Der 8. Januar in der Kölner Geschichte
8. Januar 1579
Arnold von Siegen gehört zur Kölner Führungsschicht des 16. Jahrhunderts. Er sitzt im Rat der Reichsstadt, wird zwölfmal zum Bürgermeister gewählt und amtiert mehrfach als Rentmeister und kaiserlicher Rat. Um 1564 legt er überraschend alle Ämter nieder und zieht sich ins Privatleben zurück. In Köln, wo er um 1500 geboren wird, stirbt er an diesem Tag.
8. Januar 1897
Als Sohn eines Schuhmachers wird Jakob Boulanger in Köln-Ehrenfeld geboren. Er lernt das Kunstschmiedehandwerk und wird Betriebsratsvorsitzender, später Funktionär der KPD. 1933 verhaftet ihn die Gestapo; in den Konzentrationslagern Dachau, Buchenwald und Mauthausen gehört er einer Widerstandsorganisation der Häftlinge an. Nach 1945 leitet er Großbetriebe in der DDR.
8. Januar 1909
Der Volksschauspieler Willy Millowitsch kommt zur Welt und wird zum wohl bekanntesten Kölner überhaupt. Er führt die Familienbühne in der Aachener Straße 5 in der Neustadt-Süd, deren Tradition bis 1792 zurückreicht, und macht das Millowitsch-Theater durch live übertragene Fernsehaufführungen bundesweit berühmt. Die Stadt Köln ernennt ihn 1989 zum Ehrenbürger; bis heute gilt er als kölsches Original.
8. Januar 2008
Henner Berzau kommt nach dem Krieg nach Köln, studiert hier Medizin und eröffnet 1954 eine Kinderarztpraxis in Köln-Riehl. Über vier Jahrzehnte behandelt er dort seine Patienten. Als „Doktor mit der Quetsch" schreibt er über 250 Lieder und Texte auf Kölsch. In Köln stirbt er am 8. Januar.
8. Januar 2016
Der in Köln geborene Bildhauer Elmar Hillebrand stirbt in Köln-Weiß, wo er lebt und arbeitet. Er wirkt an der Dombauhütte, schafft den Hauptaltar des Kölner Doms und beteiligt sich am Wiederaufbau romanischer Kirchen wie St. Kunibert und Groß St. Martin.