Der 8. September in der Kölner Geschichte
8. September 1849
Der Arzt Andreas Gottschalk stirbt in Köln an der Cholera, die in diesem Sommer in der Stadt grassiert. Geboren 1815 in Düsseldorf, führt er seit 1842 eine Kölner Praxis, in der er arme Patienten meist kostenlos behandelt. 1848 gehört er zu den Gründern des Kölner Arbeitervereins und wird dessen erster Präsident; nach wenigen Wochen zählt der Verein über 8.000 Mitglieder.
8. September 1864
Johannes von Geissel, geboren 1796 in Gimmeldingen in der Pfalz, stirbt in Köln an einem Krebsleiden. Vier Tage später wird er im Chor des Kölner Doms beigesetzt. Die Leitung des Erzbistums Köln übernimmt er 1842, ab 1845 ist er Erzbischof, 1850 erhält er als erster Kölner Erzbischof die Kardinalswürde. Unter ihm beginnt 1842 der Weiterbau des Doms mit der Grundsteinlegung in Anwesenheit König Friedrich Wilhelms IV.
8. September 1929
Grundsteinlegung für die Melanchthonkirche in Köln.
8. September 1951
Die wiederaufgebaute Mülheimer Hängebrücke über den Rhein zwischen Köln-Riehl und Köln-Mülheim wird eingeweiht. Im März 1945 war sie gesprengt worden; der Wiederaufbau als echte Hängebrücke beginnt am 13. Oktober 1949 nach einem Entwurf des Kölner Architekten Wilhelm Riphahn, technisch beraten von Fritz Leonhardt. Zur Einweihung ist Bundeskanzler Konrad Adenauer zugegen, der die Brücke 1929 als Oberbürgermeister eröffnet hatte.
8. September 1953
Die Electrola gründet ihren Sitz in Köln.
8. September 1962
Das sanierte Kölner Schauspielhaus von Wilhelm Riphahn wird eröffnet.
Dieses Ereignis greifen wir auch in der Stadtführung Architektur der 1950er-Jahre auf.
8. September 1973
Harald "Toni" Schumacher steht mit 19 Jahren zum ersten Mal beim Spiel gegen den VfL Bochum (2:2) in einem Bundesligaspiel im Tor des 1.FC Köln.