Ereignisse zum Thema: Verkehr und Brücken
1. Januar 1900
Die Stadt Köln zahlt der Pferdebahngesellschaft eine Abfindung in Höhe von ca. 20 Millionen Mark für den Rückkauf der Pferdebahnlizenzen und macht so den Weg frei für die elektrisch betriebene Straßenbahn.
6. Januar 1945
Im Zweiten Weltkrieg wird die Kölner Südbrücke durch Bomben zerstört.
9. Januar 1883
Der Kölner Stadtrat entschließt sich mit einer Stimme Mehrheit für den Entwurf des Berliner Ingenieurs Berl von E. Grüttefien zum Bau des neuen Hauptbahnhofs.
30. Januar 1916
Julius Pohlig, Pionier des Seilbahn- und Förderanlagenbaus, stirbt in Köln. 1890 verlegt er seine 1874 gegründete Firma und seinen Wohnsitz in die Stadt; ab 1894 betreibt das Unternehmen ein Werk in Köln-Zollstock, das Seilbahnen und Krananlagen fertigt und 1912 erweitert wird. Später wird in Köln eine Straße nach ihm benannt.
13. Februar 1844
Die Bonn-Cölner Eisenbahn eröffnet die Strecke von Köln nach Bonn.
26. Februar 1969
Der "Container Terminal Köln Eifeltor" wird in Betrieb genommen. Er entwickelt sich zu einem der umschlagsstärksten Güterbahnhöfe Deutschlands für den kombinierten Frachtverkehr von Schiene und Straße.
28. Februar 1945
Die Hindenburgbrücke, auch "Deutzer Hängebrücke" genannt, bricht bei der Reparatur von Kriegsschäden zusammen.
2. März 1891
Die Oberbürgermeister von Köln und Bonn beschließen mit den Landräten der Kreise Köln, Bonn und Bergheim die Gründung eines Komitees zum Bau einer Bahnverbindung zwischen Köln und Bonn, aus der die "Köln-Bonner Eisenbahnen" hervorgehen werden.
3. März 2009
Beim Bau der Nord-Süd-Stadtbahn stürzt das Historische Archiv, das "Gedächtnis" der Stadt Köln ein.
6. März 1945
Deutsche Pioniere sprengen die letzte intakte Kölner Rheinbrücke, die Hohenzollernbrücke.
8. März 1985
Beginn der Bauarbeiten an der Hohenzollernbrücke zur Errichtung eines zusätzlichen Gleises.
25. März 2007
Es kommt zur vollständigen Sperrung des Rheins für die Schifffahrt für fünf Tage. Vom Binnencontainerschiff "Excelsior" waren durch Schieflage 32 Container in den Rhein gerutscht.
31. März 1831
Die Mainzer Rheinschifffahrtsakte wird unterzeichnet und beendet das Kölner Stapelrecht, das die Stadt seit 1259 besitzt. Über Jahrhunderte müssen alle rheinaufwärts oder rheinabwärts transportierten Waren in Köln drei Tage lang den Bürgern zum Kauf angeboten werden. Die Akte garantiert die freie Schifffahrt bis zur offenen See; Preußen zahlt der Stadt für den Verlust eine jährliche Entschädigung.
15. April 1909
Die Vorortbahnlinie Köln–Porz nimmt ihren Betrieb auf.
17. April 1957
Hoch über dem Rhein nimmt die Kölner Rheinseilbahn ihren Betrieb auf – die erste einen Fluß überquerende Seilbahn Deutschlands. Rechtzeitig zur Bundesgartenschau eröffnet, verbindet sie den Rheinpark in Deutz mit dem linksrheinischen Zoo in Riehl. Oberbürgermeister Theo Burauen und Zoodirektor Wilhelm Windecker geben die Gondelbahn frei, die zum Wahrzeichen der Gartenschau wird.
21. April 1945
Kaum im rechtsrheinischen Köln angekommen, beginnen Pioniere des US Army Corps of Engineers mit dem Bau einer Pontonbrücke in der Verlängerung der Schönhauser Straße in Bayenthal hinüber zu den Poller Wiesen, südlich der zerstörten Südbrücke. Der neun Meter breite Notübergang ersetzt provisorisch die gesprengten Rheinbrücken und geht im Juni in Betrieb. Im Volksmund heißt er bald schlicht „Amerikaner-Brücke".
28. April 1877
Der Kölner Weinhändler Consul Ernst Hardt nimmt die erste rechtsrheinische Pferdebahnverbindung zwischen den selbständigen Gemeinden Deutz und Kalk in Betrieb.
7. Mai 1892
In der Kölner Innenstadt neben dem Dom wird der Grundstein für das neue Empfangsgebäude des Hauptbahnhofs gelegt. Den Entwurf liefert der Aachener Architekt Georg Frentzen. Die große dreigliedrige Bahnsteighalle wird 1894 fertiggestellt, im selben Jahr nimmt der Bahnhof den Betrieb auf.
8. Mai 1922
Der am 26. Juli 1879 in Köln geborene Konstrukteur und Automobilrennfahrer Otto Hieronimus wirkt später in Mannheim, Wien und in der Steiermark. Bei einer Trainingsfahrt zum Grazer Ries-Rennen verunglückt er und stirbt wenige Stunden später an den Unfallfolgen. Beigesetzt wird er auf dem Dornbacher Friedhof in Wien.
9. Mai 1948
Die im Krieg zerstörte Hohenzollernbrücke wird nach ihrem Wiederaufbau dem Verkehr übergeben.
14. Mai 1898
Im Beisein preußischer Minister wird der Rheinauhafen feierlich eingeweiht. Die langgestreckte Hafeninsel südlich der Altstadt verfügt über die damals modernsten technischen Anlagen Deutschlands – zweiundzwanzig Kräne und ein eigenes Schienennetz von achtzehn Kilometern Länge. Der Hafen macht Köln zu einem bedeutenden Umschlagplatz am Rhein und prägt bis heute das Bild der Südstadt.
18. Mai 1877
Am Hahnentor wird die erste Strecke der Kölner Pferdebahn eröffnet.
20. Mai 1877
Die erste Pferdebahn zwischen Deutz und Kalk nimmt ihren Betrieb auf.
22. Mai 1911
Die Hohenzollernbrücke wird durch Kaiser Wilhelm II. eingeweiht.
22. Mai 1945
Neben der zerstörten Deutzer Hängebrücke eröffnet eine hölzerne US-Behelfsbrücke über den Rhein, die Kölns Altstadt mit dem rechtsrheinischen Deutz verbindet. Wegen der vielen Pfähle im Rheinbett heißt sie im Volksmund Tausendfüßler-Brücke; benannt ist sie nach dem in Frankreich gefallenen US-General Lesley J. McNair. Über sie fließen zugleich Wasser und Strom in die Altstadt. Schon Anfang 1946 muss sie wegen Auskolkung der Holzpfähle für den Fahrverkehr gesperrt werden.
29. Mai 1945
Nach dem Kriegsende nimmt die Köln-Frechen-Benzelrather Eisenbahn den Verkehr wieder auf. Zunächst fahren Dampfzüge zwischen dem Bahnhof Frechen und Köln-Lind und weiter über die Güterzugstrecke bis Braunsfeld an der Aachener Straße. Wenige Monate zuvor, im Februar, war der reguläre Betrieb zum Erliegen gekommen.
3. Juni 1882
In Köln verschmelzen die beiden konkurrierenden Pferdebahn-Betriebe des Unternehmers Ernst Hardt und des Belgiers Frédéric de la Hault zur überwiegend belgisch finanzierten Aktiengesellschaft Société Anonyme de Tramways de Cologne mit Sitz in Brüssel. Vor Ort firmiert sie als Cölnische Straßenbahn-Gesellschaft. Der Zusammenschluss beendet die Konkurrenz zweier Betreiber, über deren hohe Fahrpreise und schlechte Anschlüsse sich Fahrgäste beschwert hatten. Sie ist ein Vorläufer der späteren Kölner Verkehrs-Betriebe.
12. Juni 1816
Die aus England stammende Defiance ist das erste Dampfschiff, das in Köln ankommt. Ihre Ankunft läutet das Zeitalter der Dampfschiffahrt auf dem Rhein ein.
13. Juni 2004
Der Bahnhof im Köln-Bonner Flughafen wird eröffnet.
17. Juni 1907
Abbau der Dombrücke und Beginn der Bauarbeiten der Hohenzollernbrücke.
29. Juni 1912
Der Kölner Flugpionier Jean Hugot organisiert auf den Feldern des Butzweiler Hofs im Kölner Nordwesten den „Flugtag zu Cöln“. Zu der Veranstaltung kommen 100.000 Zuschauer. Wenige Monate später beginnt auf demselben Gelände der Bau der militärischen Fliegerstation, die am 1. April 1913 eingeweiht wird. Aus dem Areal geht später der Flughafen Köln-Butzweilerhof hervor.
3. Juli 1915
Die Deutzer Kettenhängebrücke, die die linksrheinische Innenstadt mit dem rechtsrheinischen Deutz verbindet, wird dem Verkehr übergeben. Der Kölner Architekt Carl Moritz gestaltet sie mit; ohne Zufahrten misst sie 369 Meter, ist 18,2 Meter breit und wiegt rund 6.200 Tonnen. Wegen des Ersten Weltkriegs bleibt eine große Einweihungsfeier aus. Am 28. Februar 1945 stürzt die Brücke unter der Last flüchtender Menschen ein.
6. Juli 1837
Die Bonn-Cölner Eisenbahn-Gesellschaft erhält die Konzession, eine Eisenbahnstrecke zwischen Bonn und Köln zu betreiben.
9. Juli 1837
Die Rheinische Eisenbahn-Gesellschaft wird gegründet.
9. Juli 1908
Während der Bauarbeiten der Südbrücke kommt es zu einem schweren Unfall, bei dem acht Arbeiter getötet werden.
9. Juli 1962
In Köln beginnen die Bauarbeiten an einer neuen Rheinbrücke im Norden, die zunächst „Nord-Brücke“ heißt und das linksrheinische Ufer bei Riehl mit dem rechtsrheinischen Autobahnnetz verbindet. Den Namen Zoobrücke erhält der 597 Meter lange Bau nach einem Entwurf von Gerd Lohmer erst 1963 durch ein Leserpreisausschreiben einer Kölner Zeitung. Für den Verkehr wird die Brücke im November 1966 freigegeben.
15. Juli 1915
Die Köln-Deutzer-Brücke, zuletzt als "Hindenburgbrücke" bezeichnet, wird eröffnet. Bei Reparaturarbeiten eines Bombenschadens bricht sie am 28. Februar 1945 ein.
19. Juli 1882
Die Stadt Köln vergibt die Konzession für zehn Pferdebahnlinien. Aus der Fusion der konkurrierenden Betreiber – darunter das Unternehmen Ernst Hardts, das schon 1877 die erste Kölner Pferdebahn zwischen Deutz und Kalk eröffnet hatte – geht die belgisch finanzierte Straßenbahngesellschaft hervor. Das Schienennetz im Stadtgebiet umfaßt zu diesem Zeitpunkt bereits rund vierzig Kilometer.
21. Juli 1955
Im Vorfeld der Planungen für die Bundesgartenschau 1957 in Köln beschließt der Kölner Rat den Bau der Rheinseilbahn.
24. Juli 1906
Die erste Probefahrt mit der "Elektrischen Bahn" von Köln über Holweide nach Bergisch Gladbach findet statt.
25. Juli 1836
Gründung der „Rheinischen Eisenbahn-Gesellschaft" in Köln. Vor seiner Zeit als preußischer Ministerpräsident war Ludolf Camphausen der erste Präsident der Gesellschaft.
27. Juli 1978
Bei den Clouth Gummiwerken in Köln-Nippes meldet der Entwickler Hans Braitsch das „Kölner Ei" zum Patent an — offiziell „Clouth Schienenlager 1403". Das eiförmige Bauteil aus Metall und vulkanisiertem Naturkautschuk dämpft den Körperschall der Schienen und macht so Wohnungen entlang der Strecke leiser. Noch im selben Jahr wird es auf der Stadtbahnstrecke Ebertplatz–Lohsestraße erstmals verbaut und prägt seither den Kölner Nahverkehr.
1. August 1920
Die Maut zur Überquerung der Rheinbrücken wird abgeschafft.
6. August 1932
Die erste Reichsautobahnstrecke wird als "Kraftwagenstraße Köln-Bonn" eröffnet.
22. August 1966
Nach dreijähriger Pause schwebt die Rheinseilbahn wieder über den Strom: Für den Bau der Zoobrücke war Deutschlands erste einen Fluß überquerende Seilbahn 1963 demontiert worden. Nun nimmt sie den Betrieb zwischen dem linksrheinischen Zoo in Riehl und dem Rheinpark in Deutz modernisiert wieder auf, um 250 Meter auf 935 Meter verlängert. Eröffnet worden war die Bahn 1957 zur Bundesgartenschau.
23. August 1999
Beim bis dahin schwersten Unglück in der Geschichte der Kölner Verkehrs-Betriebe werden 76 Menschen verletzt.
6. September 1981
Der Architekt Gerd Lohmer stirbt in Köln, wo er 1909 geboren wird. Er spezialisiert sich auf den Brückenbau und gestaltet drei der Kölner Rheinbrücken mit: die Deutzer Brücke (1947–1948), die Severinsbrücke (1956–1961) und die Zoobrücke (1962–1966). Dabei arbeitet er mit den Bauingenieuren Fritz Leonhardt und Ulrich Finsterwalder zusammen.
8. September 1951
Die wiederaufgebaute Mülheimer Hängebrücke über den Rhein zwischen Köln-Riehl und Köln-Mülheim wird eingeweiht. Im März 1945 war sie gesprengt worden; der Wiederaufbau als echte Hängebrücke beginnt am 13. Oktober 1949 nach einem Entwurf des Kölner Architekten Wilhelm Riphahn, technisch beraten von Fritz Leonhardt. Zur Einweihung ist Bundeskanzler Konrad Adenauer zugegen, der die Brücke 1929 als Oberbürgermeister eröffnet hatte.
11. September 1909
Der in Köln geborene Architekt Gerd Lohmer prägt als Gestaltungspartner des Bauingenieurs Fritz Leonhardt das Gesicht der Kölner Rheinbrücken: Auf ihn gehen die schlanke Form der Deutzer Brücke (1947–1948), der Severinsbrücke (1956–1961) und der Zoobrücke (1962–1966) zurück. Während Leonhardt die Statik verantwortet, sorgt Lohmer für die Ästhetik. Der Brückenbauer, der über 80 Bauwerke realisiert, stirbt 1981 in seiner Heimatstadt.
23. September 1957
Der Kölner Hauptbahnhof erhält seine neue Empfangshalle. Nach Plänen der Architekten Schmitt und Schneider entsteht eine weit gespannte Stahlbeton-Schalenkonstruktion, deren Last auf vier ovalen Stützen ruht. Die vollständig verglaste Front öffnet sich zum Dom hin und gibt Ankommenden schon vor dem Verlassen des Bahnhofs den Blick auf die Kathedrale frei.
26. September 1956
Bei der Gründung des Brückenpfeilers der Severinsbrücke werden fünf Arbeiter tödlich verletzt.
29. September 2004
Beim Bau der U-Bahn sackt der Untergrund des Kirchturmes von St. Johann Baptist ab und neigt sich zur Westseite. Der "Schiefe Turm von Köln" wird das neue Wahrzeichen der Stadt.
1. Oktober 1950
Die Kölner Südbrücke wird wieder in Betrieb genommen.
3. Oktober 1859
Die Vorgängerin der Hohenzollernbrücke, die Dombrücke, wird in Köln freigegeben. Gleichzeitig wird der Kölner Hauptbahnhof eröffnet.
13. Oktober 1929
Die Mülheimer Brücke, seinerzeit die größte Kabelbrücke der Welt, wird in Köln eingeweiht. Im Zweiten Weltkrieg total zerstört, wird sie in den 1950er Jahren neu errichtet.
7. November 1959
Die Severinsbrücke wird in Anwesenheit von Kardinal Joseph Frings und Bundeskanzler Adenauer eingeweiht.
8. November 1906
Unter der Leitung des Baurats Fritz Beermann beginnen die Bauarbeiten für die Kölner Südbrücke.
16. November 1822
Zwischen der Markmannsgasse in der Altstadt und Deutz wird die erste Deutzer Schiffbrücke eingeweiht: rund 400 Meter lang, auf 42 hölzernen Nachen schwimmend und feierlich mit militärischen Ehren eröffnet. Sie ersetzt die seit 1674 verkehrende Gierponte-Fähre und verbindet erstmals seit fast 900 Jahren beide Rheinufer fest. Dreimal täglich schwimmt das Mittelstück aus, um Schiffe passieren zu lassen — später bis zu dreißigmal am Tag.
22. November 1966
Einweihung der Kölner Zoobrücke.
5. Dezember 1859
Der "Cölner Centralbahnhof" wird eröffnet.
9. Dezember 1954
Im Beisein von Bundeskanzler Adenauer wird die wiederaufgebaute Rheinbrücke Köln-Rodenkirchen dem Verkehr übergeben. Kurz vor Kriegsende, am 28. Januar 1945, war die Vorgängerbrücke eingestürzt. Der Neubau nach Entwurf von Hellmut Homberg nutzt die erhaltenen Pylone der 1941 eröffneten Konstruktion. Die rund 567 Meter lange Hängebrücke führt über den Rhein und ist heute Teil der A4.
11. Dezember 2004
Aus dem Bahnhof "Köln-Deutz" wird der Bahnhof "Köln Messe/Deutz".
15. Dezember 1868
Die Eisenbahn eröffnet ihren Fahrbetrieb zwischen Mülheim und Bergisch Gladbach.
20. Dezember 1845
Die erste Teilstrecke Deutz–Düsseldorf der Köln-Mindener Eisenbahn-Gesellschaft wird eröffnet.
28. Dezember 1864
Die Cölner Omnibusgesellschaft befährt erstmals die Strecke von Mülheim nach Deutz mit einem Pferde-Omnibus.