Der 16. August in der Kölner Geschichte
16. August 1466
Winnemar Gruters von Wachtendonk lehrt als Professor der Rechte an der noch jungen Kölner Universität, deren Rektor er 1435/36 ist. Mehrfach amtiert er als Generalvikar des Erzbischofs, leitet als Kanzler und Offizial die geistliche Verwaltung und sitzt im Domkapitel. In dieser Zeit vertritt er die Universität auf dem Basler Konzil. Er stirbt in Köln und wird im Kreuzgang von St. Aposteln bestattet.
16. August 1620
Heinrich von Mering, in Köln getauft, schlägt die geistliche und juristische Laufbahn ein. Nach dem Studium am Collegium Germanicum in Rom promoviert er zum Doktor der Rechte und wird Domherr am Kölner Dom sowie Rechtsberater des Kurfürsten Maximilian Heinrich von Bayern. 1683 stiftet er den Marmoraltar für das Gero-Kreuz, das älteste monumentale Kruzifix des Abendlandes. Er stirbt hochbetagt in seiner Vaterstadt.
16. August 1856
Der in Köln geborene Architekt Adolf Nöcker arbeitet über drei Jahrzehnte in seiner Heimatstadt. Ab 1880 errichtet er Kirchen, Klöster und Wohnhäuser, darunter die neuromanische Pfarrkirche St. Bonifatius in Nippes und Villen am Sachsenring und Kaiser-Wilhelm-Ring. Als Stadtverordneter wirkt er zugleich an der Kommunalpolitik mit. Eine Straße in Bickendorf trägt heute seinen Namen.
16. August 1869
In Köln geboren, macht Rainer Simons als Sänger und Theaterleiter in Wien Karriere. 1903 übernimmt er die Direktion des Kaiser-Jubiläums-Stadttheaters, aus dem unter seiner Leitung ab 1905 die Wiener Volksoper hervorgeht. Er holt den Dirigenten Alexander Zemlinsky ans Haus und fördert junge Sängerinnen wie Maria Jeritza. Später lehrt er als Professor an der Wiener Musikakademie.
16. August 1934
Hans „Jean" Löring wird in Köln geboren. Der Bauunternehmer, der mit Elektro- und Rohrleitungsbau ein Firmenimperium aufbaut, spielt zunächst selbst in der Oberliga, ehe er 1966 die Präsidentschaft beim SC Fortuna Köln übernimmt. Er führt den Südstadt-Klub 1973 in die Bundesliga, finanziert ihn über Jahrzehnte aus eigener Tasche und schafft die größte Jugendabteilung im deutschen Fußball. Bis 2001 bleibt er Präsident seines „Vereinche".
16. August 1945
Manfred Clauss, in Köln geboren, wird einer der bekanntesten deutschen Althistoriker. Nach dem Studium in seiner Heimatstadt und in Bonn lehrt er Alte Geschichte, ab 1993 als Professor in Frankfurt. Mit der von ihm begründeten Datenbank Clauss-Slaby schafft er eine der größten frei zugänglichen Sammlungen lateinischer Inschriften. Daneben macht er mit rund zwanzig Sachbüchern über Rom, Ägypten und Sparta die Antike einem großen Publikum zugänglich.
16. August 1954
Ossi Urchs kommt in Köln zur Welt und wird zu einem der frühen Verfechter des Internets in Deutschland. Nach dem Studium der Philosophie und Theaterwissenschaft in seiner Heimatstadt und in München baut er ab den 1980er Jahren eine Medienagentur auf und berät Unternehmen bei ihren Online-Strategien. Als Autor, Redner und Fernsehmoderator erklärt er einem breiten Publikum das noch junge Netz und gilt vielen als deutscher Internet-Pionier.