Der 29. Juli in der Kölner Geschichte
29. Juli 1938
Die Puppenspiele der Stadt Köln beziehen mit ihrem „Hänneschen"-Theater das neu errichtete Domizil am Eisenmarkt 2–4 in der Altstadt-Nord. Die 1802 von Johann Christoph Winters gegründete und 1925 verstädtlichte Stockpuppenbühne findet damit ihre bis heute gespielte Heimat. Als älteste fest bespielte Puppenbühne im deutschsprachigen Raum gehören Hänneschen, Bärbelchen und Tünnes längst zum kölschen Selbstverständnis.
29. Juli 1995
Der Sozialphilosoph und Soziologe Leo Kofler stirbt in Köln, wo er seit 1950 lebt und lehrt. Der undogmatische Marxist jüdischer Herkunft flieht 1938 nach dem Anschluss Österreichs vor der NS-Verfolgung in die Schweiz. In Köln unterrichtet er unter anderem an der Werkkunstschule. An der Ruhr-Universität Bochum erhält er 1975 eine Honorarprofessur. Er wird auf dem Mülheimer Friedhof beigesetzt.