Der 24. Dezember in der Kölner Geschichte

24. Dezember 1880

In Köln geboren, stirbt hier der Bankier Simon Oppenheim, seit 1867 Freiherr von Oppenheim und Teilhaber des Kölner Bankhauses Sal. Oppenheim. 1833 ist er Präsident der Handelskammer zu Köln. Mit seinem Bruder Abraham macht er das Haus zu einem der wichtigsten Industriefinanciers im Rheinland; in den 1840er Jahren setzen sich beide für die Gleichberechtigung der Juden in Preußen ein.

24. Dezember 1906

Joseph Kardinal Höffner wird in Horhausen im Westerwald geboren. Er war von 1969 bis 1987 Erzbischof von Köln und von 1976 bis 1987 Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz.

24. Dezember 1923

In Horrem wird die Pianistin Katharina „Tiny“ Wirtz geboren. Ab 1946 studiert sie an der Kölner Musikhochschule, an der sie von 1963 bis 1994 lehrt, ab 1968 als Professorin. Sie gilt als Wegbereiterin der Neuen Musik nach 1945. Sie stirbt 2023 in Köln und wird auf dem Melaten-Friedhof bestattet.

24. Dezember 1959

In der Nacht auf Heiligabend beschmieren zwei Mitglieder der rechtsextremen Deutschen Reichspartei die erst wenige Monate zuvor wiedereröffnete Synagoge an der Roonstraße in der Kölner Neustadt-Süd mit Hakenkreuzen und der Parole „Deutsche fordern: Juden raus“. Die Tat löst eine bundesweite Welle antisemitischer Schmierereien aus; bis Ende Januar werden rund 700 Vorfälle registriert. Bundeskanzler Adenauer verurteilt sie öffentlich, und der Bundestag verschärft 1960 den Straftatbestand der Volksverhetzung.

24. Dezember 1989

Der Komponist und Liedtexter Heinz Gietz verstirbt in Köln.

24. Dezember 2019

Arnold Wolff stirbt an Heiligabend in Köln. Der 1932 in Wevelinghoven Geborene ist von 1972 bis 1998 Dombaumeister des Kölner Doms und tritt die Nachfolge von Willy Weyres an. In seiner 26-jährigen Amtszeit lässt er die letzten großen Kriegsschäden am Dom beheben und setzt beim Erhalt des Steins auf naturwissenschaftliche Forschung.

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