Der 26. März in der Kölner Geschichte
26. März 1798
In der von Frankreich besetzten Stadt werden die mittelalterlichen Zünfte aufgehoben und die Gewerbefreiheit eingeführt. Der jahrhundertealte Zunftzwang, der Handwerk, Handel und Preise streng regelte, fällt damit weg. Köln wandelt sich in der Folge vom Sinnbild wirtschaftlicher Rückständigkeit zur größten rheinischen Handels- und Industriestadt der napoleonischen Zeit.
26. März 1835
In Köln wird Karl Holthof geboren. Der Jurist arbeitet als Journalist und zieht als nationalliberaler Abgeordneter in der dritten Wahlperiode in den Reichstag ein. Sein politisches und publizistisches Wirken liegt später überwiegend außerhalb der Geburtsstadt. Im November 1884 stirbt er in Frankfurt am Main.
26. März 1926
In Köln wird der spätere Diplomat Johannes von Vacano geboren. Er schlägt eine Laufbahn im auswärtigen Dienst ein und vertritt die Bundesrepublik als Botschafter, unter anderem in La Paz in Bolivien und in Nairobi in Kenia. Von Vacano stirbt 2006.
26. März 1945
Drei Wochen nach dem Einmarsch amerikanischer Truppen ins linksrheinische Köln richtet der US-Stadtkommandant Patterson ein Instruktionsschreiben an den Leiter der Stadtverwaltung. Es verpflichtet die Behörde auf Recht und Ordnung, auf die Ausscheidung von Nazismus und Militarismus und auf die Abschaffung jeder Diskriminierung. Mitglieder von NSDAP, SA und SS erhalten Beschäftigungsverbot; Spitzenpositionen sollen mit Vertretern unterschiedlicher politischer Überzeugungen besetzt werden.