Präsident des Bundesarbeitsgerichts in Kassel, Carl Nipperdey, verstirbt in Köln.
30. November 1933
Auf ausdrücklichen Befehl Hermann Görings werden im Kölner Klingelpütz 7 Kommunisten mit dem Handbeil hingerichtet.
7. Dezember 1966
Die Justizvollzugsanstalt Köln im Stadtteil Ossendorf feiert ihr Richtfest.
30. Dezember 1680
Der von Nikolaus Gülich verklagte und schuldig gesprochene Bürgermeister Johann von Wolffskehl verliert sein Amt und muß aus Köln fliehen.