Ereignisse zum Thema: Religion

1. Januar 721

Alduin wird Bischof von Köln.

5. Januar 1332

Heinrich von Virneburg verstirbt in Bonn. Er ist als Heinrich II. von 1304 bis 1332 Erzbischof und Kurfürst von Köln.

8. Januar 2016

Der in Köln geborene Bildhauer Elmar Hillebrand stirbt in Köln-Weiß, wo er lebt und arbeitet. Er wirkt an der Dombauhütte, schafft den Hauptaltar des Kölner Doms und beteiligt sich am Wiederaufbau romanischer Kirchen wie St. Kunibert und Groß St. Martin.

11. Januar 1694

In eine angesehene Kölner Juristenfamilie geboren, tritt Hermann Joseph Hartzheim dem Jesuitenorden bei und lehrt als Professor der Theologie an der Kölner Universität. Ein Vierteljahrhundert leitet er das Dreikönigsgymnasium und predigt zuletzt am Dom. Als Historiograph erforscht er die Geschichte von Stadt und Erzbistum; sein Hauptwerk, die fünfbändigen „Concilia Germaniae", sammelt die auf deutschem Boden gehaltenen Synoden und Konzilien.

12. Januar 1557

Weihbischof Eberhard Billick wird in Köln geboren.

14. Januar 1616

Weihbischof Theodor Riphan, der von 1604 bis 1605 Rektor der alten Universität Köln ist, verstirbt in Köln.

15. Januar 1801

Der erste Gottesdienst seit 1796 findet erstmals wieder im Kölner Dom statt.

16. Januar 1884

Die orthodoxe Synagoge in der St. Apern-Straße wird eingeweiht.

19. Januar 1511

Adolf III. von Schaumburg wird geboren, der spätere Erzbischof und Kurfürst von Köln. 1547 übernimmt er das Erzstift, nachdem sein Vorgänger Hermann V. von Wied durch Kaiser Karl V. abgesetzt worden ist, und führt die Kölner Kirche wieder auf den altgläubigen Kurs. 1551 nimmt er am Konzil von Trient teil; 1556 stirbt er in Brühl.

21. Januar 1902

Die Kirche St. Agnes wird eingesegnet.

21. Januar 1926

Willehad Paul Eckert wird in Köln geboren und in St. Severin getauft. Der Dominikaner, Priester und Kirchenhistoriker wirkt ab 1961 vom Kölner Kreuzherrenkloster aus und arbeitet mit dem Thomas-Institut der Universität Köln zusammen. Zur Kölner Ausstellung Monumenta Judaica trägt er 1963/64 bei und lehrt ab 1977 Kirchengeschichte an der Universität. Ein Schwerpunkt seiner Arbeit liegt im jüdisch-christlichen Dialog.

22. Januar 1482

Weihbischof Arnold von Unkel verstirbt in Köln.

22. Januar 1547

Die kaiserlichen Kommissare Viglius Zwichem und Philipp von Lalaing, Graf von Hoogstraaten, treffen in Köln ein und überbringen dem Koadjutor Adolf von Schauenburg ein Schreiben Kaiser Karls V., die Verwaltung des Erzstifts selbständig zu übernehmen. Damit wird der Reformationsversuch des Kurfürst-Erzbischofs Hermann V. von Wied, der mit Hilfe Martin Bucers und Philipp Melanchthons evangelisches Gedankengut in Kurköln einführen wollte, faktisch beendet. Wenige Wochen später, am 25. Februar, legt Hermann sein Amt nieder; der Kölner Dom und das Erzstift bleiben katholisch.

1. Februar 1836

Als Sohn eines Kölner Schneiders wird Tilman Pesch geboren, Bruder des Nationalökonomen Heinrich Pesch. Mit sechzehn tritt er in den Jesuitenorden ein und wird einer der bekanntesten Vertreter der Neuscholastik. Nach dem Jesuitengesetz von 1872 muß er Deutschland verlassen und wirkt im Exil in Belgien und den Niederlanden; sein Buch „Die großen Welträtsel" macht ihn weit über Fachkreise hinaus bekannt.

6. Februar 1887

Erzbischof Josef Kardinal Frings wird in Neuss geboren.

7. Februar 1571

Der Kölner Domherr und Jurist Hartger Henot kommt zur Welt — Sohn des städtischen Postmeisters und Bruder der 1627 als Hexe verbrannten Postmeisterin Katharina Henot. Als Dechant von St. Andreas und Propst von St. Severin protestiert er gegen ihre Hinrichtung und legt seine Ämter nieder. Während der Hexenverfolgung wird er 1629 und 1631 selbst der Zauberei bezichtigt; nur die Intervention des Kurfürsten Ferdinand von Bayern verhindert einen Prozeß.

11. Februar 1788

Anton Gottfried Claessen, katholischer Geistlicher, wird in Gangelt geboren. Nach Stationen als Pfarrer sowie als Regierungs- und Schulrat in Aachen wird er 1844 Dompropst in Köln und im selben Jahr zum Titularbischof von Gadara und Weihbischof in Köln ernannt. Die Bischofsweihe empfängt er 1845 durch Erzbischof Johannes von Geissel. 1847 stirbt er in Köln.

14. Februar 1641

Der Kirchenhistoriker und Theologe Severin Binius, geboren 1573 in Randerath, stirbt in Köln an den Folgen eines Schlaganfalls. An der Kölner Universität ist er Professor und Dekan der theologischen Fakultät und amtiert 1627/28 als Rektor. Zugleich ist er Kanoniker an mehreren Kölner Stiftskirchen und wird 1631 Generalvikar in Köln.

14. Februar 1853

Gründung des "Christlichen Kunstvereins für das Erzbisthum Köln".

18. Februar 1915

Adolph Marx wird in Köln geboren. Er war der erste Bischof des katholischen Bistums Brownsville in Texas.

18. Februar 1946

Erzbischof Joseph Frings wird von Papst Pius XII. zum Kardinal ernannt. Dieser in der Bevölkerung äußerst populäre Geistliche sagte in seiner Silvesterpredigt 1946 in der Kirche St. Engelbert in Köln-Riehl: "Wir leben in Zeiten, da in der Not auch der einzelne das wird nehmen dürfen, was er zur Erhaltung seines Lebens und seiner Gesundheit notwendig hat, wenn er es auf andere Weise, durch seine Arbeit oder Bitten, nicht erlangen kann". Die Folge war, daß Kölner Bürger nun eine moralische Rechtfertigung für Diebstahl (insbesondere Kohle) hatten, um nicht zu erfrieren oder zu verhungern. Dies ging als "fringsen" in die Kölner Geschichte ein.

19. Februar 1431

Heinrich von Gorkum, niederländischer Thomist und Theologieprofessor, stirbt in Köln. An der jungen Kölner Universität fördert er die Rezeption des Thomas von Aquin. 1427 wird er Kanoniker von St. Ursula, 1428 Pfarrer von Klein St. Martin; beide Ämter behält er bis zu seinem Tod.

20. Februar 1804

Johann Anton Friedrich Baudri wird im bergischen Elberfeld geboren. Nach der Priesterweihe 1827 in Köln steigt er im Erzbistum auf: 1846 zum Generalvikar, 1850 zum Weihbischof. Er gründet den Christlichen Kunstverein und treibt den Aufbau des Diözesanmuseums für christliche Kunst voran, aus dem später das Kolumba hervorgeht. Während des Kulturkampfs leitet er ab 1875 das verwaiste Erzbistum. 1893 stirbt er in Köln.

21. Februar 1728

Johann Heinrich von Mörs, Doktor beider Rechte, stirbt in Köln. Er ist Kanoniker an St. Gereon und St. Cäcilien sowie Domherr. 1720 wird er zum 59. Offizial des Erzbistums Köln berufen, also zum Leiter des erzbischöflichen Gerichts. Zugleich ist er Coadministrator des Erzbischofs Clemens August. Sein Neffe Johann Heinrich Augustin von Mörs folgt ihm als 60. Kölner Offizial nach.

25. Februar 1547

Hermann V. von Wied, Erzbischof und Kurfürst von Köln und treibende Kraft der „Kölner Reformation", entbindet sein Volk vom Treueeid und legt sein Amt im Erzstift nieder. Der Schritt wendet einen drohenden Aufstand ab, nachdem Papst und Kaiser ihn bereits im Vorjahr abgesetzt und gebannt hatten. Mit Adolf von Schaumburg übernimmt ein altgläubiger Nachfolger; Hermann zieht sich auf Burg Altwied zurück, wo er fünf Jahre später als Protestant stirbt.

25. Februar 2024

Klaus Dick, geboren in Köln-Ehrenfeld, stirbt am 25. Februar im Alter von 95 Jahren, zwei Tage vor seinem 96. Geburtstag. 1975 weiht ihn Kardinal Höffner zum Weihbischof von Köln, ein Amt, das er bis 2003 innehat. Von 1978 bis 2003 wirkt er zudem als Domdechant am Kölner Dom.

27. Februar 1714

In Köln kommt Bernhard Havestadt zur Welt, der als Jesuit rund zwanzig Jahre unter den Mapuche in Chile wirkt. Von der Mission Santa Fe aus bereist er das Land bis über die Anden. Sein dreibändiges Hauptwerk „Chilidúgú" mit Grammatik, Wörterbuch und Liedern gilt bis heute als Schlüsselquelle für die Sprache der Mapuche; noch Wilhelm von Humboldt nutzt es für seine Sprachforschung.

29. Februar 1216

Engelbert I. von Köln wird zum Erzbischof gewählt.

5. März 1744

Johann Hermann Joseph von Caspars zu Weiß, Sproß einer Kölner Patrizierfamilie, wird geboren. Als Kölner Domherr und Generalvikar wählt ihn das Domkapitel 1801 einstimmig zum Kapitularvikar: Über zwei Jahrzehnte führt er das verwaiste Erzbistum Köln durch Säkularisation und Franzosenzeit — zuletzt von Deutz aus, der Überlieferung nach vom Hinterhaus des Gasthofs „Zum grünen Baum". Bis zu seinem Tod 1822 sichert er so den rechtlichen Fortbestand von Bistumsverwaltung und Domkapitel.

10. März 1622

Georg Braun, in Köln geborener Theologe, stirbt in seiner Heimatstadt. 37 Jahre wirkt er als Kanoniker und Dechant am Stift St. Maria ad Gradus. In Köln verfasst und veröffentlicht er das sechsbändige Städtebuch 'Civitates orbis terrarum', das zwischen 1572 und 1618 erscheint und die wichtigsten Städte der Welt in Kupferstich-Ansichten versammelt.

10. März 1941

Karl Joseph Schulte ist seit 1920 Erzbischof von Köln und wird ein Jahr später zum Kardinal erhoben. Nach mehr als zwei Jahrzehnten an der Spitze des Erzbistums stirbt er während eines schweren Bombenangriffs auf die Kölner Innenstadt an akutem Herzversagen und wird in der Bischofsgruft des Kölner Doms beigesetzt.

11. März 1913

Der liberale Theologe Carl Wilhelm Jatho stirbt in Köln, wo er seit 1891 als Pfarrer an der Christuskirche wirkt. Seine pantheistisch gefärbten Predigten lösen 1911 ein reichsweit beachtetes kirchliches Lehrzuchtverfahren aus, den „Fall Jatho", der mit seiner Amtsenthebung endet. Eine Blutvergiftung nach einer Beinverletzung führt zu seinem Tod.

14. März 1515

Hermann V. von Wied wird vom Kölner Domkapitel zum neuen Erzbischof von Köln gewählt.

16. März 1021

Heribert von Köln verstirbt in Köln. Er war von 999 bis 1021 Erzbischof von Köln.

16. März 1631

In Köln erblickt Johann Adolf von Fürstenberg als jüngster Sohn des Landdrosten Friedrich von Fürstenberg das Licht der Welt. Er wächst in einem einflußreichen westfälischen Adelsgeschlecht auf, empfängt seine Ausbildung bei den Jesuiten und studiert später am Collegium Romanum in Rom. Als katholischer Geistlicher steigt er zum Dompropst in Paderborn und Domherrn in Münster auf, wirkt als Drost im Herzogtum Westfalen und läßt Schloß Adolfsburg errichten.

17. März 1819

Caspar Bernhard Hardy, am 26. August 1726 in Köln geboren, stirbt in seiner Heimatstadt. Er ist Vikar an der Margarethenkapelle und zugleich Künstler: Er malt in Öl und Email, schneidet Kameen aus Muschelschalen und arbeitet in vergoldeter Bronze. Bekannt wird er vor allem als Wachsbossierer mit Bildnis-Basreliefs und Charakterfiguren.

22. März 1899

Einweihung der liberalen Synagoge in der Roonstraße.

27. März 2007

Domprobst Bernard Henrichs, die Verkörperung des "Rheinischen Katholizismus", stirbt in Köln.

1. April 1003

Erzbischof Heribert von Köln gründet die Abtei Deutz.

1. April 1583

Der Kölner Erzbischof Gebhard Truchsess von Waldburg-Trauchburg wird nach seiner Heirat mit der evangelischen Gräfin Agnes von Mansfeld von Papst Gregor XIII. exkommuniziert. Die Heirat ist der Auslöser für den Truchsessischen Krieg.

1. April 1774

Johann Wilhelm Schmitz wird in Köln geboren. Als Benediktiner Stephanus gehört er zur letzten Mönchsgeneration der Abtei Deutz, bis die Säkularisation das Kloster auflöst. Danach dient er der rechtsrheinischen Bistumsverwaltung, wird Sekretär des Kapitularvikars von Caspars zu Weiß und leitet von 1822 bis 1825 selbst den rechtsrheinischen Rest des alten Erzbistums Köln — bis zum Amtsantritt des neuen Erzbischofs Spiegel. Sein Totenzettel liegt bis heute in der Universitäts- und Stadtbibliothek Köln.

7. April 1874

Der Holzbildhauer Nikolaus Elscheidt, gebürtig aus Niederscheidweiler und in Köln ansässig, stirbt am 7. April in der Stadt. Für St. Maria im Kapitol schafft der Neugotiker die lebensgroße schmerzhafte Muttergottes in der Krypta und eine Triumphkreuzgruppe (1871/72), außerdem Arbeiten für Groß St. Martin. Gefördert wird er vom Kölner Domkapitular Alexander Schnütgen.

11. April 924

Erzbischof Hermann I. von Bliesgau ("Hermann der Fromme") verstirbt in Köln.

12. April 1063

Im Kölner Stift Maria ad Gradus (Marienstift) wird Königin Richeza von Polen bestattet.

13. April 1180

Auf dem Hoftag zu Gelnhausen erhält der Kölner Erzbischof Philipp von Heinsberg durch eine Urkunde Kaiser Friedrichs I. Barbarossa das Herzogtum Westfalen. Ausgefertigt nach dem Sturz Heinrichs des Löwen, überträgt sie der Kölner Kirche die weltliche Herrschaft über diesen Raum. Damit steigt das Kölner Erzstift zur Territorialmacht im Nordwesten des Reiches auf, die über Jahrhunderte Bestand hat.

15. April 1939

Minna Bachem-Sieger, Tochter einer Kölner Juristenfamilie und der Verlegerfamilie DuMont, stirbt in Köln, wo sie geboren wurde. 1903 gründet sie den Katholischen Deutschen Frauenbund mit. Für die Zentrumspartei sitzt sie bis 1933 im Kölner Stadtrat und setzt sich für das Frauenwahlrecht sowie Jugend- und Wohlfahrtsfragen ein. Nach ihr ist die Minna-Bachem-Straße in Köln-Longerich benannt.

16. April 1908

Gerhard Prinz wird am 16. April in Köln geboren. Als Priester der Steyler Missionare geht er 1937 in die Südsee-Mission nach Papua-Neuguinea. Nach der japanischen Besetzung wird er 1943 zusammen mit Bischof Josef Lörks und weiteren Missionaren auf dem Zerstörer Akikaze getötet.

18. April 1928

Karl Josef Becker wird in Köln geboren. 1948 tritt er in den Jesuitenorden ein und lehrt später Dogmatik an der Päpstlichen Universität Gregoriana in Rom. Als langjähriger Berater der Glaubenskongregation erhebt ihn Papst Benedikt XVI. 2012 zum Kardinal. Er stirbt 2015 in Rom.

19. April 2017

Der katholische Priester und Kirchenhistoriker Norbert Trippen stirbt in Köln. Von 1986 bis 2011 ist er residierender Domkapitular am Kölner Dom und Historiker des Erzbistums Köln. Er schreibt die grundlegenden Biographien der beiden Kölner Erzbischöfe Josef Frings und Joseph Höffner.

21. April 1644

Jakob Merlo Horstius, katholischer Theologe und Schriftsteller, stirbt in Köln. Geboren 1597 in Horst an der Maas, wächst er bei einem Onkel auf, der Vikar am Kölner Dom ist, und besucht das Kölner Jesuitengymnasium. Ab 1623 ist er Pfarrer von St. Maria im Pesch, 1626 promoviert er an der Universität Köln zum Doktor der Theologie. Er gibt verbreitete Erbauungs- und Andachtsschriften heraus.

22. April 1878

Paul Humburg wird in Mülheim am Rhein geboren, das 1914 nach Köln eingemeindet wird. Der reformierte Theologe wird zu einer Führungsfigur des kirchlichen Widerstands. Von 1934 bis 1942 amtiert er als Präses der Bekenntnissynode der Kirchenprovinz Rheinland und gehört zur Vorläufigen Leitung der Deutschen Evangelischen Kirche. Die Gestapo führt ihn als gefährlichen Regimegegner. Er stirbt am 21. Mai 1945 in Detmold.

29. April 1945

Eine kleine Gruppe Überlebender gründet in den Trümmern der Synagoge in der Roonstraße die neue jüdische Gemeinde Köln.

1. Mai 1592

Johann Adam Schall von Bell, der spätere Mandarin am chinesischen Kaiserhof und Leiter des kaiserlichen astronomischen Instituts in Peking, wird wahrscheinlich in Köln geboren. Die Familie besaß ein Stadthaus am Neumarkt 47, er besuchte das Gymnasium Tricoronatum. Sein Denkmal steht heute an der Minoritenkirche.

1. Mai 1942

Papst Pius XII. beruft Joseph Frings zum Erzbischof von Köln.

4. Mai 1956

Neueinsegnung der Cäcilienkirche durch Josef Kardinal Frings.

5. Mai 1775

Maria Clementine Martin wird in Brüssel geboren und zieht 1825 nach Köln, wo sie neben dem Haupteingang des noch unvollendeten Domes eine Fabrik für Kölnisch Wasser eröffnet. Ab 1827 stellt sie im Haus Domhof Nr. 19 auch Melissengeist her. Sie stirbt am 9. August 1843 in Köln.

6. Mai 1850

Adolph Kolping gründet in Köln den "Kölner Gesellenverein".

6. Mai 1899

Philipp Krementz, geboren 1819 in Koblenz, stirbt in Köln. Er ist zunächst Bischof von Ermland, bevor er 1885 Erzbischof von Köln wird. 1893 wird er zum Kardinal ernannt. Bis zu seinem Tod steht er an der Spitze des Erzbistums Köln.

12. Mai 1871

Christian Hermann Vosen, katholischer Theologe aus einer alteingesessenen Kölner Familie, wird in Köln geboren und stirbt dort. Vom 1. Oktober 1844 an unterrichtet er bis zu seinem Tod Religion an einem Kölner Gymnasium und ist über die Schule hinaus ein gefragter Prediger.

12. Mai 1942

In Köln-Lindenthal wird Friedhelm Hofmann geboren, römisch-katholischer Geistlicher und promovierter Kunsthistoriker. 1992 wird er zum Weihbischof im Erzbistum Köln bestellt, ein Amt, das er bis 2004 ausübt. Anschließend ernennt man ihn zum Bischof von Würzburg, wo er bis 2017 wirkt.

12. Mai 1952

Rolf Steinhäuser wird in Köln geboren. Der römisch-katholische Geistliche empfängt am 10. Januar 2016 im Kölner Dom die Bischofsweihe und wird Weihbischof im Erzbistum Köln. Von Oktober 2021 bis März 2022 steht er als Apostolischer Administrator an der Spitze des Erzbistums Köln.

13. Mai 1646

Peter Leuren, in Köln zur Welt gekommen, tritt als Jesuit und einer der angesehensten Kirchenrechtler seiner Zeit hervor. Er durchläuft das Kölner Gymnasium, erwirbt an der Kölner Universität den Magistergrad und lehrt am hiesigen Jesuitenkolleg, ehe ihn sein Weg nach Trier und Koblenz führt. Sein kanonistisches Hauptwerk „Forum ecclesiasticum" erlebt zahlreiche Auflagen und macht ihn weit über die Domstadt hinaus bekannt.

18. Mai 1846

Laura von Oelbermann, geborene Nickel, wird am Alter Markt in Köln geboren. Als eine der wohlhabendsten Frauen der Stadt widmet sie sich nach dem Tod ihres Mannes und ihrer Söhne wohltätigen Aufgaben. Sie finanziert den Bau des ersten evangelischen Krankenhauses Kölns, gründet den Evangelischen Frauenhilfsverein und richtet mehrere soziale Stiftungen für Kinder, junge Frauen, Witwen und Kranke ein.

18. Mai 1952

Im Beisein von Bundespräsident Theodor Heuss wird die Antoniterkirche auf der Schildergasse wieder eingeweiht.

19. Mai 1627

Das bekannteste Opfer der Hexenverfolgungen in Köln, Katharina Henot, wird auf der Richtstätte Melaten vor den Toren Kölns – dem Gelände des heutigen Melatenfriedhofs – erdrosselt und anschließend verbrannt.

20. Mai 1906

In Anwesenheit des rheinischen Präses D. Hackenberg wird die Lutherkirche eingeweiht.

21. Mai 1892

Gottlieb Söhngen wird in Köln geboren. Er besucht in der Stadt das Kaiser-Wilhelm-Gymnasium und empfängt 1917 die Priesterweihe. Der katholische Priester wird zum Fundamentaltheologen und Religionsphilosophen. Ab 1947 lehrt er in München. Zu seinen Schülern dort zählt Joseph Ratzinger, der spätere Papst Benedikt XVI.

21. Mai 1932

Der Architekt Eduard Endler stirbt in Köln und wird auf dem Melatenfriedhof begraben. In Hannover geboren, kommt er 1888 nach Köln, arbeitet im Büro von Heinrich Wiethase und macht sich 1893 selbstständig. Sein Schwerpunkt liegt im katholischen Kirchenbau des Rheinlands, für den er über 60 Entwürfe ausführt.

21. Mai 1967

Robert Grosche, katholischer Theologe und seit 1943 Kölner Stadtdechant, stirbt in Köln. Der in Düren geborene Pfarrer wirkt an St. Mariae Himmelfahrt und St. Gereon und gehört zu den frühen Vertretern der ökumenischen Bewegung. Als Herausgeber der Vierteljahresschrift Catholica bereitet er dem Zweiten Vatikanischen Konzil den Weg. Sein Grab liegt auf dem Melatenfriedhof.

23. Mai 1802

Im Haus Mirweiler auf der Schildergasse 96, dem Zunfthaus der Kölner Brauer, feiern evangelische Christen im katholischen Köln zum ersten Mal einen öffentlichen Gottesdienst.

24. Mai 1902

Hubert Theophil Simar, katholischer Theologe und seit 1899 Erzbischof von Köln, stirbt in Köln an einer Lungenentzündung, die er sich auf einer Visitationsreise zugezogen hat. Der 1835 geborene Kirchenmann bekleidet das Erzbischofsamt bis zu seinem Tod und wird in der Bischofsgruft des Kölner Doms beigesetzt.

29. Mai 1836

Clemens August von Droste zu Vischering wird als Erzbischof von Köln inthronisiert. Gewählt hat ihn das Kölner Domkapitel bereits im Dezember 1835. Sein kompromissloser Kurs in der Frage der konfessionsverschiedenen Ehen führt 1837 zu seiner Verhaftung und löst den Kölner Kirchenstreit mit der preußischen Regierung aus.

2. Juni 1678

Der Kölner Jurist und theologische Schriftsteller Adam Widenfeldt stirbt im Alter von 60 Jahren in Köln. Seine 1673 in Gent erschienene Schrift „Monita salutaria Beatae Mariae Virginis ad cultores suos indiscretos“ wendet sich gegen das Übermaß in der Marienverehrung; er schreibt sie im Einverständnis mit dem Kölner Weihbischof Peter von Walenburg. 1674 folgen Nachdrucke in Köln und Lüttich, im selben Jahr setzt Rom das Buch auf den Index.

2. Juni 1967

Josef Kardinal Frings wird Ehrenbürger der Stadt Köln.

3. Juni 1860

Die Kölner Trintatiskirche wird eingeweiht.

10. Juni 1595

Aegidius Gelenius kommt in Kempen am Niederrhein zur Welt. In Köln wird er 1622 Kanoniker an St. Andreas und 1625 Pfarrer von St. Christoph. Als Historiograph des Kölner Kurfürsten Ferdinand von Bayern stellt er aus Originalquellen ein umfangreiches Werk über Größe und Geschichte Kölns zusammen, das 1645 erscheint. Er stirbt 1656 in Osnabrück.

10. Juni 1881

Albert Gereon Stein stirbt in Köln, wo er 1809 zur Welt kommt. Als Priester wirkt er an St. Johann, ab 1862 an St. Ursula, und unterrichtet Gesang am Kölner Priesterseminar. Das von ihm herausgegebene Kölnische Gesangbuch und sein Kölnisches Andachtsbuch erreichen bis zu seinem Tod je 26 Auflagen.

10. Juni 1934

In Köln-Weidenpesch weiht Weihbischof Wilhelm Stockums die katholische Pfarrkirche Heilig Kreuz. Den Ideenwettbewerb unter Kölner Architekten hatte Heinrich Bartmann gegen 87 Mitbewerber gewonnen, Dominikus Böhm kam auf den vierten Platz. Genutzt wird der Bau schon seit Heiligabend 1931. Seit 1983 steht Heilig Kreuz in der Denkmalliste der Stadt Köln.

18. Juni 1693

Der 1628 in Trier geborene Johann Heinrich von Anethan stirbt in Köln, wo er seit 1680 als Weihbischof und Generalvikar amtiert. Vor der Kölner Zeit ist er Generalvikar und Weihbischof in Hildesheim, danach Weihbischof in Trier. Ab 1688 übernimmt er in Köln zusätzlich das Amt des Koadministrators.

18. Juni 1980

Der Dachstuhl von St. Agnes brennt infolge unsachgemäß ausgeführter Schweißarbeiten nieder.

20. Juni 1585

Der aus Delft stammende katholische Priester und Theologe Christian Kruik von Adrichem stirbt in Köln. In der Reformationszeit muss er seine niederländische Heimat verlassen und lässt sich in der Stadt nieder. Hier verfasst er unter dem latinisierten Namen Adrichomius seine Werke zur Topografie Jerusalems und des Heiligen Landes.

23. Juni 1583

Georg von Sayn-Wittgenstein II. wird als Domprobst abgesetzt.

27. Juni 1245

Der Kölner Erzbischof Konrad von Hochstaden erteilt allen Wohltätern des Siechenhofs Melaten einen Ablass. Das Leprosenhaus liegt rund einen Kilometer westlich der Stadtmauern an der Aachener Straße im heutigen Lindenthal und gilt als größtes seiner Art in Deutschland; Urkunden zählen bald an die hundert Bewohner. Der Ablass sichert die Pflege der Kranken durch fromme Spenden. Auf dem Gelände erstreckt sich heute der Melaten-Friedhof.

29. Juni 1049

Der Peter- und Paulstag wird von Papst Leo IX. und Kaiser Heinrich III. in Köln gefeiert.

29. Juni 1893

Der Weihbischof Johann Anton Friedrich Baudri stirbt in Köln. Der 1804 in Elberfeld geborene Geistliche wird 1850 im Kölner Dom konsekriert und arbeitet als Domkapitular eng mit Erzbischof Johannes von Geissel zusammen. Über vier Jahrzehnte wirkt er im Erzbistum Köln. Tausende Kölner begleiten seinen Sarg vom Dom zur Grablege in der Minoritenkirche.

4. Juli 1299

Gottfried Hagen, Kölner Stadtschreiber und Notar der Stadt, stirbt in Köln. Um 1270/71 verfasst er die Reimchronik „Boich van der stede Colne", die erste deutschsprachige Stadtchronik überhaupt. Sie schildert die Konflikte zwischen der Stadt, den Erzbischöfen Konrad und Engelbert II. sowie Patriziat und Zünften. Hagen ist Pfarrer von Klein St. Martin und Dechant des Stifts St. Georg.

7. Juli 1802

Den Kölner Protestanten werden die Antoniterkirche und die angrenzenden Gebäude zugesprochen.

9. Juli 1815

Christian Hermann Vosen wird als Sohn einer alteingesessenen Kölner Familie in Köln geboren. Der katholische Theologe wird 1839 zum Priester geweiht und unterrichtet ab 1844 Religion am Gymnasium. Er engagiert sich im Gesellenverein seines Freundes Adolph Kolping und gibt zeitweise das „Rheinische Kirchenblatt“ heraus. 1871 stirbt er in Köln.

16. Juli 1821

Papst Pius verfügt die Wiedereinrichtung des Erzbistums Köln.

17. Juli 1898

Leo Statz wird am 17. Juli in Köln geboren und wächst als Sohn eines nach Düsseldorf versetzten Landgerichtsrats dort auf. Als Direktor der Birresborner Mineralbrunnen AG und Vorsitzender des Düsseldorfer Karnevalsausschusses äußert er offen seine Ablehnung des NS-Regimes. Der Volksgerichtshof verurteilt ihn 1943 zum Tode; am 1. November desselben Jahres wird er im Zuchthaus Brandenburg-Görden hingerichtet. Das Erzbistum Köln führt ihn unter den Kölner Märtyrern.

21. Juli 1888

Matthias Joseph Scheeben, katholischer Theologe und Professor für Dogmatik am erzbischöflichen Priesterseminar in Köln, stirbt am 21. Juli in Köln. Geboren wird er am 1. März 1835 in Meckenheim bei Bonn. Zu seinen Hauptwerken zählen Die Mysterien des Christentums und das mehrbändige Handbuch der katholischen Dogmatik.

22. Juli 1600

Laurentius Fabritius kommt um 1535 in Uerdingen zur Welt. Seit dem Jahr 1588 wirkt er als Weihbischof von Köln und führt zugleich den Titel eines Titularbischofs von Kyrene. Am 22. Juli stirbt er in Köln und wird im Kölner Dom bestattet.

23. Juli 1164

Der Kölner Erzbischof Rainald von Dassel bringt die Reliquien der Heiligen Drei Könige von Mailand nach Köln.

23. Juli 2014

Heinz Martin Lonquich, Komponist, Pianist und Kirchenmusiker, stirbt mit 77 Jahren in Köln. Von 1973 bis 2002 lehrt er als Repetitor an der Kölner Musikhochschule. Zugleich ist er Kantor an St. Nikolaus in Köln-Sülz, ab 1976 auch ständiger Diakon der Gemeinde. Er schafft viele geistliche Werke.

25. Juli 1205

Die welfische Partei erhebt Bruno von Sayn, zuvor Propst von St. Mariengraden in Köln, zum Erzbischof von Köln; Papst Innozenz III. hatte seinen Vorgänger Adolf von Altena abgesetzt. Im staufisch-welfischen Thronstreit hält allein die belagerte Stadt Köln zu ihm; 1206 gerät er in Gefangenschaft. Er stirbt 1208 auf Burg Blankenberg an der Sieg und wird im Kölner Dom bestattet.

1. August 1998

Josef Zimmermann, geboren 1906 in Köln, ist von 1948 bis 1985 Organist am Kölner Dom. Ab 1960 gestaltet er die Domorgelfeierstunden und bringt nahezu alle Orgelwerke Hermann Schroeders zur Uraufführung. Am 1. August stirbt er im Alter von 91 Jahren.

2. August 1835

Ferdinand August Graf von Spiegel zum Desenberg und Canstein stirbt in Köln. Seit 1825 amtiert er als Erzbischof von Köln, ernannt wird er im Jahr zuvor. In seine Amtszeit fällt der Beginn des Kölner Kirchenstreits um die Mischehenfrage. Man setzt ihn in der erzbischöflichen Gruft des Kölner Doms bei.

5. August 1900

Grundsteinlegung der Paul-Gerhardt-Kirche ("Rote Kirche").

8. August 1984

Domprobst Heinz Werner Ketzer verstirbt in Köln. Er war wegen seines Frohsinns in Köln sehr beliebt und Träger des Orden "Wider den tierischen Ernst".

11. August 922

Der Erzbischof Hermann I. weist den Schwestern des Frauenstiftes Gerresheim das Kloster St. Ursula zu.

12. August 1849

In Bickendorf wird die Pfarrkirche St. Rochus fertiggestellt – ein neoromanischer Backsteinbau nach Plänen des Kölner Dombaumeisters Ernst Friedrich Zwirner. Für das rasch wachsende Dorf vor den Toren Kölns ersetzt sie die alte Hofgutkapelle; die feierliche Einsegnung folgt allerdings erst zwanzig Jahre später durch Weihbischof Baudri. Im Zweiten Weltkrieg zerstört, wird die Kirche danach neu errichtet.

13. August 1789

Johann Arnold von Schönheim, seit 1743 Domherr am Kölner Dom, stirbt in Köln. Geboren wird er 1715 in Bonn; von 1733 bis 1737 studiert er in Rom am Collegium Germanicum. 1753 ernennt ihn Kurfürst Clemens August zum Offizial des Erzbistums Köln und zum Präsidenten des geistlichen Hofgerichts; von diesem Amt tritt er 1787 zurück.

15. August 1248

Erzbischof Konrad von Hochstaden legt den Grundstein zum Neubau des Kölner Domes. Für die Gebeine der Heiligen Drei Könige, die sein Vorgänger Rainald von Dassel aus Mailand an den Rhein gebracht hatte, soll eine gewaltige gotische Kathedrale nach dem Vorbild Frankreichs entstehen. Unter Dombaumeister Gerhard beginnt ein Bauwerk, dessen Vollendung mehr als sechshundert Jahre auf sich warten läßt.

16. August 1466

Winnemar Gruters von Wachtendonk lehrt als Professor der Rechte an der noch jungen Kölner Universität, deren Rektor er 1435/36 ist. Mehrfach amtiert er als Generalvikar des Erzbischofs, leitet als Kanzler und Offizial die geistliche Verwaltung und sitzt im Domkapitel. In dieser Zeit vertritt er die Universität auf dem Basler Konzil. Er stirbt in Köln und wird im Kreuzgang von St. Aposteln bestattet.

16. August 1620

Heinrich von Mering, in Köln getauft, schlägt die geistliche und juristische Laufbahn ein. Nach dem Studium am Collegium Germanicum in Rom promoviert er zum Doktor der Rechte und wird Domherr am Kölner Dom sowie Rechtsberater des Kurfürsten Maximilian Heinrich von Bayern. 1683 stiftet er den Marmoraltar für das Gero-Kreuz, das älteste monumentale Kruzifix des Abendlandes. Er stirbt hochbetagt in seiner Vaterstadt.

17. August 1700

Der spätere Kölner Erzbischof und Kurfürst Clemens August von Wittelsbach wird in Brüssel geboren.

18. August 2005

Papst Benedikt XVI. besucht bei seiner ersten Pontifikalreise nach seiner Amtseinführung Köln anlässlich des 20. Weltjugendtages.

21. August 1899

Hermann Joseph Schmitz stirbt in seiner Geburtsstadt Köln, wo er am 16. Mai 1841 zur Welt kommt. Er studiert Theologie in Bonn, Innsbruck und Rom, ist Kaplan an St. Andreas in Düsseldorf, Feldgeistlicher im Krieg 1870/71 und Oberpfarrer an St. Dionysius in Krefeld. 1893 wird er zum Titularbischof von Zela und Weihbischof in Köln ernannt.

21. August 2005

Auf dem Marienfeld bei Köln feiern 1,2 Millionen Menschen mit Papst Benedikt XVI. die Abschlussmesse des XX. Weltjugendtages.

29. August 1247

Papst Innozenz IV. nimmt den Siechenhof Melaten unter seinen besonderen Schutz. Das vor den Stadtmauern gelegene Leprosenhaus – sein Name leitet sich vom französischen „malade" für krank ab – ist das größte seiner Art in Deutschland und beherbergt rund hundert Aussätzige samt Gesinde. Zwei Jahre zuvor hatte schon Erzbischof Konrad von Hochstaden seinen Wohltätern Ablässe gewährt.

3. September 818

In St. Gereon stirbt Hildebold, der erste Erzbischof von Köln. Karl der Große hatte den gelehrten Geistlichen zum Vorsteher seiner Hofkapelle erhoben und Köln unter ihm zur Metropole erhoben; dem Erzbischof wird der Beginn des Alten Doms zugeschrieben. Bestattet wird er in derselben Kirche St. Gereon, deren Hochaltar er einst gestiftet hatte und die er zeitlebens besonders förderte.

8. September 1864

Johannes von Geissel, geboren 1796 in Gimmeldingen in der Pfalz, stirbt in Köln an einem Krebsleiden. Vier Tage später wird er im Chor des Kölner Doms beigesetzt. Die Leitung des Erzbistums Köln übernimmt er 1842, ab 1845 ist er Erzbischof, 1850 erhält er als erster Kölner Erzbischof die Kardinalswürde. Unter ihm beginnt 1842 der Weiterbau des Doms mit der Grundsteinlegung in Anwesenheit König Friedrich Wilhelms IV.

8. September 1929

Grundsteinlegung für die Melanchthonkirche in Köln.

14. September 1486

Heinrich Cornelius Agrippa von Nettesheim wird in Köln geboren. Er zählte zu den bedeutendsten Gelehrten seiner Zeit und war u.a. Theologe, Arzt und Philosoph.

18. September 1927

Die Ehrenfelder Synagoge in der Könerstraße wird eingeweiht.

20. September 1959

Die wiederaufgebaute Synagoge Roonstraße wird eingeweiht.

21. September 985

Erzbischof Warin verstirbt in Köln.

27. September 1322

Am Tag der heiligen Cosmas und Damian wird der gotische Chor des Kölner Domes durch Erzbischof Heinrich II. von Virneburg feierlich geweiht. In einer großen Prozession durch die Stadt wird der Dreikönigenschrein aus den Westteilen des Alten Domes in die Achskapelle des Chorumgangs übertragen, begleitet von sechzehn weiteren Reliquienschreinen Kölner Kirchen. Damit endet nach einem Dreivierteljahrhundert Bauzeit der erste große Bauabschnitt – der Dom prägt von nun an das Kölner Stadtbild.

28. September 1261

Todestag von Konrad von Hochstaden, der von 1238 bis 1261 Erzbischof von Köln war.

29. September 1809

Albert Gereon Stein wird in Köln geboren. Als katholischer Priester und Kirchenmusiker wirkt er als Pfarrer an St. Johann und St. Ursula und unterrichtet Gesang am Kölner Priesterseminar. Daneben ist er als Schriftsteller tätig. Er stirbt 1881 in seiner Geburtsstadt.

29. September 1847

Der aus Gangelt stammende Anton Gottfried Claessen stirbt in Köln, wo er als Weihbischof wirkt. Bereits 1844 wird er Kölner Dompropst und im selben Jahr Titularbischof von Gadara. Die Bischofsweihe empfängt er im Januar 1845 durch den Kölner Erzbischof Johannes von Geissel.

29. September 1894

Die katholische Pfarrkirche St. Michael auf dem Brüsseler Platz wird konsekriert.

30. September 1850

Papst Pius IX. ernennt den Erzbischof von Köln Johannes von Geissel zum Kardinal.

30. September 1929

Dorothee Sölle wird in Köln geboren. Nach dem Abitur an der Kaiserin-Augusta-Schule studiert sie an der Kölner Universität klassische Philologie, Philosophie, Theologie und Germanistik und lehrt dort später als Privatdozentin. Ab 1968 ruft sie die Politischen Nachtgebete in der Antoniterkirche ins Leben. Die evangelische Theologin und Schriftstellerin engagiert sich gegen Krieg und Aufrüstung und stirbt 2003 in Göppingen.

4. Oktober 1870

Carl Leibl, seit 1826 Domorganist und Domkapellmeister am Kölner Dom, stirbt in Köln. Er leitet den Verein der Dommusiken und Liebhaberkonzerte. 1863 wird sein Chor aufgelöst; im selben Jahr endet auch sein Amt am Dom. Neben Kirchenmusik komponiert Leibl Karnevalslieder und Karnevalstänze. Sein Sohn ist der Maler Wilhelm Leibl.

6. Oktober 1101

Der in der römisch-katholischen Kirche als Heiliger verehrte und in Köln geborene Bruno von Köln verstirbt in der Kartause La Torre in Kalabrien. Er war der Begründer des Kartäuserordens.

12. Oktober 1801

Achtzehn Familien gründen die erste jüdische Gemeinde der Kölner Neuzeit. Erst die französische Besatzung hatte den Juden die Niederlassung wieder erlaubt – nach der Vertreibung von 1424 waren sie fast vierhundert Jahre aus der Stadt verbannt gewesen. Prominentestes Gründungsmitglied ist der Bankier Salomon Oppenheim; als erste Betstube dienen bescheidene Räume in der Glockengasse.

12. Oktober 1934

Der Neuzeit- und Kirchenhistoriker Rudolf Lill wird in Köln geboren. 1962 promoviert er an der Universität zu Köln über die Beilegung der Kölner Wirren von 1840 bis 1842. Nach Jahren am Deutschen Historischen Institut in Rom lehrt er als Professor für Neuere Geschichte in Köln sowie in Passau und Karlsruhe. Seine Forschung gilt den deutsch-italienischen Beziehungen, der Geschichte des Papsttums und dem Verhältnis von Kirche und Staat.

17. Oktober 1585

Johannes Gelenius wird in Kempen am Niederrhein geboren und kommt zum Studium nach Köln, wo er 1610 die Priesterweihe empfängt. Der Kölner Historiograph ist Dekan der Philosophischen und der Theologischen Fakultät der Kölner Universität und gehört ab 1621 dem Domkapitel an. Später wird er Generalvikar des Kölner Kurfürsten und Erzbischofs Ferdinand von Bayern. 1631 stirbt er in Köln.

21. Oktober 1821

Josef Bachem wird am 21. Oktober in Köln geboren. Er führt den väterlichen Kölner Verlag J. P. Bachem weiter und gründet 1860 die Kölnischen Blätter, aus denen 1868 die Kölnische Volkszeitung hervorgeht, ein Zentrum des katholischen Journalismus. Er stirbt am 21. August 1893 in Honnef am Rhein.

23. Oktober 1229

Heinrich von Köln stirbt in Köln, kurz nach seiner Rückkehr vom Provinzialkapitel. 1220 tritt er auf Anregung Jordans von Sachsen dem Dominikanerorden bei und kommt 1221 nach Köln, wo er den Konvent Heilig Kreuz an der heutigen Kirche St. Andreas gründet und als erster Prior leitet. Es ist das erste Dominikanerkloster im deutschen Sprachraum. Er ist ein herausragender Prediger.

24. Oktober 1990

Der Kirchenhistoriker und Bistumsarchivar Jakob Torsy, 1908 in Köln geboren, stirbt am 24. Oktober in seiner Heimatstadt und wird auf dem Melaten-Friedhof beigesetzt. Von 1952 bis 1986 leitet er das Historische Archiv des Erzbistums Köln und veröffentlicht mehrere Werke zur Kölner Kirchengeschichte.

25. Oktober 1131

Friedrich I. von Schwarzenburg empfängt 1100 die Bischofsweihe und steht danach als Erzbischof an der Spitze des Erzbistums Köln. Seine Amtszeit fällt in den Investiturstreit, in dem er die Kölner Kirchen- und Reichspolitik mitbestimmt. Er stirbt nicht in Köln, sondern auf seiner Burg Wolkenburg im Siebengebirge. Beigesetzt wird er im Dezember in der Abtei Siegburg.

26. Oktober 1910

Am 26. Oktober eröffnet in Köln der fertiggestellte Museumsanbau am Hansaring und die Sammlung Schnütgen wird öffentlich zugänglich. Sie geht auf eine Schenkung des Kölner Domkapitulars Alexander Schnütgen an die Stadt zurück und wird später zur städtischen Sammlung mittelalterlicher christlicher Kunst. Der Bau nach Plänen des Architekten Franz Brantzky greift romanische und gotische Formen auf.

27. Oktober 1991

Adolph Kolping wird von Papst Johannes Paul II. selig gesprochen.

30. Oktober 1723

Am 30. Oktober stirbt Johann Werner von Veyder in Köln. Der 1657 in Neumagen an der Mosel geborene Jurist wird 1694 Kölner Domherr und 1695 Generalvikar unter Kurfürst Joseph Clemens. 1703 ernennt man ihn zum Titularbischof von Eleutheropolis und zum Weihbischof in Köln. Sein Epitaph steht im Kölner Dom.

30. Oktober 1944

In der Nacht zum 31. Oktober wird Köln erneut schwer bombardiert. Kloster und Kirche des Karmel Maria vom Frieden an der Dürener Straße in Lindenthal werden restlos zerstört; dabei stirbt Schwester Johanna a cruce. In diesen Karmel war Edith Stein 1933 eingetreten. Auch die Ehrenfelder Kirche St. Mechtern brennt bis auf Turm- und Malereireste aus, und das Chemische Institut der Universität im Fort I bleibt als offene Ruine zurück.

1. November 1901

Augustin Floßdorf wird in Köln geboren; ab dem dritten Lebensjahr wächst er in Mülheim an der Ruhr auf. Als katholischer Priester stellt er sich gegen das NS-Regime und wird von Dezember 1936 bis Dezember 1937 im KZ Sachsenhausen inhaftiert, wo er die Mitgefangenen seelsorgerisch betreut. Auf diese Zeit geht der spätere Beiname KZ-Pfarrer zurück. Nach dem Krieg setzt er sich für die Opfer des NS-Regimes ein.

6. November 1928

In Köln geboren, stirbt hier der Architekt Heinrich Renard. 1897 wird er zum Kölner Erzdiözesanbaumeister ernannt, 1910 steigt er zum Diözesanbaurat auf. Vor allem errichtet er Kirchen im Rheinland; im Auftrag Kaiser Wilhelms II. entstehen auch Bauprojekte im Heiligen Land.

10. November 1928

Bernard Henrichs wird in Opladen geboren. Er war von 1985 bis 2004 Dompropst des Kölner Domes.

12. November 663

Der Kölner Bischof Kunibert verstirbt in Köln. Er ist der Namensgeber der romanischen Kirche St. Kunibert.

13. November 1508

Das Kölner Domkapitel wählt Philipp II. von Daun-Oberstein zum Erzbischof und Kurfürsten von Köln. Weil der Gegenkandidat Erich von Sachsen-Lauenburg zuvor verzichtet hat, fällt die Wahl ohne Gegenstimme aus. Papst Julius II. bestätigt Philipp am 31. Januar 1509. Er leitet das Erzstift bis zu seinem Tod 1515.

13. November 1633

Zachäus ab Horrich stirbt in Köln, wo er als erzbischöflicher Offizial im Erzbistum wirkt. Um 1561 geboren, nimmt er ab 1587 sein Studium an der Kölner Universität auf und amtiert von 1617 bis 1619 als deren Rektor. An St. Gereon ist er Kanoniker und Scholaster, ab 1626 zudem Domherr.

18. November 1874

Der in Köln geborene Dionysius Ortsiefer tritt jung dem Franziskanerorden bei und wird ein gefragter Kanzelredner. Von 1913 bis 1942 predigt er im Kölner Dom; der spätere Papst Pius XII. nennt ihn den größten Kanzelredner Deutschlands. Über den Rundfunk erreichen seine Predigten ein breites Publikum weit über Köln hinaus.

19. November 1855

Ludwig Becker wird in Köln geboren und lernt als Steinmetz und Bildhauer an der Kölner Dombauhütte. Als Architekt des Historismus restauriert und baut er über 300 Kirchen. Von 1909 bis zu seinem Tod 1940 ist er Dombaumeister am Mainzer Dom.

20. November 1837

Clemens August Droste zu Vischering ist seit 1836 Erzbischof von Köln. An diesem Tag wird er im Erzbischöflichen Palais in Köln verhaftet und in die Festung Minden gebracht, weil er im Streit mit der preußischen Regierung um die Erziehung von Kindern aus konfessionell gemischten Ehen den Amtsverzicht ablehnt. Das Amt behält er bis 1845; im selben Jahr stirbt er in Münster.

21. November 1099

Hermann III. von Hochstaden verstirbt in Köln. Er ist von 1089 bis 1099 Erzbischof des Erzbistums Köln.

22. November 1874

In Köln wird Max Pribilla geboren, der als Schulkamerad und Jugendfreund Konrad Adenauers aufwächst. Er wird katholischer Priester und tritt dem Jesuitenorden bei. Als ökumenischer Theologe und Publizist schreibt er über Jahre für die Zeitschrift „Stimmen der Zeit" und bereitet der Una-Sancta-Bewegung den Weg.

24. November 1918

Der Domkapitular Alexander Schnütgen verstirbt in Listernohl. Am 26. Oktober 1910 erhielt er die Ehrenbürgerwürde.

30. November 1924

Erzbischof Karl Joseph Kardinal Schulte weiht die St. Petersglocke ("Decke Pitter"), die größte freischwingende Glocke der Welt, vor 20.000 Menschen ein.

4. Dezember 1075

Erzbischof Anno verstirbt in Köln.

4. Dezember 1865

Der Priester und Begründer des Kolpingwerks, Adolph Kolping, stirbt in Köln.

5. Dezember 1577

Gebhard I. von Waldburg wird zum Erzbischof von Köln gewählt.

5. Dezember 1671

Joseph Clemens von Bayern wird in München geboren und rückt 1688 an die Spitze des Kurfürstentums Köln. Im Domkapitel erhält der Wittelsbacher nur neun Stimmen gegen 13 für Wilhelm Egon von Fürstenberg, den französischen Kandidaten; Papst Innozenz XI. ernennt ihn daraufhin zum Erzbischof. Die Wahl gehört zu den Auslösern des Pfälzischen Erbfolgekriegs. Bis zu seinem Tod 1723 regiert Joseph Clemens Kurköln, im Spanischen Erbfolgekrieg verliert er das Amt zeitweise und lebt über zehn Jahre im französischen Exil.

6. Dezember 1334

Erzbischof Walram von Jülich stellt die Stiftungsurkunde für die Kölner Kartause aus. Er weist dem Orden jährlich hundert Malter Weizen für den Bau von Kirche und Kloster zu; als Ort dient das Martinsfeld im Severinsviertel, wo bereits eine der heiligen Barbara geweihte Kapelle steht. Im folgenden Februar ziehen die ersten Mönche aus Mainz ein – Keimzelle der späteren größten deutschen Kartause.

8. Dezember 1756

Am 8. Dezember wird Maximilian Franz von Österreich als jüngster Sohn und 16. Kind der Kaiserin Maria Theresia in Wien geboren. Von 1784 bis 1801 amtiert er als Kurfürst und Erzbischof von Köln mit Residenz in Bonn und zugleich als Fürstbischof von Münster. Als aufgeklärter Reformer fördert er das Bildungswesen. Mit der französischen Eroberung des linken Rheinufers 1794 verliert das Kurfürstentum Köln faktisch seine Existenz. Er ist der letzte Kölner Kurfürst-Erzbischof vor der Säkularisation.

9. Dezember 1772

Ferdinand Franz Wallraf wird zum Priester geweiht.

13. Dezember 1898

In Köln wird Ina Gschlössl geboren, evangelische Theologin und Vorkämpferin für die Zulassung von Frauen zum Pfarramt. 1925 gründet sie in Köln den Verband evangelischer Theologinnen mit und beginnt 1927 ihr Vikariat in der Stadt. Als Gegnerin des Nationalsozialismus entlässt der Kölner Oberbürgermeister sie 1933 aus dem städtischen Schuldienst, in dem sie als Religionslehrerin arbeitet.

14. Dezember 1837

In Köln wird Peter Joseph Röckerath geboren, katholischer Religionslehrer, Bauunternehmer und Reichstagsabgeordneter der Zentrumspartei. Im Belgischen Viertel und im Agnesviertel errichtet er Wohnhäuser für einfache Bürger und Handwerker. Zum Andenken an seine verstorbene Frau Agnes stiftet er die Kirche St. Agnes, nach dem Dom die größte Kirche Kölns. 1905 stirbt er in seiner Heimatstadt.

14. Dezember 1895

Der Erzbischof von Köln, Paulus Ludolf Kardinal Melchers, verstirbt in Köln.

15. Dezember 1851

Felix von Hartmann wird in Münster geboren und tritt 1912 das Amt des Erzbischofs von Köln an. Er leitet das Erzbistum durch die Jahre des Ersten Weltkriegs; Papst Pius X. erhebt ihn zum Kardinal. 1919 stirbt er in Köln und wird im Kölner Dom beigesetzt.

17. Dezember 1978

Der in Köln sehr beliebte Erzbischof Josef Kardinal Frings verstirbt. Auf ihn geht das Wort "fringsen" zurück.

18. Dezember 1906

In Köln wird der Organist Josef Zimmermann geboren. Nach dem Kirchenmusikstudium an der Musikhochschule seiner Heimatstadt wird er 1948 zum Organisten am Kölner Dom berufen und im selben Jahr zum Professor für Orgelspiel an der Kölner Musikhochschule ernannt. Das Amt am Dom hat er bis 1985 inne. Am Wiederaufbau der Domorgel ist er beteiligt.

19. Dezember 1582

Der Erzbischof von Köln, Kurfürst Gebhard I. von Waldburg tritt zum Calvinismus über und verkündet die Glaubensfreiheit.

20. Dezember 1408

Der aus Kalkar stammende Kartäuser Heinrich Eger tritt 1365 in Köln in den Kartäuserorden ein. Von 1377 bis 1384 leitet er die Kölner Kartause St. Barbara als Prior. Der Mystiker und Choraltheoretiker verbringt seine letzten Lebensjahre als einfacher Mönch in diesem Kloster, wo er am 20. Dezember stirbt.

20. Dezember 1988

Papst Johannes Paul II. ernennt den bisherigen Berliner Bischof Joachim Meisner zum Erzbischof von Köln. Die Ernennung beendet einen langwierigen Streit zwischen Rom und dem Kölner Domkapitel um die Bischofswahl, die sogenannten Kölner Wirren. Am 12. Februar 1989 wird Meisner in sein Amt eingeführt; er leitet das Erzbistum bis 2014.

24. Dezember 1906

Joseph Kardinal Höffner wird in Horhausen im Westerwald geboren. Er war von 1969 bis 1987 Erzbischof von Köln und von 1976 bis 1987 Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz.

25. Dezember 1581

In Köln beginnt nach städtischer Zählung am 25. Dezember das neue Jahr. Der Ratsherr und Chronist Hermann von Weinsberg hält diesen Weihnachtsbrauch fest: Am Feiertag ruht das Geschäftsleben, die Familie besucht die Kirchen, wiegt das Christkind in der Wiege und singt gemeinsam. Der Rat behält diese Weihnachtsrechnung des Jahresbeginns bis 1794 bei.

25. Dezember 1764

Ferdinand August Graf von Spiegel zum Desenberg wird auf Schloss Canstein bei Marsberg geboren. 1824 wird er Erzbischof von Köln, ordnet das Erzbistum unter preußischer Herrschaft neu und treibt den Wiederaufbau des Kölner Doms voran. 1835 stirbt er in Köln und wird im Domchor beigesetzt.

25. Dezember 1933

Joachim Meisner wird in Breslau geboren. Von 1989 bis 2014 steht er als Erzbischof an der Spitze des Erzbistums Köln und prägt es mit konservativem Kurs. Bis zu seinem Tod 2017 lebt er in Köln, beigesetzt wird er in der Bischofsgruft des Kölner Doms.

27. Dezember 1895

Erzbischof Paulus Melchers wird in der bischöflichen Gruft des Kölner Doms beigesetzt.

28. Dezember 1924

Von den Kanzeln des Erzbistums Köln wird an diesem Sonntag ein Hirtenwort von Erzbischof Karl Joseph Kardinal Schulte verlesen, das sich gegen die Wiederbelebung des seit dem Ersten Weltkrieg ruhenden Kölner Karnevals richtet. Der Text verwirft das jecke Treiben als „Neuheidentum“ und Hedonismus. Viele Priester geben ihn schon vor dem angeordneten Termin bekannt. Aufhalten läßt sich die Rückkehr nicht: Im Jahr darauf laufen die Sitzungen wieder an, 1927 zieht der Zoch erneut durch die Straßen.

31. Dezember 1946

In der Kirche St. Engelbert in Köln-Riehl hält Josef Kardinal Frings seine berühmte Silvesterpredigt. Danach ist der Begriff "fringsen" (zum Überleben notwendiger Diebstahl) in die Kölner Geschichte eingegangen.

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