Der 7. Dezember in der Kölner Geschichte

7. Dezember 1895

Als Tochter des Dermatologen und späteren Universitäts-Rektors Ferdinand Zinsser wird Auguste Zinsser in Köln geboren. 1919 heiratet sie in Köln den damaligen Oberbürgermeister Konrad Adenauer; die Familie lebt in Köln-Lindenthal. Nach dem gescheiterten Attentat vom 20. Juli 1944 wird sie von der Gestapo verhaftet und im Frauengefängnis Brauweiler inhaftiert. Von den Haftfolgen erholt sie sich nicht und stirbt 1948 in Bonn.

7. Dezember 1941

Vom Gleis 5 des Bahnhofs Köln Deutz-Tief fährt ein Deportationszug mit 1011 Kölner Jüdinnen und Juden nach Riga, organisiert von der Kölner Gestapo. Sie gehören zu den ersten deutschen Juden, die nach den Massakern an über 25.000 lettischen Juden in das geräumte Ghetto Riga gebracht werden. Wenige Tage nach der Ankunft werden männliche Jugendliche in das Lager Salaspils verschleppt. Von dem gesamten Transport überleben 87 Menschen.

7. Dezember 2002

Die Frauenrechtlerin und Politikerin Barbara von Sell, geboren als Barbara Meller, stirbt in Köln und wird auf dem Melaten-Friedhof bestattet. 1975 wird sie als bundesweit erste Landesfrauenbeauftragte einer deutschen Landesregierung in Nordrhein-Westfalen berufen. Zuvor als Tänzerin und Schauspielerin ausgebildet, engagiert sie sich für Frauen und Migrantinnen und wirkt als Vorsitzende des Kölner Arbeitskreises der Frauenvereinigungen. Seit 2004 trägt das Barbara-von-Sell-Berufskolleg in Köln-Niehl ihren Namen.

7. Dezember 2011

Die Peterglocke im Dom läutet erstmalig mit ihrem neuen 600 kg schweren Köppel.

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