Der 11. Februar in der Kölner Geschichte
11. Februar 1374
Mit einem Wasserstand von etwa 13,30 m kommt es zum bis dahin höchsten in Köln gemessenen Hochwasser; erst das Eishochwasser von 1784 übertrifft diese Marke.
11. Februar 1788
Anton Gottfried Claessen, katholischer Geistlicher, wird in Gangelt geboren. Nach Stationen als Pfarrer sowie als Regierungs- und Schulrat in Aachen wird er 1844 Dompropst in Köln und im selben Jahr zum Titularbischof von Gadara und Weihbischof in Köln ernannt. Die Bischofsweihe empfängt er 1845 durch Erzbischof Johannes von Geissel. 1847 stirbt er in Köln.
11. Februar 1814
Friedrich Heimsoeth wird in Köln geboren, wo er das Friedrich-Wilhelm-Gymnasium besucht. Der klassische Philologe, Kunsthistoriker und Musikwissenschaftler studiert ab 1831 in Bonn und wird dort 1865 ordentlicher Professor der klassischen Philologie. Er arbeitet zur Textkritik und Metrik der griechischen Tragiker und Pindars und stirbt 1877 in Bonn.
11. Februar 1850
In Köln wird Hermann Jacobi geboren, der später zu den führenden Erforschern des Jainismus zählt. Nach einem Mathematik- und anschließenden Indologie-Studium promoviert er 1872. Ab 1885 lehrt er in Kiel, ab 1889 in Bonn, wo er 1905/06 das Rektorat übernimmt. Er ediert und übersetzt Jaina-Texte und stirbt 1937 in Bonn.
11. Februar 1878
Der Oberbürgermeister der Jahre 1863 bis 1875, Friedrich Wilhelm Alexander Bachem, verstirbt in Köln.
11. Februar 1991
In Köln fällt der Rosenmontagszug aus, weil die Karnevalsvereine den Straßenkarneval wegen des Zweiten Golfkriegs absagen. Statt des Zuges ziehen Mitglieder der Kölner Stunksitzung und tausende Menschen in einem spontanen Geisterzug durch die verschneite Innenstadt. Der WDR nennt die Aktion „Woodstock der Pappnasen". Aus ihr geht der wiederbelebte Kölner Geisterzug hervor.
11. Februar 1998
Der Schriftsteller, Essayist und Kunstkritiker Albrecht Fabri, geboren als Albrecht Schmitz, stirbt in seiner Geburtsstadt Köln. Er studiert in Köln und Bonn Germanistik, Philosophie und Musikwissenschaft und schreibt für Kulturzeitschriften sowie für Funk und Fernsehen, vor allem den WDR. Mit Essaybänden wie „Der schmutzige Daumen“ (1948) und „Interview mit Sisyphos“ (1952) wird er bekannt. Er lebt zeitlebens in der Stadt und wird auf dem Südfriedhof bestattet.
11. Februar 2023
Klaus Bergdolt stirbt in Köln. Der Medizin- und Kunsthistoriker leitet von 1995 bis 2014 als Inhaber des Lehrstuhls für Geschichte und Ethik der Medizin das gleichnamige Institut an der Universität zu Köln. Er forscht zur Renaissance-Medizin und veröffentlicht Monographien über den „Schwarzen Tod“ und die Geschichte der ärztlichen Ethik.