Der 16. November in der Kölner Geschichte

16. November 1822

Zwischen der Markmannsgasse in der Altstadt und Deutz wird die erste Deutzer Schiffbrücke eingeweiht: rund 400 Meter lang, auf 42 hölzernen Nachen schwimmend und feierlich mit militärischen Ehren eröffnet. Sie ersetzt die seit 1674 verkehrende Gierponte-Fähre und verbindet erstmals seit fast 900 Jahren beide Rheinufer fest. Dreimal täglich schwimmt das Mittelstück aus, um Schiffe passieren zu lassen — später bis zu dreißigmal am Tag.

16. November 1855

In Köln wird Joseph von Lauff als Sohn des Notars Peter Lauff geboren. Er tritt in das preußische Militär ein und ist zeitweise in Köln stationiert, ehe er sich der Literatur zuwendet. 1898 ernennt ihn Wilhelm II. zum Intendanturrat des Wiesbadener Hoftheaters, ab 1903 arbeitet er als freier Schriftsteller. Seine Romane und Dramen greifen niederrheinische Stoffe auf.

16. November 1976

Drei Tage nach seinem Konzert in der Kölner Sporthalle beschließt das SED-Politbüro die Ausbürgerung des Liedermachers Wolf Biermann aus der DDR. Auf Einladung der IG Metall singt er dort vor rund 7.000 Zuhörern; der Kölner WDR überträgt den Abend live. Die Führung begründet den Schritt mit einer angeblich groben Verletzung staatsbürgerlicher Pflichten und markiert damit eine Zäsur für die DDR-Kulturszene.

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