Der 19. November in der Kölner Geschichte
19. November 1367
Im Kölner Rathaus, wahrscheinlich im Hansasaal, schließen sich Gesandte zahlreicher Hanse- und niederländischer Städte zur „Kölner Konföderation" zusammen, einem Kriegsbündnis gegen den dänischen König Waldemar IV. Atterdag. Es ist der einzige Hansetag, der je in Köln tagt — pikanterweise tritt die gastgebende Stadt dem Bund selbst nicht bei. Aus dem Bündnis erwächst der Sieg über Dänemark; die Urkunde zählt heute zum UNESCO-Weltdokumentenerbe.
19. November 1855
Ludwig Becker wird in Köln geboren und lernt als Steinmetz und Bildhauer an der Kölner Dombauhütte. Als Architekt des Historismus restauriert und baut er über 300 Kirchen. Von 1909 bis zu seinem Tod 1940 ist er Dombaumeister am Mainzer Dom.
19. November 1903
Gottfried Brockmann wird in Köln-Lindenthal als Sohn eines Malers geboren und gehört in den 1920er Jahren zu den Kölner Progressiven. 1937 beschlagnahmt die NS-Aktion „Entartete Kunst" seine Mappe „Bilderbogen der Zeit. Arbeiter" mit 15 Linolschnitten aus dem Wallraf-Richartz-Museum Köln und zerstört sie. Nach Krieg und Gefangenschaft lässt er sich 1952 in Kiel nieder.
19. November 1923
Hubert Neuerburg, 1881 in Trier geboren, führt die Zigarettenfabrik Haus Neuerburg mit, die 1917/18 nach Köln verlegt wird und dort neben Dresden und Berlin ein Zentrum der deutschen Zigarettenindustrie bildet. Kurz vor Fertigstellung des neuen Geschäftshauses am Gülichplatz stirbt er am 19. November in Köln.
19. November 1968
Die Juristin und SPD-Politikerin Katarina Barley wird in Köln geboren und wächst hier auf. 1987 legt sie am Gymnasium Köln-Rodenkirchen ihr Abitur ab. Von 2017 bis 2018 ist sie Bundesfamilienministerin, danach bis 2019 Bundesjustizministerin. Seit 2019 ist sie Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments.