Der 27. Februar in der Kölner Geschichte
27. Februar 1714
In Köln kommt Bernhard Havestadt zur Welt, der als Jesuit rund zwanzig Jahre unter den Mapuche in Chile wirkt. Von der Mission Santa Fe aus bereist er das Land bis über die Anden. Sein dreibändiges Hauptwerk „Chilidúgú" mit Grammatik, Wörterbuch und Liedern gilt bis heute als Schlüsselquelle für die Sprache der Mapuche; noch Wilhelm von Humboldt nutzt es für seine Sprachforschung.
27. Februar 1784
Nach wochenlanger Frostkälte staut sich das Eis bei Niehl, dann bricht es: Der Rhein steigt auf den höchsten je in Köln gemessenen Stand und reißt die Schiffsbrücke fort. Das Wasser dringt bis zum Heumarkt vor. Am härtesten trifft es das noch eigenständige Mülheim — von 420 Häusern werden 161 völlig zerstört, 21 Menschen sterben, rund 1.800 verlieren Hab und Gut und werden obdachlos.