Ereignisse zum Thema: Wissenschaften

2. Januar 1861

In Köln wird Wilhelm Bölsche geboren, Schriftsteller und Naturphilosoph. Er macht die Evolutionslehre Darwins und Haeckels für ein breites Publikum lesbar; sein Buch „Das Liebesleben in der Natur" zählt zu den frühen Vertretern des modernen Sachbuchs. Später gehört er zu den Mitbegründern der Berliner Volkshochschule.

3. Januar 1518

Hermann von Weinsberg kommt in Köln zur Welt und wächst im namensgebenden Haus Weinsberg am Waidmarkt auf. Dreizehnmal sitzt er für die Gaffel Schwarzhaus im Rat, wirkt als Kirchmeister von St. Jakob und gelegentlich als Advokat. Vor allem aber hinterlässt er das nach ihm benannte „Buch Weinsberg", eine über 7.000 Seiten umfassende Selbstaufzeichnung, die bis heute als eine der wichtigsten Quellen zur Kölner Stadtgeschichte des 16. Jahrhunderts gilt.

6. Januar 1389

Die neugegründete Universität zu Köln nimmt den Vorlesungsbetrieb auf.

9. Januar 1876

In Köln wird der Soziologe Robert Michels geboren, dessen Mutter aus der Kölner Familie des Geheimen Regierungsrats Robert Schnitzler stammt. Mit seinem Hauptwerk „Zur Soziologie des Parteiwesens" begründet er die moderne Parteien- und Elitenforschung und prägt das „eherne Gesetz der Oligarchie", wonach jede große Organisation zwangsläufig eine herrschende Minderheit ausbildet. Seine Professuren führen ihn nach Turin, Basel und Rom.

14. Januar 1616

Weihbischof Theodor Riphan, der von 1604 bis 1605 Rektor der alten Universität Köln ist, verstirbt in Köln.

17. Januar 1862

In Köln wird der Numismatiker Friedrich Freiherr von Schrötter geboren. Nach einer Militärlaufbahn und dem Studium in Berlin ordnet er ab 1904 die mittelalterliche und neuzeitliche Münzsammlung des Berliner Münzkabinetts neu, ein Werk, das er 1930 in 27 Bänden abschließt. Im selben Jahr erscheint sein 'Wörterbuch der Münzkunde', das zum Standardwerk wird. Sein Schwerpunkt liegt beim preußisch-brandenburgischen Münzwesen.

18. Januar 1920

In Köln wird der Mediziner Hans Frangenheim geboren, Sohn des Kölner Chirurgie-Ordinarius Paul Frangenheim. Er gilt als Begründer der gynäkologischen Laparoskopie: Ab den fünfziger Jahren passt er die Bauchspiegelung für die Frauenheilkunde an und verhilft dem minimalinvasiven Eingriff zum Durchbruch. Sein erstes Lehrbuch wird in sechzehn Sprachen übersetzt.

19. Januar 1872

Heinrich Laufenberg wird in Köln geboren. Der Historiker und Journalist, der unter dem Pseudonym Karl Erler schreibt, promoviert 1902 und wechselt vom politischen Katholizismus zur SPD. Ab 1907 arbeitet er in Hamburg als Parteihistoriker der Arbeiterbewegung. 1918/19 steht er dem Hamburger Arbeiter- und Soldatenrat vor, später wird er zum Wortführer des Nationalbolschewismus.

21. Januar 1926

Willehad Paul Eckert wird in Köln geboren und in St. Severin getauft. Der Dominikaner, Priester und Kirchenhistoriker wirkt ab 1961 vom Kölner Kreuzherrenkloster aus und arbeitet mit dem Thomas-Institut der Universität Köln zusammen. Zur Kölner Ausstellung Monumenta Judaica trägt er 1963/64 bei und lehrt ab 1977 Kirchengeschichte an der Universität. Ein Schwerpunkt seiner Arbeit liegt im jüdisch-christlichen Dialog.

23. Januar 1865

In Köln wird August Raps als Sohn eines Kunstmalers geboren. Nach dem Physikstudium bei Helmholtz und Kundt in Berlin erfindet er 1891 die selbsttätige Quecksilberluftpumpe, ein Schlüsselwerkzeug der frühen Glühlampenfertigung. Bei Siemens & Halske steigt der Kölner zum Werksdirektor und Vorstandsmitglied auf und verbessert Telegraphie und Telephonie; zugleich lehrt er zwei Jahrzehnte als Professor für Elektrotechnik in Dresden.

25. Januar 1984

Der Judaistik-Professor Hermann Greive stirbt in Köln an den Folgen eines Attentats. Einen Tag zuvor schießt eine psychisch kranke Frau während einer Lehrveranstaltung am Martin-Buber-Institut der Universität zu Köln auf ihn und verletzt zwei weitere Anwesende. Greive lehrt dort seit 1980 jüdische Geschichte und Religion; der Gewaltakt erschüttert die Kölner Hochschule.

11. Februar 1814

Friedrich Heimsoeth wird in Köln geboren, wo er das Friedrich-Wilhelm-Gymnasium besucht. Der klassische Philologe, Kunsthistoriker und Musikwissenschaftler studiert ab 1831 in Bonn und wird dort 1865 ordentlicher Professor der klassischen Philologie. Er arbeitet zur Textkritik und Metrik der griechischen Tragiker und Pindars und stirbt 1877 in Bonn.

11. Februar 1850

In Köln wird Hermann Jacobi geboren, der später zu den führenden Erforschern des Jainismus zählt. Nach einem Mathematik- und anschließenden Indologie-Studium promoviert er 1872. Ab 1885 lehrt er in Kiel, ab 1889 in Bonn, wo er 1905/06 das Rektorat übernimmt. Er ediert und übersetzt Jaina-Texte und stirbt 1937 in Bonn.

11. Februar 2023

Klaus Bergdolt stirbt in Köln. Der Medizin- und Kunsthistoriker leitet von 1995 bis 2014 als Inhaber des Lehrstuhls für Geschichte und Ethik der Medizin das gleichnamige Institut an der Universität zu Köln. Er forscht zur Renaissance-Medizin und veröffentlicht Monographien über den „Schwarzen Tod“ und die Geschichte der ärztlichen Ethik.

14. Februar 1641

Der Kirchenhistoriker und Theologe Severin Binius, geboren 1573 in Randerath, stirbt in Köln an den Folgen eines Schlaganfalls. An der Kölner Universität ist er Professor und Dekan der theologischen Fakultät und amtiert 1627/28 als Rektor. Zugleich ist er Kanoniker an mehreren Kölner Stiftskirchen und wird 1631 Generalvikar in Köln.

14. Februar 2021

Die in Tallinn geborene Ethnologin Ulla Johansen stirbt in Köln, wo sie von 1973 bis 1990 das Institut für Ethnologie der Universität zu Köln als Professorin und Direktorin leitet. Sie ist die erste Frau auf einem Lehrstuhl für Völkerkunde in der Bundesrepublik.

19. Februar 1431

Heinrich von Gorkum, niederländischer Thomist und Theologieprofessor, stirbt in Köln. An der jungen Kölner Universität fördert er die Rezeption des Thomas von Aquin. 1427 wird er Kanoniker von St. Ursula, 1428 Pfarrer von Klein St. Martin; beide Ämter behält er bis zu seinem Tod.

19. Februar 1940

Der Wirtschaftswissenschaftler Jörg Huffschmid wird in Köln geboren. 1973 wird er Professor für politische Ökonomie an der Universität Bremen. Er gehört zu den Mitbegründern der Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik, der sogenannten Memorandum-Gruppe, und ist Mitherausgeber der Blätter für deutsche und internationale Politik.

19. Februar 2019

Der Soziologe Jürgen Friedrichs stirbt in Köln. Er hat seit 1991 den Lehrstuhl für Soziologie an der Universität Köln inne und leitet dort bis 2007 das Institut für vergleichende Städteforschung, danach die Angewandte Sozialforschung. Sein Schwerpunkt liegt in der Stadtsoziologie. Über viele Jahre gibt er die Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie heraus.

20. Februar 1927

In Köln wird Ingetraut Dahlberg geboren, Informations- und Dokumentationswissenschaftlerin und Philosophin. Sie entwickelt ein universelles System zur Ordnung des Wissens und gründet die Zeitschrift 'International Classification'. Auf sie gehen die Gesellschaft für Klassifikation und die International Society for Knowledge Organization zurück. Sie lebt und wirkt später überwiegend in Frankfurt am Main.

20. Februar 1955

Der Betriebswirt Eugen Schmalenbach stirbt in Köln. Ab 1906 lehrt er als Professor an der Handelshochschule Köln, ab 1919 an der neu gegründeten Universität zu Köln. Als Begründer der modernen Betriebswirtschaftslehre arbeitet er an Kostenrechnung, Bilanztheorie und am Kontenrahmen. Fast sein ganzes akademisches Leben verbringt er in Köln.

21. Februar 1946

Ferdinand Siegert übernimmt 1904 die Leitung der Kinderklinik Lindenburg an der Kölner Akademie für praktische Medizin. Als die Akademie 1919 zur Medizinischen Fakultät der neu gegründeten Universität zu Köln wird, bleibt er Klinikleiter und erhält eine ordentliche Professur; 1931 wird er emeritiert. Nach ihm ist das Siegert-Zeichen benannt, ein verkürztes kleines Fingerglied bei Trisomie 21. Er stirbt in Köln.

28. Februar 1849

Josef Freiherr von Mering kommt in Köln zur Welt, als Sohn einer Kölner Familie, aus der auch der Arzt und Stadtchronist Friedrich Everhard von Mering stammt. Der Mediziner entfernt 1889 gemeinsam mit Oskar Minkowski einem Hund die Bauchspeicheldrüse und weist so den Zusammenhang zwischen Pankreas und Diabetes nach. Später ist er an der Entwicklung des Schlafmittels Veronal beteiligt. Mering stirbt 1908 in Halle an der Saale.

9. März 1782

In Köln kommt Johann Jakob Peter Fuchs zur Welt, Sohn eines kurkölnischen Hofrats. Er wird Jurist und Verwaltungsbeamter und tritt in französischer wie preußischer Zeit in den städtischen Dienst. Von 1815 an leitet er nebenamtlich das Stadtarchiv, ordnet die Bestände und öffnet sie der Forschung. Als Schüler und Freund Ferdinand Franz Wallrafs verwaltet er nach dessen Tod die der Stadt vermachte Kunst- und Altertümersammlung. Die Universität Bonn ehrt ihn mit der Doktorwürde. Bestattet wird er auf Melaten.

9. März 1928

Wilhelm Salber wird in Köln geboren. Er ist dreißig Jahre lang Direktor des Psychologischen Instituts an der Universität zu Köln.

10. März 1622

Georg Braun, in Köln geborener Theologe, stirbt in seiner Heimatstadt. 37 Jahre wirkt er als Kanoniker und Dechant am Stift St. Maria ad Gradus. In Köln verfasst und veröffentlicht er das sechsbändige Städtebuch 'Civitates orbis terrarum', das zwischen 1572 und 1618 erscheint und die wichtigsten Städte der Welt in Kupferstich-Ansichten versammelt.

10. März 1932

Fritz Stier-Somlo, Staatsrechtler an der Universität zu Köln, stirbt in Köln an den Folgen eines Verkehrsunfalls. Seit 1916 lehrt er an der Handelshochschule Köln und baut die juristische Fakultät der Universität mit auf. 1925/26 amtiert er als Rektor. Auf seinem Kölner Lehrstuhl folgt ihm Carl Schmitt.

13. März 1940

Herbert Schui wird in Köln geboren. 1962 beginnt er an der Universität zu Köln ein Studium der Volkswirtschaftslehre, das er 1968 als Diplom-Volkswirt abschließt. Später lehrt er als Wirtschaftswissenschaftler und gehört 1975 zu den Gründern der Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik. Von 2005 bis 2009 sitzt er für Die Linke im Bundestag; er stirbt 2016.

15. März 1852

Der Naturwissenschaftler und Weltreisende Wilhelm Joest wird in Köln geboren.

17. März 1799

Friedrich Everhard Freiherr von Mering kommt in Köln als Sohn des Kunstsammlers Everhard Oswald von Mering und der Bankierstochter Elisabeth von Wecus zur Welt. Er trägt Handschriften und Urkunden zur rheinischen Geschichte zusammen und veröffentlicht Arbeiten zur Kölner Kirchen- und Stadtgeschichte, darunter über die Bischöfe und Erzbischöfe von Köln. Am 29. September 1861 stirbt er in Köln.

20. März 1946

Ulrich Tietze wird am 20. März in Köln geboren. Nach dem Studium der Elektrotechnik in Stuttgart veröffentlicht er 1969 gemeinsam mit Christoph Schenk das Lehrbuch „Halbleiter-Schaltungstechnik“, das als „Tietze/Schenk“ bei Springer zu einem anerkannten deutschen Standardwerk der Elektronik wird. Vier Jahrzehnte arbeitet er als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Erlangen-Nürnberg.

20. März 1998

Der aus Wien stammende Osteuropa-Historiker Günther Stökl stirbt in Köln, wo er über Jahrzehnte gelehrt hat. Von 1956 bis 1981 hält er an der Universität zu Köln den Lehrstuhl für Osteuropäische Geschichte inne. Seine „Russische Geschichte“ wird zu einem Standardwerk; von 1966 bis 1991 gibt er die „Jahrbücher für Geschichte Osteuropas“ heraus.

27. März 1968

Der Politikwissenschaftler Carlo Masala wird in Köln geboren, als Sohn einer österreichischen Mutter und eines italienischen Vaters. Er wächst im Kölner Stadtteil Chorweiler auf. Seit 2007 lehrt er als Professor für Internationale Politik an der Universität der Bundeswehr München.

28. März 1818

Joseph Claude Rougemont stirbt am 28. März in Köln, wo er zuletzt als praktischer Arzt arbeitet. Geboren 1756 auf St. Domingo, wird er 1783 Leibarzt des Kölner Kurfürsten und Professor an der kurfürstlichen Akademie. Nach seiner Weigerung, den Eid auf die Französische Republik zu leisten, lässt er sich in Köln nieder. Sein Familiengrab liegt auf dem Melaten-Friedhof.

30. März 2022

Der Historiker Klaus Militzer stirbt am 30. März in Köln und wird auf dem Melaten-Friedhof bestattet. Von 1979 bis 2005 arbeitet er als wissenschaftlicher Referent am Historischen Archiv der Stadt Köln. Er gehört zu den führenden Erforschern der Geschichte des Deutschen Ordens.

31. März 1923

In Köln wird der Psychologe Carl Friedrich Graumann geboren. Von 1963 bis 1991 lehrt er als ordentlicher Professor für Psychologie an der Universität Heidelberg und baut das Psychologische Institut aus. Von 1968 bis 1970 steht er der Deutschen Gesellschaft für Psychologie als Präsident vor. Er stirbt 2007 in Lobbach.

31. März 1958

In Köln wird Heribert Hirte geboren, Rechtswissenschaftler mit Schwerpunkt im Handels-, Gesellschafts- und Insolvenzrecht. Er studiert Jura an der Universität zu Köln und promoviert dort 1985. Ab 2000 leitet er als geschäftsführender Direktor das Seminar für Handels-, Schifffahrts- und Wirtschaftsrecht an der Universität Hamburg. Von 2013 bis 2021 gehört er dem Deutschen Bundestag an.

3. April 1685

Wilhelm Lovius, Rektor der alten Universität, stirbt in Köln.

5. April 1931

Ludwig Koenen wird am 5. April in Köln geboren. Der klassische Philologe und Papyrologe wirkt zunächst an der Universität zu Köln, wo er den in Köln verwahrten Mani-Kodex ediert, bevor er an die University of Michigan wechselt. Er stirbt am 9. Mai 2023.

11. April 1827

Der Chemiker Hermann Julius Grüneberg wird am 11. April in Stettin geboren. 1858 gründet er mit dem Chemikalienhändler Julius Vorster in Kalk bei Köln die Kalisalpeterfabrik Vorster & Grüneberg, aus der die Chemische Fabrik Kalk hervorgeht. 1894 stirbt er in Köln. In Köln-Kalk erinnern die Grünebergstraße und die Grüneberg-Schule an ihn.

18. April 1928

Karl Josef Becker wird in Köln geboren. 1948 tritt er in den Jesuitenorden ein und lehrt später Dogmatik an der Päpstlichen Universität Gregoriana in Rom. Als langjähriger Berater der Glaubenskongregation erhebt ihn Papst Benedikt XVI. 2012 zum Kardinal. Er stirbt 2015 in Rom.

19. April 2017

Der katholische Priester und Kirchenhistoriker Norbert Trippen stirbt in Köln. Von 1986 bis 2011 ist er residierender Domkapitular am Kölner Dom und Historiker des Erzbistums Köln. Er schreibt die grundlegenden Biographien der beiden Kölner Erzbischöfe Josef Frings und Joseph Höffner.

1. Mai 1592

Johann Adam Schall von Bell, der spätere Mandarin am chinesischen Kaiserhof und Leiter des kaiserlichen astronomischen Instituts in Peking, wird wahrscheinlich in Köln geboren. Die Familie besaß ein Stadthaus am Neumarkt 47, er besuchte das Gymnasium Tricoronatum. Sein Denkmal steht heute an der Minoritenkirche.

9. Mai 1876

Nikolaus August Otto startet den ersten Viertakt-Verbrennungsmotor der Welt.

10. Mai 1900

Der Mathematiker und Physiker Ernst Ising wird in Köln geboren. Das nach ihm benannte "Ising-Modell" trug zum Verständnis des Ferromagnetismus bei. Seit 2002 verleiht die Universität Hamburg den "Ernst-Ising-Preis".

12. Mai 1871

Christian Hermann Vosen, katholischer Theologe aus einer alteingesessenen Kölner Familie, wird in Köln geboren und stirbt dort. Vom 1. Oktober 1844 an unterrichtet er bis zu seinem Tod Religion an einem Kölner Gymnasium und ist über die Schule hinaus ein gefragter Prediger.

12. Mai 1955

Der Historiker und Heraldiker Wilhelm Ewald stirbt in seiner Geburtsstadt Köln. Sein Standardwerk zur Siegelkunde erscheint 1914. Ab 1925 leitet er das Historische Museum und wird erster Direktor des Rheinischen Museums. Auf sein Betreiben führt die Stadt ihre Fotosammlungen im Rheinischen Bildarchiv zusammen.

17. Mai 2016

Norbert Szyperski stirbt in Köln. Der 1931 in Berlin geborene Betriebswirt hat ab 1970 an der Universität zu Köln den ersten Lehrstuhl für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre und Betriebswirtschaftliche Planung in der Bundesrepublik inne. Bis 1986 leitet er dort auch das Betriebswirtschaftliche Institut für Organisation und Automation. Er zählt zu den Begründern der Wirtschaftsinformatik in Deutschland.

21. Mai 1388

Papst Urban VI. stellt das Privileg zur Gründung der Kölner Universität aus – der „Universitas Studii Coloniensis" nach dem Vorbild von Paris. Das Besondere: Nicht Kaiser oder Fürst, sondern der Rat der Freien Reichsstadt Köln betreibt die Gründung und trägt die Kosten für den Lehrbetrieb. Am Dreikönigstag des Folgejahres öffnet die Hochschule ihre Pforten.

21. Mai 1892

Gottlieb Söhngen wird in Köln geboren. Er besucht in der Stadt das Kaiser-Wilhelm-Gymnasium und empfängt 1917 die Priesterweihe. Der katholische Priester wird zum Fundamentaltheologen und Religionsphilosophen. Ab 1947 lehrt er in München. Zu seinen Schülern dort zählt Joseph Ratzinger, der spätere Papst Benedikt XVI.

22. Mai 1908

In Köln wird die Kunsthistorikerin und Volkskundlerin Mechthild Scholten-Neess geboren. Später leitet sie Museen in Neuss und Kevelaer und erforscht die Volkskunst des Niederrheins. Mit „Niederrheinische Bauerntöpferei“ verfasst sie ein Standardwerk zur regionalen Töpferkunst. 1996 wird sie mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.

27. Mai 1808

Joseph Ignaz Düntzer wird in Köln als ältester Sohn eines Kaufmanns geboren, besucht ab 1817 das Karmeliter-Gymnasium und studiert Medizin in Bonn und an der Berliner Charité. 1838 kehrt er in die Heimatstadt zurück und übernimmt eine große Praxis als praktischer Arzt, Wundarzt und Geburtshelfer; ab 1841 wohnt er in der Hohen Straße 15. 1848 nimmt er zusätzlich eine Stelle als Armenarzt an; am 30. September desselben Jahres stirbt er mit 40 Jahren in Köln.

4. Juni 1842

Ferdinand Luthmer wird in Köln geboren. Als Architekt, Denkmalpfleger und Kunsthistoriker leitet er ab 1879 die Kunstgewerbeschule und das Kunstgewerbemuseum in Frankfurt am Main. Dort verfasst er das mehrbändige Inventar der Bau- und Kunstdenkmäler des Regierungsbezirks Wiesbaden. Er stirbt 1921 in Frankfurt am Main.

6. Juni 1920

Der Anästhesist und Forscher Kurt Wiemer wird in Köln geboren. Er gilt als Wegbereiter für das neue Fach der Anästhesiologie in Deutschland.

9. Juni 1928

Der Soziologe Erwin Kurt Scheuch wird in Köln geboren. 1964 erhält er an der Universität zu Köln einen Lehrstuhl für Soziologie, ein Jahr später gründet er dort das Institut für vergleichende Sozialforschung, das ab 1974 Institut für angewandte Sozialforschung heißt. Scheuch zählt zu den Begründern der empirischen Sozialforschung in der westdeutschen Nachkriegssoziologie und ist ein zentraler Vertreter der „Kölner Schule“. Er stirbt am 12. Oktober 2003 in Köln.

10. Juni 1595

Aegidius Gelenius kommt in Kempen am Niederrhein zur Welt. In Köln wird er 1622 Kanoniker an St. Andreas und 1625 Pfarrer von St. Christoph. Als Historiograph des Kölner Kurfürsten Ferdinand von Bayern stellt er aus Originalquellen ein umfangreiches Werk über Größe und Geschichte Kölns zusammen, das 1645 erscheint. Er stirbt 1656 in Osnabrück.

12. Juni 1919

Nach 121 Jahren Schließung wird die Universität zu Köln feierlich wiedereröffnet.

14. Juni 1880

Der erste Leiter des Historischen Archivs der Stadt Köln, Leonard Ennen, verstirbt in Köln.

14. Juni 1925

Hermann Cardauns, 1847 in Köln geboren, leitet von 1876 bis 1907 die Redaktion der Kölnischen Volkszeitung. Von 1894 bis 1901 gehört er als Stadtverordneter dem Kölner Rat an, von 1891 bis 1913 ist er Generalsekretär der Görres-Gesellschaft. 1920 erscheinen seine „Geschichten aus dem alten Köln". Er stirbt am 14. Juni in Bonn und wird auf dem Kölner Melaten-Friedhof beigesetzt.

14. Juni 1998

Cornelia Harte, geboren am 6. Juni 1914 in Altona, wechselt 1951 von Freiburg an die Universität zu Köln und ist dort die erste Professorin. Zunächst lehrt sie als Privatdozentin; die feste Professur für Entwicklungsphysiologie erhält sie erst fünfzehn Jahre später. Sie forscht zur Zytogenetik höherer Pflanzen und setzt sich als Vorsitzende der Kölner Ortsgruppe des Deutschen Akademikerinnenbundes für Frauen in der Wissenschaft ein. Sie stirbt am 14. Juni in Köln.

15. Juni 2012

Die Universität zu Köln erhält im Rahmen der dritten Hochschul-Exzellenzinitiative von Bund und Ländern den Exzellenzstatus.

17. Juni 1929

In Köln-Lindenthal wird Gerhard Uhlenbruck geboren. Er wird Immunologe und lehrt als Professor an der Universität zu Köln. Über die Fachwelt hinaus macht er sich als Aphoristiker und Schriftsteller einen Namen. Zeit seines Lebens bleibt er in Köln, wo er 2023 stirbt.

19. Juni 2025

Die Historikerin, Journalistin und Autorin Barbara Beuys stirbt mit 81 Jahren in Köln. Ab 1963 studiert sie an der Universität zu Köln Geschichte, Philosophie und Soziologie und macht die Stadt zu ihrem langjährigen Lebensmittelpunkt. In über zwanzig historischen Büchern schreibt sie häufig über Frauengestalten und die Zeit des Nationalsozialismus.

20. Juni 1585

Der aus Delft stammende katholische Priester und Theologe Christian Kruik von Adrichem stirbt in Köln. In der Reformationszeit muss er seine niederländische Heimat verlassen und lässt sich in der Stadt nieder. Hier verfasst er unter dem latinisierten Namen Adrichomius seine Werke zur Topografie Jerusalems und des Heiligen Landes.

20. Juni 1934

In Köln wird der Jurist Wilhelm Kewenig geboren. 1962 wird er in Köln zum Dr. jur. promoviert. Von 1971 bis 1981 lehrt er als Professor für Völker- und Staatsrecht in Kiel, wo er 1974/75 das Rektorat übernimmt. Von 1981 bis 1989 gehört er dem Berliner Senat an, zunächst für Wissenschaft, ab 1986 für Inneres.

27. Juni 1952

Der Nationalökonom Christian Eckert stirbt in Köln. Ab 1901 wirkt er an der Kölner Handelshochschule und wird 1904 deren Direktor. Er betreibt die Wiedereröffnung der Universität zu Köln und wird 1919 ihr erster Rektor. 1933 entlassen ihn die Nationalsozialisten wegen seiner Tätigkeit für die Zentrumspartei, 1934 versetzen sie ihn zwangsweise in den Ruhestand.

27. Juni 2009

Der gebürtige Kölner Kunsthistoriker Eduard Trier stirbt in Köln und wird auf dem Melaten-Friedhof beigesetzt. Nach dem Besuch des Gymnasiums Kreuzgasse studiert er Kunstgeschichte in Köln und Bonn und inventarisiert die Skulpturen des Schnütgen-Museums. Von 1965 bis 1972 leitet er die Kunstakademie Düsseldorf, später lehrt er am Kunsthistorischen Institut der Universität Bonn. Bereits 1959 betreut er als Kurator die documenta II.

1. Juli 1778

Ferdinand Franz Wallraf erwirbt den Magister in Medizin.

1. Juli 1914

Hermann Joseph Klein, in Köln geboren, stirbt in seiner Heimatstadt. Der Astronom und Meteorologe richtet hier eine Privatsternwarte ein und wird als Mondbeobachter bekannt. Ab 1880 leitet er die von der Kölnischen Zeitung getragene meteorologisch-astronomische Station in Köln-Lindenthal und gibt die populären Zeitschriften Sirius und Gaea heraus. Nach ihm ist der Mondkrater Klein benannt.

4. Juli 1998

Der Rechtswissenschaftler Alexander Lüderitz stirbt in Köln, wo er über Jahrzehnte Bürgerliches Recht, Internationales Privatrecht und Rechtsvergleichung an der Universität lehrt. 1971 wird er neben Gerhard Kegel Direktor des Kölner Instituts für internationales und ausländisches Privatrecht, dessen alleinige Leitung er 1978 übernimmt. Nach ihm sind eine Stiftung und ein Preis benannt; bestattet ist er auf dem Melaten-Friedhof.

5. Juli 1808

In Köln wird der Germanist und Dichter Johann Matthias Firmenich-Richartz geboren, Nachkomme einer seit dem 14. Jahrhundert in Köln ansässigen Bürgerfamilie. Er besucht das Karmelitergymnasium und gibt später 'Germaniens Völkerstimmen. Sammlung der deutschen Mundarten in Dichtungen, Sagen, Märchen, Volksliedern, Sprüchen' heraus, worin er deutsche Dialekte in Dichtung und Volksüberlieferung dokumentiert. 1861 erbt er das Vermögen des Kölner Museumsstifters Richartz und fügt dessen Namen dem seinen an.

9. Juli 1863

In Köln wird der Physiker Alfred Heinrich Bucherer geboren. Ab 1899 lehrt er in Bonn. Um 1907 bestätigt er mit seinem Experiment zur Geschwindigkeitsabhängigkeit der Elektronenmasse die spezielle Relativitätstheorie und benutzt als einer der Ersten den Ausdruck „Einsteinsche Relativitätstheorie“. Er stirbt 1927 in Bonn.

12. Juli 1839

In Lamersdorf bei Düren wird der Chirurg Bernhard Bardenheuer geboren. 1872 läßt er sich in Köln als Augenarzt nieder, zwei Jahre darauf übernimmt er die chirurgische Station des Bürgerhospitals und leitet sie bis 1913. Bekannt wird er durch die von ihm entwickelte Extensionsbehandlung von Knochenbrüchen. In der Eingangshalle des Bürgerhospitals wird ihm eine Büste gesetzt.

15. Juli 1860

Der Diplomat und Archäologe Max Freiherr von Oppenheim wird in Köln geboren. Er entstammt der Kölner Bankiersfamilie Sal. Oppenheim, einem der angesehensten Privatbankhäuser Europas, und entdeckt 1899 die bedeutende Ausgrabungsstätte Tell Halaf in Syrien, wo er bis 1929 Grabungen leitet.

18. Juli 2020

Im Kölner Agnesviertel 1934 geboren, stirbt der Historiker Rudolf Lill in seiner Heimatstadt Köln. Er zählt zu den führenden deutschen Fachleuten für die neuere italienische Geschichte und die deutsch-italienischen Beziehungen und forscht zu Kirchengeschichte und Widerstand gegen den Nationalsozialismus. Nach Professuren in Köln, Passau und Karlsruhe verbringt er den Ruhestand nahe dem Dom.

20. Juli 1748

Ferdinand Franz Wallraf wird in Köln geboren. Er gilt als Universalgelehrter und war u.a. der letzte Rektor der alten Universität. Der größte Teil seiner umfangreichen Kunstsammlung befindet sich heute im Wallraf-Richartz-Museum. Ihm zu Ehren wurde in Köln ein Platz in der Nähe des Domes benannt.

21. Juli 1888

Matthias Joseph Scheeben, katholischer Theologe und Professor für Dogmatik am erzbischöflichen Priesterseminar in Köln, stirbt am 21. Juli in Köln. Geboren wird er am 1. März 1835 in Meckenheim bei Bonn. Zu seinen Hauptwerken zählen Die Mysterien des Christentums und das mehrbändige Handbuch der katholischen Dogmatik.

28. Juli 1867

Der Chirurg und Medizinhistoriker Eugen Holländer wird in Köln geboren. Er zählt zu den Pionieren der ästhetischen Chirurgie und begründet in Deutschland die medizinische Kunstgeschichte als Fach. Ab 1892 arbeitet er als Chirurg am Krankenhaus der jüdischen Gemeinde in Berlin, ab 1907 als Titularprofessor und Kustos einer medizinhistorischen Sammlung. Nach ihm ist das Holländer-Syndrom benannt.

29. Juli 1995

Der Sozialphilosoph und Soziologe Leo Kofler stirbt in Köln, wo er seit 1950 lebt und lehrt. Der undogmatische Marxist jüdischer Herkunft flieht 1938 nach dem Anschluss Österreichs vor der NS-Verfolgung in die Schweiz. In Köln unterrichtet er unter anderem an der Werkkunstschule. An der Ruhr-Universität Bochum erhält er 1975 eine Honorarprofessur. Er wird auf dem Mülheimer Friedhof beigesetzt.

1. August 1857

Leonard Ennen wird zum ersten Leiter des Historischen Archivs der Stadt Köln ernannt.

8. August 1847

Bernhard Hermann Cardauns wird in Köln in einer Juristenfamilie geboren. Nach der Habilitation für mittelalterliche Geschichte in Bonn gibt er die Universitätslaufbahn auf und geht 1876 als Redakteur zur „Kölnischen Volkszeitung“, der führenden katholischen Zeitung im Rheinland. Von 1878 bis 1907 ist er dort Chefredakteur. Neben Biographien von Zentrumspolitikern schreibt er Arbeiten zur Kölner Stadtgeschichte. Er stirbt 1925 in Bonn.

8. August 2011

Zweieinhalb Jahre nach dem Einsturz des Historischen Archivs der Stadt Köln am 3. März 2009 erklärt der Kölner Hauptausschuss die Bergung des Archivguts für beendet. An der Unglücksstelle an der Severinstraße sind keine relevanten Funde mehr zu erwarten. Rund 95 Prozent des Archivguts sind geborgen, etwa 30 Regalkilometer. Nach Angaben der Archivleiterin Bettina Schmidt-Czaia sind davon 35 Prozent schwerstbeschädigt, 50 Prozent schwer bis mittelschwer und nur 15 Prozent leicht beschädigt.

11. August 1909

Alphons Silbermann wird am 11. August in Köln geboren, als Sohn eines Kölner Druckereibesitzers. Er studiert Jura in Köln und Freiburg und flieht 1935 als Jude über Utrecht und Paris nach Sydney. In den 1950er Jahren kehrt er nach Europa zurück. 1969 wird er Professor am Forschungsinstitut für Soziologie der Universität zu Köln und baut dort die Abteilung Massenkommunikation auf; er stirbt am 4. März 2000 in Köln.

15. August 1878

In Köln kommt Richard Herbertz als Sohn eines Unternehmers zur Welt. Der deutsch-schweizerische Philosoph lehrt von 1910 bis 1948 als ordentlicher Professor an der Universität Bern. Dort promoviert 1919 Walter Benjamin bei ihm. Herbertz stirbt am 7. Oktober 1959 in Thun.

15. August 1933

Wolfram Engels wird in Köln geboren. Er studiert Betriebswirtschaftslehre unter anderem an der Universität zu Köln. Ab 1968 lehrt er als Professor für Betriebswirtschaftslehre und Bankbetriebslehre an der Universität Frankfurt am Main. Am 30. April 1995 stirbt der Ökonom und Publizist in Bad Homburg vor der Höhe.

16. August 1945

Manfred Clauss, in Köln geboren, wird einer der bekanntesten deutschen Althistoriker. Nach dem Studium in seiner Heimatstadt und in Bonn lehrt er Alte Geschichte, ab 1993 als Professor in Frankfurt. Mit der von ihm begründeten Datenbank Clauss-Slaby schafft er eine der größten frei zugänglichen Sammlungen lateinischer Inschriften. Daneben macht er mit rund zwanzig Sachbüchern über Rom, Ägypten und Sparta die Antike einem großen Publikum zugänglich.

18. August 1784

Die alte Universität Köln verleiht Ferdinand Franz Wallraf eine Professur.

27. August 1874

Der Chemiker Carl Bosch wird in Köln geboren. 1931 erhält er zusammen mit Friedrich Bergius den Nobelpreis für Chemie.

1. September 1855

Der Numismatiker Alfred Noss wird am 1. September in Köln geboren. Er verfasst Münzkataloge zum Rheinland, darunter „Die Münzen der Erzbischöfe von Coeln" und „Die Münzen der Städte Köln und Neuss". Seine Arbeiten behandeln schwerpunktmäßig die Münzprägung der Kölner Erzbischöfe und der Stadt Köln.

3. September 1884

Der Schulmann und Physiker Heinrich Schellen stirbt in Köln, wo er seit 1858 als Direktor die höhere Bürger- und spätere Realschule leitet. Der 1818 in Kevelaer geborene Pädagoge wird durch allgemeinverständliche naturwissenschaftlich-technische Sachbücher zur Telegrafie und Spektralanalyse bekannt. Beigesetzt wird er auf dem Melaten-Friedhof.

14. September 1486

Heinrich Cornelius Agrippa von Nettesheim wird in Köln geboren. Er zählte zu den bedeutendsten Gelehrten seiner Zeit und war u.a. Theologe, Arzt und Philosoph.

16. September 1874

Heinrich Konen kommt in Köln zur Welt. Er wird Physiker mit Schwerpunkt Spektroskopie und Rektor der Universität Bonn. 1934 zwingt ihn das NS-Regime in den Ruhestand, weil er Hakenkreuzflagge und Hitlergruß an der Universität verweigert. Nach 1945 wird er erneut Rektor und Kultusminister von Nordrhein-Westfalen.

17. September 1854

Als Sohn eines Kölner Schneidermeisters wird Heinrich Pesch geboren und in St. Maria in der Kupfergasse getauft, jüngerer Bruder des Philosophen Tilman Pesch. Der Jesuit begründet den Solidarismus und schreibt das fünfbändige „Lehrbuch der Nationalökonomie" — über seine Schüler prägt es die Sozialenzyklika „Quadragesimo anno". 1923 verleiht ihm die Universität zu Köln die Ehrendoktorwürde; in Bilderstöckchen erinnert die Heinrich-Pesch-Straße an ihn.

21. September 1908

Auf der 80. Versammlung Deutscher Naturforscher und Ärzte in Köln hält der Mathematiker Hermann Minkowski seinen Vortrag „Raum und Zeit“. Darin fasst er Raum und Zeit zu einem vierdimensionalen Kontinuum zusammen und liefert die geometrische Deutung von Einsteins spezieller Relativitätstheorie. Der postum 1909 gedruckte Vortrag wird zu einem Grundtext der modernen Physik.

21. September 1936

In Köln wird der Wissenschaftsjournalist und Fernsehmoderator Jean Pütz geboren. Von 1970 bis 2001 arbeitet er als festangestellter Redakteur beim WDR in Köln, wo er die Redaktion Wissenschaft und Technik leitet. Für den Sender entwickelt er die Sendung „Hobbythek“, die 1974 erstmals ausgestrahlt wird.

22. September 1905

In Köln kommt Karl Obermann als Sohn eines Fabrikarbeiters zur Welt. Aus Geldnot bleibt ihm ein reguläres Studium verwehrt; arbeitslos hört er stattdessen als Gasthörer Vorlesungen in Soziologie und Wirtschaftsgeschichte an der Universität zu Köln. Der spätere Historiker emigriert 1933 und wird in der DDR zum ersten Direktor des Instituts für Geschichte der Deutschen Akademie der Wissenschaften zu Berlin — ausgewiesener Kenner der Revolution von 1848.

23. September 1968

In Köln kommt der Mathematiker Wendelin Werner zur Welt, der als Kind nach Frankreich zieht und die französische Staatsangehörigkeit annimmt. Er lehrt an der Universität Paris-Sud in Orsay und wechselt 2013 an die ETH Zürich. 2006 erhält er die Fields-Medaille für seine Arbeiten zur Schramm-Loewner-Evolution, zur Geometrie der zweidimensionalen Brownschen Bewegung und zur konformen Feldtheorie.

24. September 1907

Der Kunsthistoriker und Museumsleiter Carl Aldenhoven, 1842 in Rendsburg geboren, stirbt in Köln. Seit 1890 leitet er hier das Wallraf-Richartz-Museum und zugleich den Kölnischen Kunstverein. Er erforscht die Kölner Malerschule und hält seit 1902 kunstgeschichtliche Vorträge an der Kölner Handelshochschule.

24. September 1933

Der Wirtschaftswissenschaftler Herbert Hax wird in Köln geboren. Ab 1976 lehrt er als Professor für Betriebswirtschaftslehre an der Universität zu Köln. Von 1989 bis 2000 gehört er dem Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung an, den er ab 1992 als Vorsitzender leitet. Er stirbt 2005 in Köln und wird auf dem Melaten-Friedhof beigesetzt.

29. September 1861

Friedrich Everhard Freiherr von Mering, am 17. März 1799 in Köln geboren, stirbt in seiner Geburtsstadt. Der Historiker sammelt über Jahre Handschriften und Urkunden zur Geschichte Kölns und des Rheinlands. Aus diesem Material entstehen mehrere Werke, die er zu Lebzeiten veröffentlicht.

30. September 1929

Dorothee Sölle wird in Köln geboren. Nach dem Abitur an der Kaiserin-Augusta-Schule studiert sie an der Kölner Universität klassische Philologie, Philosophie, Theologie und Germanistik und lehrt dort später als Privatdozentin. Ab 1968 ruft sie die Politischen Nachtgebete in der Antoniterkirche ins Leben. Die evangelische Theologin und Schriftstellerin engagiert sich gegen Krieg und Aufrüstung und stirbt 2003 in Göppingen.

4. Oktober 2025

Gunther Nogge, langjähriger Direktor des Kölner Zoos, stirbt. Am 10. Januar 1942 in Köln geboren, übernimmt der Zoologe am 15. Juli 1981 die Leitung des Zoos und behält sie 25 Jahre lang. In seine Amtszeit fallen mehrere Neubauten und die Gründung des Fördervereins 1982. 2007 folgt ihm Theo Pagel nach.

8. Oktober 1935

Der Sprachwissenschaftler und Fachmann für den kölschen Dialekt, Heribert Augustinus Hilgers, wird in Köln geboren.

11. Oktober 1950

Einen Tag nach der Gründung des Thomas-Instituts an der Universität zu Köln eröffnet Josef Koch die erste Kölner Mediaevistentagung. Die Konferenz versammelt erstmals Wissenschaftler unterschiedlicher Fachdisziplinen zur interdisziplinären Erforschung des Mittelalters. Das Institut bezieht drei Räume in der Universitätsstraße 22, finanziert durch eine Beihilfe des amerikanischen Hohen Kommissars; bis heute findet die Tagung im Zweijahresrhythmus statt.

12. Oktober 1934

Der Neuzeit- und Kirchenhistoriker Rudolf Lill wird in Köln geboren. 1962 promoviert er an der Universität zu Köln über die Beilegung der Kölner Wirren von 1840 bis 1842. Nach Jahren am Deutschen Historischen Institut in Rom lehrt er als Professor für Neuere Geschichte in Köln sowie in Passau und Karlsruhe. Seine Forschung gilt den deutsch-italienischen Beziehungen, der Geschichte des Papsttums und dem Verhältnis von Kirche und Staat.

12. Oktober 2003

Erwin Scheuch, in Köln geboren, stirbt in seiner Heimatstadt. Der Soziologe und Publizist zählt zu den Begründern der empirischen Sozialforschung in der westdeutschen Nachkriegssoziologie. Ab 1949 studiert er an der Universität zu Köln, promoviert dort 1956 und lehrt von 1964 bis 1993 als Professor für Soziologie. In Köln baut er das Zentralarchiv für empirische Sozialforschung auf und leitet es bis zur Emeritierung.

17. Oktober 1585

Johannes Gelenius wird in Kempen am Niederrhein geboren und kommt zum Studium nach Köln, wo er 1610 die Priesterweihe empfängt. Der Kölner Historiograph ist Dekan der Philosophischen und der Theologischen Fakultät der Kölner Universität und gehört ab 1621 dem Domkapitel an. Später wird er Generalvikar des Kölner Kurfürsten und Erzbischofs Ferdinand von Bayern. 1631 stirbt er in Köln.

19. Oktober 2014

Der klassische Philologe Helmut van Thiel stirbt in Köln. An der Universität zu Köln hatte er studiert und 1959 promoviert, ehe er 1970 den Lehrstuhl für Klassische Philologie übernimmt. Er ediert antike Texte, darunter Homers Ilias und Odyssee, und bleibt dem Institut über seine Emeritierung hinaus verbunden.

24. Oktober 1990

Der Kirchenhistoriker und Bistumsarchivar Jakob Torsy, 1908 in Köln geboren, stirbt am 24. Oktober in seiner Heimatstadt und wird auf dem Melaten-Friedhof beigesetzt. Von 1952 bis 1986 leitet er das Historische Archiv des Erzbistums Köln und veröffentlicht mehrere Werke zur Kölner Kirchengeschichte.

25. Oktober 1810

Der Heimatforscher und Sammler Johann Jakob Merlo wird in Köln geboren. Nach ihm ist am Reichenspergerplatz eine Straße benannt.

25. Oktober 1947

Der Wirtschaftshistoriker Wilfried Feldenkirchen wird in Köln geboren und studiert unter anderem an der Universität zu Köln. 1974 promoviert er über den Kölner Handel im 18. Jahrhundert. Nach Stationen in Bonn und Saarbrücken übernimmt er 1990 den Lehrstuhl für Wirtschafts-, Sozial- und Unternehmensgeschichte an der Universität Erlangen-Nürnberg und schreibt die Firmengeschichte von Siemens. Er stirbt 2010 bei einem Unfall in Hinterzarten im Schwarzwald.

26. Oktober 1963

An diesem Tag wird die Wirtschaftswissenschaftlerin Bettina Rockenbach in Köln geboren. Sie lehrt später an der WiSo-Fakultät der Universität zu Köln, wo sie von 2016 bis 2024 Prorektorin für Forschung und Innovation ist. Im Jahr 2025 wird sie Präsidentin der Leopoldina.

27. Oktober 1927

Der Historiker Thomas Nipperdey wird in Köln geboren. Als Professor für Geschichte begründet er seinen Ruf vor allem mit dem dreibändigen Standardwerk zur deutschen Geschichte des 19. Jahrhunderts, das die Jahre 1800 bis 1918 umspannt und während seiner Münchner Professur entsteht.

28. Oktober 1798

Ferdinand Franz Wallraf wird zum Professor der schönen Wissenschaften ernannt.

29. Oktober 1991

Bei einer Rettungsgrabung in einem römischen Gräberfeld im Kölner Westen wird der sogenannte Achillespokal geborgen — ein farblos-durchsichtiger Glasbecher mit Emailmalerei, der Szenen aus dem Achilles-Mythos zeigt. Das rund 24,5 Zentimeter hohe Trinkgefäß entsteht um 200 n. Chr. und zählt zu den kunstvollsten Glasfunden des römischen Köln. Heute gehört es zu den Schätzen des Römisch-Germanischen Museums.

3. November 1784

In Köln wird Franz Peter Cassel als Sohn eines Arztes geboren. Nach Schuljahren am Laurentianum lehrt er elf Jahre lang Zoologie, Botanik und Chemie am Kölner Gymnasium — in der Ära, als die Stadt keine Universität mehr besitzt. 1817 beruft ihn die neu gegründete Universität Gent, wo er Rektor wird; die Leopoldina nimmt ihn auf, und die Pflanzengattung Casselia trägt bis heute seinen Namen.

5. November 1607

Die Universalgelehrte Anna Maria von Schürmann wird in Köln geboren. Sie beherrschte mindestens zehn Sprachen, darunter Hebräisch und Arabisch, und gilt als eine der ersten Frauen, die Universitätsvorlesungen besuchten. Königin Christina von Schweden ließ sich 1654 von ihr porträtieren — als Göttin der Weisheit.

6. November 1806

In Köln wird Wilhelm Pütz geboren. Als Pädagoge, Historiker und Geograph lehrt er später am Gymnasium an Marzellen und verfasst geschichtliche und geographische Lehrbücher, die an deutschen Schulen und im Ausland verbreitet sind. In der Stadt seiner Geburt stirbt er 1877.

6. November 1948

In Porz, heute ein Kölner Stadtteil, wird Robert Hübner geboren. Er wird Schachgroßmeister und Papyrologe. Von 1971 an gehört er zur Weltspitze, 1980 erreicht er Platz drei der FIDE-Rangliste. An der Universität Köln entziffert er griechische Papyri aus Ägypten. Er gilt als stärkster deutscher Schachspieler seit Lasker und Tarrasch. 2025 stirbt er in Köln.

15. November 1280

Der Gelehrte und Bischof Albertus Magnus verstirbt in Köln. Im Jahr 1622 wurde er selig- und am 16. Dezember 1931 von Papst Pius XI. heiliggesprochen. Sein Grabmal befindet sich in St. Andreas.

21. November 1929

Am 21. November wird Heinz Boberach in Köln geboren. Er studiert Geschichte und Latein und arbeitet als Historiker und Archivar am Bundesarchiv in Koblenz. Am 21. August 2008 stirbt er.

21. November 1965

Am 21. November wird die Genetikerin Jeanette Erdmann in Köln geboren. Sie wird Biologin und Hochschullehrerin. In ihrer Forschung untersucht sie die genetische Variabilität menschlicher Gene und arbeitet dabei für das Deutsche Zentrum für Herz-Kreislauf-Forschung. Am 8. Juli 2023 stirbt sie in Lübeck.

22. November 1874

In Köln wird Max Pribilla geboren, der als Schulkamerad und Jugendfreund Konrad Adenauers aufwächst. Er wird katholischer Priester und tritt dem Jesuitenorden bei. Als ökumenischer Theologe und Publizist schreibt er über Jahre für die Zeitschrift „Stimmen der Zeit" und bereitet der Una-Sancta-Bewegung den Weg.

22. November 1958

In Köln wird der Philosoph und Germanist Christoph Menke geboren. Seit 2009 lehrt er als Professor für praktische Philosophie an der Goethe-Universität Frankfurt und wird zur dritten Generation der Frankfurter Schule gezählt. Seine Arbeit gilt der politischen Philosophie, der Rechtsphilosophie und der Ästhetik.

23. November 1924

Der Betriebswirt Fritz Klein-Blenkers wird in Köln-Mülheim geboren. Nach dem Krieg studiert er an der Universität zu Köln, wo er 1970 ordentlicher Professor für Betriebswirtschaftslehre wird. Bis 1990 leitet er das Kölner Institut für Handelsforschung. Er stirbt 2015 in Bergisch Gladbach.

25. November 1858

Der Astrophysiker Julius Scheiner wird in Köln geboren. Ab dem Jahr 1887 arbeitet er am Astrophysikalischen Observatorium in Potsdam, wo er später zum Observator aufsteigt. Dort leistet er Pionierarbeit in der astronomischen Spektralanalyse und der Photometrie. Im Jahr 1913 stirbt er in Potsdam.

27. November 1925

Karl Schwering, geboren im westfälischen Osterwick, leitet von 1901 bis 1921 als Direktor das Apostelgymnasium in Köln-Lindenthal und führt die Schule durch die Jahre des Ersten Weltkriegs. Der Mathematiker und Pädagoge stirbt am 27. November in Köln und wird auf dem Melaten-Friedhof bestattet.

29. November 1881

In Köln wird Wilhelm Kisky geboren, Sohn des Kölner Buchdruckers Joseph Kisky. Er besucht das Friedrich-Wilhelm-Gymnasium und wird Historiker und Archivar. Für die Gesellschaft für Rheinische Geschichtskunde bearbeitet er die Regesten der Kölner Erzbischöfe des Mittelalters und forscht zum Kölner Domkapitel sowie zu Kölner Stiften und Klöstern. Ab 1928 leitet er die Archivberatungsstelle der rheinischen Provinzialverwaltung.

1. Dezember 2020

Christian Watrin, Ökonom und Inhaber des Lehrstuhls für Wirtschaftspolitik an der Universität zu Köln, stirbt in der Stadt. Den Lehrstuhl übernimmt er 1971 als Nachfolger Müller-Armacks; das Kölner Institut für Wirtschaftspolitik leitet er als Direktor. Von 2000 bis 2002 ist er Präsident der Mont Pelerin Society.

6. Dezember 1927

In Köln wird der Chemiker Ernst Günter Klesper geboren. 1962 beschreibt er erstmals eine chromatographische Trennung, bei der ein überkritisches Fluid die mobile Phase bildet, und begründet damit die überkritische Fluidchromatographie. Später wird er Professor für makromolekulare Chemie an der RWTH Aachen.

6. Dezember 2000

Die Philosophin und Wissenschaftshistorikerin Elisabeth Ströker stirbt am 6. Dezember in Köln. Seit 1971 lehrt die 1928 geborene Wissenschaftlerin am Philosophischen Seminar der Universität zu Köln und leitet dort bis zu ihrer Emeritierung 1993 das Husserl-Archiv. Beigesetzt wird sie auf dem Kölner Melaten-Friedhof.

6. Dezember 2012

Heribert Augustinus Hilgers wird 1935 in Köln-Lindenthal geboren und ist Germanist an der Universität zu Köln. Er erforscht die Kölner Mundart, das Kölsche, sowie die ripuarischen Dialekte und führt von 1971 bis 1997 die Geschäfte der Philosophischen Fakultät. Über die Kölner Presse wird er regional bekannt. An diesem Tag stirbt er in Köln.

10. Dezember 1945

Wiedereröffnung der Kölner Universität.

11. Dezember 1587

Andreas von Gail, in Köln geborener Staatsmann und Rechtsgelehrter, stirbt in seinem Haus auf der Herzogstraße an einem Schlaganfall. Er studiert an der Kölner Universität und ist als Advokat in Köln tätig, wirkt später als Assessor am Reichskammergericht in Speyer und als Reichshofrat in Wien. Sein Hauptwerk 'Practicarum observationum libri duo' erscheint 1578. Bestattet wird er in der Kölner Kirche St. Brigida.

12. Dezember 1962

In Köln wird Christiane Woopen geboren, die später als Medizinethikerin bekannt wird. Ab 1982 studiert sie Medizin an der Universität zu Köln, wo sie von 2009 bis 2021 die Professur für Ethik und Theorie der Medizin innehat. Von 2012 bis 2016 ist sie Vorsitzende des Deutschen Ethikrats.

16. Dezember 1901

Heinrich Düntzer, 1813 in Köln geboren, stirbt in seiner Geburtsstadt. Ab 1846 leitet er die Kölner Gymnasialbibliothek und tritt nach deren Vereinigung mit der Stadtbibliothek 1885 in den Ruhestand. Als klassischer Philologe veröffentlicht er umfangreiche Erklärungen zu Goethes Werken, die umstritten bleiben.

20. Dezember 1408

Der aus Kalkar stammende Kartäuser Heinrich Eger tritt 1365 in Köln in den Kartäuserorden ein. Von 1377 bis 1384 leitet er die Kölner Kartause St. Barbara als Prior. Der Mystiker und Choraltheoretiker verbringt seine letzten Lebensjahre als einfacher Mönch in diesem Kloster, wo er am 20. Dezember stirbt.

25. Dezember 1987

Der Neurologe und Psychiater Werner Scheid stirbt in Köln. 1949 erhält er den Ruf auf den Lehrstuhl für Neurologie und Psychiatrie der Universität zu Köln und übernimmt 1950 die kriegszerstörte Nervenklinik, die er wieder aufbaut. 1951/52 ist er Dekan der Medizinischen Fakultät, 1966/67 Rektor der Universität zu Köln.

26. Dezember 1881

In Köln wird Fritz Krischen geboren, Architekt, Bauforscher und Klassischer Archäologe. Er studiert bei Theodor Wiegand und Robert Koldewey und erhält 1911 den Schinkelpreis. Ausgrabungen führen ihn nach Milet, Babylon, Ephesos und Pompeji; später lehrt er an den Technischen Hochschulen Aachen und Danzig. Er stirbt 1949 in Lübeck.

26. Dezember 1898

Ernst Fraenkel wird in Köln geboren. Der Jurist und Politikwissenschaftler jüdischer Herkunft arbeitet in der Weimarer Republik als sozialistischer Anwalt und emigriert 1938 in die USA. Sein Werk Der Doppelstaat, 1941 zuerst auf Englisch erschienen, analysiert die nationalsozialistische Herrschaft als Nebeneinander von Normen- und Maßnahmenstaat. Fraenkel zählt zu den Begründern der modernen Politikwissenschaft in der Bundesrepublik.

28. Dezember 1921

Ernest Ludwig Eliel wird als jüngster von drei Söhnen einer jüdischen Familie in Köln geboren; sein Großvater mütterlicherseits ist der Warenhausgründer Leonhard Tietz. 1938 flieht er vor der NS-Verfolgung aus Köln nach Edinburgh, während sich die Familie nach Palästina, Holland und England zerstreut. Über kanadische Internierung und Havanna gelangt er 1946 in die USA und wird dort einer der führenden Stereochemiker. 1992 ist er Präsident der American Chemical Society.

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