Ereignisse zum Thema: Theater und Bühne

5. Januar 1974

Der Bariton Wolfgang Anheisser stirbt in Köln. Am Neujahrstag ist er während einer Aufführung des „Bettelstudenten" an der Kölner Oper von einer Kulisse auf die Bühne gestürzt. Der 1929 in Köln geborene Sänger erliegt wenige Tage darauf den Folgen seiner Verletzungen.

8. Januar 1909

Der Volksschauspieler Willy Millowitsch kommt zur Welt und wird zum wohl bekanntesten Kölner überhaupt. Er führt die Familienbühne in der Aachener Straße 5 in der Neustadt-Süd, deren Tradition bis 1792 zurückreicht, und macht das Millowitsch-Theater durch live übertragene Fernsehaufführungen bundesweit berühmt. Die Stadt Köln ernennt ihn 1989 zum Ehrenbürger; bis heute gilt er als kölsches Original.

17. Januar 1954

Im Millowitsch-Theater feiert das Volksstück „Drei kölsche Jungen" Premiere. Die Komödie um den verwitweten Schweinezüchter Anton Kistenmacher, der bei seinen Freunden in der Stadt eine neue Frau sucht, wird zum Publikumserfolg der Bühne von Willy Millowitsch. Unter dem Titel „Unser Freund Anton" kehrt sie über Jahrzehnte immer wieder auf den Spielplan zurück.

17. Januar 2012

Toni Geller stirbt in Köln, seiner Geburtsstadt. Von 1952 bis 1995 gehört der Büttenredner zu den bekanntesten Rednern des Kölner Karnevals. Als „Mann von der Blauen Partei" tritt er im grauen Anzug mit Melone und blauer Schärpe auf, sein Slogan lautet: „Wir von der Blauen Partei versprechen nichts - aber das halten wir auch."

20. Januar 1966

Floh de Cologne wird von Kölner Studenten als Politkabarett gegründet.

25. Januar 1876

In Köln-Mülheim kommt der Schriftsteller und Dramatiker Herbert Eulenberg zur Welt, Sohn eines Maschinenfabrikanten. In der Weimarer Republik zählt er zu den meistgespielten Bühnenautoren; seine literarischen Porträtskizzen „Schattenbilder" finden ein breites Publikum. Die Nationalsozialisten verbieten seine Werke und setzen ihn auf die Liste der „Verbannten und Verbrannten".

1. Februar 1890

In Köln kommt Lina Salten als Lina Salomon zur Welt und erhält am dortigen Theater ihre schauspielerische Ausbildung. Nach ersten Engagements an den Kölner Bühnen wechselt sie nach Berlin und wird zu einer gefragten Darstellerin des deutschen Stummfilms, in dem sie rund dreißig Rollen übernimmt. Als jüdische Künstlerin gerät sie unter der NS-Herrschaft in Vergessenheit und wird 1943 im Vernichtungslager Auschwitz ermordet.

20. Februar 2025

Der Schauspieler und Kabarettist Ernst H. Hilbich stirbt mit 93 Jahren in seinem Haus in Köln-Marienburg. Seit den 1970er Jahren lebt der in Siegburg geborene Künstler in Köln, spielt 1978 den Schneider Wibbel am Millowitsch-Theater und verkörpert von 1998 bis 2010 den Jupp Adamski in der WDR-Serie „Die Anrheiner". Verheiratet ist er mit der Kölner Schauspielerin Lotti Krekel. Bestattet wird er im Familiengrab auf dem Melaten-Friedhof.

22. Februar 1862

Die Schauspielerin und Theaterleiterin Louise Dumont wird in Köln geboren. Mit ihrem Ehemann Gustav Lindemann gründet sie im Jahre 1905 das Düsseldorfer Schauspielhaus.

26. Februar 1984

Die erste Stunksitzung findet in der Alten Mensa der Universität Köln statt.

1. März 1834

Die Schauspielerin Charlotte Wolter wird in der Hämergasse 10 in Köln geboren. Sie wird zur größten deutschsprachigen Tragödin des 19. Jahrhunderts am Wiener Burgtheater. Auf eigenen Wunsch wird sie im Kostüm ihrer Paraderolle — Goethes Iphigenie — begraben.

11. März 1961

Am Millowitsch-Theater wird der Schwank „Im Nachtjackenviertel" uraufgeführt. Das Volksstück nach einer Vorlage von Theodor Franke, bearbeitet von Wilhelm Millowitsch, schildert das Leben der kleinen Leute im Veedel, das durcheinandergerät, als eine Erbschaft ins Haus steht. Wie viele Stücke des Hauses wird es vom Westdeutschen Fernsehen übertragen.

14. März 1688

Gerhard Cornelius von den Driesch kommt in Köln zur Welt und wird neulateinischer Dichter und Redner. Seine lateinische Tragödie »Absalon« wird 1710 in Köln aufgeführt. Später begleitet er als Sekretär die kaiserliche Großbotschaft nach Konstantinopel und beschreibt die Reise in einer gedruckten historischen Nachricht.

16. März 1991

Die Kölner Volksschauspielerin Trude Herr verstirbt in Köln.

17. März 1989

Die Stadt Köln verleiht Willy Millowitsch die Ehrenbürgerwürde.

20. März 1974

Janine Kunze kommt am 20. März in Köln zur Welt. Sie absolviert ihre Schauspielausbildung an der Arturo-Schauspielschule in Köln und München und wird durch ihre Rolle in der Comedyserie „Hausmeister Krause – Ordnung muss sein“ (1999–2010) bekannt. Von 2004 bis 2015 moderiert sie die Karnevalssendung „Karnevalissimo“.

8. April 1890

In Köln kommt Cordy Millowitsch, geborene Ducque, zur Welt. Sie wird Operettensängerin und Schauspielerin, erhält nach ihrem Wechsel nach Berlin eine Gesangsausbildung und tritt vor dem Ersten Weltkrieg am Metropol-Theater auf. 1909 heiratet sie in Köln Wilhelm Millowitsch und wird so Teil der Kölner Theaterfamilie Millowitsch, als Tante von Willy und Lucy.

11. April 1938

Der Opernsänger Kurt Moll wird am 11. April in Buir bei Kerpen geboren. Er studiert an der Kölner Musikhochschule und beginnt seine Bühnenlaufbahn an der Oper Köln. Später ist er als Bass an den großen Häusern in München, Wien und New York gefragt und unterrichtet als Gesangsprofessor an der Hochschule für Musik und Tanz Köln. 2017 stirbt er in Köln.

11. April 2023

Lotti Krekel stirbt mit 81 Jahren in Köln, wo sie 1941 geboren wurde. Ab 1958 gehört sie zum Ensemble des Millowitsch-Theaters, ab 1969 singt sie auch auf Kölsch. Einem breiten Publikum ist sie aus der WDR-Serie „Die Anrheiner“ bekannt, in der sie in fast 400 Folgen spielt. Ihr Grab liegt auf dem Melaten-Friedhof.

1. Mai 1895

Das Millowitsch-Theater tritt zum ersten Mal als "Kölner plattdeutsche Volksbühne“ am Neumarkt auf.

2. Mai 1887

Michael Bohnen wird am 2. Mai in Köln geboren und am 26. Mai in St. Gereon getauft. An der Hochschule für Musik Köln erhält er seine Ausbildung. Der Bassbariton wird in den 1920er und 1930er Jahren zum Weltstar, singt von 1922 bis 1933 an der Metropolitan Opera in New York und tritt auch als Filmschauspieler auf. Nach 1945 ist er Intendant der Städtischen Oper Berlin, wo er am 26. April 1965 stirbt.

4. Mai 1927

Trude Herr wird in Köln-Kalk geboren und wächst in Kalk und Mülheim auf. Sie wird zur Kölner Volksschauspielerin und Sängerin; bekannt macht sie 1960 der Schlager „Ich will keine Schokolade“. Von 1977 bis 1986 führt sie ihr eigenes Theater im Vringsveedel.

8. Mai 1957

Als "Großes Haus für Oper und Schauspiel" wird die neue Oper in Köln in Anwesenheit des damaligen Bundeskanzlers und Alt-Oberbürgermeisters von Köln, Konrad Adenauer, eingeweiht.

29. Mai 1907

Der österreichische Opernsänger Eugen Guszalewicz stirbt mit rund 40 Jahren in Köln. Der lyrische Tenor, gebürtig aus Lemberg, gehört seit 1905 dem Kölner Opernhaus an, nachdem er zuvor in Aachen, Brünn und am Deutschen Theater Prag gesungen hat. Er wird auf dem Melaten-Friedhof bestattet. Seine Tochter Genia wird ebenfalls Opernsängerin.

2. Juni 1952

In Köln wird die Schauspielerin und Synchronsprecherin Hildegard Krekel geboren. Bekannt wird sie als Tochter Rita in der Fernsehserie „Ein Herz und eine Seele“. Ab 1998 spielt sie über zehn Jahre die Kneipenwirtin Uschi Schmitz in der WDR-Serie „Die Anrheiner“ und deren Nachfolgeserie „Ein Fall für die Anrheiner“. Am 26. Mai 2013 stirbt sie in Köln.

4. Juni 1980

Nach seiner Neugründung feiert der Circus Roncalli seine Premiere in Köln.

13. Juni 1959

Das Stück "Schneider Wibbel" feiert im Millowitsch-Theater Premiere.

14. Juni 1897

Charlotte Wolter, in Köln in der Hämergasse 10 als Tochter des Schreibers Heinrich Wolter geboren, stirbt an diesem Tag in Hietzing bei Wien. Sie stammt aus einer armen kinderreichen Familie und geht früh nach Wien, wo sie am Carltheater spielt; weitere Stationen sind Bühnen in Pest, Berlin und Hamburg. 1862 kommt sie ans Wiener Burgtheater und wird dort als Tragödin gefeiert. Der nach ihr benannte Wolter-Schrei gehört zu ihren Markenzeichen.

25. Juni 2017

Alexandra Kassen, geboren 1923 als Alexandra Geller in Nittendorf, stirbt in Köln. Gemeinsam mit ihrem Mann Fred Kassen gründet sie 1959 das Kleinkunsttheater Senftöpfchen in der Großen Neugasse am Rand der Altstadt und führt es nach seinem Tod 1972 allein weiter. Bis zuletzt bleibt sie, erkennbar an einem ihrer vielen kleinen Hüte, Prinzipalin des deutschlandweit bekannten Hauses.

11. Juli 1995

Helma Seitz stirbt in Köln und wird auf dem Friedhof Melaten beigesetzt. Geboren 1913 in Offenbach am Main, spielt sie zunächst an Bühnen in Frankfurt, Hannover und Oldenburg. Nach dem Zweiten Weltkrieg geht sie nach Nordamerika. Ab 1967 arbeitet sie überwiegend fürs Fernsehen; bekannt wird sie als Sekretärin Fräulein Rehbein in der Krimiserie „Der Kommissar“.

29. Juli 1938

Die Puppenspiele der Stadt Köln beziehen mit ihrem „Hänneschen"-Theater das neu errichtete Domizil am Eisenmarkt 2–4 in der Altstadt-Nord. Die 1802 von Johann Christoph Winters gegründete und 1925 verstädtlichte Stockpuppenbühne findet damit ihre bis heute gespielte Heimat. Als älteste fest bespielte Puppenbühne im deutschsprachigen Raum gehören Hänneschen, Bärbelchen und Tünnes längst zum kölschen Selbstverständnis.

5. August 1862

Der in Bonn getaufte Schneider Johann Christoph Winters gründet 1802 in der Kölner Lintgasse ein Puppentheater, aus dem das Hänneschen-Theater mit den Figuren Hänneschen, Bärbelchen, Tünnes und Schäl hervorgeht. Das Haus gilt als erste feste Bühne Kölns. Winters stirbt mittellos in Köln und wird in einem Armengrab auf dem Melatenfriedhof beigesetzt; die genaue Grabstelle ist nicht mehr bekannt. 2002, zum 200-jährigen Bestehen des Theaters, wird ihm dort eine Gedenkstele gesetzt.

8. August 1865

Wilhelm Räderscheidt wird in Köln geboren. Er arbeitet als Lehrer, leitet zuletzt die Kölner Handelsschule und gehört zeitweise der Stadtverordnetenversammlung an. Daneben schreibt er kölsche Gedichte, Karnevalslieder und Stücke für das Hänneschen-Puppenspiel. 1913 wird er Ehrenmitglied des Heimatvereins Alt-Köln, 1925 erscheint seine Gedichtsammlung „Ohm Will“. Er stirbt 1926 in Köln.

15. August 1970

In Köln wird die Theaterregisseurin Karin Henkel geboren, die teils in der Stadt aufwächst. Ihr Regiedebüt gibt sie später am Hessischen Staatstheater Wiesbaden. Am Schauspiel Köln inszeniert sie unter anderem 'Der Menschenfeind', 'Der Idiot' und 'Die Ratten', deren Kölner Inszenierung 2013 zum Berliner Theatertreffen eingeladen wird. 2018 erhält sie den Berliner Theaterpreis.

16. August 1869

In Köln geboren, macht Rainer Simons als Sänger und Theaterleiter in Wien Karriere. 1903 übernimmt er die Direktion des Kaiser-Jubiläums-Stadttheaters, aus dem unter seiner Leitung ab 1905 die Wiener Volksoper hervorgeht. Er holt den Dirigenten Alexander Zemlinsky ans Haus und fördert junge Sängerinnen wie Maria Jeritza. Später lehrt er als Professor an der Wiener Musikakademie.

3. September 1821

Ernst Pasqué wird am 3. September in Köln geboren. Er tritt zunächst als Opernsänger im Bariton-Fach auf und wird später Regisseur am Hoftheater in Darmstadt. Daneben arbeitet er als Schriftsteller und schreibt als Librettist Operntexte. Er stirbt 1892 in Alsbach-Hähnlein.

7. September 1948

Die Puppenspiele der Stadt Köln ("Hänneschen-Theater") nehmen ihren Spielbetrieb wieder auf.

8. September 1962

Das sanierte Kölner Schauspielhaus von Wilhelm Riphahn wird eröffnet.

9. September 1977

Trude Herr eröffnet ihr "Theater im Vringsveedel".

19. September 1891

Der Schauspieler Willy Birgel wird in Köln geboren.

20. September 1999

Der Kölner Volksschauspieler und Leiter des Millowitsch-Theaters Willy Millowitsch verstirbt in Köln.

4. Oktober 1865

Der Tenor Wilhelm Birrenkoven wird in Köln geboren. Von 1884 bis 1888 studiert er mit einem Stipendium am Kölner Konservatorium bei Franz Wüllner, ab 1890 singt er an der Kölner Oper. 1893 holt ihn Bernhard Pollini ans Hamburger Stadttheater, wo er zu den führenden Wagner-Tenören seiner Zeit zählt.

7. Oktober 1947

Heribert Malchers wird im Severinsviertel in Köln geboren. Er ist fast 25 Jahre lang der Leiter des Kölner Hänneschen-Theaters.

9. Oktober 1926

Die Puppenspiele der Stadt Köln ("Hänneschen-Theater") werden wieder eröffnet, nachdem es nach dem Tod des letzten Mitglieds der Gründungsfamilie im Jahre 1919 geschlossen worden war.

12. Oktober 1909

Ernest Berk wird in Köln geboren und erhält seine Ausbildung an der Rheinischen Musikschule. Als Tänzer und Choreograph des Ausdruckstanzes gibt er 1929 sein Debüt und arbeitet später mit Max Reinhardt; zugleich ist er ein Pionier der Musique concrète. 1934 muss er Deutschland verlassen und wirkt danach überwiegend in London, wo er ein eigenes Studio für elektronische Musik aufbaut.

14. Oktober 1944

In Köln-Mülheim wird Udo Kier als Udo Kierspe geboren. Mit den Kultfilmen Flesh for Frankenstein und Blood for Dracula wird er bekannt und spielt in über 200 Filmen, darunter Hollywood-Produktionen wie Armageddon und Blade. Am 23. November 2025 stirbt er in Palm Springs.

17. Oktober 1809

Der Schauspieler Hermann Hendrichs wird in Köln geboren. Seine Bühnenlaufbahn spielt sich dann anderswo ab: Sie führt über Darmstadt, Frankfurt, Hannover und Hamburg, 1846 wechselt er an das Berliner Hoftheater. Er zählt zu den bekanntesten deutschen Bühnenschauspielern des 19. Jahrhunderts und stirbt 1871 in Berlin.

19. Oktober 2019

Der in Berlin geborene afrodeutsche Schauspieler und Journalist Theodor Wonja Michael stirbt im Alter von 94 Jahren in Köln. Als Kind wird er in einer Völkerschau vorgeführt, in der NS-Zeit entrechtet und zur Zwangsarbeit gezwungen. Später arbeitet er als Journalist und Beamter des Bundesnachrichtendienstes; 2013 erscheint seine Autobiografie „Deutsch sein und schwarz dazu“. Bestattet wird er im Kölner Stadtteil Volkhoven/Weiler.

22. Oktober 2000

Rudolf Jürgen Bartsch, Schriftsteller und Hörspielsprecher, stirbt in Köln. Geboren 1921 in Köslin in Pommern, studiert er nach dem Krieg in Mainz Literatur- und Theaterwissenschaft und gründet mit Hanns Dieter Hüsch das Mainzer Zimmertheater, das er zehn Jahre leitet. Ab 1960 führt er die Theaterabteilung des Kölner Verlags Kiepenheuer & Witsch und schreibt Rundfunkfeatures zur Kultur- und Literaturgeschichte.

26. Oktober 1884

In Köln kommt Paul Heidemann zur Welt. Ab 1906 steht der Schauspieler, Filmregisseur und Filmproduzent auf der Bühne und arbeitet zugleich für den Film. In der Stummfilmzeit spielt er in über 80 Filmen mit, bevor er 1968 in Berlin stirbt.

27. Oktober 1953

Mit der Ausstrahlung des Stücks "Der Etappenhase" aus dem Kölner Millowitsch-Theater findet die erste Live-Übertragung eines Bühnenstücks im Fernsehen statt.

13. November 1920

Gisela Eva Fackeldey wird in Rodenkirchen bei Köln geboren, das heute zum Kölner Stadtgebiet gehört. Sie wird Schauspielerin und steht im Lauf ihrer Karriere auf der Theaterbühne wie in Filmen. Später verlässt sie Köln und stirbt schließlich 1986 in Berlin.

23. November 1955

Mariele Millowitsch kommt in Köln als jüngste Tochter des Volksschauspielers Willy Millowitsch zur Welt und steht schon als Kind am Millowitsch-Theater an der Aachener Straße auf der Bühne. Nach einem Studium der Veterinärmedizin wird sie ab den 1990er Jahren durch die Fernsehserien „Girlfriends“ und „Nikola“ bekannt. Seit 2008 spielt sie die Kommissarin Marie Brand.

1. Dezember 1929

In Köln wird Wolfgang Anheisser geboren, der als lyrischer Bariton Karriere macht. Ab 1965 gehört er fest zum Ensemble des Kölner Opernhauses und tritt international auf. 1974 stürzt er dort während einer Vorstellung des „Bettelstudent“ von einem Balkon in die Tiefe, weil das Halteseil nicht richtig befestigt ist, und kommt ums Leben. Bestattet wird er auf dem Kölner Melaten-Friedhof.

3. Dezember 1877

Hubert Moest, Sohn des Bildhauers Richard Moest, wird in Köln geboren. In seiner Heimatstadt besucht er das Gymnasium. Später arbeitet er als Filmregisseur, Drehbuchautor und Produzent und dreht zwischen 1913 und um 1930 zahlreiche Stummfilme. 1953 stirbt er.

5. Dezember 1922

Marlene Riphahn kommt in Köln zur Welt, als Tochter des Architekten Wilhelm Riphahn, der die Oper Köln entwirft und am Wiederaufbau der Innenstadt beteiligt ist. Von 1940 bis 1942 macht sie ihre Schauspielausbildung in Düsseldorf, danach arbeitet sie an Theatern, beim Film und als Synchronsprecherin. Ab 1996 spielt sie Tante Betty in der ARD-Serie Lindenstraße. Sie stirbt 2004 in Bergisch Gladbach.

10. Dezember 1966

In Köln wird die Schauspielerin Jennifer Nitsch geboren, Tochter von Wolfgang und Barbara Nitsch-Nedjabat. Sie arbeitet für Film und Fernsehen und wird durch „Allein unter Frauen" (1991) bekannt. Für die Fernsehreihe „Nur eine kleine Affäre" (1994) erhält sie den Bayerischen Fernsehpreis und den Adolf-Grimme-Preis.

11. Dezember 1960

In Köln wird Uwe Eric Laufenberg geboren, Schauspieler sowie Schauspiel- und Opernregisseur. Von 2009 bis 2012 leitet er die Oper Köln als Intendant. Zuvor steht er dem Hans Otto Theater in Potsdam vor, ab 2014 dem Hessischen Staatstheater Wiesbaden. Als Regisseur inszeniert er unter anderem 'Parsifal' bei den Bayreuther Festspielen.

12. Dezember 1921

In Köln wird der Bariton Toni Blankenheim geboren. 1947 debütiert er an der Frankfurter Oper, ab 1950 gehört er fest zum Ensemble der Hamburgischen Staatsoper, wo man ihn 1961 zum Hamburger Kammersänger ernennt. Bekannt wird er unter anderem für die Titelrolle in Alban Bergs 'Wozzeck'.

12. Dezember 1956

In Köln wird Tom Gerhardt geboren, Komiker, Schauspieler und Regisseur. Nach dem Germanistik- und Philosophiestudium arbeitet er als freier Mitarbeiter beim Kölner 'Express' und tritt ab 1988 als Bühnenkomiker auf. Mit dem Kinofilm 'Voll normaaal' gelingt ihm 1994 ein Erfolg, später folgt die Serie 'Hausmeister Krause'.

14. Dezember 1965

Karin Beier wird in Köln geboren. Sie studiert an der Universität Köln und wird Theaterregisseurin. Von 2007 bis 2013 leitet sie als Intendantin das Schauspiel Köln, das 2010 und 2011 von der Zeitschrift Theater heute zum Theater des Jahres gewählt wird. Seit der Spielzeit 2013/14 ist sie Intendantin des Deutschen Schauspielhauses Hamburg.

15. Dezember 1925

Der Schauspieler und Synchronsprecher Günther Ungeheuer wird in Köln geboren. Mit 17 Jahren beginnt er 1942 eine Ausbildung an der Schauspielschule der Städtischen Bühnen in Köln; nach dem Krieg spielt er Theater in Köln und Bonn. Später wird er mit Bösewicht-Rollen in Reihen wie „Der Kommissar“, „Derrick“ und „Tatort“ bekannt. Er stirbt 1989 in Bonn.

16. Dezember 1838

In Köln wird Baruch Pohl in einer jüdischen Familie geboren; später nennt er sich Bernhard Pollini. Sein Bühnendebüt als Sänger gibt er 1857 am Kölner Theater. Danach wechselt er vom Tenor- ins Baritonfach und geht nach Hamburg. Dort übernimmt er 1874 die Leitung des Stadttheaters und behält sie bis zu seinem Tod 1897.

20. Dezember 1890

Josef Gielen wird am 20. Dezember in Köln geboren. Der Schauspieler und Regisseur inszeniert an großen Bühnen und leitet von 1948 bis 1954 das Wiener Burgtheater. 1936 wird das Ehepaar in Dresden von den Nationalsozialisten denunziert; wegen der Bedrohung seiner jüdischen Frau emigriert es nach Südamerika.

22. Dezember 1990

Udo Werner, der mit seiner Talentprobe am Tanzbrunnen Kultstatus in Köln erlangte, verstirbt in Leverkusen.

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