Der 26. Dezember in der Kölner Geschichte
26. Dezember 1881
In Köln wird Fritz Krischen geboren, Architekt, Bauforscher und Klassischer Archäologe. Er studiert bei Theodor Wiegand und Robert Koldewey und erhält 1911 den Schinkelpreis. Ausgrabungen führen ihn nach Milet, Babylon, Ephesos und Pompeji; später lehrt er an den Technischen Hochschulen Aachen und Danzig. Er stirbt 1949 in Lübeck.
26. Dezember 1893
Der Schriftsteller Axel Rudolph wird in Köln-Nippes geboren. In den 1930er Jahren verfasst er über 50 Abenteuer- und Kriminalromane, dazu Drehbücher und Hörspiele, teils unter dem Namen Heinrich Weiler. 1939 schließt ihn die Reichsschrifttumskammer aus, was einem Berufsverbot gleichkommt. 1944 verurteilt ihn der Volksgerichtshof unter Roland Freisler wegen „Wehrkraftzersetzung" zum Tode; im selben Jahr wird er im Zuchthaus Brandenburg-Görden hingerichtet.
26. Dezember 1898
Ernst Fraenkel wird in Köln geboren. Der Jurist und Politikwissenschaftler jüdischer Herkunft arbeitet in der Weimarer Republik als sozialistischer Anwalt und emigriert 1938 in die USA. Sein Werk Der Doppelstaat, 1941 zuerst auf Englisch erschienen, analysiert die nationalsozialistische Herrschaft als Nebeneinander von Normen- und Maßnahmenstaat. Fraenkel zählt zu den Begründern der modernen Politikwissenschaft in der Bundesrepublik.
26. Dezember 1958
In der neu errichteten Sporthalle in Köln-Deutz startet das erste Kölner Sechstagerennen nach dem Krieg – das erste überhaupt seit 1933. Auf der fest eingebauten Radrennbahn von rund 166 Metern Länge wird der Radsport zur „sechsten Jahreszeit" zwischen Weihnachten und Neujahr. Bis zu achttausend Zuschauer verfolgen das Spektakel, das die Halle über vierzig Jahre prägt.