Der 27. September in der Kölner Geschichte
27. September 1322
Am Tag der heiligen Cosmas und Damian wird der gotische Chor des Kölner Domes durch Erzbischof Heinrich II. von Virneburg feierlich geweiht. In einer großen Prozession durch die Stadt wird der Dreikönigenschrein aus den Westteilen des Alten Domes in die Achskapelle des Chorumgangs übertragen, begleitet von sechzehn weiteren Reliquienschreinen Kölner Kirchen. Damit endet nach einem Dreivierteljahrhundert Bauzeit der erste große Bauabschnitt – der Dom prägt von nun an das Kölner Stadtbild.
27. September 1829
Peter Dominicus Fuchs wird in Köln geboren, wo er später als Dombildhauer wirkt. Ab 1844 lernt er in der Kölner Dombauhütte das Steinmetzhandwerk. Von 1865 an schafft er nach dem Bildprogramm von Sulpiz Boisserée rund 700 neugotische Skulpturen für den Kölner Dom, unter anderem am südlichen Querhaus, an den Westtürmen sowie am West-, Nord- und Petersportal. Er stirbt 1898 in seiner Geburtsstadt.
27. September 1927
In Köln wird Fritz Theilen geboren, der als Jugendlicher zur Ehrenfelder Gruppe der Kölner Edelweißpiraten gehört. Er gründet eine eigene Gruppe, die sich am Takuplatz in Köln-Ehrenfeld trifft. 1943 sperrt ihn die Gestapo im EL-DE-Haus ein; nach der Flucht überlebt er im Untergrund und entkommt später aus einem Außenlager des KZ Dachau. Als Zeitzeuge berichtet er jahrzehntelang über die Edelweißpiraten.
27. September 1944
Am 27. September treffen 200 Häftlinge aus dem Konzentrationslager Buchenwald auf dem Gelände der Vereinigten Westdeutschen Waggonfabrik AG in der Deutz-Mülheimer-Straße in Köln-Deutz ein. Dort entsteht ein Männer-Außenlager Buchenwalds. Die Gefangenen leisten in Zwölf-Stunden-Schichten Zwangsarbeit in der Waggonfabrik. Ab Ende Oktober bringt man sie in einem Luftschutzkeller ohne Bettgestelle, Fenster oder Toiletten unter.
27. September 1947
In Köln wird der spätere Schlagzeuger Jürgen Zöller geboren. Von 1987 bis 2014 spielt er in der Kölschrock-Band BAP und ist dort nach dem Gründer Wolfgang Niedecken das am längsten durchgehend aktive Bandmitglied. Sein letztes Konzert mit BAP gibt er im Jahr 2014.
27. September 2006
In Köln stirbt der Rennfahrer und Rennstall-Gründer Erwin Kremer, der auch in dieser Stadt geboren wurde. 1962 gründet er mit seinem Bruder Manfred in einer Werkstatt an der Luxemburger Straße das Kölner Motorsport-Team Kremer Racing, das sich auf verbesserte Porsche-Sportwagen spezialisiert. 1979 gelingt mit dem Kremer-Porsche 935 K3 der Gesamtsieg beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans.