Der 23. September in der Kölner Geschichte

23. September 1833

Fritz Hönig wird in Köln geboren, wo er später auch stirbt. Als Fabrikant von Feuerwehrgerät ernennt ihn der Stadtrat 1885 zum Ehren-Brandmeister der Freiwilligen Feuerwehr. Bekannt wird er vor allem durch sein „Wörterbuch der Kölner Mundart", das 1877 erstmals erscheint und 1905 postum neu herausgegeben wird. Nach ihm ist die Fritz-Hönig-Straße in Köln-Lindenthal benannt.

23. September 1873

Peter Joseph Mülhens, Kölner Unternehmer aus der 4711-Familie und Sohn des Firmengründers Wilhelm Mülhens, stirbt in seiner Geburtsstadt Köln. Er erweitert das Duftwasser-Geschäft und führt das kolorierte Etikett sowie die Molanus-Flasche ein. Von 1852 bis zu seinem Tod sitzt er im Kölner Stadtrat, wirkt im Verwaltungsausschuss des Dombauvereins und investiert früh in die Eisenbahn Köln-Bonn. Er wird auf Melaten beigesetzt.

23. September 1893

In Köln wird August Hermann Zeiz geboren, Schriftsteller, Gerichtsreporter und Bühnenautor, der unter den Pseudonymen Jean Barlatier und Georg Fraser schreibt. In den 1920er Jahren arbeitet er als Journalist für die Ullstein-Blätter und das Berliner Tageblatt. 1935 emigriert er nach Österreich und wird Chefdramaturg der Wiener Scala. 1943 wird er verhaftet und bis 1944 im KZ Dachau inhaftiert; seine Frau wird 1943 in Auschwitz ermordet.

23. September 1957

Der Kölner Hauptbahnhof erhält seine neue Empfangshalle. Nach Plänen der Architekten Schmitt und Schneider entsteht eine weit gespannte Stahlbeton-Schalenkonstruktion, deren Last auf vier ovalen Stützen ruht. Die vollständig verglaste Front öffnet sich zum Dom hin und gibt Ankommenden schon vor dem Verlassen des Bahnhofs den Blick auf die Kathedrale frei.

23. September 1968

In Köln kommt der Mathematiker Wendelin Werner zur Welt, der als Kind nach Frankreich zieht und die französische Staatsangehörigkeit annimmt. Er lehrt an der Universität Paris-Sud in Orsay und wechselt 2013 an die ETH Zürich. 2006 erhält er die Fields-Medaille für seine Arbeiten zur Schramm-Loewner-Evolution, zur Geometrie der zweidimensionalen Brownschen Bewegung und zur konformen Feldtheorie.

23. September 1973

Sibille Hartmann stirbt in ihrer Geburtsstadt Köln, wo sie am 19. Februar 1890 zur Welt kommt. Von 1919 bis 1933 sitzt sie als erste Frau der Zentrumspartei im Kölner Stadtrat, nach 1945 kehrt sie als Ratsfrau zurück. In den 1950er-Jahren gehört sie zu den Gründerinnen der Kölner Kinderhäuser; das erste öffnet 1957 in Köln-Mülheim.

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