Der 22. Oktober in der Kölner Geschichte

22. Oktober 1825

Die Leitung der Bauarbeiten am Kölner Dom wird dem Erzbischof von Köln und dem Oberpräsidenten der preußischen Rheinprovinz per Kabinettsorder des Preußischen Königs Friedrich-Wilhelm IV. übertragen.

22. Oktober 1915

Peter Josef Früh, gelernter Braumeister aus Brühl, stirbt während eines Kuraufenthalts in Bad Nauheim an einem Schlaganfall; drei Tage später wird er in Köln beigesetzt. Er hatte 1895 in der Apostelnstraße das Aposteln-Bräu gegründet, es 1898 an Heinrich Bädorf verkauft und 1904 das Cölner Hofbräu P. Josef Früh in der Straße Am Hof eröffnet. Seine Witwe Maria Gertrud führt den Betrieb bis 1930 weiter; das Familiengrab liegt auf Melaten.

22. Oktober 1941

Vom tiefliegenden Bahnhof Köln-Deutz fährt der erste Deportationszug mit 1.018 Kölner Jüdinnen und Juden ins Ghetto Litzmannstadt (Łódź). Zuvor werden die Messehallen in Deutz als Sammellager genutzt. Ein zweiter Transport folgt wenige Tage später. Von den rund 2.000 aus Köln nach Litzmannstadt Deportierten überleben nach heutigem Forschungsstand nur wenige.

22. Oktober 1970

Die "Bläck Fööss" veröffentlichen ihre erste Single "Rievkooche-Walzer / Selverhuhzick".

22. Oktober 2000

Rudolf Jürgen Bartsch, Schriftsteller und Hörspielsprecher, stirbt in Köln. Geboren 1921 in Köslin in Pommern, studiert er nach dem Krieg in Mainz Literatur- und Theaterwissenschaft und gründet mit Hanns Dieter Hüsch das Mainzer Zimmertheater, das er zehn Jahre leitet. Ab 1960 führt er die Theaterabteilung des Kölner Verlags Kiepenheuer & Witsch und schreibt Rundfunkfeatures zur Kultur- und Literaturgeschichte.

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