Der 18. November in der Kölner Geschichte
18. November 1465
In Köln stirbt Johannes Frunt, der erste Kanzler der Stadt. Nach dem Studium an der Kölner Universität steigt der Jurist 1448 in dieses neu geschaffene Amt auf und lenkt über anderthalb Jahrzehnte die städtische Außenpolitik. Er verkehrt mit dem späteren Papst Pius II. und erwirkt 1463 hansische Handelsprivilegien in England.
18. November 1849
Der Kunstsammler und Mundartdichter Matthias Joseph de Noël stirbt in Köln. Als Nachlassverwalter Ferdinand Franz Wallrafs betreut er dessen Sammlungen und bereitet damit das spätere Wallraf-Richartz-Museum vor. Daneben schreibt er Gedichte und Schwänke im Kölner Dialekt und wirkt 1823 an der Wiederbelebung des Kölner Karnevals mit. Seine eigenen Sammlungen gehen nach seinem Tod an die Stadt.
18. November 1874
Der in Köln geborene Dionysius Ortsiefer tritt jung dem Franziskanerorden bei und wird ein gefragter Kanzelredner. Von 1913 bis 1942 predigt er im Kölner Dom; der spätere Papst Pius XII. nennt ihn den größten Kanzelredner Deutschlands. Über den Rundfunk erreichen seine Predigten ein breites Publikum weit über Köln hinaus.
18. November 1892
Robert Esser übernimmt den Vorsitz des Zentral-Dombauvereins zu Köln, dessen Aufgabe die Erhaltung und Förderung des Domes ist. Der Jurist und Industrielle – Mitglied im Verwaltungsrat der Maschinenbauanstalt Humboldt – steht dem Verein ein Vierteljahrhundert lang vor, bis 1917. Er ist auf dem Melaten-Friedhof bestattet.
18. November 1929
Julius Eduard Bennert stirbt in Köln. Der Kaufmann und Wahlkonsul Uruguays sammelt historische Instrumente und veröffentlicht 1881 die erste umfassende Geschichte der Zither. Unter dem Pseudonym Erasmus Schleicher schreibt er zudem Bühnenstücke, und als Numismatiker verfasst er Schriften über Bismarck-Medaillen. Seine Instrumentensammlung ist bis heute in Museen erhalten.
18. November 1957
Der Komponist und Kontrabassist Andreas Schilling kommt in Köln zur Welt. Nach dem Studium an der Kölner Musikhochschule schreibt er Filmmusik für über vierzig Kino- und Fernsehproduktionen und erhält 1995 den Filmmusikpreis der Deutschen Phono-Akademie. Über Jahre spielt er im Markus-Reinhardt-Ensemble und ist am Kölner Schauspielhaus tätig.
18. November 2015
In seiner Wahlheimat Köln stirbt der Schriftsteller und Drehbuchautor Dieter Bongartz. Für Filme und Bücher wie den verfilmten Kinderroman „Der zehnte Sommer" wird er dreimal für den Grimme-Preis nominiert. An der SK Stiftung Kultur leitet er eine Schreibschule für Jugendliche. Sein Ehrengrab findet er auf dem Kölner Melaten-Friedhof.