Der 17. Februar in der Kölner Geschichte
17. Februar 1865
In Köln wird die Oper „Der Deserteur" von Ferdinand Hiller uraufgeführt. Der gebürtige Frankfurter wirkt seit anderthalb Jahrzehnten als Kölner städtischer Musikdirektor, leitet die Gürzenich-Konzerte, das Konservatorium und zwölf Niederrheinische Musikfeste. Das Libretto der dreiaktigen Oper stammt von Ernst Pasqué; Hiller verbringt die letzten Jahrzehnte seines Lebens in der Stadt.
17. Februar 1889
Der Jurist und Politiker Cornelius Balduin Trimborn stirbt in Köln, wo er seit 1851 als Rechtsanwalt am Landgericht arbeitet. Für die Deutsche Zentrumspartei sitzt er im Deutschen Reichstag und im preußischen Abgeordnetenhaus. Er ist der Vater des Zentrumspolitikers Karl Trimborn; die Familiengrabstätte liegt auf dem Melatenfriedhof. Nach ihm ist die Balduinstraße in der Altstadt-Süd benannt.
17. Februar 1900
Am Eigelstein im Kölner Norden wird der Grafiker und Kommunalpolitiker Peter Paffenholz geboren. Ab 1926 gestaltet er für die KPD Flugblätter und Drucksachen und schließt sich der 'Gruppe progressiver Künstler' um Franz Wilhelm Seiwert und Heinrich Hoerle an. Am 20. November 1931 zieht er als Ratsherr in den Kölner Stadtrat ein. Unter dem Nationalsozialismus wird er in Köln als Kommunist verfolgt.