Der 1. Dezember in der Kölner Geschichte
1. Dezember 1808
In Köln wird David Levy Elkan als Sohn einer jüdischen Familie geboren. Er arbeitet als Maler, Zeichner und Lithograf und gründet um 1837 in seiner Geburtsstadt eine Steindruckerei, dazu illustriert er Bücher. Er setzt sich für die jüdische Emanzipation ein und engagiert sich in der Revolution 1848. 1865 stirbt er in Köln.
1. Dezember 1820
Der erste Weihnachtsmarkt in Köln, der Nicolaimarkt, – im Volksmund auch „De Hötte“ genannt - wird eröffnet.
1. Dezember 1887
Franz Carl Guilleaume, Kölner Unternehmer und Sohn einer Kabelfabrikanten-Familie, stirbt in seiner Geburtsstadt Köln. 1874 gründet er in Köln-Mülheim das Carlswerk, in dem Eisen- und Stahldrähte sowie Kabel hergestellt werden. Der Betrieb entwickelt sich zu einem der größten Arbeitgeber der Stadt.
1. Dezember 1929
In Köln wird Wolfgang Anheisser geboren, der als lyrischer Bariton Karriere macht. Ab 1965 gehört er fest zum Ensemble des Kölner Opernhauses und tritt international auf. 1974 stürzt er dort während einer Vorstellung des „Bettelstudent“ von einem Balkon in die Tiefe, weil das Halteseil nicht richtig befestigt ist, und kommt ums Leben. Bestattet wird er auf dem Kölner Melaten-Friedhof.
1. Dezember 1935
Die Gestapo zieht in das EL-DE-Haus Ecke Appellhofplatz/Elisenstraße ein. Heute befindet sich in diesem Haus das NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln.
1. Dezember 2020
Christian Watrin, Ökonom und Inhaber des Lehrstuhls für Wirtschaftspolitik an der Universität zu Köln, stirbt in der Stadt. Den Lehrstuhl übernimmt er 1971 als Nachfolger Müller-Armacks; das Kölner Institut für Wirtschaftspolitik leitet er als Direktor. Von 2000 bis 2002 ist er Präsident der Mont Pelerin Society.