Ereignisse zum Thema: Stadtentwicklung

10. Februar 1823

Unter dem Motto „Thronbesteigung des Helden Carneval" zieht der erste organisierte Kölner Rosenmontagszug in fünfzehn Gruppen rund um den Neumarkt. Ausgerichtet von der frisch gegründeten Grossen Karnevalsgesellschaft unter Präsident Heinrich von Wittgenstein, gibt der Umzug dem Brauchtum erstmals feste Form. Den „Held Carneval", Vorläufer des heutigen Prinzen, verkörpert der Kaufmann Emanuel Zanoli — Geburtsstunde des organisierten Kölner Karnevals.

23. Februar 1966

Die Schildergasse wird in eine Fußgängerzone umgewandelt.

22. April 1882

Am Hohenzollernring 58 in der Neustadt-Nord wird der Grundstein für das Wohnhaus des Steuerinspektors Wilhelm Willmeroth gelegt — das erste Haus der jungen Kölner Neustadt, die nach dem Abriss der mittelalterlichen Stadtmauer ab 1881 auf dem geräumten Festungsgürtel entsteht. Die Architekten De Voss & Müller errichten ein herrschaftliches Mietshaus im Stil der italienischen Renaissance. Erhalten ist es nicht; heute steht hier ein Drogeriemarkt.

25. Mai 1882

Der Ringabschnitt vom Hahnentor bis zum damaligen Weyertor wird Hohenstaufenring benannt.

4. August 1901

Nach einem Kuraufenthalt in Bad Kissingen stirbt in Würzburg der Architekt Hermann Otto Pflaume, der Köln über vier Jahrzehnte prägt. Er entwirft Kölns ersten Centralbahnhof (eröffnet 1859) und das Bankpalais Unter Sachsenhausen 4, vor allem aber gibt er ganzen Straßenzügen wie dem Kaiser-Wilhelm-Ring und der Gereonstraße ihr Gepräge. Als treibende Kraft hinter dem Kunstgewerbemuseum hinterlässt er zudem ein kulturelles Vermächtnis.

9. September 1825

König Friedrich Wilhelm III. tauft die fünf neuen Forts des inneren Festungsringes.

3. Oktober 1794

Der Kölner Stadtrat beschließt, die Häuser der Stadt zu nummerieren. In dieser Zeit wird auch die bis heute international bekannte Nummer 4711 vergeben.

30. Oktober 1900

Das preußische Innenministerium ordnet die Schreibweise "Cöln" an.

16. November 1822

Zwischen der Markmannsgasse in der Altstadt und Deutz wird die erste Deutzer Schiffbrücke eingeweiht: rund 400 Meter lang, auf 42 hölzernen Nachen schwimmend und feierlich mit militärischen Ehren eröffnet. Sie ersetzt die seit 1674 verkehrende Gierponte-Fähre und verbindet erstmals seit fast 900 Jahren beide Rheinufer fest. Dreimal täglich schwimmt das Mittelstück aus, um Schiffe passieren zu lassen — später bis zu dreißigmal am Tag.

Weitere Bereiche