Der 9. Dezember in der Kölner Geschichte

9. Dezember 1772

Ferdinand Franz Wallraf wird zum Priester geweiht.

9. Dezember 1885

In Köln stirbt Hermann Heinrich Becker, der als „Roter Becker" bekannte Jurist und Demokrat, an Tuberkulose. Seit seiner Wahl zum Oberbürgermeister im Jahr 1875 führt er die Stadt bis zu seinem Tod. Er überführt Gas- und Wasserwerk in städtische Regie und treibt nach dem Abriss der mittelalterlichen Stadtmauer die Stadterweiterung voran.

9. Dezember 1903

In Köln wird die Juristin Lilo Gloeden geboren, die 1928 an der Universität Köln promoviert. Im Widerstand gegen den Nationalsozialismus unterstützt sie verfolgte Juden und nimmt nach dem Attentat vom 20. Juli 1944 den gesuchten General Fritz Lindemann in ihrer Wohnung auf. Nach einem Verrat wird sie zum Tode verurteilt und am 30. November 1944 im Strafgefängnis Berlin-Plötzensee hingerichtet.

9. Dezember 1954

Im Beisein von Bundeskanzler Adenauer wird die wiederaufgebaute Rheinbrücke Köln-Rodenkirchen dem Verkehr übergeben. Kurz vor Kriegsende, am 28. Januar 1945, war die Vorgängerbrücke eingestürzt. Der Neubau nach Entwurf von Hellmut Homberg nutzt die erhaltenen Pylone der 1941 eröffneten Konstruktion. Die rund 567 Meter lange Hängebrücke führt über den Rhein und ist heute Teil der A4.

9. Dezember 1956

Die Juristin Henriette Reker wird in Köln geboren. Von 2015 bis 2025 amtiert sie als Oberbürgermeisterin ihrer Heimatstadt, als erste Frau in diesem Amt. 2015 gewinnt sie die Wahl als parteilose Kandidatin im ersten Wahlgang, 2020 wird sie im Amt bestätigt.

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